Rossi (Livorno) )t verlesen, viel-
Amtssitze zu Main; Heinrich Gaßner; an beruf. Tage der Medicinalrath i. P. Friedrich Ebel zu Darmstadt; am 31. Juli der Schullehrer an der dritten kath. Mädchenschule zu Heppenheim a. d. B. Quinibert Roos.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'- telegr. Lorrespondenr - Bureau.
Berlin, 21. August. Die Tarif-Commission der Telegraphcn-Conferenz gelangte heute nach mehrtägigen, auf das Gründlichste durchgeführten Debatten zu einem wichtigen Beschlüsse: Das System des einheitlichen Tarifs sowohl für den Terminal- als auch für den Transitverkehr wurde unter einigen, die deutscherseits vorgeschlagenen Tarifsätze erhöhenden Modificationen mit großer Majorität angenommen. Die Bestrebungen auf Ermäßigung der Kabelgebühren für den weiten überseeischen Verkehr, namentlich nach China, Japan, Australien, Ostindien, verheißen gleichfalls
furtei: Straße 40, wird anerkannt und beschlossen, bei Herrn Wenzel anzufragen, »b er ein Stück seines Vorgartens au fragt Zweck ablassen will, verneinenden Falls Großh. Kreisbauamt zu ersuchen, die Aufstellung einer Pumpe auf dem Bankett daselbst zu gestatten. Sollten sich beiden Projecten Schwierigkeiten entgegenstellen, dann soll die Aufstellung der Pumpe auf dem nächsten städtischen Eigenthum geschehen.
Tie Verhandlung über die Telephon an läge zwischen der Polizeiwache und der Polizeistation am Seltersthor wird für nächste Sitzung verschoben.
Das Gesuch der Frau Heinrich Fillmann Wittwe um Erlaubnitz zur Anbringung eines Kellerlichtes in dem Trottoir vor ihrem Hause, Marktstraße 17, wird unter dem üblichen Vorbehalte genehmigt, desgl. das Gesuch des Herrn Kaufmanns I. Rothschild, die Benutzung eines städtischen Wegs zur Einfahrt in seine Besitzung.
Ein Gesuch des Weißbindermeisters Herrn Christian Petri III. um Trottoirpflasterung vor seinem neuerbauten Hause in der Ludwigsstraße wird anerkannt und vorbehältlich des von demselben auf Grund der städtischen Bauordnung zu leistenden Kostenbeitrags genehmigt.
Der Ankauf eines Erbbegräbnißplahes von einem auswärtigen Manne wird auf seinen Wunsch wieder rückgängig gemacht.
Zur Feier des 2. September wird, wie jedes Jahr, Choral vom Thurm und Beflaggung bestimmt. .
Bei dem Neubau des Ka fernements findet sich ein Anstand gegen die Bestimmung S 2 des Kaufvertrags mit dem Militärfiscus, indem der von der Licher nach der Grünberger-Straße bestandene Feldweg so zu verlegen war, daß er auch für die angrenzenden Grundbesitzer als Ernteweg benutzt werden könne. Durch die bedeutende Auffüllung des neuen Wegs ist die Zufuhr zu dem Gelände unmöglich und wird dieserhalb eine Eingabe an Großh. Garnison-Verwalung beschlossen.
Für einmalige Renovirung der Pedellenwohnung in der Realschule werden 50 Mark verwilligt.
Auf Anfrage wird die Abgabe eines Bauplatzes an der Licher Straße, Ecke der Wolfsstraße, zum Preise von 21/a Mark per Quadratmeter zugesagt.
Die Errichtung eines neuen Steighauses wird beschlossen, und soll Herr Stadtbaumeister Stief zur Vorlage einer Zeichnung und Voranschlag für die nächste Sitzung Auftrag erhalten.
An Kostendeereturen werden die Gebühren für die Feldgeschworenen bei der Parzellen-Vermessung, sowie die Kosten der Pflasterung des einen Theiles der Wetzsteingasse mit 525 Mark genehmigt.
Die Herren Batst und Vogt werden bestimmt, die Vernichtung der Zinsabschnitte für das Rechnungsjahr 1884/85 oorzunehmen.
Schluß der öffentlichen Sitzung V:7 Uhr.
Handel und Verkehr.
Gießen, den 22. August. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfund X 0.85—0.95, Hühnereier pr. Stck. 5—6 Enteneier St. 7—0 Käse pr. St. M 4, Käsematte 2—3 Erbsen pr. Liter 20 Linsen 30 H, Tauben per Paar 0,50 bis 0,75 H, Hühner ver Stück X 0.90—1.50, Hahnen pr. Stück X 0.45—0.75, Enten per Stück X 1.20—1.60, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 H, Kuh- und Rindfleisch 56—60 H, Schweinefleisch 50—60 -5>, Hammelfleiich 64-70 H, Kalbfleisch 48-50 -S>, Kartoffeln per 100 Kilo X 5.00-6.00, Milch per Liter 12—16 H, Zwiebeln per Centner X 7.00-0.00.
des Congresses.
Kiel, 21. August. Das Uebungsgeschwader ist, von Danzig kommend, heute hier einqelaufen. , ,
Homburg, 21. August. Amtliches Ergebniß der am 1c. d. Mts. rm hiesigen Wahlkreise stattgehabten Rcichstagswahl: Es wurden im Ganzen 11955 Stimmen abgegeben, hiervon erhielt Bürgermeister Körner (deutschfreis.) 6883, Schreiner , Fleischmann (Soc.) 4255 und Baurath Holler (cons.) 749 Stimmen, der erstere ist ' sonach gewählt.
BreSlau, 21. August. Wie die „Schles. Volksztg." mittheilt, hatten die in Fulda vom 5. bis 7. August d. I. versammelt gewesenen preußischen Bischöfe ein gemeinsames Hirtenschreiben an den Clerus und das Volk erlassen, welches am nächsten Sonntag von den Kanzeln zur Verlesung gelangen soll; die Bischöfe von Paderborn und Kulm, welche in Fulda nicht anwesend waren, hätten das Hirtenschreiben nachs träglich unterzeichnet. < .
Paris, 21. August. Der Kriegsminister hat angeordnet, daß die Truppen der Garnison Toulon zerstreute Quartiere außerhalb des Platzes beziehen. Auch die armirten Kriegsschiffe werden den Hafen verlassen. Zugleich wurde Anordnung getroffen, um Brest zum Ausgangshafen für Sendungen nach Cochinchina und Mada- gasgar zu machen.
Toulon, 21. August. In der vergangenen Nacht gab es zwei Cholera- Todesfälle. c - r
Rio -e Janeiro, 21. August. Das neue Cabinet ist folgendevNlaßen zusammengesetzt: Cotegipe, Arrißeres; Mannte, Inneres; Belisario, Finanzen; Delplucio, Justiz; Junqueira, Krieg; Chaves, Marine; Padro, öffentliche Arbeiten, Handel und Ackerbau. .
Petersburg, 21. August. Der Director der diplomatischen Canzlei im Ministerium des Auswärtigen, Graf Lamsdorf, und der Wirk!. Geh. Rath Pobedonosceff sind nach dem Auslande abgereist.
London, 21. August. Der Prinz von Wales hat sich gestern nach Aberdeen begeben. Von dort gedenkt der Prinz heute auf der Aacht „Osbornc" eine Reise nach Norwegen und Schweden anzutreten. t f
— Die „Temps" meldet aus Mesched vom gestrigen Tage, es sei am 13. ds. zwischen den russischen Vorposten und den Afghanen bei Keratepe, 18 Meilen von Chamantbaid, beinahe zu einem Zusammenstoß gekommen. Einige russische Cavalle- risten hatten sich Keratepe genähert; die Afghanen waren auf Vertheidigung vorbereitet; als der russische Offizier seinen Leuten befohlen, sich schußfertig zu machen, sei zufällig der Carabiner eines russischen Cavalleristen losgegangen und habe den russischen Officier verwundet. Die Russen seien hierauf von den Afghanen festgehalten worden, letztere hätten Instructionen von Herat erbeten. Der verwundete Officier wurde nach Chamanibaid gesandt. Der Zwischenfall gelte als beigelegt.
Bombay, 21. August. sTelegramm des Reuter'schen Bureaus.j Der neuernannte englische Gesandte bei dem Emir von Afghanistan ist am 9. August in Kabul eingetroffen. An der Grenze wurde der Gesandte von einer Ehrenwache empfangen, welche ihm bis Kabul das Geleite gab. In Kabul fand eine feierliche Begrüßung des Gesandten statt.
Kairo, 21. August. sTelegramm des Reuter'schen Bureaus.j Die Garnison von Kassala konnte sich nicht mehr halten und hat deßhalb am 30. v. Mts. mit den feindlichen Stämmen ein Abkommen getroffen.
Berlin, 22. August. sPrivatdepesche.j Nach einer aus Zanzibar eingetroffenen telegraphischen Meldung vom 21. ds. ist der bekannte Afrikareisende Reichard wohlbehalten in Usagara eingetroffen.
Petersburg, 22. August. sPrivatdepesche.j „Herold" erfährt aus guter Quelle, die russische Negierung habe, nachdem sie kürzlich eine an Ort und Stelle topographisch aufgenommene Specialkarte der Afghanengrenze erhalten, sich entschlossen, nicht weiter auf Einverleibung der als Zulfikarpaß gezeichneten Grenzgegend zu bestehen.
— „Herold" theilt ferner mit, daß die Nachricht, Korea habe sich unter russische Oberhoheit gestellt, vollständig erfunden sei.
Erfolg.
Hamburg, 21. August. sVölkerrechts-Congrcß.f Ein von Rossi (Livorno! eingesandter Bericht über die Verschiedenheit der Ehegesetze wird nicht verlesen, vielmehr zugleich mit dem von amerikanischer Seite zu demselben Gegenstände eingegangenen Berichte dem Ausschüsse zur Berichterstattung auf der nächsten Conferenz überwiesen. Den zweiten Gegenstand bildet die Ausführung des im Auslande gesprochenen Urtheils. Alexander (London) verliest ein Schreiben Len Mellors, sowie einen eigenen längeren Bericht über den Gegenstand, worin nachgewiesen wird, rote dringend nothwendig es sei, ein übereinstimmendes, internationales Gesetz hierüber anzustreben. Eine Diskussion findet nicht statt. — Zum nächsten Gegenstände, die Garantie der Verträge, hält Professor Geffken (Hamburg) einen längeren Vortrag. Die von der Redactions - Commission an dem Entwürfe, betreffend das allgemeine Frachtrecht, vorgenommenen Aenderungen, werden von der Versammlung genehmigt und die einzelnen Paragraphen sämmtlich angenommen. Vor Schluß beantragte Laeiß die Abstimmung en bloc über die sämmtlichen Regeln des Frachtverkehrs. Der Vorsitzende lehnte solche als unzulässig ab, weil dadurch die sämmtlichen Beschlüsse umgestoßen werden könnten. Darauf gab Laeiß Namens der Handelskammer die Erklärung zu Protokoll, wonach die allgemeine Annahme der Regeln für dos Frachtrecht nicht empfohlen werden könnte, da die erste derselben, wie sie vom Congresse amendirt fei, den Schiffseigenthümern Verantwortlichkeiten auferlege, welche man ihnen nach Meinung der Handelskammer billigerweise nicht zumuthen könne und welche die Regeln für den praktischen Gebrauch ungeeignet machten. Hierauf erfolgte d^ Schluß
Lokales.
Gießen, 22. August. sStadtverordnetensitzung vom Donnerstaa den 20. August, Nachmittags 4 Uhr.s Anwesend die Herren Beigeordneten Heß und Keller, von Seiten der Stadtverordneten die Herren: Batst, Georgi, Grüneberg, Homberger, Kauf, Lüdeking, Ad. Noll, Petri, Schopbach, Simon, Vogt und W o r t m a n n.
Eröffnung der Sitzung 41/« Uhr durch Herrn Beigeordneten Heß als Vorsitzender.
Vor Beginn der Tagesordnung wird ein Dankschreiben des Bezirks-Commandos für die saubere Herstellung der von demselben im alten Rathhause benutzten Räume verlesen.
Bei der Prüfung der Rechnung der Löber'schen Stiftung pro 1884/85 wurde nur ein kleiner formeller Fehler vorgefunden, im Uebrigen die Richtigkeit derselben anerkannt.
Die Verschlämmung des Fluthgrabens an den Hardthöfen und den dadurch verursachten üblen Geruch zu beseitigen, erklärt sich Herr Textor bereit, für die Abfallroasser aus seiner Brauerei einen neuen Graben mit Steinsohle bis zur Rodheimer Straße herzustellen, während das Ansinnen an ihn aestellt wird, denselben noch 50 m jenseits genannter Straße weiter zu führen; da alsoann die beregten liebet stände des bestehenden alten Grabens noch lange nicht beseitigt wären, wird, ehe weitere Schritte geschehen, nochmalige Augenscheinnahme beschlossen.
Das berechtigte Gesuch der Bewohner des Seltersbergs um Aufschließung des sog. Jughards-Brunnens vor dem Wenzel'schen Hause, Frank-
VerwischteS.
Appenrod, 17. Auaust. Wie jetzt zweifellos fesffteht, ist das Feuer,, welches das halbe Dorf Appenrod, darunter Kirche, Schule und Bürgermeisterei, in Asthe legte, durch den frevelhaften Leichtsinn eines 9jährigen Buben entstanden. Derselbe hatte sich in Gesellschaft anderer Buben ein spanisches Röhrchen, welches seine Cigarre vor- stcllen sollte, angezündet und dann dasselbe, als es noch glühte, weggeworsen. Dieies entzündete das nahe Stroh und die eingebrachte Frucht. Der starke Wind fachte die Flammen an und fielen 46 Gebäude dem wüthenden Element zum Opfer. Der Anblick, welchen die Brandruincn bieten, ist ein geradezu trostloser. Erfreulicherweise regt ich allenthalben die Mildthätigkeit für die Abgebrannten. (R. H. V.)
Lehrbach, 21. August. Noch rauchen die Trümmer und Ruinen in dem schwer heimgesuchten benachbarten Appenrod und schon wieder muß ich Ihnen über ein Schadenfeuer berichten und zwar über ein solches in unserer Gemeinde. Gestern Nackt 1 Uhr brach in der Hofraithe des Jost Wallenstein auf dem Berg Feuer aus. Doch Dank dem sofortigen thatkräftigen Eingreifen schnell herbeigeeilter Bürger gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Begünstigt wurde die Löscharbeit durch Windstille und Regen, so daß um 3 Uhr,allx weitere Gefahr beseitigt war. Das Mobiliar konnte leioer nur zum kleinsten Theile gerettet werden. Die Hofraithe brannte nieder. Versichert war der Geschädigte nicht, lieber die Entstehungsursache des Feuers ist bis jetzt nichts bekannt geworden. c t
Rimbach bei Schlitz, 16. August. Gestern Abend wurde auf dem Anstand von dem Gräfl. Görh'schen Forstsckützen Goppel hier ein Hirsch angeschossen, der heute in der Frühe durch den Reoierförster Bongard auf der Suche erlegt wurde. Das Thier war ein Achtender und wog 200 Pfund. Wildschweine kommen hier in ganzen Rudeln, mitunter 12 bis 16 Stück, vor. Es wurden auch hiervon in letzter Zeit wieder einige erlegt. Auch rpurbcn schon zu verschiedenen Malen solche in einem in hiesigen Gräfl. Waldrevier angelegten Sandfang gefangen, einmal 16 Stück, die alle an das Hof - Jagdamt zur Aussetzung in den Großherzoglichen Wildpark abgeliesert wurden. . _ , .
][ Darmstadt, 21. August. Da die Königin Victoria von England erst am 24. l. M. ihren Aufenthalt von Osborne auf der Insel Wight nach Balmoral in Schottland verlegt, so wird man auch^ der Rückkehr des Großherzogs und seiner Kinder aus England um einige Tage später, als bisher in Aussicht gestellt war, entgegensehen dürfen. Jedenfalls ist aber die Ankunft der Herrschaften im Lause der nächsten Woche zu erwarten. — Das 1. Großh. Hess. Jnfanterie(Leibgarde)-Regiment Nr. 115 rückt in der Frühe des morgenden Tages von hier zu den Manövern aus. Das Regiment wird zunächst mit dem Gießener Regiment, mit welchem es die 49. Infanterie-Brigade bildet, zwischen Groß - Umstadt und Dieburg die Brigade - Exercitien abhalten. In die hier von dem Infanterie-Regiment Nr. 115 verlassene Kaserne werden Ersatzreservisten des 115. Regiments und Mannschaften des 3. Großh. Jnf.- Regiments (Leibgarde-RegimentS) Nr. 117 gelegt. Letztgenanntes Regiment übt auf dem Griesheimer Artillerie - Schießplatz im Brigade-Verbande mit dem 118, von welchem zwei Bataillone im Griesheimer Barackenlager, eines, uni) zwar das in Offenbach garnisonirende Füsilier-Bataillon, im Orte Griesheim selbst Eantonnements bezogen hat. — Um die Mittel für ein zu errichtendes permanentes Kunstausstellungsgebäude aufzubringen, ist dem hiesigen mittelrheinischen Kunstverein gestattet morden, 30,000 Loose ä 2,10 X auszugeben. Für Gewinne sollen im Ganzen etwa 42,000 X, für den Hauptgewinn ein Tafelseroice zu 36 Gedecken zum ungefähren Werthe von 10,000 X bestimmt sein. — Vor Kurzem lief eine Notiz durch die hiesigen Blätter, wonach zwei Professoren der technischen Hochschule mit der Ausarbeitung einer Skizze und eines Kostenvoranschlags für den von vielen Seiten als nothwendig erachteten Neubau eines Museums in Darmstadt betraut sein sollten. Die Nachricht bedarf nock der Bestätigung und selbst wenn es sich bewahrheiten sollte, daß auf Grund dieses Materials seitens der Staatsregierung eine Vorlage an die Landstände gerichtet wurde, so dürfte diese neue Vorlage keinesfalls vor Erledigung der bereits ausgearbeiteten Vorlage in Betteff einer neuen Klinik in Gießen zur Diskussion gestellt werden.
Kreuznach, 19. Aug. Gestern Abend 11 Uhr fuhren in der Nähe des hiesigen Stadtbahnhofs ein Güterzug und ein rangirenber leerer Pcrsonenzug mit voller Wucht gegeneinander. Ein Kohlenwagen ist total zertrümmert, die beiden Locomostven und fünf Personenwagen sind mehr oder weniger bedeutend beschädigt. Der Zugführer des Güterzugs erlitt Verletzungen am Kopfe, ein Bremser solche nm Unterleibe. Die beiden Unglücklichen wurden sofort in das Stationsgebäude geschafft, wo alsbald ärztliche Hülfe zur Stelle war. Lebensgefahr scheint nicht vorhanden zu sein. Das Unglück ereignete sich in unmittelbarer Nähe des Jahrmarkts, auf dem man den Krach und das Zischen der Locomotiven, die beide Gegendampf gaben, deutlich vernahm. Ein großer Theil des nach Tausenden zählenden Publikums stürzte sofort zu der in stockfinstere Oiacht gehüllten Unglücksstätte. Heute früh 5 Uhr war das Geleise wieder frei.


