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Blättern und der Grasnarbe gegen schnelle Verdunstung geschützt und endlich den Baumwurzeln entlang zu Quellen vereinigt zu werden, strömen periodisch in zer­störenden Massen herab. Die Flüsse entwaldeter Gegenden schwellen im Frühling und mach starkem Regen zn plötzlicher Ueberschwemmung an, während sie anderntheils für den regelmäßigen Dienst der Schifffahrt wasserärmer werden.

In Frankreich gab es früher das Sprichwort, die Saone trete erst nach nrun- tägigem Wachsen aus; jetzt geschieht dies schon am zweiten oder dritten Tage. Die Dämme von Grenoble haben fortgesetzt mit ungeheuren Kosten erhöht werden müssen mnd ähnliche Erfahrungen sind in Ungarn, Italien, der Schweiz, Tyrol, Spanien rc. gemacht worden. Was die Abnahme der Schiffbarkeit der Flüsse betrifft, so wird nber spanische Verhältnisse mitgetheilt, daß unter Vespasian der Ebro von Varia aus zur Maurenzeit 85 Meilen weit und zu Anfang des 17. Jahrhunderts nur bis Tor- tosa schiffbar war.

Der Guadalquivir wurde noch unter Peter dem Grausamen bis Cordova, der Manzanares noch im 16. Jahrhundert bet Madrid zu Schifffahrtszwecken benutzt. Auch Las Umhauen der Bäume an den Bachufern trägt viel zum Versiegen der Flüsse bei. Bousingault in seinen Annales de chim. et de phys. Vol. LXIV, schreibt, daß der Spiegel eines isolirten Sees in Venezuela seit Lichtung der umliegenden Wälder ge- iunfen, nach deren Wiederherstellung aber wieder gestiegen sei. Auch die langjährigen Beobachtungen am Elbpegel in Dresden beweisen zur Evidenz, daß die Entwaldung Böhmens den Stand der Elbe durchschnittlich niedriger, mehr noch zwischen hohem und niedrigem Wasser schwankender gemacht hat. (Vergl. den jährlich wiederkehrenden Hschwasserstand, insbesondere den der Jahre 1845, 1862 und 1876.)

Die Temperaturvcrschiedenheit zwischen Winter und Sommer tritt durch Wald- -erstörungen viel schroffer auf; eine bewaldete Fläche erwärmt und erkaltet sich lang­samer als eine kahle und daher kommt es, daß der Wald am Tage kühlt und des Nachts wärmt.

Die Wälder sind stets im Frühlina kälter und im Herbste wärmer als kahle Flächen und dadurch erhält das Waloklima eine große Aehnlichkeit mir dem 'Seeklima.

Sehr viele Gegenden haben durch Waldrodung die nöthige Schutzwehr gegen Stürme, Hagel, Gewitter, Lawinen, Flugsand und ungesunde Luft verloren, dahin­gegen sind eingezogen: Versiegen der Quellen, Versandung und Verschlämmung von Flüssen, schwerer Eisgang, Spätfröste, Mißwachs, verregnete Ernte rc. In Frank­reich, wo zur Zeit der Revolutionen sehr stark gerodet wurde, beschädigt der Frost jetzt nie! häufiger als sonst die Wein- und Obstpflanzungen, wie endlich Württemberg nach großen Rodungen vermehrte Hagelschäden zu verzeichnen hat.

Nach den Erfahrungen von vielen Feuerversicherungsgesellschaften steigt mit der Abnahme der Wälder die Zahl der vom Blitz veranlaßten Feuersbrünste.

Zu den großartigsten Beispielen einer durch Waldzerstörung verschlechterten Natur gehört Island und in Frankreich ertönen fort und fort Klagen darüber, daß in Folge unverständiger Waldverminderungen die Flüsse durch das herabgeschwemmte Hrdreich versanden und fruchtbare Thäler mit Kieseln überschüttet werden. Die Be­wohner der Hochpyrenäen müssen seit vielen Jahrzehnten aus gleichen Gründen immer tiefer herabziehen.

Uebrigens sind die Klagen über Waldverwüstungen uralte; schon Plato Critias berichtet über dasErkranken des Landes" in Folge der Entwaldungen. Auch die klimatischen Zustände Irlands, welches noch zur Zeit der Königin Elisabeth sehr wald­reich war, haben sich in jedem Kriege mit England, bei welchem aus polizeilich-mili­tärischen Gründen, besonders aber seit Wilhelm III. wegen der Unsicherheit alles Landbesitzes viel gerodet wurde, sehr verschlechtert. Großartige Waldoerwüstungen fanden auch statt in Hochschottland, England, Jütland, Hannover, Griechenland, Italien, Spanien rc.

Die Einwirkung der Wälder auf das Klima hört übrigens auch nicht etwa an der Waldgrenze auf, sondern erstreckt sich auch auf die weiteren Umgebungen, je nach Ausdehnung, Art und Lage des Walddistrictes. Ganz besonders wichtig für die Feld- wirthschaft ist das Auftreten des Taues; in waldigen Gegenden taut es selbst auch bei trockenem Wetter, in entblößten nur dann, wenn die Luft ohnehin schon feucht -ist. Bei unseren häufigen, trockenen Nordostwinden aber ist die Taubildung für den Pflanzenwuchs ganz besonders erwünscht und fast unschätzbar. -

Ueber den Einfluß des Waldes auf die Bewohner der Länder kann oas sehr lcsenswerthe, populär^und eindringlich gefaßte Schriftchen vom Oberförster E. Ney nii Elsaß empfohlen werden. Von älteren Forschern und Schriftstellern im forstlichen Gebiete seien erwähnt: Cotta, Sarauw, Hartig, Heger, Pfeil, Hundeshagen, Burck- hardt, Stumpf, Preßler, König, Roscher :c. (vergl. letzteren: System der Volkswirth- schaft 2. Bd., 3. Bch., 3. Kap.).

Die sächsischen Wälder nehmen ca. 30 pCt. der gesammten Bodenfläche, Oester­reich 32 pCt., Preußen 25 pCt., Bayern 32 pCt., Württemberg 31 und Baden 33 pCt. ein. Am schlechtesten beforstet sind Großbritannien und Irland mit 5, Dänemark und Spanien mit je 51/2 Portugal mit 4, Holland mit 7 und Italien mit 13 pCt. Wald­fläche vom Gesammtareal.

Wenn nun auch aus dem Gesagten die große Schädlichkeit der Waldverwüstungen erhellt, so zeichnen sich doch einzelne Länder durch systematisch raffinirte Zerstörungen der Waldungen aus. Es ist zwar von vielen Seiten angestrebt worden, dem allen Einhalt zu thun, aber noch lange nicht allgemein und nachgiebig genug. Namentlich wird die Aufforstung nicht überall umfassend gehandhabt und im Privatbesitze die Ab­schlachtung von Bäumen und Gehölzen in bedrohlichster Weise fortbetrieben. Hier kann nur eine gute und zeitgemäße Forstwirthschaft, die an Jtensivität ihres Betriebes Wer einer guten Landwirthschaft nicht zur'ückstehen darf, Abhilfe schaffen und es können für sie eben auch eine Menge socialer Einrichtungen passend, vielleicht un­entbehrlich sein, welche die Landwirthschaft bereits genießt.

Egon W.

Lokale-.

Gieße«, am 9. Februar. Die heute Vormittag im Regicruugsgebäude dahier stattgehabte Sitzung des Kreistages ergab die durchgängige Annahme der Anträge des Kreisausschusses. Die Rechnung der Kreiskasse für 1884/85, welche mit einem Kassevorrath von 17,901.63 X abschließt, sammt dem zugehörigen Rechenschaftsbericht fanden keine Beanstandung,^ und der Voranschlag für 1886/87, welcher in Einnahme und Ausgabe mit 171,507.97 X abschließt, wurde gleichfalls genehmigt. Der Haupt- Ausgabeposten des letzteren bilden 75,487.27 x für Erbauung und Unterhaltung von Kreisstraßen.

Neben ausgiebiger Fürsorge für die Bediirfnisse der laufenden Unterhaltung, ivie insbesondere auch für Fortsetzung der Straßemrummerirung mit Kilometer- und Hekto- mctersteinen, Beseitigung zahlreicher Mulden in der Straßenfahrbahn, Umbau hölzerner Brücken in Eisenconstruclionen und Herstellung eines Kiesbankettes auf der Wiesecker Straße fand noch der Neubau einer Kreisstraße von Beuern nach Allertshausen im Gesammt-Kostenbetrag von 32,800 X die einstimmige Genehmigung des Kreistages. Die projectirte Straße wird zunächst das fast isolirt gelegene Allertshausen mit seiner Nachbargemeinde Beuern und dem Busecker Thal verbinden, weiterhin aber auch wenigstens für den leichteren Verkehr die kürzeste Verbindung von Gießen und dem Busecker Thal nach Londorf und dem dortigen Theil des Lumdathales ergeben.

Der letzte Punkt der Tagesordnung, die Anstellung der Bezirksbauaufseher bett, wurde gleichfalls einstimmig nach den Anträgen des Kreisausschusses erledigt. Bei der principiellen Bedeutung, welche diese Anträge ebensowohl für unseren Kreis, wie auch als erste derartige Anregung für alle übrigen Kreisvertretungen zukommt, behalten wir uns vor, dieselben in »der nächsten Nummer derVerwaltnngsblätter" wicderzugeben und beschränken uns für heute auf die Mitthei-lung, daß nach dem Be­schluß des Kreistages der Kreisausschuß ermächtigt ist, zur Erhaltung tüchtiger Be­zirksbauaufseher gegenüber den bisher günstigeren Anstellungsbedingungen für den Staatsdienst unseren Aufsehern sowohl hinsichtlich der Fürsorge für den Fall späterer Dienstunfähigkeit der Angestellten, als auch hinsichtlich der Wittwen- und Watsen- versorgung dieselben VortheUe zuzugestehen, welche der Staatsdienst bietet, wobei der Kreis sein übernommenes Risico durch Unfall- und Lebensversicherung jener Angestellten nach Möglichkeit erleichtern wird.

6. Gieße«, 10. Februar. (Sterblichkeit in Gießens Die Zahl der Todesfälle in der Woche vom 31. Januar bis 6. Februar belief sich im Ganzen auf 8 und zwar »erthetlten sich dieselben auf 5 Erwachsene und 3 Kinder. Von 2 Kindern im ersten

Lebensjahre starb eins an Bräune (Croup) das andere an Krampfen. Ein Kind im zweiten Lebensjahre erlag einer Gehirnentzündung. Bei den erwachsenen Personen war Todesursache: Lungenschwindsucht zweimal, Tuberculose des Gehirns, Tuberculose des Bauchfells je einmal. In einem Falle, wo keine ärztliche BeobachtML vor dem Tode stattgefunden, konnte eine bestimmte Todesursache nicht näher bezeiDM werden.

Gießen, 10. Februar. Die von der Stadtverordneten-Versammlung in ihrer Sitzung am 6. d. M. beschlossene Eingabe an Großh. Ministerium, betr. das Brannt­wein-Monopol, hat nachstehenden Wortlaut:

An Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz. Unterthänige Vorstellung des Stadtvorstandes zu Gießen.

Betr.: den von der König!. Preußischen Negierung im Bundcsrath eingebrachten Antrag auf Einführung eines Branntweinmonopols.

Die Einführung des Branntweinmonopols wurde auch von uns einer ein- ßeljenben Berathung unterzogen, welche zu dem Resultat führte, daß dasselbe in seinen Wirkungen von den größten volkswirthschaftlichen Nachtheilen für ganz Deutschland, für unser engeres Vaterland, insbesondere für die Provinz Oberhessen und unsere Stadt begleitet sein würde.

Dieses Gesetz würde Hunderttausendc, welche sich theils mit der Herstellung des Artikels, theils mit dem Großhandel, Detailhandel oder Ausschank von Branntwein befassen, in ihrem Erwerb auf das Höchste schädigen oder denselben gänzlich aufheben, wahrend die in Aussicht gestellten Entschädigungen da, wo sie überhaupt gewährt werden sollen, durchaus unzureichend sind und einem großen Theil der Betroffenen eine Ent- lchädigung gar nicht zugedacht ist.

Das Monopol würde denjenigen Landwirthen, welche nicht bereits eine Brennerei besitzen, die Möglichkeit entziehen, ihre Producte durch Brennen zu verwerthen und damit die Viehzucht auf's Schwerste schädigen. Es würde weiter zur Unterdrückung der Brennereien, welche in unserer Provinz hauptsächlich in Betracht kommen, in Folge der Controlmaßregeln, die sich gerade bei kleineren Betrieben besonders lästig erweisen müssen, führen und dem gesammten wirthschaftlichen Verkehr in Folge der zahlreichen Strafbestimmungen und Controlvorschriften hemmend in den Weg treten.

In finanzieller Beziehung ist das Monopol verwerflich, weil insbesondere die unbemittelten Consumenten Jbei der enormen Erhöhung der Branntweinpreise von einer ganz unverhältnißmäßigen Steuer betroffen werden. Den Kartoffelbrennereien raürbe ein höherer Preis für den Rohspiritus gesetzlich garantirt, als ihn der Marktpreis erheischt und ihnen damit ein erkleckliches Geschenk auf Kosten der Gesammtbevölkerung gemacht werden.

Außerdem würden die kleineren landwirthschafilichen Brenner noch weiter dadurch in ihrem Verdienst geschmälert, daß sie nicht mehr direct an Wirthe, 5rleinhändler und Consumenten verkaufen könnten.

Besonders schwer würden diejenigen Wirthe und Zäpfer betroffen, welchen für die Zukunft die Concession zum Verkauf und Ausschank von Branntwein nicht ertheilt würde; es wären diese in den meisten Fällen finanziell ruinirt. In ähnlicher Weise würden Destillateure, Händler, deren HandlungSgehülfen, Agenten, Arbeiter, sowie die in den Branchen beschäftigten selbstständigen Handwerker, als Bötticher rc. heimgesucht, welche sämmtlich von jeder Entschädigung ausgeschlossen bleiben.

Die wirthschastliche Existenz' großer Beoölkerungsmassen würde somit geradezil vernichtet und wäre die Maßregel zu einer Zeit doppelt gefährlich, wo es zahlreichen Staatsangehörigen ohnehin schon schwer fällt, sich ein passendes, ihren Fähigkeiten ent­sprechendes Geschäft zu gründen und zu erhalten.

Die Einführung, des Monopols und die dadurch bedingte Unterdrückung und Vernichtung einer Masse einschlägiger Betriebe würde aber auch durch vermehrte Con- currenz u. s. w. inbirect auf -eine große Anzahl anderer Geschäfte nachtheilig wirken und damit die Calamität in weitere Kreise tragen, den finanziellen Niedergang Vieler herbeiführen und die Steuerkraft in einem Maße beeinträchtigen, welche schließlich zum Ztachtheil des Staates und der Commune, welche letztere durch die neue Gesetzgebung ohnehin schon so schwer belastet sind, gereichen wird.

Alle diese Gründe sprechen so sehr gegen die Einführung der Maßregel, daß wir uns zu der ganz ergebenen, aber dringenden Bitte verpflichtet fühlen,

Hohes Ministerium des Innern und der Justiz wolle der Einführung des Branntweinmonopols die Zustimmung versagen und seinen Bevoll­mächtigten zum BundeSrathe anweisen. gegen die Einführung eines Branntweinmonopols zu stimmen.

Gieße«, IO. Februar. In der gestern Abend abgehaltenen Generalversammlung der Deutschen freisinnigen Partei erstattete der Vorsitzende, Herr L. Georgi, Bericht über die Thäligkeit des Vorstandes im verflossenen Jahre, sodann über die Organisation der Partei in Stadt und Provinz, sowie die Preßverhältnisse. Herr Rechtsanwalt vr. Gut fleisch hielt einen eingehenden Vortrag über die gegenwärtige politische Lage, übergehend auf das Branntweinmonopol, Polenausweisung und die Stellung zu den übrigen politischen Parteien, specicll der ^cationalliberalen Partei. Am Schluß des Vortrags empfahl er festes Zusammenhalten und werde dann der Sieg nicht fehlen. Die Vorstandswahl anlangend, so wurde derselbe auf 18 Mitglieder Erhöht und neben den bisherigen Mitgliedern noch Herr Assessor Grünewald ge­wählt. Der Vorstand besteht demnach aus den Herren: L. Georgi, vr. Gut­fleisch, Assessor Grünewald, Fr. Habenicht, L. Hornberger, M. Horn­berger, H. E. Jughardt, I. Kreiling, F. C. B. Koch, Gg. E. Möhl,, R. Scheel, Gg. H. Schirmer, C. Stieber, A. Ricker, Ehr. Wallenfels, W. Wallenfels, A. Metz und PH. Uhl.

Heute Mittwoch, um 4 Uhr, wird nun der Wohlthätigkeits-Bazir, mit welchem seit Wochen die Stadt sich beschäftigt, eröffnet werden.

Wir hatten die Grlaubniß, schon vorher einen Blick in den Clubsaal zu roerfeu,. und müssen gestehen, daß das Comite aus dem Saale eine der reizendsten Verkaufs- Hallen geschaffen hat. Die Anordnung der Hallen ist prächtig, die Auswahl der zu verkaufenden Gegenstände sehr groß und die Preise außerordentlich mäßig gestellt, so daß auch der Unbemittelte sich ein Andenken aus dem Bazar mitnehmen kann. Die Buffets in den Nebensälen sind sehr reichlich ausgestattet und haben, wie wir uns überzeugten, ebenfalls so mäßige Preise, daß sich ein Jeder satt essen kann, ohne seinem Geldbeutel wehe zu thun. Auch für die Käufer des Cigarrenstandes welcher durch­weg die allerfeinste Waare enthält, ist durch Einrichtung von zwei Rauchsälen im oberen Stocke Sorge getragen. Besonders machen wir auch noch auf das Naritäten- cabinet aufmerksam, welches eine reichhaltige Ausstellung wirklich seltener und sehens- werther Gegenstände enthält, aber außerdem auch dem Humor Rechnung trägt. Fügen wir noch hinzu, daß der Bazar auch durch die Klänge unserer Ntilitärmusik ver­schönert werden wird, so glauben wir überzeugt zu sein, daß kein Bewohner unserer Stadt den Besuch desselben versäumen wird, auch der Unbemittelte und die Kinder nicht, denen dazu am Donnerstag von 24 Uhr eine billige Gelegenheit (Eintritt 20 4) geboten wird. An den Abenden bleibt der Bazar bis 10 Uhr geöffnet.

Verwischte».

Der fünfte Congreß für innere Medicin findet vom 14. bis 17. April 1886 zu Wiesbaden statt unter dem Präsidium des Herrn Geheimerath Leyden (Berlin). Folgende Themata sollen zur Verhandlung kommen: Am ersten Sitzungstage, Mittwoch den 14. April: Ueber die Pathologie und Therapie des Diabetes melitus. Referenten 7 Herr Stokvis (Amsterdam) und Herr Hoffmann (Dorpat). Am zweiten Sitzungstage, Donnerstag den 15. April: lieber operative Behandlung der Pleuraexsudate. Refe­renten: Herr O. Fräntzel (Berlin) und Herr Weber (Halle). Am dritten SitzungS- tage, Freitag den 16. April: lieber die Therapie der Syphilis. Referenten: Herr- Kaposi (Wien) und Herr Neißer (Breslau), sstachstehende Vorträge sind bereits angemeloet: Herr Thomas (Freiburg): lieber Körperwägungen. Herr Rieß (Berlin): Aus dem Gebiete der Antipyrese. Herr Brieger (Berlin): lieber Ptoina'ine. Herr Ziegler (Tübingen): lieber die Vererbung erworbener pathologischer Eigenschaften. Herr Fick (Würzburg): lieber die Blutdruckschwankungen im Herzventrikel bei Morphium­narkose.

(Gartenarbeiten im Monat Februar.) Der Februar bewährt sich, zumal in seiner ersten Hälfte, oft noch als ein echter Wintermonat, welcher kaum Boden­arbeit im Freien gestattet, ist jedoch nicht feiten auch sehr mild, trocken und weit ge-