Vermischte-.
Jabr
Oberhessen Rbetnhessm
Großherzogthum
936,340
Jahr
Roggenbrod- und
III
(i3
III.
(D. T. A.)
1.2
218,345 330,853 334,202 394,574
161,701
235 402
235,138
277,152
629,535 855,196 821,067
5
19
Offenbach 6,210
7,466 9,883
16,110
22,094 28,597
Gießen 6,107 7,223 8,669 9 234
11,744 17,003
Worms 6,259 7,936 8 358
11,175 14,208
19,024
Mainz 25,251 28,439 32,142 39,887 53,089 61,328
Mark: Butter 1,97 1.80 2,14 210 2,00 2,19 2,02 1,90 2,00 2,00 1.86 1,60 2,00 2M, 2,02 2,08 1,98
■wegen seiner Uebervölkerung gerade auf Colonisation angewiesen sei und daß gerade der Deutsche vorzügliche Eigenschaften zum Colonisten besitze. Seine Verdienste um den deutschen Colontaloeretn sind bekannt, hat er doch denselben durch die Gründung einer Sectton in Würzburg heimisch gemacht. Kurz gesagt, WislicenuS ist ein hervorragender Gelehrter, ein Mann im echtesten Sinne des Wortes und ein treuer Freund unserer nationalen Sache. Alles dies verlieren wir mit seinem Scheiden. Möge er tn seinem neuen Wirkungskreise an der sächsischen LandeSunioersität begeisterte Zuhörer finden, Freunde seiner Thätigkett und nattonaldenkende Männer.
— Am 17. Mai d. I werden eS hundert Jahre, daß der berühmte Geschichtsforscher und Staatsmann Friedrich Christoph Dahlmann in W Ismar geboren wurde. Die Universität Kiel, der er von 1812—1829 als Professor angehörte, hat beschlossen, diesen Gedenktag in würdiger Feier zu begehen, und es steht zu erwarten, daß nickt bloS die beiden andern Universitäten, denen er angehört Hot, Göttingen von 1829—1837 und Bonn von 1842 bis zu seinem Tode, 5. Deeember 1860, sondern daß alle gelehrte deutsche Körperschaften sich dieser Feier anschließen werden.
— Die Berliner Universität feiert in diesem Jahre ihr 75jährigeS Bestehen. Wenige Wochen nach der Jubelfeier der Universität, am 24. November d. I., wird die gelehrte Wett den 100jährigen Geburtstag von August Böckh feiern.
— Nach einer Anregung deS CultuSministerS v. Goßler ging man damit um, die Hölfäle der Berliner Universität mit elcctrischem Licht zu beleuchten, da die bisherige Gasbeleuchtung zu vielen Un-utrSgltchketten geführt hatte. Der Kaiser, dem diese Absicht zu Ohren gekommen, hat sich dafür sehr interesstrt und die Ausführung gutgeheißen. Seitdem ist man der Angelegenheit nähergetreten und eß soll die Ausführung nunmehr mit Beschleunigung in's Werk gesetzt werden.
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III. Zm Gewi Gr. Rechtenbc präcis von 1 Uhr
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Darmstadt 15,391 21,392 26,198 28,255 33,197 41,199
1816
1828
1840
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bfe in unserer Zone äußerst selten ist, entspricht. Man kann sich daraus erklären, daß bei starken Stürmen doch nur sehr selten Menschen zu Boden geschleudert werden. Und wenn eS geschieht, so wird dre betreffende Person meist in einer für ihr Gleichr, gewicht ungünstigen Position von einem Windstoß überrascht. In diesem Fall kann man natürlich auch bei weniger als 30 Meter Windgeschw'ndtgkett fallen. In freier Ebene oder auf dem Gebirge ist es übrigens manchmal wirklich unmöglich, Widerstand zu leisten. Die größte Windgeschwindigkeit auf Erden wurde bisher auf dem Mount Washington in 1914 Meter Höhe am 11 Januar 1884 beobachtet. Sie soll sich aus die unglaubliche Stärke von 83 Meter in der Secunde erhoben haben.
— sDie englischen Kameelretter-4 Entgegen der bet den früheren Versuchen der Egypter und Franzosen angewandten und bei den Beduinen noch heute gebräuchlichen Methode, daß das Kamee! nur einen Reiter trägt und auch sonst thunlichst leicht belastet ist, um die möglichst schnelle Bewegung zu gestatten, haben die Engländer die Einrichtung getroffen, daß zwei Mann auf einem Threre beritten sind und zu jedem Thtere noch ein eingeborener Diener zu Fuß gehört- Durch diese Einrichtung wird eigentlich der größte Vortheil in der Verwendung der Dromedarreiteret, die Schnelligkeit, fast ganz aufgehoben, umsomehr als die Thiere außer den beiden Rettern und deren Gepäck, Munition und Mundvorrath für einige Tage auch noch etwa 60 Liter Wasser tragen sollen, die Belastung also derjenigen gewöhnlicher Lastkameele ziemlich glcichkommt und die Schnelligkeit deS Marsches sich aus etwa den einer gewöhnlichen Karawane. □Ifo ungefähr 20 englische Meilen pro Tag höchstens erstrecken dürfte, während mi* Reitkameelen die durchschnittliche Schnelligkeit pro Tag etwa 40 englische Meilen betragt. Die englische Kameelreiterei dürfte sich also nicht o el schneller vorwärts bewegen als die Infanterie selbst und ist in ihrer jetzigen Form keineswegs zu weit ausgedehnten Zügen und zum Ausklärungsdienst an Stelle der Cavallerie geeignet und noch weniger der ihr von den Aufständischen eventuell entgegengestellten Dromedar- retteret überlegen. Die englische Oberleitung mag zu dieser Modifikation wohl durch die Erwägung gekommen sein, daß es unmöglich ist, au6 europäischen Soldaten in. kurzer Zett gute Kameelreiter heranzubtlden, die tm Stande sind, ihre eigenen Thtere 1° 3« tegteren, wie es z. B. die eingeborenen Dromedarretter thun, und es deutet auch die Mitgabe eingeborener Wärter für die Thtere aus dieses Mißtrauen in die Fähigkeit der neugebackenen englischen Kameelreiter hin. In der That ist Kameelretten eine wirkliche Kunst und mit der Kunst, ein Pferd gut zu reiten und zu lenken, nicht zu vergleichen. Europäische Kameelreiter sind trotz jahrelanger Hebung höchst selten im Stande, ein Dromedar unter allen Umständen zu regieren. Bei den meisten hört die Kunst auf, sobald die Thiere ans Durchgehen kommen, und das Abwerfen des Retters ist das gewöhnliche Resultat- Bei den Eingeborenen sogar geht es oft ebenso; alle können ein Kamee! reiten, aber nur verhältnißmäßig wenige sind durch und durch gute Reiter und bei ihren Stammesgenossen deshalb hoch angesehen. Die Störrigkett und Furchtsamkeit vereitelt oft alle Künste deS Reiters und endigt häufig in einer völligen Niederlage deS letzteren. Aus diesem Grunde sind auch die Kameele zum eigentlichen Gefecht, namentlich mit Feuerwaffen, fast unbrauchbar. Es gibt nur wenige, die einen von ihrem Rücken abgefeuerten Schuß mit Gleichmuth ertragen; die meisten weiden in einem solchen Falle völlig verrückt und in 9 Fällen von 10 fliegt der unvorsichtige Schütze sozusagen „tm Feuer" auf die Erde und kann Gott danken, wenn er bei dem Hohen Falle sich nicht die Knochen oder wenigstens das Gewehr zerbricht. Eine auf Dromedaren berittene Reiterei, die vom Rücken ihrer Thiere daS Feuer beginnen würde ist fast sicher, eine Niederlage zu erleiden und zwar durch die eigenen Thtere, welche d e Retter adsetzen und ausretßen. Eine so berittene Truppe müßte also absitzen und die Kameele in sicherer Entfernung zurücklaffen, um das Gefecht zu Fuß ungehindert führen zu können- Gegen das Entlaufen der Thtere kann man sich durch eine eiserne Fessel, eine Art Handschellen schützen, die um die Vorderfüße gelegt werden und tm Sudan allgemein gebräuchlich sind. Diese Fessel erlaubt Nur, sehr kleine Schritte zu machen und die Thtere können sich nie wett entfernen. Da aber der Fall oft genug vorkommen kann, daß die Truppe urplötzlich zum Kampfe gezwungen wird und kaum Zeit hat, abzusitzen, geschweige denn, die Reitthtere zurückzuschicken, namentlich so schnellen und vortrefflich berittenen Feinden gegenüber wie den Sudan-Arabern, so ist die Verwendung von Kameelen, die zwei Mann tragen, also sehr schwerfällig sein muß, ohne eine, wenn auch schwache Cavalleriebedeckung, die vor plötzlichen Ueberfällen schützt, nicht unbedenklich. Auch geräuschlose Bewegung und Märsche mit Kameelen find ganz unmöglich, denn daS Kamee! ist ein „Schreier" und die meisten lassen sich nicht niederlegen oder besteigen, ohne durch Brüllen oder Stöhnen dagegen zu protestiren. Heimliche Märsche ober nächtliche Ueberfälle sind mit solchen Thieren natürlich unmöglich, da man das Satteln ober Absatteln einiger hundert Kameele an dem Schreien der letzteren meilenweit erkennen kann. Dieser Fehler läßt sich nur durch sorgfältige Auswahl vermeiden; aber den Thieren, die ihn besitzen, ist er nicht abzugewöhnen- Der Hauptoortheil der englischen Verwendung der Kameelreiterei besteht wohl darin daß sie gestattet, eine ansehnliche Truppe ohne große Ermüdung der Leute und ohne durch Gepäck gehindert zu fein, da letzteres die Kameele tragen, schneller vorwärts zu bringen, als die gewöhnlichen Märsche der Infanterie in den oben, wasserlosen Wüsten und Steppen des Sudan ohne Nachthei! für die Gefechtetüchtigkeit der Truppen vermochten. Wenn es jedoch möglich gewesen wäre, nach dem Vorbilde der Beduinen nut je einen Mann auf einem wirklichen Reitkameel (einem Hydjien), keinem Lastthier, be-
ma cin' n wür?c ^?emAnbeschriebenen Vortheil noch der einer ungemeinen Fähigkeit zu schnellen und wetten Märschen hinzugekommen sein.
Köln, 23. Februar. Kaufmann Kar! Rogge stand heute vor dem Schwurgericht, angenagt, den Hauptmann Hirsch gefordert und tm Duell tödttich verwundet zu haben. Es wurde nachgewtefen, daß der Getödtete sich in compromitttrender Weise um die Gunst der Ehefrau des Rogge beworben hatte und daß alle Versuche ihn daran zu hindern, vergeblich gewesen waren. Der Schwurgertchtshof sprach hiernach den Angeklagten frei.
— f Gummi zu erweichens Gummiringe, wie sie an Fruchteinmachgläfern rc. gebraucht werden, werden häufig hart und brüchig. Man kann fh aber wieder weich wachen, wenn man sie in Ammoniokwaffer (1 Th. Ammoniak und 2 Th. Wasser) legt m ??t6maInbmU^en?te J?tn9e 1" d'-sem Bade nicht länger als 5 Minuten liege« zu tät zu"geben^"^ obcr etnc halbe Stunde nöthig, um ihnen wieder die alte Elasttci-
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• aranffurt, 20. Februar. Unter aller Reserve gibt das „F. I." baß in der Stadt verbreitete Gerücht wieder, der Mörder des zu Anfang der 70er Jahre auf dem Domplatze ermordeten Fräulein Fey sei in einer hiesigen verrufenen Wtrthschast auf- gegrtfftn worden. Vor einem Jahre hieß eS, wie man sich erinnern wird, ein in Darrn- fiadr Verstorbener habe vor seinem Tode sich zu der Blutthat bekannt.
91 ™ $?" 21* %ru?r,t 3m hiesigen Gymnasium haben sämmtliche
21 Abiturienten die Prüfung, welche in dieser Woche stattgefunden, bestanden. Sechs war die mündliche Prüfung erlassen worden.
— In einer der engen, bei der reformhten Kirche liegenden Gassen waren dieser Tage unter Leitung eines Gerichtsvollziehers Dienstleute beschäftigt, daS Hab und Gut einer Familie einzuladen, damit es heute Mittag wegen einer Forderung versteigert werde. Weinend stand die Frau mit ihren fünf Kindern da. DaS letzte Stück des Hausraths wurde eben herausgefchafft, als plötzlich ein Mann durch die Gaffe kam und nach der Ursache deS Menschenauflaufs fragte. AIS er erfahren, um was eS sich handle, betrat er das Haus, ging zu dem Gerichtsvollzieher, erkundigte sich nach der Hohe der Forderung, öffnete sein Portemonnaie, bezahlte zuerst die DienstmSnner für ihre Arbeit, ließ die Sachen in die Wohnung zurückbringen, zahlte dann die Schuld- ble kosten und entfernte sich, ohne auf den Dank der plötzlich wieder glücklich gewordenen Familie zu warten.
** 164 Millionen Mark sind im Jahre 1884 in New-York für Neubauten von Häusern und GeschäftSlokalitäten verausgabt worden.
. l « ®,n„ außergewöhnlich starker Frost muß diesmal in Nordamerika herrschen; überHetbet 0TO&Cn ^aÖe8 der Niagara mit einer prächtigen Eisbrücke
£etl der Frühlingsstürme ist im Anzuge und da mag wohl die Frage berechtigt erscheinen, wie stark muß ein Sturm fein, um Baume zu entwurzeln Telegraphenstangen abzubrechen oder einen Menschen umzuwerfen? Wenn ein Mensch umgeworfen werden soll, so muß die Resultlrende au8 seinem Gewicht und demMind- druck auf feinen Körper vor feine Füße fallen. Wird der Wind heftig, so steht der Fußgänger instinktiv still und stützt sich kräftig auf seinen Unterschenkel, den er so viel als möglich von Der Verticalen wegspreizt. Wenn man eine Spreizung von fünhia Zentimeter, entsprechend einem Schritt von einem Meter annimmt und einen Wind gegen sich, so findet man, daß in diesem Falle der Winddruck auf die Oberfläche des ihm ausgesetzten Körpers ungefähr 110 Kilogramm betra t, was einer Windgeschwindia- keit von ziemlich 30 Meter in der Secunde entspricht. Die Winde von 30 Meter sind ' rÄ>?lten auf der Erdoberfläche, zumal in den Straßen, wo man mehr ober wen aer «esrhützt ist. Ein Wind von 2 Meter Geschwindigkeit ist mäßig, von 5-6 Meter
10 Meter frisch, von 15 Meter sehr frisch, von 20 Meter sehr stark, von 25 Meter Sturm, von 40 Meter Orkan. ES ist nicht gesagt, daß ein Mensch nicht einem Winde von mehr alS 30 Meter, widerstehen könne. Kommt eine befilae mon JiA ^wöhnlich seitwärts Dagegen und vermindert so die Oberfläche man bückt sich sogar und rückt feinen Schwerpunkt bedeutend i ist die getroffene Fläche kaum halb so groß zu rechnen, nur
etwa 30 Quabratbecimeter. Der Winddruck muß dann 220 Kilogramm übersteigen um einen Menschen umzuwerfen, was einer Windgeschwindigkeit von mehr als 41 Meter,
Hanau, 19. Februar. Am 2. März, Morgens 9 Uhr, kommt vor der Strafkammer des hiesigen Landgerichts die vielbesprochene Anklage gegen den Telegraphisten @utberiet zur Verhandlung, welcher in Betreff beB Eisenbahnunglücks beschuldigt ist, am 14. November v.J. durch Vernachlässigung seiner Dienstpflicht einen Eisenbahntransport in Gefahr gesetzt und durch Fahrlässigkeit den Tod von 22 Menschen verursacht zu haben. ES sind nahezu 30 Personen alB Zeugen, bezw. alS Sachverständige geladen. Wie eS heißt, bestreitet der fett dem 15. November in Untersuchungshaft befindliche Angeklagte fetn Verschulden. Die Vertheidigung Hot Herr Justizrath Osius übernommen.
^50 " Neite " Vielem, ||j^,80 %pe| '
Handel und Ber-ehr.
. ,^bßen, 24. Februar. Die Oberhesstschen Bahnen warfen tm Jahr 1883/84 Ä!^bberfchuß von 165,649 ^L, den höchsten, der biS jetzt erzielt werden konnte, ab. Die Einnahmen betrugen 905.822 «AL. darunter 491,892 AL aus dem Güterverkehr ^rend sich die GefammtauSgaben auf 852,801 al bezifferten. DaS erzielte Resultat ist um so erfreulicher, als der Ausfall tm Transitverkehr auf der Linie @elnbaufen;@iefjfn durch beträchtliches Wachsen des LocalgüterverkehrS mehr als ausgeglichen werben konnte. V.)
~ lAus dem Verkehrsleben.j Gegen die Zahluugsweise in Coupons wendet ^"Ikel der Köln- Ztg.", in dem eS u- A. heißt: „Abgesehen davon, daß wir ^ä?^Sn^?u?on8Jn -^udlung erhalten, bevor dieselben fällig geworden sind, eine Art und Weise der Ausgabe, welche schon vom moralischen Standpunkt aus verurtheilt f0iebeti ^^^SftSmann einen gelinden Schreck, wenn er einen @elb&rlef aufmadbt und dort einige Hundert Mark in allen möglichen bekannten und unbekannten Coupons von minimal kleinen bis zu hohen Werthen findet- Das Ver- Ä b^nnP2ang^naU ^hbn, wird bei solchem Anblick gewaltig herabgestimmt. wnfrffAiS^n»Li« .??n ben Plunder dem liebenswürdigen Kunden wieder
4 ® 8 ^cht cmS Furcht, ben Kunben vor ben Kopf zu stoßen und
möglicherweise zu vertteren. Aber was benn? So schnell wie möglich das Beug such*" .Flugs werben alle unbezahlten Rechnungen hervorg'eholt uud mit leichtem Herzen auttt gemacht, ja vielleicht solche Rechnungen schon bezahlt, welche in Ermangelung der Coupons noch etwas hätten warten müssen. ES ist nicht ben EouponS etwas zugute gehalten werden könnte. Jedoch gesetzt den Fall, daß keine Rechnungen, noch sonst dringliche Sachen vorliegen. Alsdann — za, alSdann wird der Geschäftsmann als ©bemann ttebenS- roürbr» «D»^^ftJ»tnL<Sattin berbcl und bietet ihr aus freien Stück n die Coupons eine Thatfache, welche mit gut klingender Münze zu den SUtenheiten gezahlt werden dürfte. Den schweren Gang fürchtend, den sie sonst in »er Roth zu thun gezwungen wäre, ergreift die Hausfrau die Gelegenheit, nimmt mit auersüßer Miene die dargereichten Zette! hin, um nun ihrerseits bunt durcheinander Metzger und Bäcker, Schneider unb Schuster bamit zu beglücken. So kommen die kibtgen Dinger unter Leute, welche meistentheüs keine Ahnung baoon haben, was sie etgenttich zwischen ben Fingern halten unb gar zu häufig in die mißliche Lage gerathen,
Darmstadt, 23. Februar. Die Mtttheilungen der Großh. Centralstelle für die LandeSstatistik veröffentlichen eine Zusammenstellung der Zahl der Bevölkerung des Großherzogthums Hessen von 1817 biS 1880. Hiernach war die Bevölkerungszahl
Starkenburg Oberhessen Rheinhessen Großherzogthum
249,489
288,941
251,727
264,614
Der Rückgang in der Bevölkerungßzahl der Provinz Oberheffen, bezw. beS Großherzogihums von 1865 auf 1866 erklärt sich burch ble im Friebensvertrag Hessen auferlegten Gebietsabtretungen an Preußen.
D^B/oölkenmg ber 5 größten ©emejnben des GroßherzozthumS zählte:
Mag y Wen verweigert we (s* % Seme
Rechtend«
* Meis 9 U6r £ ^"genin, 23|0°rni Eichm-C
'S-S. to,oo' 298,50 ’
b'bt9” '^0,00 rm re- v 40,50 M 4600 " 400,00 " öer^iel
*11"
.*!!’•« i.
_ . . . «c, -- — Butterpreise.j Nach einer Zusammenstellung
der Großherzcgl Centralstelle für Landesstatistik betrugen die Durchschnittspreise nachstehender VerdrauchSgegenstände tm Monat November 1884 per Kilo ~~ ‘ i Brod 0,27 0.20 0,21 0,22 0,18 0,27 0,22 020 0,21 0,22 0,24 0,24 0,25 0,23 0,23 0,23 0,23
Ochfenfleisch
Kalbfleisch
Schweinefleisch
In Darmstadt
1,47
1,32
1,20
„ Babenhausen
—
1,30
1,00
„ BenSheim
1,32
1,08
1,04
Bessungen
1,34
1.08
1,20
„ Erbach
1,36
1,00
1,20
M Offenbach
1,30
1,10
1,30
w Gießen
1,38
1,15
1,10
w AlSfeld
1,24
0,95
0,98
y Büdingen
1,36
1,20
1,00
„ Butzbach
1.40
1,00
1,00
„ Friedberg
1.40
1,00
0.92
„ Schotten
1,28
0,95
1,05
w Mainz
1,44
1,25
1,20
Alzey
1,25
1,15
1,14
, Bingen
1,35
1,10
1,35
«, WormS
1,48
1,20
1,20
Mittelpreis
136
1,11
1,12


