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eingetroffen bei

5356

I. M. Tchulhof.

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5358

G. Rühl, Spengler in der Neustadt.

kauft

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962 Ankauf von Lumpen, Knochen, Eisen, Messing, Werg, Akten, @efrf)äft6= bückern rc. zum Einstampfen. Neuenweg 22.

Matthias, Kreisarzt Dr., Lauterbach v. Marquard, Prov--Dir Darmstadt. Mayer, A., Weinhändler, ließen- Meyer, Decan, Friedberg.

Mittel, Oberamtsrichter, Ulrichstein. Möbius, Landgerichtsrath, Gießen- Molitor, Kaplan, Darmstadt.

Moter, Kreisarzt Dr., Beerfelden. Moufang, Domcapitular, Mainz- Müller, Decan, Alsfeld-

Münch, Medic-Rath, Dr. Gr -Gerau. Naumann, Pfarrer Dr., Gießen. Neidhardt, Med-Nath Dr., Darmstadt. Nohl. E. F., Kaufmann Bessungen- Nordt, Kreisarzt Dr., Worms- Ohly, Oberbürgermeister, Darmstadt- Pfannmüller, Dr. med., Marienschl)ß. Pfannmüller, Steuerrath, Nidda. Pfeiffer, Obermedrth- Dr., Darmstadt. Pfnor, Pfarrer, Durmstadt.

Plank, L. W., Kaufmann. Gießen. Puümann, Decan, Grünberg.

Rady, Piarrer Dr., Gießen. Reinhart, N., Fabrikant, Worms. Reuleaur, Commerzienrath, Mainz. Riegel, Prof- Dr., Gießen- Rieger, Dr., Alsbach Rockel, Spenglermeister, Darmstadt- L. Römheld, Pfarrer, Arheilgen. Römhcld, Pfarrer Dr., Seeheim. Schaum, Pfarrer. Nierstein.

Schenck z. Schweinsberg, Kreisrath, Gr.rGerau.

Schenk, Medic.-Nath, Dr., Alzey. Schlosser, Pfarrer, Gießen. Schönfeld, Kreisrath, Lauterbach. Schuchmann, Masch-Jng-, Darmstadt. Scotti, Medic.-Rarh Dr., Heppenhenn. Sell, Superintendent Dr., Darmstadt. Spamer, Kreisrath, Bingen- Spamer, Kreisarzt, Bingen.

Stamm, Jnstitutsooist., Darmstadt. Stamm, Gmnnasiallehrer, Gießen. Stamm, Dr., Lich.

Steinmetz, Pfarrer, Mainz. Stromberger, Pfr. Dr., Zwingenberg. Stnvenrauch, Kreisarzt Dr., Scholen.. Thaer, Prof- Rektor Dr., Gießen- Ufinger, Kreisrath Dr., Bensheinu j Bigelins, Direktor, Gießen.

Bogel, Dr. med., Homberg a Ohm. i Bogt, Apotheker, Butzbach- Bogt, Pfarrer, Lauterbach.

Wahl, Amtsrichter, Alsfeld- Waitz, Jons., Buchhdl., Darmstadt. . Walz, Pfarrer, Bad Nauheim- v. Wedekind, G., Dr., Darmttadt. Weis, L., Professor, Darmstadt.

Wiener, Pfarrer, Worms- Wolf, Kreisrath Dr., Schotten- Mlz, Bürgermeister, Seliaemtadt. v. Langen, Negierungsratb, Mainz- Einser, Kreisarzt Dr., Herbstein-

Allmann, Bürgermstr-, Bingen- Baist, Rechtsanwalt, Gießen- Baur, Dr. med., Gießen. Beyer, Dekan, Darmstadt.

Boekmann, Provinz.-Dir. Dr., Gießen. Braden, Kreisrath, Friedberg.

Bramm, Bürgermstr., Gießen. Brand, Direktor, Mainz.

Brettel, Kreisarzt Dr., Büdingen- Brink, Bürgermstr., Offenbach. Büchner, Ww., Fabrikant, Pfungstadt. Clemm, Stiftsdech Dr. th, Lich.

Dannenberger, Kreisarzt Dr., Dieburg. Davidson, Rechtsanwalt, Offenbach. Dieffenbach, Obpfr. Dr. th, Schlitz Dingeldey, Stadtpfarrer, Darmstadt. Dingeldey, Pfarrer, Gießen- Draudt, pract- Arzt Dr., Darmstadt. Eigenbrodt, Geh- Medrth- Dr., Darm­stadt.

Eigenbrodt, Pfr. Dr., Auerbach. Fertig, Kreisrath Dr., Oppenheim- FolleniuS, Kreisrath Dr. Alsfeld. Friedmann, Pfr., Marienschloß- FnchS, Pfr-, Beerfelden- v. (Sagern, Kreisrath, Worms. Gareis, Kanzler Dr., Gießen. Gebhardt, Amtsrichter, Gießen- Glasor, Medrth- Dr, Gießen Göhrs, Pfr., Geinsheim.

Grein, Hosprediger, Darmstadt- Grosch, Pfr-, Eastel- Habicht, Suprtdl- Dr, Darmstadt- Sager, Pfr- Dr., Offenbach.

Hallwachs, Kreisrath, Offenbach. Hardt, Pfarrer, Offenbach Hees, Eaplan, Dieburg.

Heinrich, Domcapitular, Mainz- Hellwig, Geh. Medrtb Dr., Mainz- Hempel, Oberamtsrichter, Lauterbach- Hetz, Kreisrath, Dieburg.

Heu mann, Kreisrath Dr, Bensheim. Heyl, Geh. Commerzienrath, Worms. Hirsch, Gutsbesitzer, Alsheim. Hoffmann, Kreisrath, Alsfeld- Höppel, G., Restaurateur, Darmstadt. Jhring, Kreisrath Dr., Offenbach- Kalbhenn, Decan, Burg-Graefenrod- Ketule, Kreisrath, Oppenheim. Klietsch, Kreisrath, Büdingen. Kolb Amtsanwalt, Darmstadt. Köhler, Suprtdt- Dr., Darmstadt. Köhler, Kreisrath Dr., Laubach. Küchler, Provinz -Direktor, Mainz. Küchler, Bürgermeister, Worms. Landsberger, Dr., Landesrabbiner, Darmstadt.

Langheinz Kreisarzt Dr., Erbach. Lantz, Sparkassenrechn-, Gr.-Umstadt- Lehr, Stadtverordneter, Darmstadt. Lintz, Ministerialsecret., Darmstadt. List, Bürgermeister, Lauterbach Lucius, Rechtsanwalt. Mainz- Lorenz, Medic.-Rath Dr., Friedberg.

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harmloseren Getränken, Förderung aller Erziehungsmittel für Jung und M, welche vom Trünke abzichen, Aufklärung der öffentlichen Meinung durch Wort und Schrift, dies sind die nächsten Ziele des Vereins, und er ist in dieser Richtung bereits durch Antragstellung bei Bundesrath und Reichstag, durch Herausgabe von Flugblättern und Bereinsmittheilungen. Veranstaltung von öffentlichen Vorträgen, in mehreren Städten auch durch Einrichtung von Volkskaffeehäusern thälig geworden.

Einverstanden mit den angedeuteten Grundgedanken und Zielen des Vereins, und in der Absicht, demselben auch in Hessen eine weitere Verbreitung zu verschaffen, fordern die Unterzeichneten hiermit zu einem zahlreichen Eintritt in den deutschen Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke auf. Es gilt die Mitarbeit an einem bedeutsamen nationalen Rettungswerk, welches die vereinten Kräfte aller Volksfreunde erfordert, und von welchem sich daher kein Theil unseres geeinten Vaterlandes ausschließen darf.

Sobald der Verein in unserem Lande eine größere Zahl von Mitgliedern gewonnen hat, kann zur Bildung eines Bezirksvereins geschritten werden, welchem die Lösung örtlicher Aufgaben obliegen wird.

Beitrittserklärungen nehmen entgegen Ministerialsecretär Dr. Linß uns Buchhändler Waitz, beide in Darmstadt. (Der Jahresbeitrag ist auf mino> stens zwei Mark festgesetzt.)

Wem die Volkswohlfahrt am Kerzen liegt, und wer zur Hebung eines schweren socialen UebelS an seinem $bcil mitwirken möchte, einerlei, welcher politischen oder religiösen Richtung er angehören mag, der trete dem Vereine bei.

Aufruf.

Unsere Zeit ist in höherem Grade als irgend eine Periode der Ver­gangenheit eine Zeit des zielbewußten Kampfes gegen die schweren Schäden des Volkslebens, welche den Bestand der civilisirten Staaten von jeher ge­fährdet haben und in ihrer Gesammtheit den Gegenstand der sogenannten socialen Frage bilden. Allenthalben werden, sei es durch die Gesetzgebung, sei es durch die freiwillige Thätigkeit der Gesellschaft, Veranstaltungen der mannigfachsten Art getroffen, um der Verarmung, der körperlichen und geistigen Entartung und der sittlichen Verwilderung der Massen entgegenzuwirken. Je tiefer aber hierbei die Forschung der Wissenschaft und die Beobachtung der Praxis in die Ursachen und den inneren Zusammenhang der den Wohlstand, die Gesundheit und die Sittlichkeit des Volkes bedrohenden Nebel hineinblickt, desto mehr offenbart sich der unmäßige Genuß geistiger Getränke als der fruchtbarste Keim des materiellen und geistigen Elends innerhalb breiter Volksschichten und als eines der mächtigsten Hindernisse der Beseitigung dieses Elends. So steht es in allen großen Culturstaaten, nicht zum mindesten in unserem deutschen Vaterlande, welches nicht nur in Bezug aus den Bier- consum, sondern, wenigstens in seinen nördlichen und mittleren Theilen, auch in Bezug auf den Verbrauch von Branntwein, diesem verderblichsten aller Berauschungsmittel, nahezu die erste Stelle einnimmt. Rur in Rußland und Dänemark wird dermalen mehr Branntwein getrunken als in Nord- und Mittel-Deutschland. Es ist festgestellt, daß ein sehr großer Theil aller Armuth, aller Krankheiten, vornehmlich Geisteskrankheiten, aller Verbrechen, Unglücks­fälle und Selbstmorde bei uns durch Trunksucht und Trunkenheit unmittelbar oder mittelbar veranlaßt wird. Nur die eine Thatsache sei hervorgehoben, daß nach zuverlässigen Ermittelungen in Deutschland unter 100 Fällen von Todtschlag, schweren Körperverletzungen und Verbrechen gegen die Sittlichkeit sich über 60, teilweise selbst über 70 Fälle befinden, welche auf den Trunk rstrückzusühren sind. t pr .

Die gefahrdrohende Größe dieses Schadens, an dessen Heilung m unseren Nachbarstaaten zum Theil schon seit Jahrzehnten und unter Anwendung der einschneidendsten gesetzgeberischen Maßregeln mit gutem Erfolge gearbeitet wird, ist in unserem Lande von Allen, welche ihr Beruf mit den leidenden und ge­sunkenen Theilen der Nation in tägliche Berührung bringt, namentlich von Armenpflegen, Aerzten, Gefängnißbeawten und Geistlichen, schon lange erkannt. Ihr Nus nach Abwehr ist glücklicherweise nicht vergeblich gewesen.

Im Frühjahr 1883 sind in Cassel Männer aus allen Theilen Deutsch­lands und vom verschiedensten politischen und religiösen Standpunkt zur Grün­dung eines deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke zusammengetreten, um den gefährlichen Feind des öffentlichen Wohles nach festem Plane und mit geordneten Kräften und Mitteln zu bekämpfen. Der Verein, welcher seitdem in ganz Deutschland eine erfreuliche Ausbreitung gewonnen hat, sieht seine Ausgabe nicht in der Anwendung irgend eines ver­einzelten Drittels gegen die Trunksucht, wie es z. B- die sogenannten Mäßig­keitsvereine empfehlen, sondern in der genauen Erforschung der verschiedenen auf dem Gebiete der Gesetzgebung oder im Wege practischer Veranstaltung anwendbaren Mittel und in der Ausführung aller eine Aussicht auf Erfolg bietenden Maßregeln durch Einwirkung auf die gesetzgebenden Factoren und durch die eigene freie Vereinsthätigkeit.

Beschränkung des verführerischen Angebots von geistigen Getränken, namentlich durch Verminderung der übergroßen Zahl von Schankwirthschaften und Bram-'.tweinverkaussstellen, Herstellung anderer Erholungsstätten mit

Redaction: A- Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'fdien Druckerei (Fr. Ebr. Pierich) in Gießen.

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