Ausgabe 
22.10.1885 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

»ftz'-A--: 11 gnA uii: > *JftS !

in»' 'MturnA^S

Sttlin

M^ÄS >ii S '.fll,'mW »butl Tol8tn läjt SS*«: *£*n Z

i ?X*-Ä 'ÄS rmStOß^er V- I die Katharine, . I .M« I ^zahlreichenBuraen I tl,#iflen literarischen i ^Mühtt werden dem früheren welcher bereits vor '^^'künstlerischen es Ganzen sein soll. V iherzogthunl Hessen- ! Wtctur, Plastik, I Punderts, heraus- l Mzogs Ludwig iv. J® in einzelnen Ab- I Provinzen behandeln ( schattigen und seinen ! üonen im Tert und V )chath Dr. ZGfer, . ^nstadt. Als weitere V- f und Wagner, sowie i linzundGeb.Paurch 1 M ein großes Unter- i zm hessischen Staats- | und des edlem Kunst- : ehung von Werth sind, chen Ganzen vereinigt : Gnde des 18. Jaiir- Nnleitmig, welche die iolgcnbei' flcHjcnjolßt nft; b. römische und yit); c. Vtnfniälci: | Wie der Renaissance yses dis ynw itzegE | nvx, Pchü, Malerei f rnd rosanen Kunst- ,[ mailmalerei, Mosaik, ! beiten, terlile Kunst- ! istigungen, Aquäduete, [ )er Saudenkniäler v°ii iische Karte des Grvr- \) chen hauptsächlich äx I als solche vornehmlich len, Grundrisse, Aut- * astructiver und decora- tcben Leistungen, 3"- I eichen an Glocken und [t eo sich demnach uni der Kunst iuteressiren, 1 Verden wird.

im GroßherzogthM dm Zch--s »S - und wenn auch ou jihrbcnbtn -

Sn d°s

; , qjiortalitit oraÄtrn, , Ki-HM kennet, :Ä-1S "w-'S' i ®8*UtA « 1801 hnunbS«® S«rfe stabt MM i in btt . ögntbttf I ielttu noÄ 1 r*n| tT8r Nll'msM | ®W* g ei6 W m narb* jgjjM | bart »«"Srdfuni ;

M jl

iHib Lauterbach. Derselbe war stärker verbreitet in Rheinhessen im Kreise Alzey, trat hin und wieder auf im Kreise WormS und außerdem in Mainz, Bingen und Ockenheim.

Von Abdominaltyphus wurden Hausepidemien bekannt aus Mainz, Mom- bach und Langen, vorübergehend gehäuftere Fälle aus Offenbach; eine erheblichere, einen Häusercomplex betreffende Verbreitung dieser Krankheit wurde beobachtet in Ober- Roden (Kreis Dieburg). ~ w

R u h r kam in der Stadt Gießen in mehreren Fällen vor.

Milzbrand, eine unter dem Viehstande der Provinz Oberhessen, namentlich der Kreise Friedberg und Büdingen stationäre Seuche, wurde wiederholt auf Menschen übertragen nnb in der Form des Milzbrand-Carbunkcls in drei Fällen, wovon 2 in Echzell und 1 in Harheim, tödtlich.

Blattern, Flecktyphus und Nückfallsieber wurden nicht beobachtet. Durch eine geringe Frequenz epidemischer Krankheiten zeichneten sich sämmtliche Kreise der Provinz Starkenburg, mit Ausnahme des Kreises Offenbach aus, in Oberhessen die Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten und in Rheinhessen die Kreise Oppenheim und Worms.

Mainz, 20. October. (Fund.) Die Nachforschungen nach den noch fehlenden Gliedmaßen des erniordeten Mothe, welche in den letzten Tagen eifrig fortgesetzt wurden, haben nun endlich doch zu dem gewünschten Resultate geführt, indem sowohl der Kopf als der linke Schenkel des Ermordeten heute Nachmittag gegen 1 Uhr aus der Abortgrube des WirthshausesZum Tannenbaum" in der 'Sackgasse ans Licht ge­fördert wurden.

^Die Nachricht von dein Funde durchlief binnen Kurzem die Stadt und von allen Seiten strömten Neugierige in Schaaren herbei, um womöglich die Stücke zu sehen. Durch die Sackgasse war kaum mehr durchzukommen.

Auch an anderen Stellen, an denen Herbst zur kritischen Zeit gesehen worden war, hatte man heute Vormittag Nachforschungen angestellt, so in bcii Baracken am Fort Earl vor dem Neuthor, doch ohne Erfolg.

Die zur Zeit noch nicht anfgcfundencn Arme des Wothe werden hoffentlich auch noch zu Tage gefördert; als Beweismaterial für die Untersuchung wäre dies iudeß nun ohne Belang. Soviel ist schon jetzt gewiß: Der verstümmelt aufgcfundene Leichnam war der des Wothe und daß Herbst sein Mörder, resp. der Gehilfe bei der Ausführung seines Mordes, darüber wird wohl Niemand im Zweifel sein.

Um 3 Uhr wurde Herbst zur Besichtigung der erwähnten Körpertheile aus dein Gefängniß geholt nnb nach dem Friedhof gefahren, wohin man' den Fund ge­schafft hatte.

Im Ersatzjahr 188485 wurden bei der Großh. Hessischen (25.) Division 2504 hessische Unterthanen eingestellt, und zwar 1075 aus der Provinz Starkenburg, 7a4 aus Oberhessen und 675 aus Rheinhessen. Unter den eingestellten Mannschaften befanden sich 4 ohne Schulbildung. Unter den insgesammt während der Jahre 1868 bis 1884 eingestellten 46,524 Rekruten befanden sich 46,383 mit Schulbildung in deutscher, 1 mit Schulbildung in fremder Sprache und 140 0,30 Procent ohne Schulbildung.

Münzenberg, 17. October. Ein tragischer Todesfall erschreckte vorgestern die ganze hiesige Einwohnerschaft. Der hiesige Landwirth Eonrad Koch I., Besitzer eines ansehnlichen Bauerngutes, ein fleißiger, strebsamer Mann, war damit beschäftigt, aus seines Nachbars, des Großh. Bürgermeisters Jäger Occonomiehof einen Haufen Stroh, welchen er beim Maschinendrusch dorthin gesetzt hatte, zu entfernen und wollte einen bcichbeladenen Wagen mit sog. Heuseilen binden, zog oben ausstehend kräftig an, das Seil war aber an dem vorderen Ende des Leiterbaumes nicht genügend befestigt und hatte sich von demselben losgelöst, wodurch der kräftige Mann, weil das Seil keinen Halt bot, von dem hohen Wagen kopfüber auf das Pflaster stürzte und augenblicklich tobt war. Der Schädel war vollständig zerschmettert und die Wirbelsäule gebrochen. Seine anwesenden Kinder und herbeigecilten Nachbarsleute haben weder einen Athcm- zug, noch sonst welche Bewegung irgend eines Körperthciles bei dem Verunglückten wahrgeuommen, es war also sofortiger Tod eingetretcn. Möge dieser Unglücksfall zur Vorsicht mahnen. (W. B.)

Was bei Todtenbesiattuugen in großen Städten vorkommen kann, das zeigt folgende Mittheilung derBerl. Ztg.": Am 14. dss. Mts., Nachmittags 2 Uhr, um­stand eine respectable Trauerversammlung in der Leichenhalle des Georgen-Kirchhofs, Landsberger Allee, die Leiche des Buchdruckercibcsitzers N. Der Prediger, ein alter Herr, hatte schon eine Weile gesprochen, als die Wittme, Frau N., entsetzt aufsprang und die Kapelle mit den Worten verließ:Das ist nicht mein Mann, der Prediger hält eine Rede für eine Frau!" Der Herr entschuldigte sich unter Vorzeigung eines Zettels, auf dem Frau N., 48 Jahre alt, hinterläßt 8 Kinder, geschrieben stand. Die Aermstc hatte ihre eigene Leichenrede gehört. Wer den Zettel geschrieben, habe ich nicht erfahren. Die unglückliche Frau war nun bis zum letzten Augenblicke noch im Zweifel, ob der Sarg überhaupt die Leiche ihres Mannes enthalte. Die Oeffnung wurde jedoch unter dem Hinweis, daß mit Kreide der Name 9L darauf stand und eine Verwechselung ausgeschlossen sei, nicht für nöthig gehalten.

Theater.

Gießen, 21. October 1885.

2bie wir bereits gestern mclbetcn, tritt Frau Charlotte Lange nochmals an unserem Lttadttheater auf und ist es nicht uninteressant zu erfahren, daß die heute so hoch gefeierte Künstlerin mit der zu ihrem hiesigen Gastspiele auscrsehcnen Rolle am 15. -.ctober 1877 in Hamburg die weltbedeutenden Bretter erstmals betreten hat. Dic Hamburger Kritik äußerte sich über diesen ersten thearralischen Versuch in jeder Beziehung aunftig und prophezeite der begabten Anfängerin schnelles Vorwärtsschreiten. Diese Prophezeiung ist in jeder Beziehung eingetroffen, denn nach der vcrhältnißmäßig kurzen Buymnthatlgkeit hat der Name unseres beliebten Gastes an allen hervorragenden deutschen Bühnen bedeutenden Ruf, wie ganz besonders auch das außerordentlich an- Ipruchsvollc Frankfurter Publikum der tüchtigen, genialen Künstlerin stets die vollsten Sympathien entgegenbringt.

Literarische«.

. , ~ Grundsätze und Bedingungen der Grtheilung der Doctorwürde bei allen Facultäten der Universitäten des Deutschen Reichs nebst einem Anhänge, enthaltend die Promotions-Ordnungen der übrigen Universitäten mit deutscher Unterrichtssprache: Basel, Bern, Zürich Dorpat Czernowitz, Graz, Innsbruck, und Wien. Rach amtlichen Quellen zusammengestellt und herausgegeben von Dr. Max Baumgart. Zweite reoidirte und vermehrte Auflage. Berlin 1885. $ "F/cker's Verlag (G. Schenck). 21 Bogen. 8" geh. Preis 3 A Die vorliegende jrueite Auflage der Promotionsordnungcn au den Uuiversitäten des Deutschen Reiches verdient zchon aus dem Grunde eine besondere Beachtung, weil darin die einschlägigen Observanzen der übrigen Universitäten mit deutscher Unterrichtssprache gleichfalls Aufnahme gefunden haben. Nach dieser Hinsicht constatirt der Herausgeber in der Vorrede, daß von den Schweizer Universitäten eine jede für die einzelnen Facultäten besondere Promotionsnormen hat, während die russische Universität Dorpat für drei Facultäten ein einheitliches und nur für die medicinische ein besonderes Promotions­reglement besitzt. Was schließlich die österreichischen Universitäten anbelangt, so sind an ihnen durch Verordnung des Ministeriums für Cultus und Unterricht vom 15. April 1872 bezüglich der Erlangung des Doetorats für die einzelnen Facultäten besondere, aber allen Universitäten der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder gemeinsame Rigorosenordnungen geschaffen worden. Dieser Uuiformirung der Promotionsbestimmungen gegenüber erinnert Baumgart au einen Erlaß des Cultus- ministers Falk vom 19. Mai 1876, worin dieser mit aller Entschiedenheit es ablehnt, preußischerseits eine Vereinbarung mit anderen uichtpreußischen Regierungen oder Universitäten über das Prornolionswesen herbeizuführer«. Tas Buch, dessen erste Auflage schon nach Ablauf eines Jahres vollständig vergriffen war, iuteresfirt in dieser erweiterten Gestalt noch andere Kreise, als speciell die Toctorauden, indem es u. A. ru mancherlei Vergleichen zwischen den deutschen Universitäten und den nicht- deutschen Hochschulen mit deutscher Unterrichtssprache Gelegenheit bietet. Ganz be­sonders waren dem Herausgeber auch viele Professoren dankbar, denen seit Erscheinen des Werkes die Beantwortung einer Atenge lästiger Anfragen erspart blieb.

Zrrr geft. BeschturrK.

Schriftliche Anfragen wegen Auskunftsercheikung über Inserate rc. können w'.e nur dann beantworten, wenn denselben eine Freimarke für die Rückantwort be^->r.e'K ist. lieber Inserate bezüglich deren Offerten einzur^cken sind, ist die Erp bütim w keinerlei Auskunftsertheilungen befugt. Offertenbrie^e sind soweit keim' -

aeaeniMHaen Abmachungen getroffen wurden in der Ervedition abrukwten

Für die Hinterbliebenen der mit S. M. Schiff Augusta Verunglückten gingen ferner bei uns ein: Professor Wilbrand 3 «A Zusammen 5 A

Weitere Gaben nimmt die Exped. d. Bl. gerne entgegen.

Briefkasten.

Herren S. u. R. Die Winterschonzeit für Fische beginnt mit dem 15. October und endigt mit dem 14. Decernber eines jeden Jahres, beide Tage eiugeschlossen. Der Winter sch 0 uz eit ist unterworfen im Gebiete der Lahn: a) die Lahn selbst in der Gemarkung Friedelhausen, b) alle Zuflüsse der Lahn von der rechten Seite derselben und c) der obere Lauf der Ohm bis zur Papierfabrik bei Rieder-Ohmen und sämmt­liche Zuflüsse der Ohm. Die Frühjahrschonzeit beginnt mit dein 10. April und ciioigt mit dem 9. Juni eines jeden Jahres, beide Tage eingeschlossen. Im Gebiete der Lahn unterliegen dieser Schonzeit: a) die Lahn selbst, und^ zwar von der nördlichen Grenze der Gemarkung Ruttershausen abwärts, mit ihren Seitenarmen und Altwassern bis zur Landesgrenze; b) alle innerhalb des Großberzogthums auf der linken Seite der Lahn mündenden Zuflüsse; c) die Ohm von der Papiermühle bei Nieder-Ohmen abwärts; d) die Gleenbach mit ihren Zuflüssen. Herr S. hat also Recht mit seiner Ansicht, daß eben gefischt werden darf.

Möbel-Versteigerung.

Montag den 26.

und Dienstag den 27. d. M.,

Nachmittags 2 Ubr,

werden im W 0 rtinann' schen Hause, Asterweg 16, nachbenannte Gegenstände versteigert:

2 Sopha's, mehrere kleine und große Tische, Stühle, Bettwerk, Bettladen, Schränke, mehrere Stehpulte, Bureau­tisch, verschiedenes Hausgeräthe, feine geschliffene Gläser, steinerne Einmach­töpfe, Flaschen, ein fast neuer Fahr­stuhl und ein kleiner Caffen- fchrank.

* Im Auftrag:

Müller.

Aeil'geöotenes.

Sauerkrautsaft

in großer Auswahl, werden billigst ab­gegeben bei 7189

__Earl Heil. Schloßgasse.

85er Neue Salzheringe 85er" versende in schönster Waare das Postfaß mit Inhalt 4050 Stück garantirt franco Postnachnahme für 3 A 7561

L. Brotzen, Greifswald a/Ostfee.

Steiuguttöpse

zum Einmachen empfiehlt in großer Auswahl und in allen Größen billigst 7466

Moritz Semmler*

Allgemeiner Anzeiger.

Hamburger Fischhaut von A. Koch.

Heute Mittwoch u. folgende Tage.

Täglich frische Sendung:

Schellfische,

S ck 0 ll e n,

Pfd. 30 H,

Backfiscde, Pfd. 25

Hechte, Pfd. 75 H.

Feinste Kieler Bücklinge, Sprotten, geräuch. Aale, Gelee-Aal, Speck- fiundern, Sardellen, Sardinen, Rollmöpfe. 7576

Wäsche.

Einen Posten Prima Herren-Hemden mit dreifach leinen Einsatz 2,75 p. Stück. Einen Posten Prima Damen-Hemden mit Spitze ä JL 1,50 p. Stück.

Einen Posten Prima Piqu^-Iacken mit Spitze a jl 1,40.

Einen Posten Prima Halb-deinen, 80 cm. breit a Meter 50 Pf.

Einen Posten Prima HewdewTnch, 84 cm. breit a Meter 40 Pf. Eine Posten hochfeine Corfetten X Stück 1,50 empfehle ich als ganz außergewöhnlich billig. 7568

Pb. Ellinger, Leinen- und Wäsche-Lager, Putz- und Modewaaren.

Versende jetzt in Gebinden von 20 Liter an, unter Garantie für Reinheit einen selbstgezogenen guten 1883er Natur-Rheinwein pr. Liter 60 Pf.

(an Wirthe 50 H), ebenso süßen

Traubenmost, pr. Liier 45 Pf.

Heieir Fortmiiller, 7577 Wöllstein in Rheinhessen.

Federbesatz in allen Farben empfiehlt sehr billig Köberl Kaas^ 7324 Seltersweg 18.

Die

Bonner Damps-Kassce-Brennerei

von

P. »5. Hausuwnn in Bonn empfiehlt ihre extra feingebrannten Jawa-Kaffees

in Packeten von V2 und 1/4 Kilo.

Niederlage in Gießen bei C. Becker, Wallthorstraße, Georg Haust, Neustadt 17, Carl Schulze II., Neuen Baue 17, Ioh. Seibel, Bahnhofstraße 53, Aug. Voigt. 7554