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Nr. 200 Samstag den 29. »August R88K
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
t Schulftraße 7. * Erscheint täglich mit AriSnshme bef Mo ^tagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringers.
. .— . . Durch die Post bezogen vierteljäbrlich 2 Mark 50 Ps
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Amtlicher Theil.
Bekanntmachung.
pflichtet iMtbenBa'enmei*ler 3“ ®taur‘cnl)er9 Seinticfi Müller II. ist zugleich als Wasenmeister für die Gemeinde Mainzlar bestellt und als solcher »er.
Gießen, am 26. August 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Politische Ueberficht.
Gießen, 28. August.
Die in unserer inneren Politik bis jetzt vorherrschend gewesene „tobte Saison" beginnt sich stark ihrem Ende zuzuneigen, da dec ÄundeSrath schon in etwa 3 Wochen den parlamentarischen Neigen eröffnen wird. Die weiteren Disposttionen süc die parlamentarische Herbst, resp. Winter-Campagne sind indeffen noch nicht getroffen und müssen alle Angaben hierüber als verfrüht betrachtet werden, zumal da ja auch der Termin für die bevorstehenden Neuwahlen zum preußischen Abgeordnetenhause noch nicht einmal bekannt gegeben ist. Zu wünschen ist aber, daß man an maßgebender Stelle in Berlin schon jetzt der Frage einer zweckmäßigeren Zeiteinthellung näher tritt, denn die Uebel- ftände, welche sich in diesem Jahre aus dem vom Januar bis in den Mai hinein erfolgten Nebeneinandertagen des Reichstages und des preußischen Landtages wiederum ergeben haben, sind nicht zu übersehen, und wenn in beiden gesetzgebenden Körperschaften viel gearbeitet worden ist, so hat dafür der Quan, tität des Geschaffenen die Qualität keineswegs entsprochen. Eine Wiederholung eines so lange Nebeneinandertagens der beiden größten deutschen Parlamente, wie in der jüngstvergangenen Session, muß aber für die neuen Sessionen um- somehr möglichst vermieden werden, als im Spätherbste dieses Jahres auch die Landtage von Bayern, Sachsen und Baden zusammentreten werden, von denen eine Anzahl von Mitgliedern auch im Reichstage sitzt. Wenn man das pceuß. Abgeordnetenhaus etwa für Anfangs November und den Reichstag vielleicht für Februar nächsten Jahres einberust, so würde sich dergestalt wohl noch am ehesten ein parlamentarischer modus vivendi zwischen Reichstag und Landtag Herstellen lasten.
Die Mitglieder der in Berlin tagenden internationalen Telegraphen-Co nferenz haben, nachdem von derselben in erster Lesung das von Deutschland vorgeschlagene einheitliche Tarifsystem für den europäischen Verkehr angenommen und somit das Werk der Conserenz seiner Vollendung um einen bedeutsamen Schritt näher gerückt worden ist, sich eine wohlverdiente Lause in ihren Arbeiten gegönnt. Die Theilnehmer der Conferenz haben unter Führung des ersten Vorsitzenden, des Staatssecretärs im Reichspostamte, Dr. v. Stephan, einen Ausflug nach dem Norden Deutschlands unternommen, welcher hauptsächlich dem Besuche von Bremen, Bremerhasen, Geestemünde, Hamburg Lübeck, Kiel u. s. w. gewidmet ist. Nach der glänzenden Ausnahme, welche den Mitgliedern der Telegraphen - Conferenz in der alten Hansastadl Bremen zu Theil geworden ist, darf man wohl erwarten, daß sie einen gleichen Empfang auch an den übrigen Punkten, denen ihr Ausflug gilt, gefunden haben und daß somit die fremden Gäste mit den besten Eindrücken von ihrer Fahrt nach der Reichshauptstadt zur Fortsetzung der Conserenz-Arbeiten zurückkehren werden.
Die Agitation anläßlich der Neuwahlen zum preußischen Abgeordnetenhause trägt noch immer einen ziemlich lauen Charakter und wird dieselbe wohl erst nut der Veröffentlichung des Wahltermins eine lebhaftere werden. Mit Ausnahme der stattgefundenen nationalliberalen Parteitage sind daher auch noch keine besonderen Kundgebungen aus der Wahlbewegung zu ver- 8 ichnen. Recht eigenthümlich scheint sich die Stellung der nationalliberalen Partei zu den Parteien von rechts und links gestalten zu wollen. Während mancherlei Anzeichen darauf hindeuten, daß ein Theil der Nationalliberalen gewillt ist, mit den Deutschfreisinnigen Hand in Hand zu gehen, widerspricht ein anderer Theil diesem Beginnen auf das Entschiedenste. So hat das Bundes- Comite des uationalliberalen Wahlvereins für Nassau seinen Parteigenoffen in allen nassauischen Reichstags- und Landtags-Wahlkreisen auf das Dringendste empfohlen, in Rücksicht auf die Erfahrungen, welche bei der Reichstags-Ersatzwahl im ersten nassauischen Wahlkreis mit den Deutschsreisinnigen gemacht worden sind, unter keinen Umständen Wahlbündnisse mit der deutschsreisinnigen Partei einzugeben oder auch nur anzustreben. Es ist demnach Die Möglichkeit wcht ausgeschlossen, daß in dem bevorstehenDen Wahlkampfe die Nationallideralen am Rhein mit den Conservalioen, an Der Elbe mit den Deulschfreisinnigen zusammengehen.
Das russische Kaiservaar ist, als es am Dienstag Vormittag Oderberg vassirte, Namens des Kaisers Wilhelm durch den General der Cavallerie, Glasen Brandenburg, begrüßt worden.
^Die Theilnehmer eines in der Stadt Königinhof gefeierten deutschen Turnfestes sind von den Czechen schwer insultirt worden. Die Regierung hat gegen die Urheber der Excesse die strengste Untersuchung eingeleitet.
Jenseits der Pyrenäen hat die bekannte Angelegenheit der Karo- | tinen-Inseln eine hochgradige Erregung gegen Deutschland hervorgerufen, welche j die seltsamsten und lächerlichsten Drohungen gegen uns gezeitigt. Es mag dies I
dem sich verletzt glaubenden spanischen Nationalstolze zu Gute gehalten werden * hoffentlich beginnt man aber in Madrid nunmehr gelindere Saiten aufzuziehen' In einem am Montag stattgesundenen Cabinetsrathe theilte her Minister des Auswärtigen ein Telegramm aus Berlin mit, welches den zweiten Protest der spanischen Regierung beantwortet. In dem Telegramm erklärt die deutsche Regierung, daß sie dem Zwischenfall, der die guten Beziehungen Deutschlands zu Spanien nicht alteriren könne, keine Wichtigkeit beilege, sie betrachte die Karolinen-Inseln bis zum Beweise des Gcg.mlheils als Niemand angehörig, denn Spanien habe dort keinerlei Behörden eingesetzt. Weitere Erklärungen j sollen durch Courier erfolgen.
Mit der Anfangs dieser Woche erfolgten Abreise des englischen Premierministers, des Marquis v. Salisbury/ nach feinem bei Dieppe gelegenen Landsitze ist auch für die englische Politik ein gewisser Stillstand gegeben. Derselbe rechtfertigt sich auch insofern, als nunmehr in Folge der jüngsten friedlichen Vorschläge der russischen Regierung die Zulsikarfrage, abgesehen von einigen Grenzregulirungs'Details, für erledigt gelten kann und es ist zugleich die angeordnete Demobilisirung der englischen Armee-Reserve als ein günstiges Zeichen der russisch-englischen Beziehungen aufzufassen. Dagegen macht jetzt die egyptische Frage dem Londoner Cabinet durch die neuerdings aus dem Sudan gemeldeten bedenklichen Vorgänge, als deren jüngster die Besetzung Neu-Dongolas durch die Sudan-Rebellen erscheint, neue Schwierigkeiten. Die Vorwärtsbewegung Der Sudan-Rebellion nach dem Norden zu hat denn bereits auch zu veränderten Dispositionen in den Maßnahmen geführt, die zur Zurückführung der englischen Truppen aus Egypten nach der Heimath angeordnet waren, indem der Befehl zur Einschiffung von vier Infanterie-Bataillonen von Alexandrien nach England wieder zurückgenommen worden ist.
Unbekümmert um alle Fragen der auswärtigen Politik verfolgt die national-irische Partei nur das eine Ziel: Die Erringung Der nationalen Unabhängigkeit Irlands. Mit bemerkenswerther Offenheit hat sich dieser Tage das Haupt der irischen Nationalisten, Mr. Parnell, wieder einmal in dem gedachten Sinne geäußert und feine Ueberzeugung ausgesprochen, daß man dieses Ziel erreichen werde.
In Amsterdam haben die Wühlereien der Socialisten nun ebenfalls zu bedenklichen Unruhen geführt. Ein Telegramm meldet, daß die Stadt sehr erregt ist und daß viele Schaufenster eingeworfen worden sind. Verschiedene Socialrsten wurden verhaftet; zur Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung ist aus Haarlem Cavallerie requirirt worden.
Die russische Regierung beginnt in Dem Sprachen- und Nationalitätenzwist in den Ostseeprovmzen dem Deutschthum gegenüber Stellung zu nehmen. Auf Befehl des Kaisers selbst sind das Stadthaupt von Riga, Büngner, und das Slaothaupt von Reval, Greiffenhagen, wegen Auflehnung gegen Den Gebrauch der russischen Sprache im offieiellen Verkehr, Des Amtes entsetzt worden.
NerrjMand.
Darmstadt, 26. August. Se. Königl. Hoheit der Grobherzog, empfingen heute im Großh. Schlosse: Den Oberstlieutenant v. Alvensleben, Comman- deur des 2. Großh. Dragoner-Regiments) Nr. 24, den Oberstlieutenant Michaelis, beauftragt mit der Führung des 3. Großh. Infanterie-Regiments (Leib-Regiments) Nr. 117, den Hauptmann Schenk vom 3. Brandend. Fuß-Arlillerie-Regiment Nr. 3 (General-Feldzeugmeister), Vorstand des Artillerie-Depots in Kassel, den Geheimerath Dr. Walther; zum Vortrag den Generallieutenant Oberstkammerherrn v. Grolman, Den Ministerialpräsidenten Weber, Den Geheimen Staatsrath Knorr, den Cabinetssecretär v. Hessert, den Hoftheater-Director Wünzer.
Darmstadt, 27. August. Entlassen wurde: Am 17. August der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Langen, Julius Weigand, auf fein Nach such en.
— Durch Entschließung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 24. August l. Js. wurde der seitherige Gerichtsvollzieher Jul. Weigand zu Langen zum Hülfsgerichtsschreiber bei Großh. Amtsgericht Gießen bestellt.
Darmstadt. 27. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog begaben sich heute in der Frühe mit seinem General- und Den beiden Flügel-Adjutant n von hier aus nach Der Station Kranichstem, woselbst das 5. Bayerische Infanterie-Regiment, Dessen Chef Se. Königl. Hoheit sind, in zwei Militärzügen passirte. Das Regiment kam von Bamberg und Erlangen und begiebt sich zu den Divi- sions-Manövern noch Kirchheimbolanden. Se. Königl. Hoheit begrüßten das Regiment durch Abschreiten der Front und bewirtheten darauf das Officier- Corps mit einem Frühstück im Wartesaal des Stationsgebäudes.
Morgen vormittag werden Se. Königl. Hoheit den Besichtigungen d.r


