1885
Donnerstag ren 26. Februar
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Erscheint IKZttch mit Abnahme bei »-nt«ßS
Berte* t Schulstraße 7.
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Nachmittags
1280
Großherzogliche« Kreisamt Gießen.
Dr. Boekmaun._______
Telegraphische Depeschen.
Wolff » tclegr. fforrcsponden,-»ureau.
Berlin, 24. Februar. In der gestrigen Sitzung der Congo-Conseren; üeilte vor den, Eintritt in die Tagesordnung der Vorsitzende. UnterstaatSsecretär Ausch, ein an Bismarck al» Präsidenten der Conferen; gerichtetes Notisications-
•;i>. Februar 1885.
Gießen, am 24. Februar 1885.
^ass un8er
Gießener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Ar. G des Reichs-G-ietzblatt«, ausgegeben den 2(1. I. M . enthält:
l»ir 1585.) Gesetz, betreffend die vorläufige Einführung von Aenderungen des Zolltarifs. M. Februar 188-r
lNr. 1586.) Bekanntmachung, betreffend die vorläufige Einfühmng von Emgangt-Zöllen aus Warzen, Roggen, Such»ar,m und Genie. Bonr
48 Erstes Blatt
Aeutschtand.
—1. Darmstadt, 24 Februar- [ßuKlte Kammer der Landständej Die zweite Kammer der WinbftÄnbe bat heute »hre Sitzungen wieder aulgeriommeu und at zunächst an die B-rathung dr- Budget- für die Finanzperiode 1885-88 heran.
Vorher sand jedoch eine Reihe von Einläufen ihre Erledigung, auch wurden die Berichte der verschiedenen Ausschüsse gehSrt. Auf d.e Beraibung deS Budget« selbst eingehend, sanden die Positionm der Ausgaben: 1. Losten und Abgänge, Kap. 1 he 7, einstimmige Genehmigung
®tae längere Diskussion rief der vom Finanzausschuß eingestellte Antrag aus Beseitigung der Steuerfreiheit der Pforr- und Schulbesoldung-güter hervor, an der sich die Abgeordneten Ellenberaer. Schröder, Muhl, v. Rabenau und MlMsterial- p käsident Weber the'lfgten, der im Sinne de« Ausschüsse« genehmigt wird.
Pos. 2, Verzinsung und Tilgung der Staatsschuld,
Pos. 3, Pensionen, finden ohne Debatte Genehmigung.
Bei Pos 4, Bedürfnitz de« Großh- Hause« und Hose«, sand bezüglich der Ber. Billigung von 16 200 X al« Apanage für den Erbgrotzherzog eine Diskussion insofern lart als Großh Regierung, vertret«n durch Herrn Staat-Minister Finger, Exc. die Gründe darlegte, von welchem Standpunkte dieselbe ou«gegangen, diese Apanage zu »erbrrn Diese Posiiion findet mit allen gegen 1 Stimme Annahme.
Pos 5. Landftände. wird bi« zur nächsten Sitzung ausgesetzt.
Pos 6, SiaatSminifttrium, Kap. 13-16 wird genehmigt Bei Kap. 17, Ver- Daltunae-Sericht-bof. findet eingehende Diskussion über die Verwendung eine« penp Beamten ol« Präsident de- Gericht-bos« statt. Die Regierung fordert für die Stelle )000 X- Der Au-schuh beantragt, nur Präsenzgelber, wie sie seither bestanden, im Betrage von 5840 X zu bev'lligen. Dieser «nttag wird gmehmigt. Kap. 18, 19, 20 unb 21 finden obne Debatte Erledigung.
Pos. 7, Ministerium de« Innern und der Justiz, wird Kap. 22, Ministerium, au-gesetzi, Kap. 23 uab 24 genehmigt. Kap. 25, Provinzialdirector und KreiSämter, edrnsallS au-grsetzt, Kap. 26 genehmigt. Bei Kap. 27, GmSdarmerie, findet lebhafte Debatte wegen der Forderung der Regierung, den Gehalt de« EorpS-Commandrur« guf 6400 X zu erhöhen, statt. Die Kammer genehmigte den Antrag auf Streichung von 1000 X und verweist einen Antrag de- Abgeordneten Haa« ani den Ausschuß. Kap. 28, 29, 30, 31 werden ohne Debatte genehmigt, Kap. 32, Arbeiter - Colonien, findet der Antrag der Regierung, 2000 X hierfür zu bewilligen, einstimmige Genehmigung.
Nächste Sitzung morgen Vormittag 9 Uhr.
Ausland.
London, 23. Februar. Im Oderbause erwiderte Lord Granville auf eine An. sr-aae Delawar'S, Italien habe am 3. November angefragt, ob England gegen die Ausdehnung der Jurisdiction Italien« im Norden von Assad etwa« einzuwenden habe, damit Beilul ebenso unter dieselbe gestellt werde, wie e« im Süden bereit« mit Raneita orschehen sei. Die englische Regierung erklärte, sie sei nicht eifersüchtig auf die Ausdehnung de« italtentschen Einflüsse« in diesem Theile der Küste de« Rothen Meere«; dieselbe würde England sogar angenehm sein, indesien könne man nicht fortgeben, was einem nicht gehöre. Die Regierung habe Italien dahin verständigt, daß e« wünfchenS- «ertb fei wenn e« m-t der Pforte zu einem Einvernehmen gelange. Nigra fragte am 22 December an, wie England die provisorische Besetzung Zula« aufnehmen werde. Granville erwidert, da Egypten nicht da« ganze afrikanische Küstengebiet am Rothen Meere halten könne, müßten die Häfen an den Sultan zurückfallen. England habe dem Sultan angerathen. einige derselben wieder in Besitz zu nehmen- Wenn Italien einige Häfen zu besetzen wünsche, müsse e« sich mit der Türkei verständigen. Eagland bade gegen die Besetzung fyila«, Betlul« und Massauah« durch die Italiener nicht« einiuoenbtn. Am 10. Januar habe er MusuruS Pascha mttgetheilt, e« sei bebauen Itdb, daß ble Türkei die Häfen Nicht besetzt habe. Al« die Pforte gegen die italienische Besetzung protestirte, habe er die Hoffnung ausgesprochen, daß die Türkei und Italien die Angelegenheit sreunbschaftlfch regeln würden. Gleichzetttg bade er MusuruS Pascha verständigt, daß England jede Verantwortung ablehne, da die Pforte dem Rathe Eng- Sand«, die Höf-n zu besetzen, nicht gefolgt sei. .
London, 23 Februar. Unterhaus, von Norihcote wurde da« bereit« bekannte irgen bte Realerung gerichtete Votum einaebracht. Morley stellte einen Antrag, der e« adlehnt, ein Unheil über bte Politik ber Regierung auszusprechen, aber bem Bebauern Ausdruck gibt über den Beschluß der Regierung, englische Truppen zur Niederwerfung der Macht de« Mahdi zu verwenden. Gladstone bekämpfte beide Anträge. Die Regierung habe ihr versprechen, General Gordon Entsatz zu bringen, gehalten, bte voll» ftfinbige Erfüllung desselben sei durch Verrat- verhindert worden, aber die Verröther tüten dem Mahdi schon lange vorher die Zusage gemacht, die Thore KhaNum« zu öffnen, sobald die englischen Truppen sich nähern würden. Der Zweck England«, die Sicherheit Egypten« hn Sudan zu befestigen, habe große FoNschritte gemacht. Die finanzielle Verwirrung in Egypten, der Bankerott de-Lande« sei durch da« Arrangement mit den Mächten abgewandt. da« bem vollständigen Abschlüsse nahe sei, er hoffe, dasselbe werde tn wenigen Tagen vollzogen sein. Den Antrag Nothcote'S könne die Regierung nicht annehmen, weil die Errichtung einer englischen Regierung tn Egypten fortwährende Kämpfe zur Folge haben würde, Morley'« Antrag könne die Regierung nickt accepttren, weil die Regierung unter den gegenwärtigen Verhältnissen keine andere Verpflichtung eingehen könne al« die, Alle« zu thun, waS zweckmäßig und weise sei unb wa« die Verhältnisse erfordertem
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Schreiben der Congo-Gesellschast mit, wonach diese von nahezu allen Conserenz. machten vertragsmäßig anerkannt ist. Der Vorsitzende begrüßte Namen« der kaiserlichen Regierung diese erfreuliche Thatsache mit dem Ausdruck der wärmsten Sympathie für die hochherzigen, erfolgreich gekrönten Bestrebungen de« König« Leopold. Diese Kundgebung fand lebhaften Wiederhall bei den übrigen Bevollmächtigten, welche ihrerseits ähnliche Huldigungen für den König von Belgien zu Protokoll gaben. .
— Der Schlußbericht der Commission der Congo-Conserenz zerfällt tn einen sachlichen und in einen die Formsragen behandelnden 2beil. Er enthält außer der bereits gestern gemeldeten Bestimmung, daß, wenn alle Ratificationen in den kaiserlichen Archiven niedergelegt sind, die Vertreter der Vertragsmachte zusammentreten, um ein authentisches Protokoll aufzunehmen, welches bte Nteder- legunq der Ratificationen constatirt. Ein beglaubigtes Eremplar dieses Docu- mente wird allen Machten mitgelheilt. Alle aus den Beraihungen heroorqe. aangenen Acte find in ein Instrument zusammengefaßt. Die einzelnen Acte der Conferen- zerfallen in ebensoviel Kapitel mit fortlaufenben Paragrafen. Der Schlußbericht ist von Courcel (Vorfitzenber) unb Lamdermont (Benchterfiatter) unterzeichnet und von sechs Annexen begleitet, welche die beschloffenen Aenderun- aen, Zusätze und das Protokoll der Conferenz vom 31. Januar enthalten
Hamburg, 24. Februar. Nachrichten der „Hamb. Börsenhalle" von der Westküste Afrika« zufolge sind in Quittah ernstliche Unruhen ausgebrochen. Die Eingeborenen haben sich gegen die Engländer empört. Der Gouverneur von Quittah wurde durch 4 Schüsse, von denen einer durch die ^unge gmg, verwundet nachdem die Reger seine 40 farbigen Soldaten überwältigt hatten. 00 stiere ^Soldaten unter Führung eines jungen Osficrers^ hosten die Stadt und das Fort gegen einen weiteren beabsichtigten Angnst vertherdtgen zu fonnen^^ Februar. Der Bundesraths-Bevollmächtigte und säch
sische Gesandte am preußischen Hofe, v. Nostitz.Wallwitz, ist heutt früh Uhr in Erlangen an den Folgen einer Operation gestorben. Der Bruder des «er- storbenen, sächsischer Staatsminister v. Nostitz - Wallwitz, tst Nachmittag« nach Erlangm^gereist. uqi Äbmita[ Courbet hat Instructionen erhalten, zu verhindern, daß auf dem Seewege Proviant nach China ^n^.8elanflC*
— Die „Agence Havatz" berichtet von einer gestern in der Nähe von Part« abgehaltenen Versamnllung von Irländern, in welcher erneute Anschläge auf London und andere englische Städte beschloffen worden wären-
Washington, 24. Februar In der gestrigen Sitzungl de» Reprafen- tantenhauseö wurde eine Resolution eingebracht, wonach der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten beauftragt werden soll, zu ermitteln, ob die Jntereffen der Vereinigten Staaten nicht die Annahme von Zollerhöhungen für solche aus Deutschland importirte Hauptartikel erheischen, die in den Vereinigten Staaten ebenfalls gebaut und fabricirt werden- mrln.fKin
London, 24- Februar. Offtcieü wirb mitgethetlt. der Prtuz und die Prinzefsin von Wale« werden sich Anfang« Aprtl> nach 3rUnb begehen versch,ebene Theile de« Lande« bereifen unb Empfänge in ber Dubliner dmA °bhaltem M rtfc
— ^n der Eitzuna des Unterhauses bezeichnete Gladstone den Antrag Rontz- cote'S hauptsächlich beßhalb für unannehmbar, weil derselbe die Errichtung einer englischen Regierung über Fremde und bte Herstellung einer christlichen Regierung Aber Muhamebaner involvtre. -
Lokales.
G. Gießen, 25. Februar. sSterblichkett tn Gießen.^ Die Sterblichkeit tu unserer Stabt war während ber Woche vom bi-21. Fchruar eine hohe, egereign^R 5SS“ *ÄÄ: SS« V2. “
WÄSSrÄS»«!» bet einem zehnjährigen Knaben Kreb« die Todesursache.____
ÜviverfitLtS- Ehromk.
Würzbur«, 18. «tbruar. Zum Abgm« $lr°I‘f,obrn,Drira^if>^'fd)uU bur» fdbretbt bte .SB. $r.*: ®tr bebanern den ««Illst. den fttn
d'ese Berufung erleidet. Mobssor Dr. ffil«Hcenu«, Alma jauÄ etnen Ander chemischen Wtsi'enschast, bildete durch sein W rk^n fernsten SuSlande«
ziehungSpunkt für viele junge Chemiker wie Medien ,^i m(t Stolz ihren
und eine Reihe lunger honnung-voller Gelebrttn « W Sltcenu« eine ganz
L-brer. Mit einer großen Fülle vorGel
^rßerort^Mliche Kratt der Kede w ch würdevolle Vertretung der v«i-
Srfolge sichert. Geradezu epock.^machend war AIm& Jali& bm fflbß au6,
oerbiLi Würzburg während b^^n6b6flrg8”^eIflC- tn Brüssel, eine Reihe von Artikeln fn'pÄ« -bn f*=n l8nSfl ^amnt. brt V'tiW*


