Ausgabe 
22.11.1885 Erstes Blatt
 
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Handel und Verkehr.

Am Industrie markt Deutsche Verlagsanstalt 2VzO/o, Kölner Straßenbahn 1% matter, Frankfurter Trambahn stiegen ca. 4y80/0, Binding ä Ho3/» in guter Frage-

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Auszug aus den Kirchenbücher« der Stadt Gießen.

e i n d e.

Lang eine Tochter, Christiane Sohn, Wilhelm, geboren den

Dem Bäckermeister Wilhelm Lange eine Tochter, Henriette Jakobine den 23. October.

Dem Schneider Christian Petersen eine Tochter, Martha Elisabeth,

Den 15. November, storben den 13. November. Den 16. November.

Denselben.

8. August.

Denselben.

Karoline, geboren Denselben.

Beerdigte.

Karl Gerlipp, Heilgehilfe, verheirathet, alt 46 Jahre, ge- Friedrich Ernst Ludwig Julius Ouvrier, Landgerichtsrakh

Evangelische Gem «etarMe.

Den 15. November. Dem Dreher Heinrich

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Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießru. Aufgebote.

November: 12. Der Schuhmacher Friedrich Schäfer mit Katharine Zick in Gießen. 17. Der Schlosser Eduard Max Sckellwien in Gießen mit Ainanda Elvira Hedwig Reimann, Tochter des verstorbenen Malermeisters Friedrich Wilhelm Reimann in Danzig. 17. Der Fuhrmann Johannes Bernhard Westbrock mit Christine Orlowsky, geb. Kraus.

Eheschliessungen.

November: 19. Der Maschinenarbeiten Martin Kräcker, Wittwer, mit Thusnelda Söhnle, geb. Erb, Wittwe des Schuhmachers Christian Gottlieb Söhnle in Gießen. 21. Der Kupferschmied Friedrich Eduard Büttner in Gießen mit Marie Schad in Lauterbach.

Geborene.

November: 7. Dem Kaufmann Gerhardt Bötz eine Tochter. 9. Dem Schuh­macher Heinrich Strack ein Sohn, Heinrich. 13. Dem Hilfstelegraphist an der Main- Weser-Bahn Georg Döll eine Tochter, Juliane. 16. Dem Kaufmann und Bahnhofs­restaurateur Jean Kirch ein Sohn. 16. Dem Schreiner Georg Lind ein Sohn, Friedrich Karl Heinrich. 18. Dem Schreiner Heinrich Haas eine Tochter, Anna Marie Margarethe.

Gestorbene.

November: 13. Barbier Karl Gerlipp, 46 Jahre alt. 14. Großh. Landgerichts­rath Julius Ouvrier, 59 Jahre alt. 16. Louise Elisabeth Fourier, 19 Jahre alt. 16. Maria Katharina, 1 Monat alt, Tochter des Bremsers Johann Georg Spaar. 17. Louise Feuster, 16 Jahre alt. 18. Emma, 1 Monat alt, Tochter des Kaufmanns Friedrich Wilhelm August Kurz. 19. Großh. Gymnasialdirector i. P. Dr. Eduard Geist, 82 Jahre alt. ___

in Pension, alt 59 Jahre, gestorben den 14. November.

Den 18. November. Elisabeth Luise Fourier, ledige Tochter des Corpsdieners f Jakob Fourier, alt 19 Jahre, gestorben den 16. November.

Den 20. November. Luise Feuster, ledige Tochter des Schuhmachers Philipp Feuster, alt 16 Jahre, gestorben den 17. November.

geboren den 27. September.

Denselben. Dem Feldwebel Heinrich Adolf ein Sohn, Otto Albert Karl Eduard, geboren den 23. Juli.

Denselben. Dem Fuhrmann Johann Adam Belte eine Tochter, Katharuu Marie Emma, geboren den 13. October.

Denselben. Dem Stadt-Gärtner Johannes Balser eine Tochter, Luise, geboren den 30. Juli.

Denselben. Dem Fuhrmann Karl Kreiling eine Tochter, Karoline Elisabeth Marie, geboren den 21. October.

Denselben. Dem Schuhmacher Georg Appel ein Sohn, Wilhelm Martin, ge­boren den 28. September.

Margarethe, geboren den 19. September.

Dem Heizer Philipp Mank ein

Gießen 21. November. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfund 1.05-0 00, Hühnereier 2 Sick. 13-15 H, Enteneier St. 0-0 F, Käse pr. St. 5-7 4, Käsematte 23 4, Erbsen pr. Liter 20 H, Lmsen 32 Tauben per Paar 0,45 bis 0 60^ Hübner per Stück JL 085-1.10, Hahnen pr. Stück JL 0.60-0.85, Enten per Stück 1.501.80, Ochsenfleisch per 6264 H, ^lh-und Rindflei^

54_56 H Schweinefleisch 5060 H, Hammelfleisch 5664 Kalbfleisch 4850 -H, Kartoffeln per 100 Kilo 2 3.00-0.00, Milch per Liter 1218 H, Zwiebeln per Centner JL 4.000.00. Weißkraut pr. St. 46

Kl Frankfurter Börsen-Wochenberickt (20. November). Der Rück­blick über die geschäftlichen Einzelheiten dieser Woche ergiebt Folgendes. In den Hauptspielwerthen wurde in den letzten Tagen viel gedeckt, so daß momentan die Hausse-Engagements überwiegen dürften. Es zeigt sich dies ziemlich deutlich, denn Ereditactien, welche schon mehrmals ä 229 gestiegen waren, konnten mcht werter. Die Faiseurs, welche in Augenblicken der Gefahr den Markt durch Ausnahme von Papieren stützen, sind bereits wieder mit Realisirung ihrer Positronen beschäftigt. Man neigt vorwiegend zu der Ansicht, daß die schon so lange anhaltende Mrsdre mcht rm Handumdrehen beseitigt werden kann und daß wir es gegenwärtig nur mit ganz unzu­verlässigen Meinungskäufen zrr thun haben. Frankfurt zeigte sich durch ferne, dre aus­wärtigen Plätze an Festigkeit überbietende Tendenz als gut disponrrt.

Ereditactien haben sich seit vorigen Samstag ca. IVr fl- gebessert. Bon sonstigen Banken Disconto-E ommandit IV2O/0, Deutsche Bank ca. Deutsche Lereinsbank '/»°/° fefter, Deutsche Reichsbank i. 134d<> nachgebend. Der neueste Status dieser Bank weist den beträchtlichen Zugang von 8,2 Mrllronen zum Metall- bestand^uf.^^^^ Beute von ihrem niedrigsten Stand (215) bis 219 erholt, Galizier gegen Samstag 1% fl., Albrecht 1 fl., Westböhmen */2 fl., Lombarden 2 fl., Elbthal^/s ^^iz'er Werth en übernahmen Gotthard-Actien wieder die Führer­rolle. Der Cours derselben konnte sich bei großen Umsätzen und allgemeinem Interesse von ca. 1051/» auf ca. lOS1/? emporbringen und macht es fast den Eindruck, als ob sich die Steigerung noch weiter fortsetzen wollte.

Wir lesen in einem Berliner Fachblatt nachstehend Interessantes über die muth- maßliche Gestaltung der 1885er Bilanz der Gotthardbahn, die wir unseren Lesern mcht

^Die seitherigen Mehreinnahmen betragen ca. 608,000 F*-cs. (die drei letzten Monate sind provisorisch). Durch die Rectification der provisorischen Einnahmen und Ausgaben darf nach den seitherigen Erfahrungen eine Erhöhung des Ergebnisses von 25,000 Frcs. per Monat in Aussicht genommen werden, also für August bis tncl. -October 75,000 Frcs. Die Mehreinnahme der Monate November und December tft zu taxiren auf circa 35,000 Frcs. per Monat 70,000 Frcs. Zusammen 753,000 Frcs. Die Minderausgaben für Prioritätszinsen betragen circa 40,000 Frcs. Der Mehrer- trag der disponiblen Fonds (durch den Zinszuwachs der aus dem Prozeß Favre frei gewordenen zwei Millionen Francs) circa 45,000 Francs. Zusammen 838,000 Frcs. Hiervon ab: Mehrerforderuiß für Prioritäten-Amortisation 10,000 Frcs. Mehrer- sorderniß für Rücklagen in Reserve- und Erneuerungsfonds in Folge der erhöhten Einnahmen 25,000 Frcs. Zusammen 35,000 Frcs. Ueberschuß 803,000 Frcs. Hierzu der Vortrag von 1884 104,839 Frcs., somit ergiebt sich gegen 1884 ein Mehrüberschuß von 907,839 Frcs. Die Dividende von 21/2°/o, welche für 1884 ertheilt wurde, erfor­derte eine Summe von 850,000 Frcs. Das 1885er Ergebniß würde also bei einem Vortrag von ca. 57,000 Frcs. die Verkeilung einer Dividende von 25 Frcs. 5% gestatten. Bei der scrupulösen Weise, in der die Gotthardbahn stets über ihre Er­trägnisse disponirt, ist aber wohl anzunehm'en, daß der Vortrag von 1884 aufs Neue vorgettagen und höchstens eine Dividende von 41/2°/o vertheilt werden wird. In diesem Falle würde außer jenen 104,000 Frcs. noch ein Betrag von 123,000 Frcs. zum Vor­trag refpi zur Verwendung seitens der Generalversammlung disponibel iejn. .

Schweizer Central etwas angeboten, Nordost fest, Union nach bet Hausse der vorigen Woche, die durch Contremine - Deckungen hervorgerufen war, vernächlässtgt. Jura in kleinen Pöstchen am Markt, doch finden diese schlank Nehmer. Von Deut­schen Bahnen Hess. Ludwigsbahn, welche auch im October d. I. eine sehr starke Mindereinnahme gehabt haben ca. W/o gedrückt. Sonst keine Veränderung.

Renteii sehr fest und zwar Egypler 3/4%, Spanier VS, ©erben l3/4%, 80er Russen und Gemischte je Vdo/o fester. Oesterr. Gold-, Silber-, Mai- und Ungarrente Bruchtheile matter. Loose unbelebt. 1864er und Kurhess. billiger. Ungarloose theurer.^ Anlagemarkt waren leichte Coursrückgänge vorgekommen, seitdem ist aber wieder das alte Niveau hergestellt. Das Geschäft in einzelnen amerikanischen Prioritäten war recht lebhaft und die Tendenz im Allgemeinen sehr fest. Fort­gesetzt gute Frage herrschte für 5% Missouri, welche den Pari - Cours erreichten und behaupteten. Für Georgia - Aid waren wieder, nachdem diese ä 55 avancirten, mehr Abgeber am Markte, eine Erscheinung, die sich nur durch die vielen Täuschungen erklären läßt, welche das Publikum früher erfahren hat. In eingeweihten Kreisen wird der innere Werth dieses Papieres etwa auf 65% taxirt. Omaha %%, Stockt und Copperop 3/6% fester. 3% Nashville 5/6°/0 niedriger.

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