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eines Rains.

Einfriedigung der städtischen Anlagen. . .

Festsetzung der Baufluchtlinien in der Löwengasse und Katharrnengasie.

Die Gosse zwischen den Hofraithen des August Wehn und Eduard Silbereisen.

Die Verpachtung der Gemeindejagd.

Universitäts - Chronik.

Professor G. Kirchhoff zu Berlin,mit Bunsen der Entdecker und Be­gründer der Spektralanalyse", ist erkrankt und dadurch verhindert, die Vorlesung über die Mechanik fester und flüssiger Körper" zu halten.

Der Universität zu Berlin ist zur Annahme der ihr von dem Geheimen Eommercienrath Franz Mendelssohn ebendaselbst gemachten Zuwendung eines Kapitals von 150,000 vH zwecks Begründung einer Ätoses-Mendelssohn-Stiftung zur Gewährung von Stipendien an Studirende der philosophischen Fakultät die landes­herrliche Genehmigung ertheilt worden.

Professor Dr. F. A. Hoffmann aus Dorpat wird als ordentlicher Pro­fessor die Leitung der Universitäts-Poliklinik in Leipzig übernehmen.

Lokales.

Gießen, 4. Mai. Se. Königl. Hoheit der Großherzog passirte hente Mittag 1 Uhr 10 Min. auf der Rückreise von dem Jagdausflug in Oberhessen nach Darmstadt die hiesige Station.

Gießen, 4. Mai. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag »en 6. Mai 1886, Nachmittags 4 Uhr.

1. Statistische Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung.

2. Gesuch des Directors Georg Heß um Erlaubnis zur Abtragung

Die Thatsache, daß die Hochfluth einer außerordentlich gesteigerten Universitäts- I srequenz in den letzten Jahren eher zuzunehmen als abzunehmen scheint, macht es Ms I zur Pflicht, unsere Leser mit einem Werke bekannt zu machen, das diese allgemein an- I erkannte Erscheinung gründlich und wissenschaftlich, nach seinen Ursachen und voraus- I sichtlichen Wirkungen untersucht und darstellt. Wir meinen die statistischen Unter- I Buchungen Prof. Eonrad's in Halle, der in seinem BucheDas Universitätsstudium I in Deutschland während der letzten 50 Jahre" zum ersten Male auf Grund eines I genauen, vollständigen und höchst mühsam gesammelten Zahlenmaterials sämmtliche I deutschen Universitäten vom volkswirthschaftlichen Gesichtspunkte aus betrachtet. Wir I lassen die Hauptergebnisse dieser verdienstvollen Arbeit, die mit dem Wintersemester I 1882/83 abschließt, hier folgen, indem wir besonders die für Hessen und Gießen ge- I fundenen Resultate berücksichtigen.

1) Die Frequenzverhältnisie Universitäten Deutschlands.

Vor allem ergibt sich hier die Thatsache, daß unmittelbar nach den Freiheits­kriegen der Besuch der Universitäten äußerst schwach war, daß dann in den zwanziger Jahren die Frequenz allgemein in außerordentlicher Weise stieg, um nach 1831 wieder rapide zu sinken. Wir halten also schon einmal in Deutschland eine solche Hochfluth des Zudrangs zum akademischen Studium wie in den letzten 10 Jahren und zwar Ende der zwanziger und Anfangs der dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts. Im Jahre 1830/31 kamen auf 100,000 Einwohner rund 53 Studirende, und ebensoviel also 53 kamen im Jahre 1882/83 auf 100,000 Einwohner. Die Differenz der Studirenden ist also für die beiden genannten Zeitpunkte auf die Zunahme der Bevölkerung zurückzu- führen: 1830/31 gab es in Deutschland 15,751 Studenten, 1882/83 hatten wir deren 24,187. Wie nun erwähnt, verminderte sich nach den ersten dreißiger Jahren die Gesammtzahl der Studirenden rasch und auffallend; sie sinkt immer mehr bis etwa j zum Jahre 1860; in den Jahren 1856/5761 kommen auf 100,000 Einwohner nur 32 Studenten, und die Gesammtzahl derselben beträgt durchschnittlich in diesen Jahren 11,985. Dann aber, von 1860 an, beginnt die Steigerung, die dann langsam aber stetig bis 1870 vorschreitet, um nach Beendigung des Krieges sofort beoeutendere Dimensionen anzunehmen; vergleichen wir die 11,985 von 1860 mit den 24,187 von 1882/83, so ergibt sich mehr als eine Verdoppelung. Diese Vermehrung aber ist nicht mehr normal, denn während die Bevölkerung in den 10 Jahren von 1872 bis 1882 nur etwa wie 100 : 114 stieg, stiegen die Studirenden in denselben 10 Jahren wie 100 : 163.

Worin ist nun der Grund dieser Erscheinung zu suchen? fragt sich Arnold, und er gibt die Antwort: Wir sehen den neuesten Aufschwung des Studiums nur zum kleinsten Theile in einem höheren idealen Flug der Zeit und ebensowenig in den Naturwissenschaften wie in der Theologie in größerem wissenschaftlichen Streben, sondern hauptsächlich in drei zusammenwirkenden Momenten: der bevorzugten socialen Stellung der Studirten in Deutschland, der zu Liebe man gerne auf pekuniäre Vor- kheile verzichtet, was ja nicht neueren Datums ist, aber dem Aufschwünge den Boden ebnete, bann der Verallgemeinerung der klassischen Bildung unter dem Drucke der wachsenden Ansprüche in Bezug auf die Vorbildung für Beamtenstellungen und be­günstigt durch die große Verbreitung der höheren Bildungsanstalten, die mit verhältniß- mäßig wenig Kosten auch von Unbemittelten besucht werden können. In dritter Linie fleht die wirthschaftliche Depression, die so nachhaltig ist, wie in der ganzen in Rede flehenden Periode kaum je zuvor, und zwar nachdem der gesammte Wohlstand und Za mit die Lebensansprüche wesentlich gehoben waren."

Also drei Hauptursachen des Massenandrangs zum Studium: 1) Die wirth- fchaftliche Depression, 2) die Schulverhältnisse, nämlich die einseitige Begünstigung der gelehrten Schulen durch den Staat und 3) die Thatsache, die höchst beklagenswerthe Thatsache, daß der Kaufmann, der Industrielle im Allgemeinen in Deutschland nicht Lie gesellschaftliche Stellung einnimmt, die ihm gebührt und die er im Auslande allgemein besitzt. Nur hervorragendere Leistungen oder ein imponirendes Vermögen bringen ihn auf die gleiche gesellschaftliche Stufe mit den akademisch gebildeten Beamten. Das Bewußtsein, mit geringerer Mühe und durch Genuß des mit Recht gepriesenen freien Studentenlebens ein höheres Ansehen zu gewinnen, veranlaßt einen übergroßen Theil unserer Jünglinge, sich der Universität zuzuwenden, wenn sie nicht ausnahms­weise eine ausgesprochene Neigung für einen bestimmten Beruf hegen. D. H.

*) Nachdruck nur mit Quellenangabe gestattet.

Vermischtes.

Oberndorf (bei Wetzlar), 1. Mai. Ein seltsamer Anspruch auf Wildschaden­ersah dürfte jetzt dem Jagdpächter der hiesigen Gemarkung gestellt werden. Gestern Nachmittag wurde ein Reh im hiesigen Wald durch die Holzhauer aus seinem Lager aufgeschreckt und eilte mit der größten Schnelligkeit einem Graben zu, aus welchem, graoe der Schlagaufseher M. heraufkletterte. Das Wild rannte demselben, welcher einen Strick um seine Schulter hängen hatte, gegen die Brust, blieb dabei mit den Vorderbeinen im Stricke hängen und beide stürzten in den Graben. Hier gab es nun. ein beiderseitiges Ringen und Kämpfen um die Freiheit, bis endlich die übrigen. Holzhauer hinzu kamen, die so Verwickelten auseinander brachten und das Wild in. Freiheit setzten. Der Mann kam mit dem bloßen Schrecken, einer kleinen Verletzung, an den Beinen und einer zerrissenen Hose davon. Schadenersatz für die zerrissenen. Hosen dürfte am Platze sein. (W. A.)

[(Segen den Kleiderluxus der Kinder.j Nach demSt. Galler Stadtanz/ hat der Vorstand des schweizerischen Frauenverbandes auf eine Anfrage von Seiten, des Züricher Stadtschulvereins zum Zwecke Einschreitens gegen den übertriebenen Kleiderluxus der Schulkinder beschlossen, die Angelegenheit in die Hand zu nehmen und zunächst ein Schreiben an die kantonalen Erziehungsdirectionen zu richten, worin dieselben aufgefordert werden, den Lehrern die Ermächtigung zu geben, in irgend einet Form gegen Schulkinder, die gesundheitsschädlich oder zu übertrieben modisch gekleidet sind, einschreiten zu dürfen. DieSchweizer Frauen - Zeitung" hat diese Anregung, kürzlich des Näheren besprochen und aufs Triftigste begründet. Am Schlüsse des betreffenden Artikels heißt es wohl mit vollem Recht:Was nützen die luftigen, ge­räumigen, hohen Schulzimmer, wenn die Lungen der Schülerinnen von Haus aus mit den Panzercorsets und Wespentaillen der Kleider systematisch zusammengeschnürt werden? Was nützen die nach allen Regeln anatomischer und physiologischer Studien am gefertigten Schulbänke und Tische, wenn die kleinen Dämchen vermöge ihrer unsinnigen Toilette nicht einmal naturgemäß zu sitzen vermögen? Da bürdet die Schule dem Gemeinwesen Ausgaben und Lasten auf und der Unverstand des Einzelnen arbeitet dem Nutzen birect entgegen."

Vor einem Richter in London erscheint der Oberst Maxwell-Heron als Ver­treter seiner Frau gegen die erste Schneiderin Londons, Madame Merciers. Mrs Maxwell-Heron hat für Toiletten, die sie seit anderthalb Jahren anfertigen ließ, eint Rechnung auf eine ganz horrende Summe bekommen. Der Oberst ist kaum im Stande, feine vor Zorn zitternde Stimme hörbar zu machen, während er die Rech- NUN» liest:Ein weißes Attasklcid - 6000 ein saphirblaues Hoskleid - 3600 * Lu.r.teilJo^0nx215.rtI^ (Bawst) 1600 M, ein blaues Safinfltib 1000 JL, ein schwarze»

1800 vH. Der Oberst fährt fort:Jetzt kommen die Kleinigkeiten: Für Um- anderung emes Kleides - Fa-on 400 vH, Zubehör 300 JL ?c." Die Schneiderin ge- I ^rdet sich gleich emer beleidigten Fürstin. Sie sagt:Ich mache keine Kleiber, ich 1 schaffe Kunftmerft, ich kann aus meinen Büchern den Beweis liefern, baß jede Toilette

m ©nlrourf eines SCRarerS gearbeitet wird und daß ich selbst für jede Skizze 1000 Zahle. Der Oberst ruft:Wenn das wahr ist, dann soll der Maler, Sie selbst unb ^bre Kundinnen der Teufel holen!" Der Richter ersucht den Erbitterten, fQVe,n' und wahrlich, diese Mahnung kommt zur rechten Zeit, denn der Herr -^berst wird verurtheilt, die Rechnung der Schneiderin voll zu bezahlen. Bedauernd memt der Richter: Wer in einem derartigen Geschäfte seine Einkäufe besorgt, MM auch seiner Eitelkeit horrende Opfer bringen."

, . .Die deutsche Ausfuhr von Wildpret und Krebsen nach Paris ist sehr bc- I Auttiw- Um welche gewichtige Zahlen es sich bei derselben handelt, darüber gibt die

.-"-Artung interessante Aufschlüsse. Deutschland schickt etwa 230,000 Hafer 1 nach Parts, wahrend im Ganzen dort 250,000 hereingebracht werden. Also nur cttve

Eine recht nette Neuigkeit bringt soeben die rührige Verlagsbuchhandlung von Emil Roth hier, welche sich durch die Herausgabe schon so mancher gediegener Lokal-Schriften und Pläne rc. Verdienste um die Stadt erworben hat, auf den Markt, nämlich: m , r.

Eorrespondenz aus Gießen. 25 illuflrir te Postkarten rn hübsch gezeichneter Enveloppe, mit dem treffenden Motto:Kurz und bündig!" Zusammen 1 Mark, einzeln L 5 Pfg.

Da zeigt sich auf der einen Karte der flotte Bruder Studio, aus dem Um- versitätsgebäude kommend, nach seinem zufriedenen Aeußeren zu urtheilen, jedenfalls auf dem Wege zur Frühkneipe; auf einer anderen sehen wir den schneidigen Herrn Lieutenant spazieren reiten und eine Gießener Schöne grüßend, während Amor dazu in's Gewehr tritt; auf einer dritten macht der wanderndeBruder Straubinger" angesichts der malerischen Gesammtansicht von Gießen mit Gleiberg, Vetzberg int Hintergrund rc. seinen poetischen Gefühlen in den Worten Luft:Forsts von Gießen treibt es mich, doch bevor noch grüße ich!" Aber nicht nur mehrere prächtige Total- und Einzelansicksten von Gießen und seinen alten Bauten finden wir darunter mit Grüßen aus Gießen" rc., sondern auch die nächste Umgebung ist vertreten: Baden­burg, Staufenberg und vor Allem der Gleiberg von innen und außen mit kernigen Sprüchen, wie:Blau ist der Hecht, und die Frau hat Recht; Recht hat die Frau, der Hecht ist blau!" Ein wohlgenährter durstiger Rittersmann philosophirt in Abwesenheit seinerbesseren" Hälfte beim kühlen Schoppen im Burgzimmer:Je böser das Weib, je hübscher die Kneip! Je hübscher die Kneip, je böser das Weib!!"

Kurz, es ist eine Sammlung humoristischer Correspondenzkarten, welche auf jeden Schreibtisch passen. Wir sind überzeugt, daß sie sowohl den Absender resp. die schöne Absenderin, wie den Empfänger in die heiterste Stimmung versetzen und das ist oft ein nicht zu unterschätzender Vortheil! Wie wir hören, sind die Karten in allen Buch- und Schreibmaterienhandlungen vorräthig.

Gießen, 4. Mai. Am vergangenen Sonntag Abend verstarb in einem Eisen- bahnzuge zwischen Friedberg und Bad-Nauheim eine kranke Dame aus Kopenhagen. Dieselbe hatte den Winter in Italien verlebt und befand sich auf der Rückreise, als sie der Tod ereilte. Die Leiche wurde im hiesigen Leichenhause untergebracht und ist gestern nach Kopenhagen weiter transportirt worden.

Herr Wilhelm Grünewald ist zur Rechtsanwaltschaft beim Landgericht der Provinz Oberhesfen zugelassen und gestern in öffentlicher Sitzung dieses Gerichts als Rechtsanwalt eidlich in Pflichten genommen worden.

Heute Morgen wurde auf im Freien gestandenen Wassergefäßen 4 Mm. dickes Eis beobachtet. Das Thermometer im Freien zeigte heute Nacht 4° kalt.-

streitige Landanlprüchc sollen durch hicrsür uon beiden Regierungen zu ernennende gemischte Eommissionen erfolgen. Die Einrichtung von Strafmederlassungen soll nicht ftattfinben Die Colonien, welche bereits vollständig eingerichtete Regierungen Mit legislativen Körperschaften haben, sind in diele Erklärung nicht elnbezogen.

Berlin, 3. Mai. Das Marineverordnungsblatt veröffentlicht eine Kaiserliche Ordre vom 27 April, wonach die 4. Compagnie des Seebataillons am 1. October 1886 von Kiel nach Wilhelmshaven in Garnison zu verlegen ist.

Die Bischöfe von Hildesheim, Limburg und Osnabrück zeigten tm Auftrage des apostolischen Stuhles dem Ober - Präsidenten die Absicht an, gewisse Pfarreien zu besetzen und theilten die Namen der hierfür in Aussicht genommenen Candidaten mlsi. Der gestern Nachmittag stattgefundenen Begräbnißfeier des Iustizmrnisters Dr. Pauler wohnten der Kaiser Franz Joseph, die Minister, die Mit­glieder des Parlaments und die Spitzen der Behörden bei.

Bern, 3. Mai. Die gestrige Volksabstimmung des Cantons Solothurn ergab mit großer Mehrheit eine Bestätigung der gewählten liberalen Regierung und die Wahl liberaler Vertreter im Ständerath und Nationalrath. Die Volksabstimmung des Cantons Bern bestätigt ebenfalls die jetzige liberale Mehrheit; in den Nationalrath wurde ein Conservativer und ein Liberaler gewählt. Das neue Jmpsgesetz, welches den Impfzwang anordnet, wurde mit 28,606 gegen 26,215 Stimmen abgelehnsi^^ $ Der Vice-Präsident des Oberhauses, Lord Redesdale, ist gestorben. Glgdstone's an seine Wähler in Midlothian erklärt, er unter;

schätze nicht die ernste Bedeutung der Meinungsverschiedenheiten über die irische Frage, aber auch bei früheren Gelegenheiten habe eine ähnliche Spaltung der Liberalen die ^oriwartei unterstützt. England müsse jetzt, wo seine Stellung eine freie und starke jei, Irland Zugeständnisse machen. Die Gegner der Vorlage schienen es jedoch vor- zuüehen, eine Periode nationaler Schwierigkeiten abzuwarten. Die Herstellung eines irischen Parlaments werde die Wirksamkeit des Reichsparlaments erhöhen und das Reich stärken. Die Hauptfrage sei, ob die Bitten Irlands, seine Angelegenheiten selbst verwalten zu dürfen, berücksichtigt werden sollten oder nicht

London, 3. Mai. Das Unterhaus genehmigte nach kurzer Debatte das Ein­nahmebudget in zweiter Lesung.

Belgrad, 3. Mai. Ein Erlatz des Königs ordnet die Aufhebung des Stand­rechts in den Kreisen, wo es bis jetzt bestand, sowie die Inkraftsetzung des während desselben suspendirten Preß- und Versainmlungsgesetzes an.

Brindisi, 3. Mai. Von gestern bis heute Mittag kamen hier 1 Cholera- Erkrankung uns 1 Todesfall vor. In Ostuni 6, in Latiano 3 Erkrankungen.

Petersburg, 3. Mai. Der Großfürst Nikolaus der ältere ist gestern in das Land der dontfchen Kosacken abgcreist. trvx, ,ri '

Athen, 3. Mai. DieHora", das Organ des früheren Mlnisterpraüdenten Trikupis, bekämpft die Ansicht, daß die gegenwärtigen Differenzen durch einen Cabinets- wechsel beseitigt werden könnten; das gegenwärtige Cabinet müsse die Angelegenheit auch zu Ende führen; Griechenland dürfe von auswärtigen Mächten keine Einmischung in seine inneren Angelegenheiten zugestehen und habe durch seine bisherigen Erklärungen schon zu viel Concessionen gemacht. .

Athen, 3. Mai. Die Vertreter der fünf Großmächte hielten heute eine Be- rathung^a^. Meldung derAgence Havas."j In einer neuer­

lichen Circularnote weist die Pforte auf em Rundschreiben von Delyannis an die Präfekten hin, worin dieser andeutet, daß die hellenischen Aspirationen Befriedigung erfahren würden. _________

Das NniverfiMsstudium in Deutschland während der letzten 50 Jahre ")