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zu vermiethen Irins Garten, uner zu vermiethen Gartenstrahe 38. Uün^zuU rgerftraSe 2l II. Immer zu vm öallthorstraße 18. mit Bett zu verm. imall'sche Bleiche), Mr vermiethet - Seltersweg 36. Mining" ädter Haus. [7965

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eften Buflanb be­im nM Wohn- : und DumBrasf, igen, wird bei aus- Lerijeit ein erstes bis 130)00 Ä auf: serten unter L. Z. Daube & Co. in

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26M Freitag de» 12. November 1886.

Gießener Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

___________---------------- ' "" ' " Drei- vierteljährlich 2 War! 20 Pf. mit BttRgrrlcch«.

,a , - Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Lurch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark b0 Pf.

Dnreaar Schulstratze?. |irw rn^""m-Tnrr- ^II111 «UMUWIIIIJJWI _JZZZ~1Z22-"ZZ^

Amtlicher Hheit.

E« wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Füfilier-Bataillon des Grobherzoglichen Infanterie-Regiments Nr. 116

SawStaa den 13. November l. I, m t . . ...

hQ. nefe(6tsmä6i(le Eimelschi-ben bei der Sandgrube nördlich von Wie,eck abhalten wird und daß an dem genannten Tag- das Betteten de« zwischen den Straßen GießenDaubringen und WieseckÄltenbuseckDaubringen liegenden Wattes untersagt rst.

den w_ November 1886. Grobherzogliches Kreisamt Greß-n.

vr. Boermann. ---------------------------

Gießen, 10. November 1886.

Betreffend' Die Ausnahme der taubstummen Kinder in die Taubstummenanstalten des Landes.

Das Großherzoglichc Kreisamt Gießen

an die Schulvorstände des Kreises.

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Erledigung derfelben erinnert. pr Aoekmann. __________

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Telegraphische Depeschen.

Wolffs telegr. Correspondenr- Bureau.

Berlin, 10. November. Der Kaiser nahm Vormittags Earrsche Meldungnr entgegen und empfing dm Vortrag Wilmowskr's. Er machte alsdann um /* h eine S^sierfahtt. Sitzung desLand-s-Oee°n°mie-EMegiums

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<T\;e aame Anaeleaenbeit stehe noch im Stadium der Erwägung, bet den Schwierig- toten« Materie könne von einer raschen und durchgreisenden Erledigung feine Rede sein.

rien auf. Vom russischen Consul ist dem dortigen Präsecten die Absendung eines russischen Kanonenbootes nach Burgas angezetgt worden, und wird diese Maßregel durch die Noth wendigkeit motiotrt, Die Verbindung zwischen Varna und Buraas aufrecht zu erhalten, da die telegraphische Verbindung während der letzten Unruhen zerstört worden sei. Noch charakteristischer für die Atuatton klingt aber die Meldung, General Kaulbars habe auf die letzte bulgarische Note, welche Rußland um die Bezeichnung eines Thron-Candidaten ersucht, geant­wortet er werde die Note feiner Regierung nicht übermitteln, da der Kaiser nach wie vor entschlossen sei, keinerlei Beschlüsse der Sobranje anzuerkennen. Dem gegenüber erscheint ein weiteres Tagen der Sobranje völlig zwecklos, trotz­dem will dieselbe bis zum Aeußersten ausharren; sie hat in ihrer Antwort auf die Botschaft der Regentschast der letzteren ihr völliges Vertrauen ausgedrückt und zugleich erklärt, unverzüglich zur Wahl eines Fürsten schreiten zu wollen. Wie wird sich dieses seltsame Dilemma lösen?

Politische lleberficht.

Gießen, 11. November.

DarLeipziger Tageblatt" hatte in seinem dem verstorbenen Grasen Beust gewidmeten Nachrufe auch Unterhandlungen erwähnt, die »wischen bim Kaiser Napoleon und dem preußischen Hauptquartiere vor und nach der Schlacht bei Königsgrätz Sachsen» wegen stattgesunden haben sollten und hätte hierbei Kaiser Napoleon aus Anregung des Grasen Beust erklärt, er würde nicht dulden, daß dem Könige von Sachsen ein Haar gekrümmt werde. Dieser wett verbreiteten Anschauung gegenüber erklärt nun die ,,Nordd. Allg. Qeitunfl- m ihrer Abendausgabe vom 8. November an leitender Stelle, daß ms und nach dec Schlacht von Königsgrätz überhaupt keine Eröffnung Frankreichs an di- preußische Regierung h-rangelr-ten sei. Die sranzostsche Politik hüll e sich in berechneter Schweigen bis zum Tag- von Königsgrätz, wo das bekannte Telegramm Napoleons an König Wilhelm in Horsttz einttaf Auch spä.ere französische Eröffnungen hätten niemals Bezug aus das Schicksal wachsens ge­habt Erst nach dem Frieden und erst in Berlin beutete Benedettr an, daß Napoleon sich sür Sachsen gar nicht inleressirt- und keine Einwendungen ge- macht haben würde, wenn Sachsen das Schicksal Hannovers geth-üt hätte. Vor dem Frieden gingen sranzöstsche Aeußerungen nur dahin, daß Frankreich m der Neutralität verharren werde, wenn der Zuwachs Preußins die seelenzahl von vier Millionen nicht überschreite. Ob dies dadurch geschah, daß man Therle Hannovers, Sachsens, H-ffens und Schleswig-Holsteins an Preußen abgab ober aan» Hannover und Hessen, während Sachsen selbstständig blieb, oder Sachsen und Hessin unter Erhaltung bet Selbstständigkeit Hannorer«, daraus wurde von Napoleon kein Gewicht gelegt. Diese intereffanten Ausklärungen des osfictös-n Blattes find allerdings ganz geeignet, der Legende, als ob das Kömgreicy Sachsen die Erhaltung feiner Selbstständigkeit dem Kaiser Napoleon zu danken habe, gründlich den Garaus zu machen. m f ..

Vor dem Landgerichte zu Cottbus haben am Montag die V-r- Handlungen gegen die Th-llnehmer an d-n sociald-mokratischen Exceffen, die im vergangenen Frühjahre in Sprenberg in der Lausitz gelegentlich der Musterung der Gestellungspflichtigen stattgcsunden, begonnen. Ang.krazt sind 17 Personen wegen Aufruhrs und Auflaufs, die Rädelsführer dagegen sind des Landfriedens- druche« angeklagt und werden die Verhandlungen gegen die letzteren am 18. November ihren Anfang nehmen. . , ,

Der von der hessischen Regierung in Ausarbeitung begriffene Kirchen G-s-tz-ntwurf ist, wie darB-rl. Tagebl." vernimmt, nahezu vollendet und wird voraussichtlich noch in diesem Monat den Kammern zugehiN. Der­selbe dürfte sich an das jüngste preußisch- Kirchengesetz anlehnen.

Fn Straßburg ist bei der Wahl eines Mitgliedes zum B-ztrksrathe de« Unter-Elsaß Beigeordneter Holzapsel, ein Altdeutscher, gewählt worden.

Die bulgarische Frage hat in den letzten Tagen eher noch em ern­stere« al« ein sreundlichere« Aussehen gewonnen und es ist begreiflich, daß ganz Europa fortgesetzt mit größter Spannung der weiteren Entwickelung de« bulga- rischen Drama« folgt. Vor Allem deutet der Ton der österreichischen Thron­rede auf die b.sorgmßerregende Lage im Orient hin, es klingen ernste Besorgnis- aus ihr hervor unb bcm gegenüber vermag auch die schließlich ausgedruckte Loffnuna bc« österreichischen Kaiser«, daß es doch noch gelingen werde, Europa di- Segnungen des Frieden« zu erhalten, nicht ganz zu beruhigen. Ob die Gerüch'e über eine Annäherung zwischen Oesterreich-Ungarn unb England behufs gemeinsamer diplomatischer Schritte in der bulgarischen Angelegenheit begründet sind muß vorläufig dahingestellt bleiben; ohne die Zustimmung ober Th-stnahme Deutschland« wäre ein Derartiges Vorgehen jedenfalls zwecklos.

Die birecten Nachrichten au« Bulgarien selbst lassen aber keinen Zweifel an der kritischen Lage daselbst. Während bte Ruffenpartei sich mit neuen, wenngleich verunglückten Putschen in Burgas und PhllippopA °er- sucht hat, zieht das osficielle Rußland immer straffere Satten geg-nüo-r Bulga-

Deuischland.

Darmstadth 8. Rov-mb-r. _ Se. Königs Hoheit der Großherzog haben ä£ter9Mm9268 October den ordentlichen Professor in d-r juriMch-n Fakultät der Landes-Universität, Dr. August v. Krie«, aus sein Nachsuchen seines Dien- stes zu entlasten.

ZLulganen.

Tirnova, 9. Noobr. Die Sobranje hielt heute eine geheime Sitzung, wacher die Regenten und Minister beiwohnten. Stambulow legte abermals du Gründ- dar, w-shalk die Wiederwahl des Prinzen von Battenberg unmöglich sei: da die Mächte einen Thron-Candidaten nicht vorgeschlogen hätten, müsse dte Versammlung nunmehr selbst eine Wahl treffen, drmz Waldemar von Däne, mark erscheine wegen feine« Namen« und seiner Verwandtschaft mit d m russi. schen Kaiserhaus-, sowie mit dem englischen und griechischen KömgShause, beson­ders geeignet für die Fürstmwahl. Die Verlängerung de« bisherigen Provisoriums sei nach vom Vertreter einer auswärtigen Macht in Konstantinopel, welchen Grelow um Rath befragte, als nicht heilsam bezeichnet Rußland würde wahr- scheinlich zwar das Wahlergebniß nicht anerkennen, gleichwohl müsse man eine Wahl vornehmen, welche rückfichtlich der in'« Auge gefaxten Persönlichkeit ein Qeunni§ sein werde füc die persöhnlichen Gefühle der Regrerung und der Ver- fammtung. Wenn Prinz Waldemar ablehn-, werde die Regierung demrsfiomren, ebenso wenn der Prinz von Battenberg gewählt würde. Nach mehreren anderen Rednern trat auch Stojanow, der frühere Whrer der Partei des Pn«»«» von Battenberg, für die Wahl Waldemar'« ein. Sodann wurde Über die Abs-n ung einer Deputation an den Prinzen Waldemar berathen und M-ßsich mittelst Acclamation beichloffen, daß Waldemar gewählt werde. Di- Wahl w.rd mor oen Vormittag um 10 Uhr vorgenommen. Die Regierung soll bte Ernennung der Mitglieder der Deputation an den Prinzen Waldemar überlasten werden.