Bttreartr Schulstraße 7.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Betreffend: Die Zulassung eingeschriebener Hilfskaffen.
Gießen, am 9. October 1886.
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Verzeichniß der außerhalb des Kreide- Gießen domieilirten Hilfskaffen, welche in dem Kreise örtliche Verwaltungsstellen errichtet haben:
unvejtrmmt gewesen, andern- . schiebung in den nationalen Verhältnissen in der Provinz Posen üinaewieien • 1880 dieselbe ergiebt sich in eclatanter Weise daraus, daß sich 1880 vom dortigen 9 Mitglieder der Partei bei I Großgrundbesitz 894,719 Hectare in deutschen und 732,235 Hectare in polni-
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Ueber den Fortgang des Ansiedelungswerkes in der Provinz Pofen laufen immer günstigere Berichte ein. Berichte aus Posen weisen namentlich daraus als eine bemerkenswerthe Thatsache hin, daß polnische Großgrundbesitzer und Mitglieder der Nationalpartei ganz offen ihre Güter zum sreihän- digen Verkaufe ausbieten, obwohl die polnische Presse dieses „unpatriotische Verhalten" scharf tadelt. Man glaubt aus dem bisherigen Gange der Angelegenheit schließen zu dürfen, daß die Voraussetzung, es werde der Ansiedelungs-Commission gelingen, aus dem ihr zur Verfügung stehenden Hundert- Millionen - Fonds ein Areal von mindestens 100,000 Hectaren zu erwerben, sowie die Kosten für die Heranziehung und Einrichtung der Coloniften, die Regelung der communalen Verhältnisse in den neuen Colonien u. s. w. zu bestreiten, sich im Allgemeinen erfüllen werden. Ferner wird auf die fortschreitende Ver-
Daubringen, Gießen, Lollar, Rödgen, Wieseck, Reiskirchen, Hausen;
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Briugerlob, Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark b0 P^
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A^chbidenden Abstimmung fehlten. Ob das Centrum das nächste Mal in ähnlicher Weise nkunöveriren wird, muß freilich abgewartet werden denn Lerr Wmdthorst läßt sich nicht gern vorzeitig in die Karten blicken. Jedenfalls handelt es sich bei der erneuten Feststellung des eisernen Präsenzstandes des Heeres um eine Frage, bei der lediglich Rücksichten auf die Erhaltung und Stärkuna der militärischen Schlagfertigkeit des Reiches, nicht aber Partei-Jntereffen maßgebend sein sollten; ob sich die parlamentarische Opposition von diesem Grund- satze bei den kommenden Verhandlungen über die Erneuerung des Militär- Septennats leiten lassen wird, muß abgewartet werden.
n Ker empfing in Baden-Baden am Sonntag den neuen Erzbischof von Freiburg, Dr. Roos.
Politische «eberficht.
Gießen, 13. October.
2) die Central-Kranken- und Sterbekasse der Tischler zu Hamburg: in Heuchelheim, „ Klein-Linden, „ Steinberg, „ Wieseck;
3) die Central-Kranken- und Sterbekasse der Schuhmacher zu Hamburg: in Gießen;
4) die Central - Kranken - und Begräbnißkaffe für Frauen der Buchbinder, Portefeuiller und anderer Geschäftszweige jeder Art in Deutschland zu Offenbach:
in Gießen,
„ Wieseck,
„ Rödgen;
5) die Central-Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer zu Hamburg • in Gießen;
6) die Central-Kranken- und Sterbekaffe der Bäcker und verwandter Berufs- genossen zu Dresden:
in Gießen.
Verzeichniß der im Kreise Gießen bestehenden eingeschriebenen Hilfskaffen:
1) die eingeschriebene Hilfskasse der Cigarren- und Tabaksarbeiter in Gießen und Umgegend zu Wieseck-
21 die allgemeine Arbeiter-Kranken- und Sterbekaffe zu Großen-Linden; v s >
die Kranken- und Sterbekaffe zu Heuchelheim;
die Kranken- und Sterbekaffe zu Watzenborn-Steinberg;
die allgemeine Arbeiter-Kranken- und Sterbekaffe zu Steinbach;
die Kranken- und Sterbekaffe zu Garbenteich:
die Kaufmännische Kranken- und Begräbnißkaffe zu Gießen.
1) die allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter zu Hamburg: in Alten-Buseck,
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Groß herzoglich en Bürgermeistereien des Kreises.
. 0 Auf Grund der Gesetze über die eingeschriebenen Hilfskaffen vom 7. April 1876 und 1. Juni 1884 theilen wir Ihnen nachstehend die Namen der un Kreise Gießen zugelaffenen eingeschriebenen Hilfskaffen, sowie bezüglich der außerhalb des Kreises Gießen domieilirten Hilfskassen die Namen der in dem Kreise errichteten örtlichen Verwaltungsstellen unter dem Anfügen mit, daß diese Kassen dem § 75 des Gesetzes vom 15. Juni 1883 die Krankenverstlberuna ber Arbeiter betreffend , entsprechen und daß die Mitglieder dieser Kaffen von dem Beitritte zur Gemeinde-Krankenversicherungskaffe befreit sind. $ 9
Dr. Boekmann.
Das „Aeternat", diese jüngste Bereicherung der Vorrathes an politischen Schlagwörtern, ist seit dem bekannten Dementi der „Nordd. Allg. Ztg." vom Horizonte der inneren Politik wieder verschwunden. Die in der Tages- preffe hierdurch einmal angeregten Erörterungen über die Militär-Frage gehen aber nun weiter und beziehen sich theils auf die Art, wie der eiserne Präsenzstand des Heeres nach Ablauf des Septennats festgestellt werden soll, theils auf die Stellung der Parteien zu dieser Angelegenheit. In ersterer Beziehung lausen bisweilen recht wunderbare Combinationen mit unter und erscheinen Be- sprechungen über die Art, wie künslig Höhe und Dauer der Heeresstärke bemessen werden soll, jetzt um so weniger angebracht, als Seitens der Reichsregierung durchaus noch keine Andeutungen über ihre bezüglichen Pläne gefallen sind. Dar Wahrscheinlichste indessen, war die Dauer anbelangt, ist, daß die Regierung wiederum die Verlängerung de« Septennats dem Reichstage vorschlagen wird un^es läßt sich schon jetzt behaupten, daß die conservativen Parteien und die Nlnionalliberalen der Regierung die Feststellung der Heeres.Präsenzziffer auf abermals 7 Jahre bewilligen werden, während sich die freisinnige Partei jedenfalls dagegen erklären wird. Beim Centrum liegt also, wie fast immer, die Entscheidung und wollte man lediglich nach den Angriffen urtheilen, welche die Centrumspreffe sammt und sonders gegen die Erneuerung der Septennats richtete, so müßte man letztere bereits jetzt als gescheitert betrachten. Einentheilr ist aber die Haltung der Centrum» in Fragen, in denen diese Partei den Ausschlag zu geben hatte, von jeher mehr oder weniger unbestimmt gewesen, andern- theils gab da» Centrum bei der Erneuerung der r./_......" *
für die Regierung dadurch den Ausschlag, daß 39 Mitglieder
, Kommenden Donnerstag den 14. dieses Monats, Nachmittags 2 Uhr, soll eine Generalver<ammlnn» h,« wirtbschaftlichen Bezirksvereins Gießen in «ich in der Turnhalle daselbst stattfindcn. In Wef«S Ärr <* Noack von Darmstadt emen Vortrag über «bstverwerthung. Im Anschlüsse an bRen Ertrag roirb in ber SammS fin SöÄ» neuester Constructwn aus der Eisengießerei von Röder in Darmstadt in Betrieb gesetzt und erklärt. Diesen Ofen tim 2Bertße wn 200 landwirthschastüche Berem zum Zwecke der Verloosung unter die Anwesenden an. Das Nehmen der Loose soll jedem Anwesenden nübt blo« ??
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Alle Mitglieder des Vereins und Freunde der Landwirthschaft werden zu dieser Versammlung hiermit fteundlichst eingeladen. Gießen, den 7. October 1886. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen.
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Nr. 239 Zweites Blatt Donnerstag den 14. October
Gießener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.


