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gehalt und tarifmäßiger Wohnungsgeldzuschuß (60 bis 180 X), bezw. Dienstwohnung, steigend. Bergen (Kr. Hanau), Amtsgericht, 3 (5anzleigehülfen, Schreiblohn von 8, 7 und 4 4^ pro Seite. Kassel, Eisenbahn-Hauptwerkstätte, Werkstattsnachtwächter, während der Probezeit monatlich 50 X, nach der Anstellung jährlich 600 X und Wohnungs­geldzuschuß. Daselbst, Werkstattsportier, während der Probezeit 67,50 X monatlich, bei der Anstellung 810 X jährlich und Wohnungsgeldzuschuß. Gerstungen, Gotha, Halver, Jena, Olpe, Weimar, Postämter, Landbriefträger, 510, 600, 540, 370, 480 und 600 X Gehalt jährlich und den Wohnungsgeldzuschuß. Gotha, Postamt, Packetträger, 680 X Gehalt und 144 X Wohnungsgeldzuschuß jährlich. Immenhausen, Bürger­meisteramt, ^Stadtdiener, baar 256 ^L, statt früher gelieferten Holzes 24 J£, statt früher- gelieferter Stiefeln 15 X, eine Wiese, veranschlagt mit einem Pachtzins von 15 X, alle zwei Jahre eine neue Uniform, veranschlagt zu jährlich 45 X, also zusammen 355 X. Schlüchtern, Amtsgericht, Lohnschreiber, 58 4 pro Seite. Schwarzenfels, Amtsgericht, 2 Eanzleigehülfen, 58 4 für eine Seite. , Siegen, Postamt, Packet­träger, 750 X Gehalt und 144 X Wohnungsgeldzuschuß jährlich. Weimar, Stadt­steuer- und Forstgeldereinnahme, ' Diener, 250 X Jahreslohn und circa 300 X Erinnerungsgebühren.

Eine Velociped-Tour um die Welt beabsichtigt ein gewisser Mr. Thomas Stevens zu machen. Derselbe hat bereits den ersten Theil seiner Aufgabe hinter sich, indem er den Weg von San Francisco nach Boston quer über den nordamerikanischen Continent in dreiundfünfzig Tagen zurückgelegt hat. Am 9. April ist er von, Boston nach Liverpool in See gegangen, von welcher Stadt er am 1. Mai seine Reise fort­setzte. Er ging mit Bicycle nach Liverpool, nach Dover zu Schiff über den Canal und will dann mit Bicycle nach Paris, durch Deutschland, Oesterreich, Ungarn und die Türkei bis nach Konstantinopel fahren. Dann will er über Kleinasien nach Persien gehen, ungefähr im November in Teheran eintreffen und dort den Winter zubringen. Im nächsten Frühling soll dann China in seiner ganzen Breite von ihm durchfahren iverden, womit seine Weltumseglung, abgesehen von dem Katzensprung zu Schiff von Canton nach San Francisco, beendet wäre.

(Zimmer-Beleuchtung mit Leberwurst.] Als Curiosum theilt demLeipz. Tagebl." ein dortiger Leser Folgendes mit:Derselbe kaufte in einem Geschäft in der ^straße ein Stück Leberwurft, die ihm daheim aber durch Geruch, Geschmack und Aussehen so wenig einladend erschien, daß er sie nicht, wohl aber einer näheren Untersuchung werth hielt. Diese ergab, daß die Wurst zu mehr als 60pCt. aus ge­ringem Talg (Darmfett) bestand; non wirklicher Leber fand sich nur eine verschwindende Spur (etwa 1012pCt.). Der Rest schien aus Kartoffelmehl, Schwerspath und dergl. zu bestehen. Auf den hohen Fettgehalt speculirend, zog der betrogene Käufer als er­finderischer Kopf einen Docht durch die Wurst und zündete sie an. Der Versuch gab einen überraschenden Erfolg, die ganze Wurst verbrannte allerdings unter Ent­wickelung eines infernalischen Geruches mit hellleuchtender Flamme, nur einen geringfügigen Rest zurücklassend." Sollten etwa die Leipziger Metzger ihre Wurst für den Export nach Rußland fabriciren?

sHeiße Pflanzenblüthen.si Daß jeder Mensch vermöge des beständigen Ver- brennungsprocesses in seinem Innern sein gutes Quantum Wärme und Kohlensäure producirt, ist sattsam bekannt; daß aber auch die Pflanzen vermöge des Verbrennungs- processes in jeder lebenden Zelle Wärme erzeugen, ist bisher lveniger beachtet worden. Der Hallenser Professor Kraus hat nun die Wärmesteigerung in einigen Pflanzen während ihrer Blüthezeit und Honigmonate genauer untersucht. Man darf übrigens diesen Verbrennungsproceß nicht mit der Pflanzenathmung im Sonnenlichte verwechseln. Unter Einwirkung des Tageslichts nimmt bekanntlich die Pflanze Kohlensäure mit der Luft auf, zerlegt dieselbe, consumirt den Kohlenstoff und haucht den Sauerstoff wieder aus. Im Dunkeln dagegen athmet die Pflanze wie der Mensch, das heißt, sie athmet Sauerstoff ein, benutzt denselben zur inneren Heizung und athmet wie jeder Heizapparat Kohlensäure aus. Aber nicht blos bei Nacht, sondern auch am Tage liefern gewisse Pflanzentheile, nämlich Früchte, Wurzeln und Blüthen, Kohlensäure in die Atmosphäre. Das Resultat dieses Verbrennungsprocesses muß Wärme sein, doch ließen bisher unsere Instrumente nur in seltenen Fällen eine Messung der Temperatursteigerung zu. Be­kannt ist die Wärmezunahme in den Blüthen des Kürbis, der Victoria regia und namentlich der Aroibeen. In der tubenförmigcn Blüthe der Aroidea ergab das Thermometer eine Temperatursteigerung von 10 Grad Celsius, und an der herz­blätterigen Aroidea auf Jsle de France stellte sich ein Temperaturüberfluß von sogar 30 Grad heraus. Stach den durch Dr. Gregor Kraus am Arum Italicum angestellten Untersuchungen ergab sich zunächst, daß die Temperatursteigerung erst mit dem Auf­rollen des Blüthenftaubes und niemals vorher begann. Die Wärme stieg drei bis vier Stunden lang bis zu dem Maximum von 44,7 Grad Celsius, verharrte auf dieser Hohe 12 Stunden und begann dann allmählich zu sinken. Als größter Wärme­überschuß wurden 27 Grad Celsius erzielt. Sieben der hohen Ziffer der Wärme- steigeruilg fällt das Ergebniß der Untersuchung auf, daß die Wärmeentwickelung parallel geht mit den Anfängen der Entfaltung des Blüthenftandes und daß nach dem elften Stadium der Blüthenentfaltung keine zweite Wärmeperiode eintritt.

x . -| prakt. u. Specialarzt für Haut-, Frauen - u. Ge-

ll-p IvPYl^r* n schlechtskrankheiten (Syphilis)etc. Frankfurt a.M. o

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Halbverdeckte Wagen, Abbildung'gratis" ' P *288% j. Gr. Rumpf, Eis. Hand 18, Frankfurt a. Main.

Beni Hassan's aus der 12. egyptischen Dynastie; ein noch viel älteres Bild, das jeden­falls die Glasbläserei darstellen soll, findet sich unter den halbverwischten Wand- acmäldcn in einer Kammer des Grabmals von Thy zu Sakhara, das äus der Zeit der 5. Dynastie, d. h. einer so frühen Zeit herrührt, daß es trotz der eifrigsten Nachforschungen vieler Egyptologen nicht möglich ist, die Jahreszahl genau festzusetzei h^-che Erzählung von der vergeblichen Mühe eines Lehrers in einem sächsischen Dorfe, einem 6jährigen Stnaben das Verständniß der Addition klar zu machen, enthält folgenden Dialog. Lehrer:Wenn Du einen Strumpf an einem Bein hast und dann noch den andern anziehst, wie viel hast Du nachher Strümpfe an?" Schüler:Ich trage gar keene Schdrimbe nid)." Lehrer:Aber wenn Dein Vater ein Schwein im Stalle hat und kauft noch eins dazu, wie viel Schweine hat er dann?" Knabe:Mer fiddern gar keene Schweine." Lehrer:Oder wenn Du erst eine Jacke hast und Deine Großmutter schenkt Dir zu Weihnachten noch eine, mie viel Jacken hast Du dann ?" Knabe:Die schengkt mir keene." Lehrer.

Aber wenn Du einen Apfel hast und Deine Mutter schenkt Dir noch einen, wie viel kapsel hast Du dann?" Knabe:Unsere Aebbel sind merschtendeels sauer. Ich krieg Leibschmerzen. Ich maag keene." Lehrer:Ein armes Bettelkind bekommt ddh Dir ein Stückchen Brod, aber es hat schon eins in der Tasche, wie viel hat es dann?" Knabe:Mei Brod ich alleene."

Muer Cement.j Unsere Gasfabriken werden immer mehr und mehr zu chemischen Fabriken umgestaltet. Die Stcbenproducte werden schließlich die Hauptsache rud das Gas Nebenproduct (?!) So hat nach demEngineering" in letzter Zeit % Nansomc einen Cement aus Hochofenschlacken und Kalk hergestelll, welcher in lünerer Zeit viel größere Festigkeit erhält als die beste Arbeit aus Portland-Cement. Er hat in der letzten Zeit versucht, den gebrauchten Kalk der Gasanstalten als frischen Kalk zu verwenden und zu diesem Zweck dem Gemisch aus Schlacke und solchem ge­brauchten Kalk eine bestimmte Menge von Kohle und Koaks zugesetzt, um durch Er­hitzen im Brennofen die Sulfate zu Sulfiden zu rebneiren. Die letzteren sind dann durch Wasserdampf vollständig zersetzt worden, wobei unter Entweichung von Schwefel­wasserstoff der Kalk rein zurückbleibt. Um das Mahlen desselben zu vermeiden, hat cr das Brennen in einer rotirenden Retorte vorgenommen; das Genüsch blieb so in s>em fein zertheilten Zustande, wie es vorher geivesen war. Die Fabrikations-Ein- iichtung soll bei Weitem billiger fein als die des Portland-Cements und da bis heute sowohl'die Hochofenschlacke als auch der in den Gasanstalten gebrauchte Kalk als Nebenproducte betrachtet werden, sollen die Herstellungskostendes neuen Ransome- Cements die Hälfte der des Portland-Cements betragen.

sEin Unglück kommt selten allein.) Vor etwa zehn Jahren führte man in der Provinzialhauptstadt B. den Lohengrin auf. Irgend ein Gast gab die Titel- Partie Mit der Lenkung des Schwanes loci gelang es ihm recht schlecht, denn als das die Schelde herabkoimnende Fahrzeug in der Mitte der Bühne angelangt ist ivirft sich bas Thier auf den Rücken, zieht den Gralritter mit in die Luft gestreckten Beinen ans Ufer und verharrt auch in dieser Lage, trotz allen Streichelns des Lohengrin. Selbst bei dessen Abschiedsgesange:Nun sei bedankt, mein lieber Schwan , blieb ihm des >l)ieres Ohrabgeneigt"*, und wie es gekommen war, so schwamm esdurch die weite Änth zurück" Das Publikum war dadurch in eine heitere Stimmung gebracht und vorbereitet auf das, was sich noch ferner ereignen soll, denn allein kommt ein Unglück ja nie Im zweiten Akte bemerkt Telramund unten an Ortrud's dunklem Kleide cinen weißen Saum, der immer breiter wird. Ein llntergeroanb des Fraulem H. K,nt sich gelöst und droht, ihr unbewußt herabzufalleu. Er breitet seinen Mantel weit über sie hin und ruft ihr leise zu:Ihr Unterrod!" Sie versteht es nicht und singt weiter:Willst Du mir droh'n? Mir, einem Weibe, droh'n?" Er wiederholt ferne Mahnung und fügt hinzu:Können Sie ihn nicht mit einer Hand festhalten? Sie ist ganz in der Rolle und fährt fort:Was gäbst Du darum, cs zu erfahren?" - Endlich, als er gerade zu fingen hat:O, Weib, das in der Nacht ich oor nur sah

betrügst Du jetzt mich noch, dann weh' Dir, weh'!" fällt der Rock zur Erde. Ha wie Du rasest!" antwortete sie ihm, tritt gemüthlich während der ferneren Worte: "siuhig und besonnen!" aus dem Kleidungsstücke heraus und trägt es nut der weiteren Phrase-So lehr' ich Dick) der Rache süße Wonnen" begleitet vom Gekicher des »luditorimns, hinter die Coulissen. Aber noch eine Ueberraschung harrte des Publikums, damit doch jeder Act seine besondere habe. Telramunds Leiche wurde m i>er letzten Scene auf der schwarz verhüllten Bahre auf die Bühne getragen. Herr R. überließ die Rolle des tobten Telramund, wie die meisten seiner Collegen, neidlos einem anderen, da das Bahrtuch meist nicht aufgeschlagen wird und es daher einerlei ist wer darunter liegt. Diesmal war es ein Theaterarbeiter in Hemdsärmeln. Der aaftirende Lohengrin* aber istscharfer Spieler". Er ruft aus:Da dieser Mann I mich nächtens überfallen sagt, ob ich ihn mit Recht erschlug?' Und damit deckt er die vermeintliche Leiche auf. Das Publikum bricht über das fick) ihm bietende komische Bild in Lachen aus, der falsche Telramund, von der ihm neuen Nuance verwirrt, richtet sich auf und lacht mit, wohl nur aus Verlegenheit. Da steigert sich die Heiter­keit, der arme Kerl merkt, daß er eine Dummheit begangen hat und will der Situation ein Ende machen, indem er von der Bahre springt und eiligst m die Coulisse lauft. Natürlich erreichte nun die Lustigkeit ihren Höhepunkt.

-- sVacante Stellen für Militäranwärter im Bezirke des 11. Armce-Corps.) Nm Amtsbezirk des Königlichen Eisenbahn-Betriebsamts Kassel, Directionsbezirk Erfurt, 5 Rangirmeisteraspiranten, je 75 X monatlich, steigend. Daselbst (Directionsbezirk Elberfeld), 5 Schaffner, bezw. Aspiranten für den Fahrdienst, während der Probezeit ec 65 X diätarische Remuneration monatlich, bei erfolgter Anstellung 780 X wahres-

Allgemeiner Anzeiger.

GberUßsche WOahmu.

Für den Verkehr Köln (l.)-Oberhesfen ist der Nachtrag l. zum Vieh- rc. Tarn und der Nachtrag H. zum Gütertarif, mit Gültigkeit vom 15. d- Mts. ab, eingeführt worden.

Weber den Inhalt dieser Nachtrage er- theilen sämmtliche Güterexpeditionen Aus- ^Gießen, den 19. Mai 1885. 3837

Großherzogliche Direktion.

Bekanntmachung.

Die Freitag den IS. l. M. im Distr. Eibschenhain abge­haltene Holzversteigerung ist ge- nebmigt. Die Abfuhrscheme können vom 1. Juni l. I. ab bei der Frei- herrl. Rentei zu Londorf in Ein- pfang genommen werden.

Papiermühle, am 18. Mai 1885. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau.

Ebel. 3836

Mein Garten

am Krofdorfer Weg, sowie ein neuer Metzgerwagen wegzugshalber zu ver­kaufen. Car» Burkhardt,

.3732 Neustadt.

Ziehung Casseler Pferde- und Ziehung » Juni , 3.

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Verkauf der Loose ä 3 Mk., 11 Loose Mk. 30, durch den Unter­zeichneten, sowie durch dessen Verkaufsstellen.

In Gießen: Jul. Wallach, C. Lehrmund.

In Gladenbach: G. Schneider. ,, ...

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