Abg. Stabil begtönbeU denselben in mehr elB anderthalbstüvdiger Rede, die nur geringe Aufmerksamkeit fand.
Unterftaatösecretär für Elsaß-Loihringen, Herr v. Puttkamrr, antwortete in sehr wirksamer Weise. Er erklärte vorerst, daß die Angelegenheit mehr in den elsässischen Landesausschuß, alS in den Reichstag gehöre. Der Vorwurf, daß die Candtdaten zum Reichstage behindert gewesen seien, sei schon oud dem Umstande unzutreffend, als selbst die französische Presse anerkannt habe, daß man in Frankreich nicht so frei sprechen könne. Der Redner ging auf einzelne der Beschwerden ein und schilderte die Agitation der Franzosenfreunde Im Elsaß und in den benachbarten Dtstricteu Frankreichs; dem gegenüber könne und wolle man nicht vorhandene Präoentivmaßregeln beseitigen. Er rechtfertige die Regierung tn ihrem Vorgehen gegen den Abg. Antoine, drsffn deutschfeindliche Bestrebungen er bespricht, sowie bezüglich der Unterdrückung der dem Abg. Kablä gehörigen Zeitung und anderer Blätter. Dem Bestreben Einzelner, die elsässische Frage als eine offene zu halten, könne die Regierung nicht ruhig zusehen und deßhalb könne sie auf den Antrag nicht eingehen.
Morgen wird die Berathung hierüber fortgesetzt.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'- telegr. Eorrespondenz - Bureau.
Wie«, 28. Januar. Wegen Unterschleif bei dem Giro- und Kassenveretn ist Baldry au 7jähriger verschärfter Kerkerstrafe vernrtheilt worden.
— Wegen Hochverrats wurde der Anarchist Thtlmann zu öjähriger schwerer Kerkerstrafe verurthetlt-
Pari-, 28. Januar. Ein Telegramm aus Saigun von heute meldet, die Banden von Aufstänoischen tn Cambodscha feien geflohen oder zerstreut. Drei französische Colonnen, unterstützt von HülfStruppen der Eingeborenen, verfolgen dieselben. Der Führer des Aufstandes, Stvotha, ist durch den Oberst Mtramont bet Preycho geschlagen worden, wobei Stvoiha selbst verwundet wurde. Eine zweite Bande, auö 300 Manu bestehend, tst bet Rathkenot durch den SchiffSlteutenant Tfigny geschlagen werten.
Kairo, 28. Januar. General Wolseley telegraphirt, daß Metammeh genommen ist. Oberst Stewart ist schwer verwundet. Wilson hat sich an Bord eines Dampsers nach Khartum begeben.
London, 28. Januar. Eine Depesche deS Generals Wolseley auS Korti vom 28. d- M. Morgens meldet: AuS Gubat, 2 Mellen oberhalb Metammeh«, tst ein Jnfantertecap'tän hier eingetroffen, welcher diesen Ort am 24. d. verlassen hatte. Derselbe berichtet, daß seit dem 17. d. scharfe Gefechte stattgefunden hätten und die Mannschaften biS zum 25. d. wenig zur Ruhe gekommen seien. Oberst Stewart sei schwer verwundet worden. Seine (Wolseley'S) Instructionen seien auSgeführt. Die englischen Truppen hielten jetzt einen stark befestigten Posten am Nil, auf halbem Wege zwischen Khartum und Berber, besetzt und beherrschten die Wüstenstraße zwischen jenem Posten und Korti. Gubat set gegen jede Streitmacht deS Mahdt zu halten. AuS Khartum feien während der RecognoScirung von Metammeh am 21. d. M- 4 Dampfer unter NuSri Pascha in Gubat eingetroffen, hätten Mannschaften und Kanonen gelandet und an den Operationen theilgenommen. Wilson set am 24. d. mit 2 Dampfern und einer Abtheilung Infanterie nach Khartum abgegangen, lieber die Gefechte bei Metammeh selbst meldet die Depesche: Metammeh set von 2000 Mann feindlicher Truppen unter Rurangar und 3 Geschützen besetzt gewesen. Oberst Stewart habe daher seinen Instructionen gemäß Metammeh umgangen und set am 19. d. M 3—4 Meilen vom Nil entfernt auf etne starke feindliche Abtheilung gestoßen. Im Gefechte mit dieser set Stewart verwundet worden. Wilson habe darauf den Oberbefehl übernommen, sei vorgedrungen und habe am Nachmittag den Feino zurück- geworfen, welcher 5 Emire und ca- 250 Tobte auf dem Schlachtfelde zurückli,^. Der Verlust der englischen Truppen sei noch nicht gemeldet, 2 Offiziere seten^efallen. Wilson habe Gubat besetzt und am 21. d. eine RecognoScirung gegen Metammeb unternommen. Obwohl der Ort leicht einzunehmen gewesen wäre, habe Wilson doch von einem Angriffe Abstand genommen, weil er der Ansicht war, daß die Ltf einem weiteren Sturme nothwendig erfolgenden Verluste dem Erfolge nicht entsprechen würden. Am 22. d. hatten 3 Dampfer eine RecognoScirung gegen Shendy unternommen und seien am Abend desselben Tages nach Gubat zurückgekehrt. Der letzte Brief Gordons set vom 29. Decemder dattrt und besage nur, daß tn Khartum sich alles wohl beffinbe und der Ort noch 4 Jahre sich holten könne. Buller geht von Korti ab, um den Befehl auf der Wüstenstraße bis nach Gubat zu übernehmen.
Madrid, 28. Januar. Aus Andalusien werden neue Erderschütterungen gemeldet, wobei mehrere Menschen umgekommen sind.
New-Kork, 28. Januar. In der Legislatur von Missouri ist eine Resolution eingebracht worden, die sich gegen die Dynamit-Attentate ausspricht.
— In Wisconsin wurde Spooner (Republikaner) zum Senator gewählt.
UuiverfitätS- Ghrovik.
Marburg, 27. Januar. DaS ,5Rarb. Tagebl." berichtigt die Nachricht, daß Herr Professor Dr. v. LtSzt nach Bonn berufen fei, dahin, daß dieses nicht der Fall wäre.
— Inder philosophischen Fakultät zu Berlin hahilitirte sich alS Privat- docent vr. G. Simmel mit einer Vorlesung über daS Verhältniß deS ethischen Ideals zu dem logischen und dem ästhetischen.
— Der außerordentliche Professor der StaatSwtssenschaftm an der Universität Königsberg, Dr. elfter, hat einen Ruf als ordentlicher Professor an die Hochschule Zürich erhalten.
- Der Professor der Pathologie, v. Recklinghausen in Straßburg, hat einen Ruf nach Leipzig abgelehnt.
— Der Privatgelehrte Goth ein, der tu Straßburg historischen Studien oblag, hahilitirte sich am Polytechnikum in Karlsruhe für Nattonalökonomie. 8
- Die Rechte der zweiten Kammer der Niederlande will bet der Berathung des Budget« des Innern den Antrag stellen, die (seit 1636 bestehende) Universität Utrecht auszuheben, '
— Nach dem soeben auSgegebrnen Reichs - Medictnalkalender medicinische Fakultäten tn deutschredenden Ländern:
Deutsche« Reich. Oesterretch. Schweiz.
Anzahl 20 4 3
ordentliche Professoren 200 48 32
außerordentliche Professoren 153 56 7
Privatdocenten 213 108 36
Stud. (S.-S-) 1884) 6899 2622 465
pro 1885 gibt eS
Russ. Ostseeprov.
1
12
5 6
650
Vermischtes.
Nidda, 26. Januar. Gestern Abend gegen 11 Uhr ertönte hier daSFeuersignal. ES brannte in der (JSger'schen) Oberschrnttter Paptersabrik. Glücklicherweise nahm der Brand keine große Ausdehnung an und die hiesige Feuerwehr fand nicht mehr viel zu thuv. Ein Nebengebäude — der Papiersaal — worin Papier, Lumpen rc. lagerten stand in Flammen und war eS nicht möglich, etwas zu retten; das Gebäude brannte nieder bis auf daS Fundament-
Marburg, 27. Januar. Die von der hiesigen Königlichen Staatsanwaltschaft gegm das fretfprechende Erkenntntß des letzten Schwurgerichts in der Strafsacke §E^dertch (Mord der Eheleute Wolff in Nordeckjbelreffend) eingelegte Revision ist von dem Reichsgerichte nunmehr verworfen worden.
t a* M.' 24. Januar. Die Gebrüder Freiherren ».Rothschild dahier
haben jüngst ihr Einkommen zum Zwecke der Besteuerung angegeben und zwar bat der jüngere Bruder nach dieser Angabe daS größere Einkommen, denn er ist für das lau/ende Jahr mit einem solchen von 4,788,000 AL etnge,chätzt. Während Baron Willy Rothschild diese Summe angegeben hat, wird von Baron Mayer Carl ein Einkommen *0" 4,560.000 ^versteuert. Nach diesen für die Besteuerung angegebenen Ziffern wörbe Baron Willy an jedem Tage die ganz nette Einnahme von 13,120 alhaben — eine Summe, mit der eine Familie ein Jahr recht angenehm leben kann-
Für jede Stunde berechnet sich das Einkommen deS BaronS Willy Rothschild auf 546 AL
Frankfurt a. M , 28. Januar. In Folge einer von Berlin ergangene» Weisung ist vom hiesigen Polizeipräsidium sowohl, alS auch von der Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingelettet worden, welche den Zweck hat, zu erfahren, wie die eingehenden Mittheckungen Über den Fall Numpff in Berliner und Wiener Blätter gelangen konnten. DaS Polizetpräsidrum hat gestern und heute schon zwei hiesige Journalisten vernommen, welche aber beide die AuSsage verweigerten. Einem der Herren wurde der S 257 deS deutschen R- - Str. - G. - B- vorgelesen, der den nach Begehung eineS Verbrechens ober Vergehens dem Thäter oder Theilnthmrr wissentlich geleisteten Beistand mit Strafe bedroht- Der Vernommene, welcher natürlich sehr für die Ehre dankte, zu einem Compltten des Mordgesellen gemacht zu werden, erfuhr, datz man vermuthet, eS habe ein mit der Untersuchung betrauter Beamter auS der Schule geschwatzt und Miitheilungen direct ober indirect an die Blätter gelangen lassen. Da zahlreiche Zeugen tn der Sache vernommen worden find, die ihre Erlebnisse ungentrt außplauberten, so wird diese Annahme haltlos, um so haltloser, al« beispielsweise der in Basel erscheinende .Schweizer 8olt«freunb* allen anderen Blättern zuvor die Mitihettungen Über die Identität deS tn Hockenheim verhafteten Arrestanten brachte (Fr. Ztg.)
Dortmund, 23. Januar. Am 22. November v. I. hatte ber Metzgergeselle Paul Schwantner in Soest den Lehrling Georg Höhle, den er für einen Denuncianten hielt, auS Rachsucht um8 Leben gebracht, indem er ihm mehrere Messerstiche versetzte und den halb ohnmächttgen wehrlosen Knaben dann wie ein Stück Vieh förmlich ab- schlachtete. In der heutigen SchwurgertchtSverhandlung wurde der Angeklagte, der bts zum Schlüsse ein freche« Wesen zur Schau trug, trotz seines Leugnend für überführt erachtet und zum Tode vernrtheilt.
Heidelberg. Die längst geplante Drahtseilbahn auf daS Heidelberger Schloß soll nun zur Ausführung kommen. Mit den Besitzern der in die Bahnlinie fallenden Güterstücke sind bereits Unterhandlungen angeknüpft, und es wurden dieselben verbindlich gemacht, ihr Wort bi« Ostern dieses JahreS zu halten. Die Bahnlinie soll in der Nähe der Gasthöfe »Prinz Karl" und .Adler" beginnen und über den Bremeneckgarten aufwärts ziehen.
Karlsruhe, 20. Januar. Heute Nacht, etwa um 2Va Uhr, wurde der Ober- lazarethgehülse Milde vom Feld-Artillerte-Regiment Nr. 14 tn der Nähe des Durlacher ThoreS erstochen. Er war mit einem Kameraden durch die ZSHringergaffe gegangen und tn der Nähe deS Armenhauses von dem Metzgerburschen Georg Scheck von hier angerempelt worden, welcher, alS Milde und sein Begleiter ruhig deS WegeS wettergingen, mit dem Taglöhner Franz Becker von Pforzheim demselben nachging. Beim »Grünen Baum" geriethen, mie die „Bad. ßanbeBjtg." meldet, beide Thetle aneinander. Milde erhielt von Scheck einige Stiche in's Gesicht und in die Schultern, in Folge deren augenblicklich der Tod de» Milbe eintrat. Scheck, welcher von Milde einen Säbelhieb erhielt,' und Becker wurden von der benachbarten Mstitärwache angebalten und der Polizei übergeben, worauf der elftere tn daS städtische Krankenhaus, letzterer m’8 AmtSgefängniß verbracht wurde.
— lieber den großen Speicherbrand in Hamburg am 20.d.Mts. entnehmen wir der „Hamb. Corresp." folgende Details: DaS Feuer entstand Abends nach 10 Uhr auf dem zweiten Boden deS Speicher« Nr. 17 im Alten Wandrahm, wo sich ein großes Lager von Baumwolle, Portwein, Kaffee, Zucker, Kampher und anberen Droguen befand. Trotz der außerordentlichen Energie, mit welcher ba8 Feuer unter Änwendung von 5 Dampfspritzen und mehreren Handspritzen angegriffen wurde, gelang eS nicht, den Speicher zu retten. Bet dem starken Froste froren die Wasserschläuche, wodurch daS Spritzen bedeutend erschwert wurde. Nichtsdestoweniger gelang es dem energischen Einschreiten der Feuerwehr, unter persönlicher Leitung de« Branddirectors Kippirrg, die neben gelegenen Speicher Nr. 16 und 19 vor Brandschaden zu bewahren. Um l1/» Uhr hatte man daS Feuer so wett bekämpft, daß ein wettere« Umsichgreifen desselben nicht mehr zu befürchten war. Um 12V. Uhr ereignete sich bei dem Brande leider ein schreckliches Unglück- Um die angegebene Zeit stürzte das brennende Dach ein, auf welchem sich der Oberfeuerwehrmann Classen, der Feuerwehrmann Krüger II. und zwei andere Feuerwehrleute befanden. Krüger, verheirathet und Vater von 3 Kindern, stürzte sofort tn die Gluth und war nickt mehr zu retten. Der Leichnam war heute Mittag noch nicht aufgefunden. Der Oberfeuerwehrmann Classen, welcher seinen Collegen stürzen sah, fiel ohnmächtig nieder und wurde weggetragev. Er hat sich an ber rechten Hüfte verletzt und auch Brandwunden an Händen und Füßen erlitten, weshalb er In« Allgemeine Krankenhaus gebracht wurde. Die beiden anderen auf dem Dache befindlich gewesenen Feuerwehrleute wurden leicht verletzt und find bereits wieder in Dienst.. Der von dem Feuer verurfachte Schaden wird auf mehr als 1000000 AL geschätzt. Heute war die Feuerwehr noch unausgesetzt mit zwei Dampfspritzen in voller Thätigkeit. Die EnistehungSursache deS Brandes war biS jetzt nicht zu ermitteln; es wird Selbstentzündung der Baumwolle vermuthet. An den bedeutende« Versicherungssummen, deren Höhe noch nicht genau festgestellt ist, sind nur englische Versicherungsgesellschaften beteiligt.
„ . Perth, 22. Januar. Der Geschäftsführer und Buchhalter der Filiale der „Union Bank of Sluftralta* in Roedume tn Westaustralien ist mit einem Tomahawk ermordet und seine Leiche in dem Gebäude der Bank aufgefunden worden. Ma» bot keine Spur von dem Mörder,
Hand«! nn» Setfebt.
_ 9' ~k. Januar. Rother Weizen AL 14.55, weißer Weilen 1430
f MnffiS «&8T&K
1. Qualität AL 0.90, 2. Qualität AL 1.10, Kartoffeln per Centner AL 2 00_3 00
Kohlrabi 3-0 pr. St-, Erbsen 100 Kg. 25-00-30-00 Rothkrant pr. St. 12-20'^ Poularden JL 0—0, Huhn 1.50—2.00, 1 Ente AL 2.00—3.50, 1 Taube 40—60 2
Hahn AL 1.90—2.50, Gans AL 6—10.00, Welsche AL 5.00—10.00
Theater.
Schü tzenli 81! Die flotte Münchener Biermamsell, welche der junge Kaulbach mit so viel Glück in die Kunst cinfflbrte, tst auch aufs Theater gelangt- Leon Vcpr*°n,'?er gewandte Berliner Dichter, hat diese populäre Figur in da« Cmtrum einer lustig bewegten Handlung gestellt und da« Theater machte mit dieser Novität einen Haupttreffer. Die Posse tst ein buntes Allerlei, hier ein Stück Berliner Posse, dort ein Stück bayrischer VolkSkomödie, hier Couplets, dort lustige, launige Einfälle I 2llle8 ist lufttg, bewegt, keck, ausgelassen, überschSumend, ganz wie die malerische Erscheinung des SckÜtzenliSl — so daß ein jedes Publikum an der Novität seine rechte Freude haben muß und auS dem Lacken thatsäcklich nicht herauSkommt-
. fLÄ'ta ein> Auftreten der Frau Lange als .Iphigenie" am Berlin« Bictoriatheater schreibt die „Bert. Böri. Ztg.":
. r. ^Vorstellung der .Iphigenie" war etne sehr sorgfältige und zählt zu den besten der Saison. Frau Lange erschien ber außerordentlichen Schwierigkeit dieser Rolle, welche in der richtigen Wiedergabe ber plastischen Ruhe und tn wirkungsvoller, oerttfinbntfetnniger Declamation liegt, ganz gewachsen. DaS antmirte Publikum bankte der Künstlerin burch reichsten Applaus, sowie prächtige Lorbeerspende.
glänimb”sÄt&6dlunfl: fa"b 5rau S“nße ,m ‘6ann- ®««»'
"Ihr schönes, vollklingendes Organ kam bei ber Declamation ber Goethe'schen Serie zu schönster Geltung ihre hohe bühnengerechte Gestalt versinnbildlichte unS die Prtestttin der Diana aus dem Königlichen Stamm Agamemnons in der besten Weise. Ihre Bewegungen, btt ber Rolle mtsprechenb nie hastig und ungestüm waren, ließen vermögen^u Ische^Schonheit vermissen, ohne btt wir unS etne Griechin nicht zu benke«.
^^Ostdeutsche Presse- schreibt über ein Auftreten in Bromberg: t tiefsinnige Gedankenfülle, das einfach Erhabene, daS diesem von dem
humamstlschen Geiste des 18. Jahrhunderts durchwehten Göthe'schen Schauspiele inn” wohnt, kamen gestern zu vollendeter Vorführung. Frau Lange ist für die Fiaur ber
Vertreterin, wie wir bisher keine vorzüglicher und schöner geseyen. Die Einfachheit und Tonfülle, mit der sie btt tiefsinnigen, mit Durcksickttakeit aenanrten Sßorte @ötbe’« sprach, die Königliche Hoheit und der Adel, die über de/game Gestatt ihrer Gestikulation, boten ein Gesamm . bild von unendlichem Farbenreiz und klassischer Schönheit.^


