Handelt. Ein Entwurf darüber sollte der zweiten Kammer -oen, der Abg. Osann habe aber das Versprechen gegeben,
über das Feuerlöschwesen gel der Stände unterbreitet roeri
mittag «ach Windsor begeben hat, um der Königin die Liste der neuen Minister zu unterbreiten. Darüber, ob das neue Eabinet nur aus Anhängern der con- servativen Partei zusammengesetzt ist, liegen bis zur Stunde noch keine authentischen Mittheilungen vor.
Der große Strike der Eisenarbeiter in den Bezirken der nordamerikanischen Eisen-Industrie neigt sich seinem Ende zu. In verschiedenen Fabriken haben die Arbeiter bereits die Arbeit wieder ausgenommen ; im Uebrigen ermattet man mit Bestimmtheit einen Ausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf Grund einer von ersteren zugestandenen theilweisen Lohn- Erhöhung.
Univerfltäts - Chronik.
— Professor von Liszt in Marburg hat einen Ruf an die Universität Bonn abgelehnt.
— Der Stadtrath von Freiburg hat der Universität ein Fest gegeben, weil der Besuch der Universität sich auf über 1000 Studenten (1152) gehoben hat. Man war im vorigen Jahre allseitig übereingekommen, wenn dieses Ziel erreicht sei, dasselbe durch ein Fest zu feiern und der Stadtrath hat sein Wort in glänzender Weise gelöst.
— Der außerordentliche Professor an der Universität Leipzig, Dr. phil. Friedrich Delitzsch, ist zum ordentlichen Honorarprofessor ernannt worden.
— Geheimerath Professor vr. v. Nußbaum in München ist von der amerikanischen Ehirurgen - Gesellschaft zu Washington zum Ehrenmitgliede ernannt worden.
— Professor Dr. Bollinger in München wurde von der Akademie Royal© de Med6cine zu Brüssel zum auswärtigen correspondirenden Mitgliede gewählt.
— Der bisherige Ministerresident der Vereinigten Staaten in Bern, Mr. I. Cramer, hat einen Ruf an die Akademie in Boston als Professor der systematischen Theologie erhalten und gedenkt denselben anzunehmen.
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Mainz, 14. Juni. (Zwölfter hessischer Feuerwehrtag.j In dem Saale des Casino „zur Eintracht" fand gestern Nachmittag die Versammlung der Dele- girten zum 12. hessischen Feuerwehrtage statt; außer den Delegirten von 54 hessischen Feuerwehren mit circa 150 Vertretern wohnten den Verhandlungen auch Her? Pro- vinzialdircctor Küchler und Herr Amtmann Fey von hier bei. Der Vorsitzende der Delegirtm-Versammlung, Herr Branddirector Justus-Darmstadt eröffnete die Versammlung, indem er vorerst dem Herrn Provinzialdirector Küchler das Wort er- theilte. Redner begrüßte die Versammlung im Namen der Großherzoglichen Staatsregierung und hob hervor, daß die Aufgabe der Feuerwehren von so humaner und edler Natur sei, daß die Staatsregierung dieselbe mit aller Energie unterstützen werde, umsomehr, da die Aufgaben der Feuerwehren mit den Absichten und Interessen der Großherzoglichen Regierung zusammenfielen; was seine persönliche Stellung anWange, so werde er alles thun, um die Bestrebungen der Feuerwehren zu unterstützen, und er wünsche ihnen daher Glück und Segen für alle Zukunft. Herr Justus-Darmstadt dankte hierauf dem Redner für die warmen Worte, mit welchen derselbe die Versammlung im Namen der Regierung begrüßt habe, ebenso dankte er im Namen seiner Kameraden für die Aufnahme in der Stadt Mainz; im Weiteren erstattete er hierauf Bericht über die Thätigkeit des Landesausschusses. Derselbe habe in seiner Sitzung vom 9. November v. I. beschlossen, an die Großherzogliche Regierung eine Eingabe zu richten, mit der Bitte, den seitherigen Beitrag für die Landesunterstützmigskasse von 500 v4t zu erhöhen oder für den ganzen Umfang des Großherzogthums eine Lotterie zu gestatten, damit der Reservefonds der Kasse entsprechend erhöht werden könne. In den letzten Tagen sei nun auf diese Eingabe dem Landesausschuß die Mittheilung geworden, daß der Betrag von 500 JL für die Kasse abermals bewilligt worden sei, mithin eine eigentliche Antwort auf die Eingabe noch nicht erfolgt wäre, auf eingezogene persönliche Erkundigungen könne er übrigens mittheilen, daß gegenwärtig Verhandlungen schwebten, um einen Fond für diese Kasse zu gründen; ehe diese Verhandlungen abgeschlossen, würde eine Rückantwort auf die fragliche Eingabe nicht erfolgen. Ein weiterer Beschluß des Landesausschusses habe sich um den Erlaß eines Gesetzes
doch damals gegründet worden, damit der verunglückte Feuerwehrmann im Falle der Roth eine Stütze habe, die Kasse könne aber sich nicht entwickeln' und gedeihen wen* nicht sämmtliche Wehren an derselben sich betheiligten. Schmitt-Hechtsheim will bide Frage auch auf den Provinzialoersammlungen angeregt wissen, damit sich immer mehr Feuerwehren an dieser Kasse betheiligen. Der Vertreter der Wormser Feuerwehr bemerkt, daß sie nicht der Kasse beitreten würden, ihre Verhältnisse seien derart geregelt daß keine weiteren Unterstützungen nothwendig feien, und dann würde ja auch die Landesbrandoersicherungsanstalt bei Unglücksfällen, wie dies bereits in Worms sorge- kommen, ihre Unterstützung nicht versagen; dieser Punkt der Tagesordnung sei ein lehr wichtiger, derselbe sei sehr wohl zu überlegen, denn wenn derselbe die Zustimmunz der Majorität fände, sei dies gleichbedeutend mit dem Ausschluß der Wormser Feuerwehr aus dem hessischen Verbände. Herr Pricken (Mainz) ist derUeberzeugung, da« die Kape in ihrem Bestände nicht lebensfähig sei und glaubt auch nicht, daß'die'e Bestrebungen die Kaffe in die Höhe bringen würden. Es müsse dahin zu wirten fein daß die Landesbrandkasse die Versicherung sämmllicher Feuerwehrleute übernehme, eine solche Kasse könne leisten, was eine andere Kasse zu leisten nicht im Stande wäre und habe Herr Oberbürgermeister Dr. Dumont seinerzeit einen dahin gehenden Antrag gestellt. Er glaube, daß man dem Anträge von Darmstadt nicht Folge geben tonne wenn es geschähe, würde auch Mainz aus der Kasse ausscheiden. Gießen spricht fidj im Sinne des Antrags aus. Weller (Mairn) spricht sich ebenfalls gegen den Zwang aus, welcher durch den Antrag ausgeübt werden solle. Noch noch einigen Debatten wird der Antrag Darmstadt mit großer Majorität abgelehnt. Höchst interessant waren nun die Besprechungen über Rauchapparate, unter Vorzeigung eines für die Mainzer Feuerwehr angeschafften Apparates. Herr Branddirector Pricken hat hier in ausführlicher Weise die in dieser Beziehung bekannten Vorrichtungen erklärt. Die beste Vorrichtung, um sich in brennenden Gebäulichkeiten, besonders aber in Kellern, vor dem zu starken Rauch zu schützen, besteht in einer Art Maske, welche einen Theil des Gesichts verdeckt, indem die Nase durch einen Apparat geschlossen wird, so daß der Feuerwehrmann gezwungen ist, durch den Mund zu athmen. Ein 15 Meter langer Schlauch, der noch verlängert werden kann, ist mit einem Mundstück versehen, welches der Feuerwehrmann forsivährend im Munde behält, so daß das Athmen des Mannes durch den Schlauch stattfindet. Die von einem Feuerwehrrnanne mit dem Apparat oorgeführten Demonstrationen fanden allgemeinen Beifall. Von Darmstadt wurde bemerkt, daß ein großer nasser Schwamm, mit Gummischnur fest gegen das Gesicht gedrückt, ebenfalls auf einige Zeit, wirkungsvoll den Rauch abhalte. Die Frage, ist das Anbringen von Schlauchhaspeln auf Spritzen zu empfehlen? wurde von dem Vorsitzenden der Mainzer Feuerwehr entschieden bejaht, da sich diese Methode bis jetzt als sehr praktisch erwiesen habe. Feller aus Lollar stimmt den Ausführungen des Vorredners bei. Der Vertreter von Worms bezeichnet diese Frage als eine wichtige, enthalte sich aber eines bestimmten Uttheils, da sich hervorragende Feuerwehrmänner gegen dieses System ausgesprochen hätten. Bei den weiteren Fragen, welche Art doii Helmen, Filz, Metall oder Leder, den größten Vorzug verdienten und ob sich Uniformsröcke oder Blousen besser für den praktischen Dienst der Feuerwehr eignen, wurde dahin entschieden, daß der Lederhelm entschieden vor dem Metallhelm den Vorzug verdiene, ebenso sei die wollene Blouse, weil sie die Freiheit der Bewegung nicht hindere, dem Uniformsrocke vorzuziehen.. Die Frage, wie muß eine Allem entsprechende Steigerlaterne sein, wurde dahin entschieden, daß bis jetzt eine fehlerfreie Steigerlaterne nicht bestehe, doch verdiene eine Laterne, welche mit einem Stearinlichte versehen sei und von dem Feuerwehr manne in der Hand getragen werden könne, den Vorzug. Der nächste Punkt der Tagesordnung: Bis zu welcher Entfernung hat dne freiwillige Feuerwehr bei einem ausbrechenden Brande Hülfe zu leisten, wurde dahin erledigt, daß beschlossen wurde, es jeder einzelnen Feuerwehr nach eigenem Ermessen zu überlassen, einer bedrängten Gemeinde Hülfe zu leisten, wenn darüber nicht besondere Verordmmgen bestünden. Betreffs einer Normalschlauchverbindun^wurden von Branddirector Jnstns-Dannstad: die Schlauchverkuppelungen (System Storz) als das beste bis jetzt bestehende anerkannt und zur Anschaffung auf's Wärmste empfohlen; diese Kuppelungen haben feine Gewinde und ist ein falsches Aneinanderhalten vollständig ausgeschlossen. Der Verschluß ist so geschützt, daß Undichtigkeiten nicht vorkommen können. Der letzte Punk: der Tagesordnung betraf die Wahl des Ortes, in welchem der nächste Feuerwebrlag abgehalten werden soll, da sich hierzu nur Büdingen in Oberhessen gemeldet, so ivirö beschlossen, das Fest in zwei Jahren daselbst abzuhalten. (D. Z.)
den Antrag über den Erlaß eines solchen Gesetzes zu seinem eigenen Anträge zu machen und würde darüber wahrscheinlich schon in der nächsten Sitzungsperiode der Kammer berathen werden. Herr Vogel-Darmstadt gab hierauf der Versammlung Kenntniß von der Rechnungsablage der Verbandsunterstützungskasse. Dem Berichte entnehmen wir, daß der Kasse 93 Feuerwehren mit 5760 Mitgliedern angehören, davon entfallen auf Starkenburg 47 Feuerwehren mit 2916 Mitgliedern, auf Oberhessen 21 Feuerwehren mit 1490 Mitgliedern und auf Rheinhessen 25 Feuerwehren mit 1354 Mitgliedern. Aus dem Berichte war weiter ersichtlich, daß seit dem 3jährigen Bestehen der Kasse bereits viele Unterstützungen an verunglückte Feuerwehrleute ausbezahlt worden sind. Es kommt nun der Antrag Darmstadt: „Jede dem hessischen Verbände angehörige Feuerwehr muß gleichzeitig dessen Unterstützungskasse beitreten" zur Berathung. Referent über diesen Antrag, Herr Fischer-Darmstadt, begründete denselben damit, daß noch eine ganze Anzahl Feuerwehren der Kasse nicht beigetreten seien und sei die Kasse
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