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Schuld av dem Verbrechen des Familienmitglieds, wüßten aber den p?cunlären Schaden tragen und fielen schließlich dem Staate zur Last. Das Arbeitspensum d S Sträflings fei auf 9 geschützt, waS derselbe darüber arbeite, werde ihm gutgrschrtebrn und ihm so möglich gemacht, ftch etwas zu sparen und mit Hülse dieser ersparten Summe wieder zu einem geordneten Leben zurückzukehren. Diese Möglichkeit werde durch daö Gesetz obgeschnitten. Der Verein zur Unterstützung entlassener ZuchthauSstrüflinge sei unzu­reichend. Daß der Staat täglich fast 1 JL auf den Kopf zulege, sei allerdings kost­spielig; aber ungerecht, den Strüflma zum Zulegen zu verpflichten und ihn so doppelt zu strafen. Außerdem wäre d:e Verpflegung tiotz deS StaatSzuschusieS eine sehr schlechte. Die Lieferanten würden reich, während die G°fangenen darbten. Ein weiterer Uebelstand trete in Martenschloß zu Tage. Dort sei das Muckerwesen so weit gediehen, daß Aufseher und Gefangene vollständig democalistrt wären. Nur derjenige Ge­fangene dürfe dort Anspruch auf rücksichtsvollere Behandlung machen, der sich diesem Muckerwesen füge. Er glaube, eS sei an der Zett, diesen Mißständen ein Ende zu machen.

Abg. Heinzerltng: Die Gründe, die der Abg. Büchner gegen daS Gesetz on- sÜhre, seien thetlwe>se richtig, doch in einer Weise potenjirt, daß sie über baS Ziel tzinauSschössm. Die Arbeitsleistung der Sträflinge gebe kein Aequivalent gegenüber den Unterhaltungskosten. Man verschließe sich auch nicht obfichklich staatlichen und gesellschaftlichen Verbesserungen, im Gegeniheil, man sei bestrebt, auf diesem Gebiet so »iel alS möglich fortzuschreitev, voch könne nicht alles auf einmal geschehen. Die Familie müsse beim Vergehen eines Mitgliedes mttletden in allen Fällen, er erinnere nur an den Fall, wenn ein Finanzbeawter befraubire. Wmn ein Sträfling nach seiner Entlastung nichts habe, so müsse die Gemeinde anfangs dafür etvtreren. wie die- in andern Fällen auch geschehe. ES seien durch Errichtung von Arbettereolonim die Grundlagen für bessere Zustände geschaffen. Er bittet, den Entwurf tu der Fassung der Regierung anzunehmen.

Der Gesetzesentwurf wird sodann nach dem Anträge deS AuSschusteS gegen 1 Stimme angenommen, erhält also folgende Fassung: »Die Vorschrift des Art. 6 Sbs. 2 deS Gesetze- vom 9 Juni 1879, die Ausführung der deutschen Strafproceß- ordnung bttr., wonach bei Verbüßung von Freiheitsstrafen in dem Land»szuchthause oder in den Gefängnissen ein Ersatz der Kosten deS Unterhalts der Sträflinge nicht statisinden soll, ist aufgehoben."

Zur Verwendung der Summe von 915 JL ouS den bet dem Neubau für die Taubstummenanstalt zu BenShetm erzielten Ersparntsten für die stattgehabte Anschaffung von Mobilien für diese Anstalt, sowie zur Verwendung von 4930 JL aus den für daS Rechnungsjahr 1883/84 sich ergebenden Ersparnisten beö LandeShospttalS Hofheim zur Anschaffung eines DeSinfectionSapparateS wu de die Zustimmung der Kammer ertheilt.

Berathung über die Vorlage Großh. Ministeriums deS Innern und der Justiz, den Grsetzentwurf, die Abänderung der Artikel 45-50 der allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 betr. Den Grund zu dieser Vorlage bildete ein diesbezüglicher Antrag deS Abg- Schönberger auf dem 24. Landtag. Derselbe Abgeordnete brachte heitte bet Eröffnung der DtScusston verschiedene Abänderungsanträge zu den Anträgen de- Ausschusses und wurde auf Vorschlag deS Abg. Arnold nach kurzer Debatte der ganze Gesetzesentwurf nebst den AnNägen deS Abg. Schönberger an den Ausschuß zurückoerwteseu.

Nach einer Pause von 5 Minuten wurde die vom Bureau der Kammer verfaßte BetletdSabresse an Se. Köntgl. Hoheit den Großherzog verlesen und genehmigt.

Nächste Sitzung morgen Vormittag 10 Uhr. Eventuell Berathung über etwaige Dtstense, die in heutiger Sitzung der I. Kammer mit der II Kammer zu Tage getreten stad.

Berlin, 20. März. Der tn dem Hause der Abgeordneten neulich zur Sprache gebrachten höheren Ausbildung der KausmannslchrUnge soll nun von Privat - Fach­kreisen autz eine größere Aufmerksamkeit zugewandt werden, da der Staat sich tn dieser Beziehung schwerlich auf Neuerungen etvlasten dürfte. Vor mehr als vierzig Jahren, als hier tn Berlin eineHandelsschule", eine Privatanstalt, errichtet und eigentlich nur Vermögenderen -ugängtg gemacht wurde, war die Frage, ob und wie sich der Staat zu solcher Unterrichtsanstalt zu stellen hätte, vielfach erwogen und damals jede unmittrl. bare StaatSbetheiligung abgelehnt worden. Dagegen wurde der 1843 von Noback er­öffneten Handelsschule eine Geldbethülfe auS Staatsmitteln gewährt, ihr auch von den Ministern der Unterrichts und der Finanzen (zu welchem letzteren damals die Handels­angelegenbeiten gehörten) ein Regulativ ertheilt, aus dem hervorgivg, daß als AuffichtS- fleuc ein vom Staate genehmigtes Kuratorium gehörte. Auch andere Handelsschulen oder HandelS-Akademten" erhielten StaatSunterstützungen, doch sind sie nur von Ge, metnden ober Privatpersonen errichtet worden.

Nach dem Unfallversicherungsgesetz für die landwirthschaftltchen Arbeiter sind die Kosten deS Heilverfahrens für die ersten dreizehn Wochen von der Gemeinde zu leisten. Nach einem Antrag deS Abgeordnete« Buhl, den die ReichStagScommstfion heute angenommen bat, sind diese Kosten der Gemeinde von der Berufsgenossenschaft zu erstatten. AlS Ersatz der Kosten gilt die Hälfte des nach dem Krankenversicherungs­gesetz zu gewährenden Mindestbetrages deS Krankengeldes, sofern nicht höhere Auf­wendungen nachgewtesen werden. ES ist dies jedenfalls der wichtigste Beschluß, welchen die Commission bisher gefaßt hat.

Ueber die geplante Augra Pequena,Gesellschaft ist laut einer Zuschrift an dieNationalzeitung" btS jetzt so viel zu sagen, daß hervorragende Mitglieder der Aristokratie, der Bank-, Industrie- und Handelswelt beträchtliche Summen zur Er­werbung des Lüderitz'schen Besitzes zur Verfügung gestellt haben. ES kommt dabet darauf an, die Form einer Corporation zu finden, welcher dis HohettSrechte vermittelst der sogenannten royal charter übertragen werden können Alle Diejenigen, welche dem Unternehmer btS jetzt ihr Interesse zugewandt, haben eS lediglich auS pattiotischem Gefühlen gethan, um der deutschen Colonialpolilik in Afrika einen bestimmten Halt zu gewähren. Jndeffen ist ein Gewinn bei dem Gesammt - Unternehmen keineswegs aus­geschlossen. Der BergwerkSdirector Pohle aus Freiburg, der zu einer bergmännischen Expedttion nach dem Oranjefluß besonders auSgesandt worden, berichtet darüber, daß die Hvhenzüae in Angra Pequena fast nur auS Gneis, Glimmerschiefer, von theilS sehr mächtigen, theilS geringen Quarzgängen durchsetzt, bestehen. Am 7. Februar fand er gediegenes Blei «Erz, den zweiten schönen Gang; von diesem und von dem in der Nähe gefundenen Küpser sendet er Proben mit. Die Fundstelle liegt in der Nähe deS ThaleS, daS links vom Wege nach Bethanien abzweigt und sich bis zum Nordcap fortfetzt.

Berlin, 23. März. Der Reichstag beschäftigte sich heute mit der dritten Lesung deS DampfersubvevtiondgesetzeS.

Von deutschfreisinniger Seite war der in der zweiten Berathung abgelehnte Antrag auf Streichung der Linie nach Australien aufs Neue etngebracht worden, deSgl. von socialdemokratifcher Seite das Verlangen nach neuen Dampfern, deren Bau auf deutschen Werften geschehen müsse.

Nach einem kleinen Wortgeplänkel zwischen dem Abg. o. JagdzewSkt und dem Staatsminister o. Bötticher über eine auf Polen bezügliche Aeußerung deS Reichskanzlers wurden von verschiedenen Setten des Hauses noch einmal die Stellungen der einzelnen Parteien im Hause zu der Vorlage erörtert.

Im Anschluß an eine Aeußerung deS Fürsten BiSmarck bei der ersten Berathung meinte Abg. Bamberger, daß man tbatsächltch nur die eine ostastatische Linie vor­läufig annehmen solle, um dann auf Grund der Erfahrungen eventuell wettere Schritte in ihun. Die Behauptung, daß eine große nationale Strömung für diese Frage vor­handen sei, sei doch sehr zweifelhaft, wo der Reichstag, wie die voraufgegavgeum Abstimmungen gezeigt, in zwei beinahe gleiche Hälften getherlt sei, die die Abstimmung zu einem ZufallSresultat machten. Hier handele es sich fitzt lediglich um eine Nach­ahmung deS französischen Vorb.ldeS, baS in Frankreich selbst keinen großen Erfolg gehabt habe. Statt einer Subventiontrung von Dampferltnten. die den Export doch nicht vermehren würden, solle man lieber Exportprämien bewilligen. Arbeitscolonien könne man bei dem Mangel an dazu geeignetem Lande nicht gründen, und dies mit HandelScolonten thun zu wollen, sei ein Anachronismus. Colonien kosten viel Geld, sie bieten nicht mehr Garantie als eine Lotterie und die Bergwerke in einer Kolonie feien noch viel ungewisser als diese.

In der Spectaldebatte kommt Abg. Virchow auf die Gesundheitsverhälintsse Algiers zurück, in Bezug auf welche Abg. Grad (Elsässer) vtrchow's Ausführungen der ersten Lesung bemängelt hatte. Man dürfe nicht die Leute, welche nach diesen Tropengegenden auSwandern wollten, einem sicheren Tode pretSgeben.

Abg. Woermann betont dem Abg. Bamberger gegenüber, daß die Suboen- ttonirung von Dampferlinien productiver sei als eine Verthetlnng der (Summe an dte

Industrie. Die feindliche Haltung bet australischen Linie gegenüber fei eine Folge der Abneigung gegen die Colontalpolttik überhaupt. DaS Klima Der deutschen Colonien ist ungesund, aber eS handelt ftch ja gar nicht darum, zahlreiche Manschen dorthin zu exportiren und sie dort anzufiedeln.

In der Abstimmung wird der Antrag, die australische Linie nur nach dem Fest­lande einzurichten, unter gleichzeitiger Verwerfung der heute eingebrachten Anträge, mtt 163 Stimmen gegen 155 Stimmen abgelehnt, und die oustralssche Linie selbst mit 166 gegen 152 Stimmen genehmigt, Um llebrigen gelangte die Vorlage mit der Anlage ohne wesentliche Aenderung gegen die Stimmen der BolkSpartei, der Deutschfteifinnigeu, der Soctaldemokraten und eines kleinen TheilS deS CentrumS zur Annahme.

Telegraphische Depeschen.

Wolsf'S telegr. Correspondenz-Bureau.

Darmstadt, 23. März. Der Prinz von Wales und dessen Sohn Prinz Albert Victor treffen morgen zur Theilnahme an der am Mittwoch statt- findenden Beisetzung der Prinzessin Karl ein. Auch werden der Fürst von Rudolstadt, sowie der Prinz Arnulf von Bayern und der Herzog Georg Albrecht von Mecklenburg erwartet.

Berlin, 23. März. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurden in dritter Lesung die Secundärbahn-Vorlage, das Gesetz wegen Dotiruug der Hinterbliebenen des ermordeten Polizetrath» Rumpff, sowie die übrigen auf der Tagesordnung befindlichen kleineren Vorlagen angenommen. Außerdem ge­langte das Gesetz wegen Schadloshaltung des Schleswig-Holsteinischen Herzogs- Hauses in erster und zweiter Lesung zur Annahme, nachdem sich sämmtllche Redner über die Vorlage zustimmend geäußert hatten. Die nächste Sitzung findet morgen Vormittag 10 Uhr statt.

München, 23. März. Auf Befehl des Königs begiebt sich, wie die Allg. Ztg." meldet, der Minister Dr. v. Lutz in den letzten Tagen diese» Monats nach Berlin, um an der Beglückwünschung de» Reichskanzlers durch den Bundesrath theilzunehmen. Der Minister v. Lutz dürfte dabei im Namen be» Bundesraths das Wort führen.

Prinz Arnulf begiebt sich im Austrage des Königs zur Theilnahme an den Leichenfeierlichkeiten für die Prinzessin Karl nach Darmstadt.

Wien, 23. März. DieWiener Abendpost" schreibt: Bei dem gestrigen Galadiner zu Ehren des Geburtstages des deutschen Kaisers brachte der Kaiser Franz Josef in herzlichen Worten einen Trinkspruch aus die Gesundheit de» erlauchten Jubilars aus, Die Völker Oesterreich-Ungarns, von jeher gewohnt, die Gefühle ihres Monarchen zu theilen, begleiten das schöne Familienfest im deutschen Kaiserhause gleichfalls mit den wärmsten Sympathien und Wünschen. Verehren sie doch in dem Beherrscher des deutschen Reiches einen erlauchten Freund und Verbündeten ihres Kaisers, sowie den Mitbegründer und Mit­schirmer des hohen Friedensbundes, dessen Segnungen der ganzen Welt zugute- kommen. Dem gestrigen Galadiner wohnten auch der deutsche Botschafter, Prinz Reuß, mit den Botschaftssecretären, sowie die Minister Kalnoky, Taaffe, Kallay, Byland-Rheidt und die Stabsofficiere des 34. Jnfant.-Regiments bei

Warschau, 23. März. Die deutsche Kolonie veranstaltete gestern in dem großen auf daü Prächtigste geschmückten Saale des europäischen Hose» eint glänzende Feier zu Ehren des Geburtstages des deutschen Kaisers. Der Gene­ralkonsul Frhr. v. Rechenberg toastete auf Kaiser Wilhelm und Kaiser Alexander, ferner in einer zweiten Rede auf den Reichskanzler Fürsten Bismarck und GFM. Grafen Moltke.

Suakim, 23. März. (Telegramm desReuter'fchen Bureaus.") Die Verluste der englischen Truppen bei dem gestrigen Gefechte in der Nähe von Tamai stellen sich höher, als Anfangs angenommen war, sie betragen 5 Ossi- eiere und 51 Mann tobt und 170 Verwundete. Die englischen Truppen hatten eben die Zareba vollendet und waren beim Abkochen, als die Meldung einging, daß der Feind im Anmarsch fei. Fast gleichzeitig stürzte sich der Feind aber auch bereits auf die Zareba, es gelang ihm sogar, in eine Ecke derselben ein* zudringen, nach einem lebhasten, etwa 20 Minuten dauernden Kampfe wurde derselbe aber zurückgeschlagen. Die Verluste desselben sind sehr große, die Zahl der Tobten wird auf 1500, die Gesammtzahl der am Gefechte betheiligten Aufständischen wird aus 4000 bis 5000 Mann geschätzt.

London, 23. März. Zur Feier des Geburtstags Er- Majestät des .tkaijers Wilhelm gab der deutsche Botschafter Graf Münster gestern Abend ein größere» Diner. Die heutigen Morgenblätter bringen aus Anlaß des Geburtstags des Kaiser» fast sämmtlich sympathische Beglückwünschungsartikel. DieTimes" sagt:Indem wir dem Kaiser unsere herzlichen Glückwünsche darbringen, sind wir Überzeugt, nur den in England allgemein gehegten Gesinnungen der hohen Achtung und Bewunderun- für einen Herrscher Ausdruck zu geben, der durch den Glanz und die Würde seiner Stellung wie seiner Person in der Welt seines gleichen sucht. Dem Charakter de» Kaisers wird auch der Tribut gebracht, daß er im Auslande mit denselben Gefühlen betrachtet wird, welche diejenigen, die er seinem eigenen Volke einflößt, wiederspiegeln und daß der Einfluß des deutschen Reichs weit entfernt, wegen seiner Macht irgend- welche Besorgnisse in Bezug aus das Gleichgewicht zu erreaen, zu den besten Bürg schäften für die allgemeine Freiheit und Ruhe gerechnet wiro-

Washington, 23. März. Präsident Cleveland hat den Senator für Vnmont, Edwin Phelps wm Gesandten in London, den Senator für Maryland, Mac Lane, zum Gesandten in Paris und den Senator für Ohio, George Pendleton, zum Gesandten in Berlin ernannt.

Berlin, 24. März. (Privat-Depesche.) Das Comits für die Bismarck- Ehrengabe beschloß, die Hälfte der eingegangenen Gelder zum Ankauf be» Gutes Schönhausen zu verwenden und die andere Hälfte dem Fürsten für öffentliche Zwecke zur Verfügung zu stellen. Der Gesammtertrag der Samm­lung dürste im Ganzen zwei Millionen 300,000 JL betragen.

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Gießen, 24. März. SchwurgertchtSverhandlung am 23. März -egen Heinrich Bruder von Friedberg wegen Brandstiftung.

Derselbe war beschuldigt:

daß er am 23. Februar 1885 in der Nähe vou Butzbach einen in fremden Etgenthum stehenden Vorratb landwirthschaftlicher Erzeugn«sse, nämlich einen dem Johannes Knabenschub II. von Butzbach gehörigen, im Freien aufgesetzten Haufen Weizenftroh, vorsätzlich in Brand gesekt habe.

Die Geschworenen erkannten den Angeklagten für schuldig und wurde derselbe demgemäß in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten oermtheilt und ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Daurr von 3 Jahren aberkannt.

Gießen, 24. März- Wir machen unsere Leser noch ganz besonders auf die Passionsmusik des cd. Kirchengesangoereins aufmerksam, welche am Donners tag, den 26. d. Abends öVt Uhr in der biesigen Siadtkirche abgebalten werden wird- Man wird sich erinnern, welch' mächtigen Eindruck die Aufführung der Pa ss i o n s mu s i k von Heinrich Schütz im vorigen Frühjahre ans alle Zu­hörer machte. Die Eigenart dieses Werkes, das trotz der Cinfachheit feiner Soli's und seiner Chöre oder vielleicht gerade durch dieselbe von mächtiger'Wirkung in, wird auch bei der bevorstehenden Auffühnmg wieder neue Freunde sich gewinnen.

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