Ausgabe 
7.2.1886 Erstes Blatt
 
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Gerhesßslht Eisenbchnen.

Die Lieferung von Betriebs« und Werkftattematerialien für die Zeit vom 1. April 1886 bis 1. April 1887 soll im Submissionsoerfahren vergeben werden.

Lieferungsangebote sind spätestens bis zum 22. Februar 1. I., Vormittags 10 Uhr, portofrei, versiegelt und mit ent­sprechender Aufschrift versehen an uns cm» zusenden. ,

Bedingungen nebst Materialien - Ver- zeichniß können gegen Franko-Einsendung von 70 H durch unsere Kanzlei bezogen werden.

Gießen, den 30. Januar 1886.

Großherzogliche Directton. 884

In der Privatklagesache der Margaretha, Konrad Arnold V. Ehefrau geb. Kümmel aus Großen - Bufeck, Privatklägerin, gegen den Konrad BonariuS IV- von da, Angeklagten, wegen Beleidigung,

hat das Gr. Schöffengericht zu Gießen am 23. December 1885 für Recht erkannt:

Der Angeklagte wird wegen Be­leidigung in eine Geldstrafe von 10,00 «X eventuell 3 Tage Ge- fängniß und in die Kosten ein­schließlich der der Privatklägerin erwachsenen nothwendigen Aus­lagen verurtheilt. Die Wider­klage des Angeklagten wird ab­wiesen.

Der Privatklägerin wird das Recht zugesprochen die Verur- theilung des Angeklagten auf Kosten desselben einmal im Gießener Anzeiger" bekannt machen zu lassen.

Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils be­scheinigt.

Gießen, den 1. Februar 1886.

Lind, 862

HülfSgerichtsschreiber

des Großherzoglichen Amtsgerichts.

Holz-Versteigerung.

Im Gräfl. Solms - Laubach'schen Revier Arnsburg, District Feuerstett, Kolnhäuserkopf und Seif am Pfahl» graben, kommen Donnerstag, den 11. d. Mts. zur Versteigerung:

Scheit-, Prügel-, Stock-, Neiserholz N a u m m e t e r

Buchen 84 54 31 221

Eichen 77 101,5 523

Nadel - - 27

ferner 107 Eichen-Stämme von 6 bis 13 M- Länge, 21 36 Ctm. Durch­messer 46,40 Cbm., 10 Fichten­stangen von 513 M. Länge, 8 bis 14 Ctm. Durchmesser 0,92 Cbm.

Das Stammholz wird abwechselnd mit dem Brennholz, dagegen die Reiser sollen während der Pause versteigert werden. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr am Grüninger Fußpfad.

Arnsburg, den 6. Februar 1886. 870 Henckel.

Montag den 8. Februar,

Nachmittags 2 Uhr,

werden in der F le t t 1 scheu Hofraithe dahier Glas-, Küchen- und Kleiderschränke, Sopha's, Tische, Stühle, Uhren, Kom­mode, Bilder, Spiegel, Konsolchen, 1 Blumen- u. 1 Schreibtisch, 1 Näh­maschine, 1 vollst. Bett, 1 Kassaichrank, 2 Kanarienvögel mit Käfig, 1 Laden­einrichtung, 1 Wagen und l Pferd, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert.

Bühner,

880 Gerichtsvollzieher.

Oeconomieverfleigerung

nämlich: 1 Wagen, 2 Pflüge,

2 Eggen, 1 Fegmühle,

1 Pfuhlsatz,

11 Hühner, 1 Hahn und sonstige Gegenstände lasse ich Mittwoch den 10. Februar, Nachmittags 2 Uhr, bei meiner Wohnung öffentlich versteigern.

August Noll, Oeconom, $59 Rittergasse 23.

Chili-Salpeter

In ca. 810 Tagen beginnen die Bezüge von Chili-Salpeter für die Frühjahrssaison und lasse ich Waggonladungen zunächst nach folgenden Stationen gehen: Alsfeld, Niedergernünden, Grünberg, Gießen, Lich, Hungen, Lollar, LanggönS, Nauheim und Friedberg. Die­jenigen Landwirthe oder Vereine zu gemeinschaftlichen Bezügen, welche ihre Bestellungen noch nicht aufgegeben haben, wollen sich geft. an mich, auch bei Bedarf in anderen Kunstdüngersorten, wenden, damit die rechtzeitige Ver- theilung unter Berücksichtigung der Wagenladungsfracht zu Gunsten meiner Abnehmer geschehen kann. 857

Gießen, 6. Februar 1886.

A. Hais.

Zahlreiche

ZEUGNISSE

der ersten medicinischen

Autoritäten.

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Verkauf in allen Apotheken und Drogen-Handlungen.

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worunter

8 Ehrendiplome

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Zum Schutz gegen die zahlreichen Nachahmungen fuhrt jede Büchse die Unterschrift des Erfinders Henri Nestle.

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Im Namen des Großher;ogs!

In der Privatklagesache

des Ludwig Wilhelm Schmidt in Birklar, Privatklägers und Wider­beklagten,

gegen

den Heinrich Köhler Sohn des Metzgers Adam Köhler und gegen Philipp Pauli Sohn des Maurers Heinrich Pauli von Langsdorf, Angeklagte resp. Wider­kläger

wegen Beleidigung hat das Großh. Schöffengericht zu Lich in seiner Sitzung vom 18. Januar 1886, an welcher Theil genommen haben:

1. Großh. Oberamtsrichter Lan- germann als Vorsitzender,

2. Philipp Roth VI. von Langs­dorf,

3. Thomas Walter von Ober- Bessingen als Schöffen,

Verpfl. Ger. - Schr. Aspirant Bauer als Gerichtsschreiber für Recht erkannt:

1. die beiden Angeklagten Heinrich Köhler und Heinrich Pauli werden wegen Beleidigung des Ludwig Wilhelm Schmidt jeder in eine Geldstrafe von fünfzehn Mark im Falle der Unein­bringlichkeit in eine Gefäng- nißstrafe von je drei Tagen verurthellt.

IV. Dem Privatkläger wird die Vesugniß zugesprochen, die Ver- urtheilung der Angeklagten binnen 14 Tagen nach Rechtskraft des Urtheils durch einmaliges Ein­rücken in den Gießener Anzeiger auf Kosten der Verurtheilten be­kannt machen zu lassen.

Für den Auszug:

Katz, 878 Rechtsanwalt.

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Den Vertrieb der Loose haben wir für Gießen den Herren Carl Lehrmund und Pedell Ruckelshausen übertragen. 877 Die Verloosungs-Commisflon.

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