Lokale-.
Vermischte-.
2.
3.
4.
gewesen unc Nachmittags von
Wetzlar, 19. September, ein Feuer ausgebrochen, in
700 St. U
250 S
7 Bonner
Grossh. Lanta
Donnerstag den 8
Vomittags 9 utibtn auf bem Bureau nomin
1000 haltet Mrlesei 45 Cti. unterere
zur Mtienmg für G Haus unter ben im 't ÖwerbenbrnBed
Seigert.
Sobonn sollen an ^fl9e zur Lieferung ■■nnffionßwege vergeber
1- ca. 120 Ctr. A
Aufstellung 161,945 35 H. 3 ....
Der Professor der Thierarzneikunde und Drrector des Thierarznei-Jnstttuts Prof. Dr. Esser in Göttingen hat einen höchst ehrenvollen Ruf an das Reichsgesund- heitsamt nach Berlin abgelehnt.
— Am Sonntag wurde in der Universitäts-Aula ist Petersburg das neue Semester durch einen feierlichen Gottesdienst eröffnet. Hierrni ist die Semesterordnung und das neue Reglement eingeführt Die neu unmatriMi^ nur in Uniform zuaelassen; Studenten, die nicht tm Besitze solcher sind, erhalten vorläufig keine Einlaßkarten. Der Rector Andrejewsky schloß seine Rede mit den Worte» i Wir Alle, Professoren ?c., sind nur Euretwegen da, nicht umgekehrt , was großen Beifall hervorrief. Am Montag begannen die Borlesungen und damit die neu eingeführte Zucht der Schulbank.
tember weiter. „ , « rnA fr:
— lArbeiter - Eolonie Neu - Ulrichstein.s Sicherem Vernehmen nach ‘ .
Bauarbeiten in der Nrbeiter-Eolonie Neu-Ulrichstein soweit vorgerückt, daß die em
Mn* qu unsrem Gesellfc arourbe beute eingetragen liLtsrath bei AcM .Menaauetei
Karl Heil un August Noll Palm ertheilt hat r datz zur Zeichnung iei rißen die Munterfch stanbs-Mitgliebes erfo:
Gießen, den 12. C GlsKerzogliches Amtt Mülle
forscherversammlungen von jeher auszeichnete, scheint auch das Kennzeichen der diesjährigen zu sein. , . Ä ... r, c..., ~ , .t
Von allem officiellen Eeremoniell befreit, nach in ernster wisienichastucher Arbeit vollbrachtem Tagewerk, bemächtigte sich der Gesellschaft bald eine herfliche t^roblichkeit. Scherz und Ernst wechselten in angenehmer Folge und man wähnte sich iLließiiL als zu einer großen Familie gehörig. Die trefflichen Aufführungen der Kapelle des 10. Fußartillerie-Negiments trugen nicht wenig dazu bei, anregend zu wirten, und das von Herrn H. Scherdlin mit bekannter Meisterschaft abgebrannte ^euerwett erfreute sich allgemeinen Beifalls. Küche und Keller des Herrn Albert ließen nichts zu ""^^Mstternachtstunde war nicht mehr fern, als sich der Garten nach und nach leerte und die Stelle, wo eben noch die ungebundenste Fröhlichkeii geherrickt, lag, von den Strahlen des Mondes beleuchtet, wieder einsam und vertanen da. Maicstawch wogen die grünen Fluthen des Rheins vorbei: wenn auch hier dem Strome die Pome der Burgen-gekrönten Höhen, der Wein-bekränzten Berge fehlt, fo ftunint dock tem Anblick auch hier jeden Deutschen nicht minder weihevoll, steht er doch hier am dem Boden des wiedcrgewonnenen deutschen Landes, walzt doch der deutsche Rhein wieder seine Fluthen an der wieder deutsch gewordenen Stadt Straßburg vorbei.
Der heutige Vor- und Nachmittag ist wiederum den Sectionssttzungen gewidmet, am Abend gibt der Bürgermeisterei-Verwalter im Namen der Stadt in den Raumen des Stadthauses den Gästen einen glänzenden Empfang, zu welchem große Vorbereitungen getroffen worden sind. Morgen früh entfuhrt uns em Oxtrazug unsere liebgewordenen Gäste nach Zabern und der Ruine Hohbarr von wo sie um 6 Ubr wieder zurückzukehren gedenken. Sobald der Zug m Sicht kommt, wird das Dlunster in bengalischer Beleuchtung erstrahlen, so daß unsere Gaste diesen wunderbaren Anblick schon aus weiter Ferne genießen tonnen.
nut, $
i ft Septi
'Biet) «ar ’
$tg( «UÜ
,8UirS«»-ti9'T
i6am<n,x ,hlTl 19. Sei
38. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte.
E. C. Straßburg, 19. September. I
Den Glanzpunkt des gestrigen Tages bildete das Gartenfest in der malerisch an den Ufern des grünen Rheins gelegenen „Rheinlust", Elches mit Anbruch der Dunke ^ I heil seinen Ansang nahm. Das ganze großartig angelegte Etablissement.fjwamm n einem Meere von Licht. Ehinesische Lampions, welche m langen Ketten von Baurn z Baurn gespannt waren, verliehen dem Ganzen ein märchenhafte^ Gepräge, ^m großen Saale des Etablissements erwartete die Gäste eine sinnreich erdachte Ueberraschung. Beim Eintritt fiel unwillkürlich der Blick auf die an der gegenüberliegenden Wand angebrachten, mit Tanncnkränzen umwundenen Transparent-Tafeln, welche in magischem Lickte die Namen von Eoryphäen der 9katur- und der medicimschen Wissenschaft zeigten. Auf der linken, den Naturforschern gewidmeten Tafel las man die 9tarnen: W Schimper, Schwann, Gauß, Liebig, Rob. Mayer; auf der rechten waren die folgenden um die Heilkunde verdienten Männer verzeichnet: Dieffenbach, Heim, ^°fitWiefman sieht,war auch das Elsaß ilicht vergessen, in W. Schimper und Lobstein hatten sein deutsches Eulturleben zwei würdige Vertreter gefunden. Zu beiden Seiten des Transparents mären symbolische Zeichnungen angebracht; die eine stell e die Krankheit vor der Heilkunst fliehend, dar, die andere wollte das Wirken der^Natursoischer versinnbildlichen; Erdgeister überreichten einer aus den Hohen herniederschwebenden weiblichen Gestalt heilkräftige Pflanzen und Krauter. In den offenen Rischen der schmäleren Seitenwand des Saales grüßte der alte Vater Rhein, von Niren umgeben, die Gäste mit den Worten: , ,
„Rauscht Melodien heut ihr grünlichen Wogen, Webet „Willkommen von Herzen" mit ein, Gilt's doch den Gästen, die zu mir gezogen — Ihr Aerzte, ihr Forscher, es grüßt euch der Rhem."
An den übrigen flaggengeschmückten Wänden waren bte Rappen der größeren deutschen Staaten angebracht: Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg und Baden, daneben diejenigen von Elsaß und Lothringen und alle gekrönt von dem deut chen Kaiseraar. Die Transparente und symbolischen Zeichnungen waren von Maler Ottomar Weymann entworfen, von dessen geübter Künstlerhand auch die gelungenen, die Enfftehung des Namens „Salvator" verdolmetschenden Kohlenzeichnungen im sog- Salvatorkeller des Etablissements herrühren. Die Ungezwungenheit, welche die Natur-
Gießen, 21. Sept. sSynode des Dekanats Gießen.l Am 14. Sepchr. wurde die Synode des Dekanats Gießen in der Provinnalhauptftadt gehalten. Die Predigt hielt Herr Pfarrer Adolph von Watzenborn über den Anfang von Psi 118. Nach Anleitung des Textes warf er einen Rückblick in die Vergangenheit und einen Ausblick in die Zukunft, und beantwortete die Frage: Was beides uns heiße und was beides uns zeiget Die eigentlichen Verhandlungen wurden hierauf in dem Saale der Kleinkinderschule vorgenommen. Bei der Feststellung der Präsenzliste stellte es sick heraus, daß von den dienftthuenden Geistlichen nur einer , der verreist war, fehlte; an die Stelle der durch Krankheit verhinderten und für die vacanten Pfarreien traten die fungirenben Specialvicare ein. Zu Schriftführern wurden durch Acclamation Pfarrer Heintze von Kirchberg und Garl Geisler von Lollar gewählt, -ten ausführlichen, äußerst sorgfältig ausgearbeiteten Rechenschaftsbericht trug Herr Pfarrer Dr? Naumann vor. Die Verlesung desftlben dauerte über IV, Stunden Es ergab sich aus demselben kein unerfreuliches Resultat über den kirchlich religiösen Zmtand unseres Dekanats. Nach den vorgeschriebenen 3 Zahltagen betragt die Zahl der Kirck- besucher in sehr wenigen Gemeinden 9% und darüber, m den meisten 3O-50«/o und nur in einer Gemeinde bedeutend mehr als 50%. Die Zahl der Abendmahlsgenossen übersteigt in den meisten Gemeinden 1OO%. Taufoerweigerungen und blos standesanulicke Eheschließungen kamen in den Landgemeinden nicht vor; tn Gießen werden manchmal die Taufen über Gebühr verschoben, auch mitunter, doch selten, ganz unterlassen. Confirmationsverweigerungen sind keine zu erwähnen ebensowenig Austritte aus der evangelischen Kirche ober Uebertritte zu berfelben. Unterbessen war bte Zeit schon sehr weit vorgerückt, fobaß bie Verhanblungen über bie vorgelegte Frage: Was kann unb soll zur Verbreitung guter an christlichem Gerste gehaltener Volkslektüre geschehen? barunter leiben mußten. Der Referent Dekan Dr. Strack mußte bie Vorlesung semes ausgearbeiteten Vortrags unterlassen unb konnte nur einige einleitenbe Worte zur Begrünbnmg ber einzelnen Thesen vortragen. Nachbern man auf Grunb ber ersten These das Bebürfmß anerkannt hatte, für Verbreitung guter Volkslectüre thattg zu sem, theils um ber schlechten Prctüre entaeaen zu wirken, theils um wohlthätig aus bas Volk in moralischer unb
.ji DK *■
bringe J' - 350 Str. K, rtc LieferungsbediW
Wen vom 24 Bureau unfe werden nn B*Vit en?f £>Ä!I
WU
b,n 2, -eich „ WÄ’1« ’t'Ä* ’fe - !■
Reifte!
H 4sue
Hohenburg. 20. September. Der Großherzog, die Frau Großherzogin von Baden, sowie der Kronprinz und die Kronprinzessin von Schweden find heute Abend nach ^^^ September. Der König hat, wie die „Allg.Z." meldet, dem
Erb-Großherzog von Baden den Hubertus-Ritterorden v^lrehen und demselben dre Insignien dieses^ Ordens durch den Generaladjutanten Grafen Pappenheim heute aus Sckloß .Hobenburg überreichen lassen.
%x>eU, 20. September. Der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogm von Baden sind um 3 Uhr, begleitet von dem Herzog, von Nassau, hier emgettoffen und von der versammelten großen Volksmenge fteudigst begrüßt, mittelst Ertrazuges über eQl3bUöiettdl, 2E Septembe^'^Die hiesigen Morgenblatter erachten in ihrer Besprechung die Ereignisse in Philippopel scwie die Situation für schwierig und fuhren über- einftimmenb aus, daß die weiteren Eonseguenzen von den Eindrücken an er zunächst betheiligten Stelle, in Konstantinopel, sowie bei den Berliner Vertragsmachten abhangen, welche E ^n abzu^^enjeten. bem Fürsten Hohenlohe von der deutschen Eolonie Hierselbst gegebene Banket hat gestern Abend stattgefunden An demselben nahmen 120 Personen Theil. Dem Fürsten zur Rechten saß der Präsident der deutschenWohl- thätigkeits-Gesellschaft Sachs, zur Linken Besserns, ihm gegenüber der Bayerische Geh. Legationsrath v. Reither, dessen Nachbarn Baron Erlanger und General v. Tlloens- leben waren. Letzterer befindet sich hier aus der Ruckreise von den Manovern bet Arras unb wirb noch einem Diner bei bem Kriegsminister beiwohnen. Geh. Legationsrath v. Reither brachte ben Toast auf Kaiser Wilheim aus, worauf bie Musik bie preußische Nationalhymne intohirte. Sachs toaftirte fobann auf Frankreich unb au den Präsibenten Greoy, Lubert (Prasibent bes. ^uartettoerems)» trank^ "uf das Wohl des Fürsten 5)ohenlohe, wobei er bem Bebauern ber beutschen Eolonie über das Scheiden des Fürsten unb bem Danke für alles Gute Ansbruck gab, bas er tur dreselbe gethan. Der Botschafter erroiberte mit warmen Dankesworten unb warf enten Rückblick aus bie 12 Jahre seines Aufenthalts in Paris, wobei er mit lebhafter Anerkennung ber ihm zu Theil geworbenen Ausnahme gebachte, bie ihm seine Aufgabe erleichtert habe. In Bezug auf seinen neuen Wirkungskreis in Elsaß-Lothringen hege er basselbe Vertrauen unb er hoffe, bie Bevölkerung werbe seine Gefühle unb seme Hingabe an bie non ihm zu erfüUenben neuen Pflichten verstehen. — Erst m spater etunbe trennten ficb du^E^2O?Septtmber. Der König hat unter bem Ausdruck seiner Theilnahme 50 OOO Lire für die Eholerakranken in Palermo angewicscn und der Munizipalität von Palermo die königliche Villa „Ekvorita" zu Samtätszwecken zur Aersugung gestellt
In der Provinz Palermo kamen gestern 2o8 Eholeraerkraiikunaen und 185 EHV- feratodesfälle vor, in der Provinz Parma 6 Eholeraerkranftingen und 5 Eholeratodes- lälle in der Provinz Novigo 3 Eholeraerkrankungen und 3 EholeratodessaUe
Petersburg, 20. September. Der „Russische Invalide veröffentlicht eine Ordre des Kriegsministers vom 22. August (3. September), wonach aus den drei bestehenden Gebirgsbatterien der Kiewer Festungsartillerie tn Knegszeiten 6 actioe Ge- birg§batterim^|u ^rndren P^ersbourg" schreibt: „Dank einer fübn angelegten unb geschickt geleiteten Verschwörung ist bas General-Gouvernement von Ost-Rumclien gestürzt worben. Wir haben in biesem Augenblicke nur eine Bemerkung zu machen, bei ber Wichtigkeit bes Ereignisses erscheint es angezeigt, daran zu erinnern, baß bte politische Organisation, an welcher bie sriebliche Revolution m Philrppopel soeben gerührt bat, bas Werk bes Berliner Eongresses, b. h. ber Machte ist. An biesen afto ist es bie entsprechenben Erwägungen eintreten zu lassen." — Die anderen bieftgen Leitungen betrachten die proflamirte Vereinigung Ost - Nurneliens mit D"lgarien als unoernieibliches Resultat der Sachlage auf ber Balkanhalbinsel. Obwohl dre Blatter fick der Vereinigung freuen, zeigen sich die „Nowostt doch um die Folgen derselben besorgt. Die „^tomoje Wrernjä" meint, die Türkei könne ihre Gxfftenz tn ^inD9^f?“r verlängern, wenn sie sich einer nachgiebigeren Politik gegenüber Nußland, den Balkan- . wi'rkeri7theils um wohlthätig auf das Volk in moralischer unb
fürstenthümern und Oesterreich-Ungarn beflet6ige ®ie ^eut1^^e p ter§bin9^ 3eitung einzuwirken, wurden die Thesen von 2-9 zufammengefaßt, welche
sagt, die faktische Vereinigung Ost-Rumeliens mit Bulgarien sei nur etni ^ft ber ® iCiflten, was für Schriften dem Volke dargeboten werden sollten; ebenso auch von Tbeie rechtigkeit, wenngleich eingeräumt werden müsse, daß Lst-Rumelien eine nicht unerheb- roeldie sich darüber aussprachen, wie die Schriften unter das Volk zu gingen liche nicht-bulgarische Bevölkerung habe. ftl>n seien Die 16. These, welche es den Dekanatsgeistlichen empfahl, bei Auswahl der
Sofia, 21. September. sPrivat-Depesche.j Eine Proclamatton des Fürsten ^ckriften sich gegenseitig zu unterstützen, kam gar nicht mehr zur Besprechung Es verkündet die Annahme des Titels Fürst von 9tord. und Sudbulganen. Der, Fürst I 1'^.0 eines geistlichen Ersatzmanns für ben Dekanatsauslchuß an bte
trifft morgen in Philippopel ein, wo ein enthusiastischer Empfang vorbereitet wird. I bes penfionirten Pfarrers Welker in Kirchberg vorgenommen werben. 1 "" Pfarrer Scriba von Alten-Buseck erhielt 31 von 36 abgegebenen Stimmen Unter.
i ö^hronif besten war es 2 Uhr geworben, fobaß bie Synobalen nun auch verlangten, sich lublick
UniverMatS vptpmr, ^stärken nach fünfftünbiger geistiger ununterbrochener Anstrengung-
Würzburg, 18. September. Das Vermachtniß, welches der ver ebte Profffsor (ftUfotn, 21 September. Vorgestern Nackmittag würbe eine hiesige Frau von
Abelmann der Universität^ zuwendete, betragt nach nunmehr endgültig gemachter | Amdm Backsteinmacher in der Schwarzlache mit einem umgekehrten Peitschen stiel derart schwer am Kopfe verletzt, daß dieselbe in die Klinik verbracht werden mußte. Der Thäter wurde verhaftet.
— In der Nacht vom 19. auf den 20. d. Mts. ist einem hiesigen Fuhr-werk^ befitjer in der Erlengasse ein Wagen (Landauer) durch ruchlose Hand umgerooifcn und dadurch erheblicher Schaden zugefügt worden.
— Ein seit Mai l. I. von Hamburg aus wegen Betrugs und qualificirter Urkundenfälschung steckbrieflich verfolgter Reisender wurde gestern durch die Schutz mannschaft dahier verhaftet.
Lang-Göns, 19- Sept- Gestern wurde hier das MiffionSfest für die Dekanate Gießen und Grünberg gefeiert. Durch verschiedene Umstände, namentlich durch die Beerdigung eines Geistlichen in der Nachbarschaft, wurden mehrere Murrer verhinderl, an bem schonen Feste Theil zu nehmen; barum war bie Zahl ber eine geringe. Desto zahlreicher war bas Fest von ben ßanbleuten au§ Lang-Göii^ unb ber llmgegenb besucht- Morgens unb Mittags war die Kirche -um Erbruckm voll; trotz ber vielen Bänke unb Stühle, welche fort unb fort herbeigeschafft wurden, mußten noch viele Personen auf ben Treppen Platz nehmen unb bis wett vor vm Kirchthüren stehen- Der Morgengottesbienft bauerte über zwei Stunben und der Nachmittagsgottesbienft gegen 1% Stunben: besten ungeachtet war unter ber gebrangm Menge lautlose Stille unb Anbacht; man hörte vielfach bie Äußerung : unb wenn es noch länger gebauert hätte, wir wären bes Hörens nicht urube geworben- Am 4o - mittag prebigte Herr Pfarrer v.Seybewih von Frankfurt a/M. über Matths 31 •
Hierauf hielt Herr Missionär Thurnrn von da eme Ansprache über Ev. JohS- ch w, uerbunben mit mancherlei Erzählungen aus fernen Missionserfahrungen. Nachmittage sprach derselbe über 1 Kor. 15, 58. Die bei beiden Gottesdiensten gesammelte ^oll-a betrug 97 JL 84 Wenn man bedenkt, daß dieselbe meistens in kleinen Muiijtt gegeben wurde, so sicht man, wieviel Geber in der Kirche raunen gewesen sein.
Miinzenberg. Alle Diejenigen, welche stch ,ur Völkerkunde, Ion» tur w Werke ber äußeren unb inneren Mission interessiren, machen wir aufmerksam auf - große Missionsscjt, das am 23. d. M., von Vormittags 10 Uhr an, 'N nnser-in M gelegenen Ort mit seiner ehrwürdigen Ruine, die mit dem in der Nahe bette °ei gelegenen Gasthaus „zur Burg Münzenberg" von vielen Fremden tm Sommer beiua wird, geseiert werden wird. Die rühmlichst in reelleren Sirenen betmmten Dr. the_ Hardeland, Missionsdirector in Leipzig und Pfarrer Schlößer 'n «ranktuitt Festreden halten. Ersterer ist, wie wir Horen, fchon mehrere JDlale m Ostmo gewesen und wird über seine Erlebniste in jenem lernen Lande Bericht erNan
etwa 4 Uhr an soll noch eine Nachfeier auf ber Burgruine stattfuid
“ Seplembec. Heute Nacht ist in bem nahen Waldgirv" cm oeuer auygcuiuiyui, in Folge besten ein Haus nahezu vollftänbig ausbranv
Leiber ist habet eine alte Frau, welche sich nicht mehr zu retten vermochte,^
gcfomnjn Gerichtsferien sind mit bem letzten Dienstag zu ^stbe gegangen nehmen bie Verhandlungen wieder ihren gewöhnlichen Gang. Die Frißtm, w durch die Ferien gehemmt waren, refp/ in die Ferien fielen, .laufen feit dem iv-


