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Vermischtes.
Darmstadt, 19. November. sHilfsvercin vom rothen Kreuzt Für die Erfüllung der dem hessischen Hilssveretn vom rothen Kreuz, als Mitglied des internationalen Verbandes der Hilssoereine, in Folge des ausgebrochenen serbisch-bulgarischen Krieges obliegenden Aufgabe der Beihilfe für die Pflege der Verwundeten hat der hessische Landesvereinsvorstand heute vorläufig und unter Vorbehalt von Sammlungen durch seine Zweigvereine aus der Vereinskasse den Betrag von 2000 JL bewilligt. Derselbe soll zur Anschaffung von Medikamenten, Verband- und Pflegematerialien verwendet werden, welche im Einverständniß mit dem die Thätigkeit der deutschen Vereine organisationsmäßig leitenden und vermittelnden deutschen Centralcomite so schnell als möglich nach dem Kriegsschauplatz abgehen sollen.
Bad Nauheim, 18. November. Ingenieur Rosenfeld unterzog vor einigen Tagen die Quellen im Stadtwalde und die geologischen Verhältnisse unserer Stadt einer Besichtigung, um Material für größere, auf die Ausführung einer Wasserleitung bezügliche Vorarbeiten zu gewinnen. Hoffen wir, daß dieses für unsere Badestadt so wichtige Werk zur baldigen Ausführung gelangt.
Sch olle nbach (im Odenwald), 11. November. Gestern war der Staats- anwalt von Darmstadt hier, um den Tatbestand des bereits gemeldeten Raubes fest- zustellen. Von dem Thäter fehlt bis jetzt noch jede Spur. Die beraubte und geschlagene Frau befindet sich zwar auf dem Wege der Besserung, jedoch wird es immer noch eine Zeitlang dauern, bis sie sich von dem Schrecken, sowie der Sorge um ihr sauer erspartes Geld erholt hat. 0 y
~ , T roafcre „Preisfrage für angehende Juristen" entstand unlängst in Folge eines schnurrigen Vorfalls an der Gasthaustafel in B. Ein Gutsbesitzer logirte
Vineln ^tel und während des Diners stand sein großer Hund neben seinem ß. « der dem Gutsbesitzer gegenüber Platz genommen, wollte zahlen und dem Kellner einen fünfzig - Markschein reichen, ließ aber das Werthpapier in eine S-aueemchussel fallen. Ein neben dem Gutsbesitzer fitzender Herr ergriff den Schein, um ihn, mit Sauce überzogen, dem Kellner zu reichen; in diesem Augenblick aber Jpranö ber Hund heran und verschluckte den Schein. Eine Tödtung des Hundes, um den Schein zu retten, lehnte der Eigenthümer des Thieres ab, da der Hund sehr werth- voll war. Es entsteht nun die im Wege des Processes zu entscheidende Frage: „Wer hat den Schein zu ersetzen?
Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Wiederbesetzung der Gemeinde-Einnehmerstelle.
Bewerbungen um die erledigte Stelle eines Gemeinde-Einnehmers sind binnen 14 Tagen, von heute an, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, welche bezüglich der Gehaltsverhältniffe, der zu leistenden Kaution u. s. w. gewünscht werdende Auskunft ertheilt.
Gießen, den 20. November 1885.
Großherzogliche. Bürgermeisterei Gießen.
A. Bramm. 8347
Einträge
jum Firmen-Negister -es unterzeichneten Gerichts.
1. Die von Herrn Siegmund Heichelheim, Inhaber der Firma A. Heichelheim in Gießen, den Herren Max Gugenheim und Gustav Müller ertheilte Collektiv-Prokura ist erloschen.
2. Die Firma C. W. Dietz in Gießen wurde gelöscht.
Gießen, 18. November 1885.
Guoßherzogliches Amtsgericht Gießen. Dr. Schäfer- 8321
Mmstäg den 19. December,
Vormittags 11 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raiche des Wilhelm Seibert
Flur 1/427a 50 Meter Hofraithe in der Judengasse,
Flur 1/399 88 Meter Hofraum daselbst, meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 5. November 1885.
Großherzogliches Ortsgericht.
7992 Müller.
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Mit größtem Nutzen werden sie angewandt: bei Kungen-Catarrhen, chronischen WA 2? Eatarrhen des Rachens und Kehlkopfs, sowie bei verschiedenen Un1erleibös1örungen,W £5 besonders wenn solche mit Lungen Katarrhen verbunden sind. W tc
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Sonntagsverein für Mädchen.
Nachdem am vorigen Sonntag die Vereinigung der Mädchen im Beisein von 21 Mädchen eröffnet worden ist, laden wir auch für den nächsten und die nachfolgenden Sonntage die confirmirten Mädchen ein, im Saale der Klein- ftnbetfcbulc, zwischen 2 und 7 Uhr Nachmittags, zu schöner, durch Gottes Wort geheiligter Unterhaltung sich zu versammeln. Die Herrschaften, Ge-^ schästsinhaber und Eltern bitten wir, ihre Mädchen aus die Sonntagsvereinigung aufmerksam machen und ihnen, , soweit möglich, die Theilnahme erleichtern zu wollen.
Gießen, den 20. November 1885.
Der Borstand.
8340 Dr. Naumann, Pfarrer.


