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legt mit den Worten-, ituf das Grab uniert^ iqu mit kurzen bezüg- atifchen Frauen, er vor. Auch er hielt ler er den Dechordenm üalistengesehes nunmehr iu verlasfen. Da dieser nehr in seiner Rede mit i Zeichen der Freiheit", Aufforderung zu seinen zeinanderzutreiben". iften ein. e fielen unb vereinte ^nen besonders schreck- HoMm gedrörrgt, in
aus ihrem Rückzüge ein t. die berittenen Schutz- die Socialisten hätten
rde Menge ebenfalls mit s minder schwer verletzt i" zufolge, einen Mann e Parteigenossen trugen ien hieb über die lmke den Rucken, Dippel aus yfer bekam in do/fle iod> E^mt-
Beamten bemerkt haben, 2st«it-lstwd I-Nd-". d Lil'beim E MSÄ
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bcm D-k°» von Windsor und dem Canonicus ProKro, wird den Trnuungsact ooll- jieben" Lord Salisbury, Sir M. Hicks-Beach, Slr Richard Lro« . der Earl von. ' ddLleiab (Sir Stafiord Hiortbcotr) , Mr. Gladstone, Lord Granville und andere Miial eder des jetzige» und srüherc» Eabinets werben der Vermahlung beiwohnen. Der Andrang nach der Insel Wight wird vorausuchtlich ungeheuer werden und ,ollen ickon i-tzl Logis kaum noch zu haben sein.
Main, 21 Juli. In einem Hause des Licb,rai,enylatzes stürzte sich am e-onnlaa Abend ein Dienstmädchen aus Pcrzweislung (wie man lagt wegen cincS K-Idoerstistes) aus einem Fenster des oberen Stockes aus bic Straße. Schwer verletzt würbe sic aufgehoben unb ist gestern bereits gestorben.
Berlin, 18. Juli, lieber bas tragische Ende eines Kunst,chulcrS brr-chle» «uefinc Blätter: Im Präparirsaalc der Kunstakadc>nic an der hiesige» Anatomie de- S M, ein Gestell, aus dein die Leichen in a>i,rechter Stellung hmg-st-llt und die aüsa st eckten Arme derselben durch Hakeu sestgehalten werden so daß der Körper i» sogenannter gekreuzigter Stellung sich befindet. D,e Studnenden der hiesige» Kunstakademie haben wöchentlich zweimal Vorträge an diesen Leichen und werdet, veranlaßt zur Ausbildung des KunstoerständnisteS einzelne Korpcrtheile. namentlich Arn» md « nmüskeln. anatomisch zu präparire,, Ein Schuler der Akadem.e befand sich "r mehreren Wochen noch spät Abends im Sccmaale allein und war damit beschaf- tiflt an dem vor ihm stehenden Leichnam Modellstudien zu machen, als plötzlich em Arm der Leiche ans dem Haken sich losriß, der Oberkörper nach vorn überfiel und die"Hand des Tobten dem jungen Bildhauer in's Gencht schlug. Dieser stieß einen aellenden Schrei aus und stürzte aus dem Saale. Erst nach Stunden gelang es ihm, sich inigermaßen zu beruhigen. Doch hat dieser Vorfall für den jungen Dkann vcr- bänan ßvolle Folgen gehabt. Bald stellten )id) heftige Fiebererscheimmgen ein; der junge Küustler verfiel in ein heftiges Nervenfieber in dem ihm seine Fiebervhantasien den Vorgang aus dem Sccirsaale stets vortplegelten. Vor einigen Tagen ist ei der flHsbi’ien, 16. Juli. Aus dein bei Uslar gelegenen Dorfe Bollensen kommt die Kunde über einen schrecklichen Mord. In der Nacht vom^rettag den 10. auf Samstag den 11. d. M. wurde ein erst seit einigen Tagen von Magdeburg zur Auf- stelluug der Maschinen auf der Zuckerfabrik Uslar neu angekommener Maichinenbauer, Vater von 4 Kindern, welcher sich iu dem Gasthause des Wirthes Schlose m !Lollensen eiulogirt hatte, von Letzterem durch 5Mesjerstiche in Kops und Brust ermordet. Nach vollbrachter Thal lud der Mörder noch den Leichnam aus einen Karren und legte ihn aus die Schienen der in der Nähe befindlichen Eisenbahn nieder, um ihn ubersahren m lasten imd so den Verdacht eines Selbstmordes zu erwecken; hierbei wurde er redoch bemerkt, kam schon am folgenden ^Tage in Untersuchungshaft und hat dort bereite em Geständniß über diese scheußliche That abgelegt.
- Eine neue Variation zu den vier k' der Turner ist m den Kreisen der Dresdener Turner entstanden und wird dort in Aussicht auf em frohes Turnfest ge-
0 So frei wie die Spatzen in Dresdens Revier,
So frisch wie des Elbstromes Wellen, So fromm wie der Wunsch aus ein freies Quartier, So froh wie die Dresdner, die Hellen — So frisch und froh, so fromm und frei
Sei uns're Dresdener Turnerei. e
die Anmeldungen von Freiguartieren nur sehr spärlich eingegangen find und deßhalb die meisten Wünsche betreffs eines Freiquartiers „fromme bleiben müssen, und daß sich die Sachsen mit Vorliebe als „hell", das heißt klug, erleuchtet, bezeichnen, muß man wissen, um die Pointen der S-trophe zu verstehen.
— Hm Kampf gegen die „Tournüre".j Aus Stuttgart wird geschrieben: Ein komischer Zwischenfall, der sich kürzlich ans der Königsstraße absprelte gibt heute noch in verschiedenen Kreisen reichen Stoss zum Lachen. Em Herr in ^agercostum schritt gravitätisch die Straßen entlang, der unter den Hinteren Nockflügeln eme ^-r our- nüre" trug, wie sie gegenwärtig bei der Damenwelt modern ist. Eme bedeutende Menschenmenge hatte sich um den Spötter versammelt; die Herren lachten über diesen Mummenscherz und riefen Bravo, während die Damen mit lauten Zurufen ihrer fotzen Entrüstung Worte verliehen. Schließlich mischte sich ein Schutzmann in die ^ache, wohl wegen des immer größer werdenden Auflaufes, und fragte den Herrn, wie er zu dieser absonderlichen Tracht komme, welche so viel Aufsehen und ui roeibjidjen Kreisen großen Anstoß errege. Der Herr erwiderte jedoch kurz, er könne sich tragen wie er wolle, diese Tracht sei ja, wie man bei den umstehenden Damen Men könne, zur Zett modern und er verbitte sich deßhalb jede Einnnschung. Der Schuhmann sah.wohl ein, daß der Mann Recht hatte und ließ ihn deßhalb ungehindert während der Scandal weiter ging. Als aber eine Dame nut g^ßer Tournure in einer Nähe in die Worte ausbrach: „Wie abscheulich!" drehte sich der Herr nach ihr um und erklärte allen Ernstes: „Gerade von Ihnen habe ich die Mode ab- sicguckt!" und schritt dann, stolz wie ein Fürst ob des gelungenen Scherzes, die SUa6-U«ad)"ftcl)cnbe 2Brangel=@efdbid)te wirb bcm ..B T." von einem Ange»- unb Ohrenzeugen verbürgt: Im Jahre 1853 fand tir Bernstadt m Schlesien eme militärische Hebung statt und Wrangel wurde zu derselben erwartet. Als oer brummte Tag herangekommen war, that Jeder nach Kräften seine Schrildigkett, daß Wrangel sich belobigend über die Leistungen der Truppen aussprach. Schließlich sand ein Aus- einanderzichen des Bataillons statt, die Offiziere, Unteroffiziere rc. mußten sich m Reiben aufstellen und Exeellenz trat an Einzelne heran und beehrte ste mit verschiedenen Fragen. So trat Wrangel an einen Vicefeldwebel heran und zwischen Beldeir entspann sich folgender lakonischer Dialog: „Wie heißen Sie -"' — „Hermann H.» ^cellenz. # Was sind Sie in Ihren Civiloerhältnifsen?" — „Kammergerichts-Referendar, Excellenz. ^ „Haben Sie auch Schulen besucht?" - „Zu Befehl, Excellenz," - Das mach Ihnen alle Ehre!" Damit klopfte Wrangel dem Vicefeldwebel die Backe und schritt dann zu einer anderen Abtheilung.
— Bettzeug aus Papier wird setzt von einer New-Jerseyer Firma Jabunrt verwendet dazu Manilapapier bester Qualität. Eine Garnitur, d. h. Kisten
und Decken solchen Bettzeuges, wird zu 75 Cents (etwa 3 Mark) verkauft. Dasselbe soll, so sonderbar das auch klingt, sehr haltbar sein und sich, wenn es eingeschrumpft ist, mit einem heißen Bügeleisen glätte» lasten. Die einzelnen Stücke sind mit hübschen Figuren verziert. .... <
— Tas Münckener Hofbräuhaus soll ein wenig inodernisirt werden — eine Nachricht, welche alle Welt interessirt, für München selbst aber solche Bedeutung hat, daß das erste dortige Blatt in einer Weise davon spricht, wie sonst bei politischen Nachrichten ersten Ranges. „In gut unterrichteten Kreisen spricht man davon" — heißt es in dem Blatte — „daß vom nächsten Jahre an die Schänke des Hosbrauhaus- kellers in das Haus rückwärts nach dem Garten zu verlegt und das Schankhäuschen weggerissen werde, so daß eine weitere Adoptirung von Grundflächen projcctirt ist." Also die Schänke soll fallen, wo alltäglich Tauscndc ihren Maßkrug gefüllt und ihn stehend ausgetrunken haben, wenn sie keinen Sessel oder kein leeres Faß mehr erwischen konnten. Gewiß will man den Trinkern die Sache jetzt bequemer machen, aber sie werden cs doch nur mit dem größten Schmerze hinnehmen, daß die alte, bicrtuftende Schankhalle, an die sie so sehr gewöhnt sind, fallen soll. In solchen Dingen sind alle biertrinkenden Völker sehr conservativ.
— sPolirte Daincn.j Wenn die sashionable Damenwelt Nemyorks große Toilette macht, um auf einem Balle ober bei ähnlichem Anlaß zu paradiren, werden vorher Arme und Büste „polirt". Der Modus operandi des Polirens ist folgender: Zuerst werden Arme und Büste mit Rosenwasser gewaschen und nachdem dies recht gründlich geschehen, mit Eold-Eream eingerieben, das etwa 15 Minuten darauf liegen bleibt. Nach dieser Zeit wird letzteres mit einem ganz feinen Flanelllappen wieder abgerieben und Arme wie Büste mit „Baby"-Pudcr bestreut, der wieder gründlichst eingeriebcn wird. Ist dies geschehen, so sieht die Haut polirtem Marmor ähnlich und scheint von wunderbar feiner Structur.
— Auf die in Nr. 194 der „Köln. Ztg." gestellte Anfrage über die „hessische Fliege" (auch in 166 unseres Blattes übergegangen) sendet genanntem Blatte Herr Consul Dr. Ochsenius von Marburg folgende nähere Auskunft: B. Wagner in Fulda hat 1861 in einer vortrefflichen Monographie des Weizenverwüsters, Getreide- Gallmücke, fälschlich Hessen-Fliege genannt (Cecidomyia destructis Say), nachgewiesen, daß das Jnsect schon vor der Ankunft hessischer Truppen in "Nordamerika einheimisch gewesen sein muß, daß aber seine Verwüstungen in größerem Maßstabe erst zufällig gleich nach jener Ankunft sich bemerklich machten. Wagner sagt dann S. 34 seiner Abhandlung: „Die Verbreitung des Weizenverwüstcrs läßt sich rückwärts bis zum Orient verfolgen; von da siedelte sich das Jnsect zunächst ans den Inseln und in den Ländern an der südeuropäischen Küste an und gelangte dann einerseits durch Verschleppung nach Nordamerika, andererseits durch successivcs Vordringen immer weiter nach Norden." Jli einer späteren Arbeit über Getreide-Gallmücken (etettmer Entomologische Heilung 1866, S. 182-186) führt Wagner auch Gegenmittel an, neuerdings scheint aber die in der „Köln. Ztg.", Jahrgang 1877 (Nr. 136, 1. Bl.) angegebene Verwendung von Staßfurter Kalioüngersalzen sich erfolgreich gezeigt zu hvben. sAn der letztgenannten Stelle führt ein landwirthschaftlicher Berichterstatter zur Verheerung der Auguillulen, der „Wurmkrankheit", wie die Bauern sie zu nennen pflegen, folgendes an: „Ich kam aus den Gedanken, Düngesalz gegen diesen Wurm, welcher das Salzige nicht würde ertragen können, anzuwcnden. Es scheint mir, daß das Salz auf den Wurm die stärkste Wirkung ausüben würde, wenn die Ackerstucke leer seien und beackert wurden, und das Jnsect sonst keine Nahrung an Pflanzen habe. Ich ließ nun auf gedachtes Ackerstück über 11 Gentner Düngesalz streuen und untereggen und gab ui diesem Salz nachher bei der Einsaat noch den vollständigen Dünger. Seitdem dies geschehen, habe ich keine Fehlsaat und keine Fehlernte mehr auf dieser Parzelle gehabt. Wenn ich Verdacht schöpfte, daß Ackerstücke Wurm in sich bargen, wenn die junge Saat sich fegte oder wegging, so wandte ich das Salz in vorstehend beschriebener Weise dagegen an und immer mit Erfolg. An Stelle des Düngesalzes brauchte ich später Viehsalz; in der ersten Zeit 4 bis 5 Gentner auf den Morgen; nachher, wenn nicht mehr so viel nöthig war, weniger. Mehrere Landwirthe sind dem Beispiele gefolgt.]_ Tübinger ®tut)ent hatte eine von mehreren „Landesvätern" durchstochene
Mütze in die Fer'ien ins Elternhaus mitgebracht. Eines Tages traf er feine Schwester am Arbeitstisch, die eben daran war, diese Löcher, von deren heiliger Bedeutung sie natürlich keine Ahnung hatte, zuzunähen. Er riß ihr die Astitze aus der Hand mit den Worten: „Um Gotteswillen, was willst Du denn da machen/ Das fuib jn Landesoöter, die darf man nicht zunähen!" Man denke sich das verblüffte Gesicht der Guten als sie erfuhr, daß diese Löcher Landesväter seien. Derselbe Freund brachte aber in den nächsten Ferien auch ein Paar zerrissene Beinkleider mit und als seine Mutter sich hinsetzte, um dieselben aiiszubefsern, rief die Schwester, die das bemerkte, ihr zu: „Um Gottcswillen, Mutter, da darfst Tu nichts dran nahen, das sind Landes- vätcr!" - Gewiß ein deutlicher Beweis für den Landesvater als Mysterium.
Temperatur der Lahn und der Luft
nach Reaumur gemessen am 23. Juli, zwischen 11 «nd 12 Uhr Mittags.
Wasser 16*, Luft im Schatten 15«.
L. Ehr. Rübsamen, Turn- und Schwimmlehrer.
Handel und Verkehr.
Limburg, 22. Juli. Rother Weizen 164)5, weißer Weizen 00 00 Korn X 11.60 alt, 10.50 neu, Gerste JL 9.60, Hafer JL 7.d0, Kartoffeln ä 100 Pfund JL 0.00, Erbsen ä 100 Pfund JL 00.00.
Frankfurt, 22. Juli. Auf dem heuttgen Martt kostete der Centner Heu JC. 2.25-3.10, Stroh JL 2.00—2.50, Eier das Hundert 5 00—6.00, butter
L Qualität JL 0.80, 2. Qualität JL 1.20, Kartoffeln per Malter M Kohlrabi 3-5 H pr. St., Erbsen 50 Kg. 6.00-8.00 ^L, Rothkraut Pr.©L 25-00^, Huhn JL 2.00—2.50, 1 Ente JL 2.50—3.00, 1 Taube 60—00 H, Hahn X 1.60—2.00, Gans v* 5-10.00, Welsche X 4.00-7.00. ____________
Akrhksßsche Eisekballuen.
Die Lieferung von 12500 lkiesern» schwellen soll vergeben werden- Die Bedingungen können bei unserer Magazins- verwaltung dahier, desgleichen auf dem Bureau des Großherzoglichen Eisenbahnbaumeisters zu Alsfeld eingesehen, auch gegen franfirte Einsendung von 20 H pro Exemplar durch unsere Kanzlei bezogen werden. Liefernngsangebote sind versiegelt und mit bezüglicher Aufschrift versehen bis zum 31. do. Mts. dahier einzureichen.
Gießen, den 21. Juli 1885. 5360
Großherzogliche Direktion-
Jeilgeöolenes.
Patent-Rouleaux-Stangen, Kisten und Koffer
empfiehlt JLouis Lony,
5204 Marktstraße 23.
Allgemeiner Anzeiger.
Ernst Balser.
Öfen und Herde
in verschiedenen Farben und Größen, umzugshalber billigst zu verkaufen bei Georg Stadler, Porzellanosensetzer, Neuen Baue 17.
per Stuck Mk.
sinv in der Expedition des „Gießener Anzeiger" zu haben. — (Ziehung: am 27. August 1885.)
Freitag den 24. Juli, Nachmittags 2 Uhr:
Fortsetzung -er Versteigerung des Nachlasses des Herrn Justizrath Elwert, im Bott'schen Hause, TrtterAlveg Sl# und kommen die Weingläser, Karaffen, eingemachten Früchte, Stubenteppiche, Fenstermäntel und Vorhänge, Eckbretter mit drill. Stickereien, Stickereien u. s. Gegenstände zur Versteigerung.---------------.
Hungener landmrthschaMche roosc
'----; ■ T 5324 Mehrere neue
efhegcnpopier, Meißener PorMan- Peroamenlpapier1 bester Verschluß für Einmachgläser, empfiehlt 5347
Zwiebelkuchen
Montag, Mittwoch und Freitag, Margens v»n 9 Ühr an.
Fr. Hennings,
5113 Seltersweg.
Louis Lony
Marktstraße 23 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in Küchen- und Haushaltartikeln, Korbwaaren, Bürsten & Küserwaaren. Reparaturen an Küserwaaren werden gut ausgesührt. 5203


