fertig sein wird! Am gespanntesten darf man wohl auf die Pläne des neuen Kriegsministers, des Generals Boulanger, der, das Lieblingskind Gambet- üstischer Politik, die Armee mit „Reformen" bedenken will, die nach dem Pro- aramm der Nadicalen zugeschnitten werden sollen. Ersparungen bei der Armee stehen seit 1870 zum erstenmale auf dem Programm einer französischen Regierung; man darf indessen annehmen, daß bis General Boulanger seine Pläne ausgearbeitet haben wird, bereits ein Nachfolger mit anderen Plänen bereit steht, das Portefeuille des Kriegsministers zu übernehmen.
Am gestrigen Dienstag hat in England die Eröffnung des neuen Parlaments stattgefunden und hat die Königin diesen wichtigen Act in Person vollzogen. Zur Lage selbst bei Beginn der Session verlautet, daß Lord Grosvenor, der erste „Einpeitscher" der liberalen Partei, welcher aus Ersuchen Gladstones alle Mitglieder um ihre Ansichten über ein irisches Parlament in Dublin befragt hatte, säst lauter ungünstige Antworten erhielt. Richt nur sämmtliche Anhänger der gemaßigt-liberalen Richtung, sondern auch eine Anzahl Radikaler sprachen sich dermaßen entschieden gegen den Gedanken eines selbstständigen irischen Parlaments aus, daß Gladstone seinen „Fühler" — als solchen betrachtet man jetzt allgemein das irische Programm Gladftone'S — ganz zu- rückziehen will. Das Ministerium Salisbury seinerseits soll abermalige Neuwahlen beschloffen haben, salls es in einem Amendement zur Adreffe in der Minorität bleibt.
Darmstadt, 11. Januar. Im Saale des Hotels „Zur Traube" fand gestern eine von ca. 60 Vertrauensmännern aus den drei Provinzen des Groß- herzogthums besuchte Versammlung der deutsch-freisinnigen Partei statt, welcher auch der Reichstags-Abgeordnete für Friedberg-Büdingen, Herr Major a. D. Hintze, beiwohnte. Die Versammlung faßte einstimmig eine gegen die Einführung des Branntwein-Monopols gerichtete Resolution. Ferner wurde ein aus 15 Herren bestehender provisorischer Landes-Ausschuß gewählt, deffen Bestätigung einer später abzuhaltenden Landesversammlung vorbehalten bleibt und dessen Ausgabe zunächst in einer allgemeinen Organisation und näheren Verbindung Der einzelnen Vereine bestehen soll. Dieser Ausschuß besteht (alphabetisch geordnet) aus dm Herren Rechtsanwalt Dr. Börkel-Main-, Fabrikant Büchner- Psungstadt, Fabrikant Georgi-Gießen, Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch-Gießen, Kaufmann Hanstein - Friedberg, Kaufmann Langenbach-Darmstadt, Fabrikant Lamp-Vilbel, Dr med. Martin - Sauer - Schwabenheim, Fabrikant Möller- Offenbach, Apotheker Dr. Münch-Worms, Fabrikant d'Orville-Michelstadt, Rechtsanwalt Schödler - Darmstadt, Kaufmann Theyson-Alzey, Fabrikant Waldeck-Alsfeld, Notar Wolf-Ober-Ingelheim. (Neue Heff. Volksbl.)
Reichstag.
E. R. Berlin, 12. Januar 1886.
Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des Entwurfs betreffend die Besteuerung des Zuckers.
Abg. Dr. Witte (dfr.) wundert sich, daß diese Vorlage bei Beginn der ersten Berathung nicht vom Negicrungstische aus vertheidigt werde. Bei der Frage der Zuckersteuer sind von der Negierung Jahre hindurch viele Fehler gemacht und die Rcichsfinanzcn geschädigt worden. Die Ergebnisse der Zuckersteuer-Enquete sind durch die Thatsachen längst uingestoßen. Der Grundfehler der neuen Vorlage besteht darin, daß die Materialsteuer beibehalten wird, was zu bcn,MverhfterNlchZft1WMW, führen muß. Die Anualn,^ hnj> -v'L.zou-.ckw bereits 926/1Oo Eentner als ausreichend An neuesten technlschen Verbesserungen sogar nur noch 9 Eentner. Die Expoitbonlsikation hat nachtheilig auf die Entwickelung des Zuckereonsums in Deutschland gewirkt, der Eonsuyl ist wenig gestiegen, während England von Deutschland den m Folge der von unseren Steuerzahlern getragenen Exportbonifikation billigen Mucker bezogen hat. Die Negierung halt an der Materialsteuer fest, ivährend nach den bis- ^r>g°n >mo>n tigcn Molgcn mit berfelbcn bic Forderung noch einer Fnbrikatstcucr jetzt endlich hätte erfüllt werden müssen. (Beifall links.)
Bevollmächtigter zum Bundesrath Dr. Lucius: Die Vorlage, die ich hier vertrete, entspricht, wie Sie aus meiner Eigenschaft als landwirthschaftlicher Minister für Preußen ersehen mögen, den Interessen der Landlvirthschaft. Ein Rückgang derselben Yt nicht emgetreten, die Vor theile dieser Vorlage bestehen darin, daß sie sich an das fll[I CÄ ui‘k Jld- Ergebnisse der Enquete stützt. Unter dem f!" )n, b 'Zuckerindustrie rhre jetzige Bedeutung gewoniicn und in ber hallV 1 kUnLlY)l?n • V-! große Mehrheit der Sachverständigen für die Bei- behaltung der Materialsteuer ausgesprochen. Die Bemängelung der Berechnung der hi°pnf?AHf^2r nßo geforderten Nohsteuerfätze ist nicht berechtigt; man darf eben nicht AÄen eines Jahres oder einer Gegend nehmen, sondern eine Reihe ^".,Ulcn und die Verhältnisse von ganz Deutschland berücksichtigen. Die Industrie ill durch die Enquete und durch die Vorlage von 1884 vorbereitet. Die Krisis ist vontber und bei Annahme der jetzigen Reform nicht wieder zu befürchten. Dic un- gemesene UeberproducUon des Rübenbaues bringt der Landlvirthschaft die größten Äfe r® ClcU? %Liroöv bic D'^is im Ganzen noch glücklich überstanden, aber U-nniL9CmSCIV,?citci1cbrcitciL Trotz des nahen Zusammen- stehens der Zuckerfabriken m der Magdeburger Gegend will man jetzt in Magdeburg hiL r Nnlnben, bod) so sanguinisch ist, als daß die Industriellen : W Vorlage Nicht gewarnt werden sollten. Für die Fabrikatsteuer haben sich imh ausgesprochen; ein sofortiaer Systemmechfel ist überhaupt nicht möglich h ?bci L^brimJtrCll-rr Uld p^ktische Bedenken entgegen. Auch ” \ Ö.e w r « Besteuerung der Melasse scheitert immer an der Frage, was thatsächlich hrhhm/iur^ir Erstehen ist. Ich empfehle die Vorlage in ihren Hauptpunkten iln- beringt zur Annahme, weil sie die Interessen der Landlvirthschaft fördert. Scheitert rtnÄ'°(w5?”ti|£ bei tabicaiere Matzr-g-ln er.
,r VJnda (nat.-lib.). Meine Partei ist einstimmig darüber, daß die Er- minHm1 * ° ‘fr1 ^baeschafft werden muß, für jetzt aber der Vorlage in ihren »aupt- m», « Zuzultunmen fei. Mit der Frage, ob and) die aus dem Auslande eingehende ,tcillfVl.cl bo»tbcn f?1!» flch die Commission näher beschäftigen, auch die Rihfcrfrific!3 ftClCid^Spl Sri? 'werben. Bei dem gegenwärtigen Zllstaude der Sm. is uiu düngende Rothwendlgkelt, daß die Commission die Vorlage
Dem Hause annehmbar macht. ”
Abg. Dr. Reichens Perger (Centr.). Die Vorlage beweist, daß die Regierung üumer auf ihrem alten Standpunkt verharrt. Der Reichstag >vird aus derselben etwas Brauchbares zu machen haben, gleichviel ob sich der Bundesrath durch das ?°. ^ickrrinbüsÄ' Sp“' ,U‘*L Ä*. "nt öie Wcvunfl bic << nt.virfct unä
bi Smfumb“!hie mit Aufmerksamkeit vcrsolnt, bic, 1868 hat sic bei, Steuersatz inner- halb kurzer Zeit siebenmal erhöht, während seitdem der Satz unverändert geblieben nrnrbm i6("s ift* -""tz»cchiiltnib zwischen Konsuln unb Peobuction immer idräv er uHI T.P1Gt ''mCrhlibsnr' "dl "icht an bic Fabeikatstencr hcrann.achcn
will, Hinweis auf die Solidarität der Landlvirthschaft und der 8uckerllldiistrie sei äuzugebe.i, aber doch nur in gewissem Maße, welchH Interesse aber könne die erhalte?d,<l 1 btUn” )nbCH' bn,t bci -^uckerbaron 40, 60, auch 100 pCt. Dividende ■n oon Burchard: Vorwürfe, wie die Abgg. Dr. Witte und
I)cu^ "lwben haben, sollten doch mehr substanziirt werden Die < rgibnlssi dir ötuiei find bis 1881 gestiegen, erst 1882 trat ein Mißverhältuiß ein bk'HCÖlCül,1!r ?ic ^uquete veranstaltete. Es ist also nichts außer Acht Berichts wurde die Vorlage gemacht, wenn auch'der Muchstag bald danach geschloffen wurde. Wenn Abg. Witte es bemängelt, daß die
Vorlage zur Herstellung eines Emtners Rohzucker 10 Eentner Rüben als nöthig an- nehme, so vergißt er, daß man bei einer solchen Berechnung nicht die' erceptionellc Art der vorgeschrittenen Zuckerausbeutung, sondern die Durchschniltstcchnik als Maßstab amiebmcn muß, um die schwächere Zuckcrindusiric nicht zu schädigen.
Abg. v. Helldorf (foiii.) erklärt, daß seine Partei auf Dem Boden der Vorlage stehe, wicivohl ein Theil derselben eine Herabsetzung der Zuckersteuer gewünscht habe, denn das steuerfiskalische Interesse müsse zurücktreten vor dem Interesse, das man an der Erhaltung einer so großen Industrie haben müsse.» In dieser Beziehung könne er sich dein Abg. Dr. Witte anschließen, aber die Fabrikatsteuer, die dieser ivünsche, sei undurchführbar und unpraktisch. Ebenso unthunlich ist die Herabsetzung der Exportbonifikation. Solche Erportprämien wirken expansiv auf die Industrie, deshalb würde die Herabsetzung die Zuckerindustiie nur schädigen (Beifall rechts).
Abg. iltobbc lReichspartei): Die Reform ist nothwendig, weil der Staat nicht die Einnahmen erhielt, die er ans der Zuckersteuer erhalten mußte. Die jetzige Vorlage schafft zwar auch keine konstanten Steuereinnahmen; in zuckerreichen Jahren wird die Einnahme geringer, in zuckerarmen größer sein, auch die Disparitat zivischen der Behandlung der einzelnen Fabriken kann sie nicht aufheben. Wenn wir 7 Millionen Eentner Zucker-Konsum haben und auf dem Eentner 9 JL Steuer lasten, so müßten doch^68 Millionen Mark Steuer aus dem Rübenzucker kommen, das ist aber nicht der Fall. Wir müssen also den Steuerinodus ändern, oder die Melasse- oder Zusatzsteuer einführen. Eine Aenderung des Systems J)cr Besteuerung geht zur Zeit nicht an, deshalb stehen wir zum größten Theil auf Seiten der Vorlage.
Die Berathung dieses Gegenstandes wird morgen fortgesetzt.
In einer längeren, durch den Abg. v. Jagdzewski veranlaßten Gesckäfls- ordnungsdebatte, an der sich der Präsident und die Abgg. Windlhorst und Rickert betheiligten, wurde es als Wunsch des Hauses hingestellt, die Interpellation der Fraction der. Polen^ wegen der Ausweisungen zusammen mit den anderen gleichartigen Anträgen auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen zu setzen.
Telegraphische Depeschen.
Wolsk'S LeLegr. Toreesporrdenz-Bnrean.
Berlin, 12. Januar. Betreffs der sensationellen englischen Zeitungsnachrichten über angeblich ernste Vorgänge auf Samoa ist zu bemerken, daß hier amtliche 9iach- richten nur bis zum 30. Decembcr vorliegen, welche dergleichen nicht erwähnen, derartige Vorfälle könnten also nur nach dem 30. Decembcr möglich gewesen sein. Jedenfalls seien die englischen Zeilungsnachrichten über dic Vorgänge auf Samoa völlig entstellt. Bekanntlich ist der Regierungssitz des Königs von Samoa seit Monaten in Folge von Rechtsstrcitigkeiten von dein deutschen Eonsul mit. Beschlag belegt. Wahrscheinlich werden, wenn nach dem 30. Decembcr überhaupt etwas passirt sei, die Versuche des Königs von Samoa, die Beschlagnahnic aufzuhcbcn, rückgängig gemacht sein. Differenzen zivischen Deiitschland, England und Amerika föniicn hierbei nicht vorliegen, da zwischen diesen Mächten betreffs Samoa ein Vertrag eristirt.
Stuttgart, 12. Januar. Der präsumtive Thronfolger, Prinz Wilhelm von Württemberg, bat sich mit der Prinzessin Charlotte von Schaumburg-Lippe, Tochter des Prinzen Wilhelm von Schaumburg-Lippe, verlobt.
Wien, 12. Januar. Der „Staatsanzeiger für Württemberg" meldet die Verlobung des Prinzen Wilhelm mit der Prinzessin Charlotte von Schaumburg-Lippe und fügt hinzu, der König sei diirch diese Verbindung von innigster Freude erfüllt, welche int ganzen Lande den lebhaftesten Widerhall finde, der König hoffe zuversichtlich, daß der Entschluß des Prinzen zum Wohle des Landes gereiche.
Wien, 12. Januar. In Folge von Schneeverwehungen ist der Verkehr auf den Linien Wien-Marchegg, Wien-ASpang und Wien-Oedenburg eingestellt.
Paris, 12. Januar. Deputirtenkammcr. Der Alterspräsioent Louis Blanc hebt in seiner Ansprache die Norhwendigkeit für die Republikaner hervor, sich eng zusammenzuschließcn, um die Stabilität der Negierung zu sichern; er zollt dann des Weiteren der Wiederwahl Gr^vys Beifall und fordert schließlich die Karniner auf, sich mehr mit den Geschäften des Landes und weniger mit Politik zu befassen. Dic Kammer Mireltct darauf zur Präsidentenwahl.
unb lngluckwunscht namentlich den Senat zur Bewilligung der Tongkingcredite. Die Sitzung des Senats wurde dann bis Donnerstag vertagt.
London, 12 Januar. Beide Häuser des Parlaments traten heute zusammen Im..Unterhause wurde Peel, der Deputirte für Warwick, einstimmig zum Sprecher gewählt. Namens der Parnellitcn erklärte Mc Carthy, dieselben ivolllen gegen die Wahl keinen Einspruch erheben, mußten sich jedoch gegen die von Peel bei verschiedenen Anlassen gezeigte Parteilichkeit verwahren. Peel nahm die Wahl an. Tie Sitzungen beider Hauser wurden auf morgen vertagt.
London, 12. Januar. Jackson, das llnterhausmitglied für Rorth-Leeds, ist an Stelle des bei den Wahlen durchgefallenen Nidlcy zuin Finanzsecretär des Schatzamts ernannt. 13
,. mv^UFdbut*0'..!2- Januar. Das „Journal de St. Petcrsbourg" bestätigt, daß die Machte deut rusiischen Vorschläge, Serbien und Bulgarien zur Entwaffnung anf- zufordern, rugestimmt haben. Das Journal bemerkt, die Zustimmung bekunde in bestimmter Weise bic Einmuthigkeit der Mächte angesichts der Gefahren, welche jene Lander bedrohen; ungeachtet der Mißerfolge der Conferenz könne dies der AuSgangs- punkt einer neuen diplomatischen Action werden, welche, wenn sie diesmal aufrichtige llnterstutzung finde und wirksam fortgeführt würde, den Orient vor neuen Eom- plikationen bewahren durfte.
rc r Amtsblatt des Finan-ministeriums veröffentlicht eine fanetionirte Entschließung des Nerchsraths, wonach vom 1. Januar 1886 ab ini Münzsystem einige Veränderungen eintreten sollen; insbesondere sollen Goldmünzen (Imperials) zu 10 Rubel gevragt werden, welche gleichwie vollwcrthige Silbermünzen 900Theile reinen Edelmetalls und 100 Theile Kupfer enthalten; silberne Scheidemünze, die ausschließlich für den inneren Verkehr bestimmt ist, soll 500 Theile reinen Silbers und ebensoviel Kupfer enthalten. '
Slthen, 12. Januar. Der Collectivschritt, betreffend die Herbeiführung der Abrüstung fand heute mittelst einer von sämmtlichen Vertretern der Großmächte unterzeichneten Note statt.
Belgrad, 12. Januar. Die Vertreter der Großmächte überreichten heute eine Collcctlvnote, in welcher auf Anregung der russischen Negierung die Abrüstung der Balkanstaaten gefordert wird. General Lcschjanin ist gestern zum militärischen Beirath bei den H-riedensverhandlungen ernannt worden. Der König kehrt heute Riittaa mit dein militärischen Gefolge nach Nisch zurück.
Univerfität- - Chronik.
. — Der an der Leipziger Universität inskribirte, im 2. Semester stehende etud. im. Alfred Per l aus Berlin hat von der juristischen Facultät der Universität Heidelberg auf die Schrift „Zusammenstellung aller durch Cajus und die justinianischen Institutionen uns bekannten Controversen der Sabiniancr und Prokulianer" eine goldene Rcedaille als Preis erhalten.
— In Berlin ist die Gründung einer orientalischen Akademie nach Muster der Wiener bchufs Ausbildung junger Männer zum diplomatischen Dienst geplant und wird wahrscheinlich mit der Universität verbiinden werden. Die dazu erforderlichen Mittel wird man vermuthlich schon im nächsten preußischen Etat fordern.
. — Für das Fach der Astronomie hat sich an der Universität Berlin Dr. Ernst Pringshelm mit einer Vorlesung über das „ultrarothe Sonnenspektrum" als Prioak- bocent habilitirt.
— Dr. G. Schanz in Würzburg hat einen Ruf als Professor der Nationalökonomie ui Freib urg erhallen.
™ , 7" SLke.11. r’!i5rte Professor Schnitzler fein 25jähriges Jubiläum als Oberleiter der „Medicinischen Presse".
Lokale-.
6. Gießen, 13. Januar. (Sterblichkeit in Gießen.) Die Sterblichkeit war wahrend der Woche vom 3. bis 9. Januar eine geringe. Es starben im Ganzen o erwachsene Personen, davon 2 an Lungenschwindsucht, eine an Brustfellentzündung eine an Milzentzündung, eine an Gehirnerweichung. Es ist zu bemerken, daß Kinder


