10. Mai.
1521. Sebastian Brant, Satiriker, stirbt zu Straßburg.
1619. Kaiser Matthias stirbt und Ferdinand von Steiermark, der erbitterte Feind der Reformation und der bürgerlichen Freiheit, folgt ihm in der Regierung.
1631. Eroberung und Zerstörung von Magdeburg durch den kaiserlichen'General Tilly.
1763. Graf von Stadion, österreichischer Staatsmann, geboren.
1774. König Ludwig XV. von Frankreich stirbt. Ihm folgt der kaum zwanzig Jahre zählende Ludwig XVI., der neunzehn Jahre später auf dem Blutgerüste endete.
1796. Schlackt bei Lodi. Napoleon Bonaparte schlägt die Oesterreicher unter ihrem alten General Beauline. Diese flüchten nach Tyrol; die ganze Lombardei gehorchte nun den Franzosen, bis auf das feste Mantua, welches nunmehr von diesen belagert wird.
1850. Wiedereröffnung der deutschen Bundesversammlung zu Frankfurt a. M., und zwar nur in Vertretung von 10 deutschen Staaten.
1857. Aufstand der Truppen in Indien gegen die englische Herrschaft; ein grausenhaftes Schauspiel des Brennens und Mordens aller Europäer und Christen.
1861. Brand von Glarus.
1869. Die letzten Schienen der Pacificbahn in Amercka werden gelegt.
1871. Definitiver Friedensschluß zwischen Deutschland und Frankreich zu Frankfurt a. M., allwo sich der inzwischen zum Fürsten erhobene Bismarck und Jules Favre eingefunden und in wenigen Tagen die Friedensverhandlungen zum endgiltigcn Abschluß gebracht hatten.
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AllgLMrinrr Anzeiger.
Bekanntmachung.
Die Holzversteigerung vom
6. d. Mts. in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 15. d. Mts. an bei Großherzogl. Rentamt Gießen in Empfang genommen werden- Die Ueberweisung des Holzes findet Montag den 17. d. Mts-, Morgens 7 Uhr, statt.
Gießen, den 7. Mai 1886.
Großh. Oberförsterei Schiffenberg.
Heyer. 3586
Holzversteigerung
Allendors a. d. Lumda
Dienstag den 11.
Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in hiesigen Waldungen, Districte Nundeheeg, KringelSbach und Todenberg, versteigert werden:
Bau-, Werk- u. Michal;.
102 Eichenstämme, 16—46 Ctm. Durchmesser, 8—15 Mtr. Länge, zus- 75 Festm.,
8 Buchenstämme, 7,69 Festm., 118 Nadelstämme, 15—36 Ctm.
Durchm., 8—22 Mtr. Länge, Ms. 32 Festm.,
249 Nadelderbstangen, 10 — 14 Ctm. Durchm., $—10 Mtr. Länge, zus. 20 Festm.,
1365 Nadelreisstangen, 18 Festm.
Zusammenkunft an der s. g. Viehweide.
Mendorf a. d. Lda., 6. Mai 1886. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda.
Bieber. 3597
Bekanntmachung.
Montag den 17. d. Mts,
Nachmittags 5 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Wies eck folgende, den Kindern des verstorbenen Herrn Fritz Kemp ff von Gießen gemeinschaftlich gehörigen, in der Gemarkung Wieseck belegenen Wiesen, nämlich:
1. Flur XXV Nr- 17 1179 Klafter Wiese am Fellsgraben,
2. Flur XXVII Nr. 4 514 Klafter Wiese in der Schinderseck,
3. Flur XXVII Nr. 17 1367 ^Klafter Wiese daselbst,
mit der diesjährigen Crescenz — ab- theilungshalber einer freiwilligen Versteigerung unter den ortsüblichen Bedingungen ausgesetzt werden.
Die Parcellen sub 1 und 3 kommen halbiert zum Verkauf.
Gießen, den 7. Mai 1886.
Steinberger,
3599 Rechtsanwalt.
Aeikgeöotenes.
1*00
Schweine (Bastardferkel) stehen Dienstag den 11. u. Mittwoch den 12. Mai zum Verkauf. 3591 Ludwig Becker in Lollar.
Die Volksschule der Stadt Gießen beginnt ihr neues Schuljahr Montag den 10. Mai 1886. Die Aufnahme der schulpflichtigen Kinder erfolgt für die Stadtknabenschule im Saal Nr. 8 im unteren Stock des Schulhauses in der Schulstraße, für die Stadtmädchenschule im Saal Nr. 8 des Schulhauses auf dem Oswaldsberg, Morgens zwischen 9 und 12 Uhr.
Ausgenommen werden diejenigen Kinder, welche das sechste Lebensjahr vollendet haben, sowie auf den Wunsch der Eltern oder deren Vertreter auch solche geistig und leiblich nicht unreife Kinder, welche bis zum 30. September d Js. das sechste Lebensjahr vollenden. Gebrechliche, kränkliche oder geistig unreife Kinder können von dem Schulvorstande noch eine Zeit lang von dem Schulbesuch freigegeben werden. Doch ist in diesem Fall ein ärztliches Zeugniß beizubringen.
Nothwendig bei der Aufnahme ist die genaue Angabe des Geburtstages des Kindes, bei auswärts geborenen Kindern auch die Vorlegung des Geburtsscheines, sowie genaue Angabe des Namens und Standes des Vaters bezw. des Pflegers, und der Impfschein.
Das Schulgeld beträgt für sämmtliche Stadtschulklassen 4 «A jährlich; das zweite Kind derselben Familie bezahlt drei Viertel, das dritte und jedes weitere Kind die Hälfte.
Gesuche um freies Schulgeld und freie Bücher finb bei der Armen- deputation der Stadt Gießen vorzubringen.
Gießen, den 6. Mai 1886.
Der Schulvorstand.
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