Einzelbild herunterladen

Vieler.

®tc.

n in

2901

aus.

2432

islar.

'sches Hau-

1820

klkphm etc

i

Ldampsern bd

II floijb t Reise 6 Amerika

-g" \

WUM-S«» em

jenten

hftMh

401

yiuiv o

L^rw^hung

1 Civil-M*

-tt

«Ä

w*1 i I®

1#$-' «üfes tiur^lenef^ *<*;,$* rtoM«" ÄÄ

Ax. 91 Dienstag den 21. April 188$

Meßmer Anzeiger Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen.

......7 4 or - I ZTTZ I I Ureis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mtt Bringrrlotz«. IBtteeut Schulstraße 7. Erschemt täglich rmt «uvnahme des Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf.

Amtlicher Höeit.

Gießen, am 18. April 1885.

Betreffend: Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahr 1885.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des KretseS.

Mit nächster Post erhalten Sie die erforderlichen Formulare, um mit der statistischen Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und der Ernteertrags in 1885 nunmehr zu beginnen, nachdem Sie vorher zu diesem Zweck eine Commission haben wählen lasten. Hierbei empfiehlt es sich, rote wir Ihnen früher wiederholt bemerkt haben, dieselben Personen wieder in die Commission zu wählen, welche bei Anstellung der fraglichen Ermittelungen bereite vor ctgg. 3»erweisen ^ie noch aus unsere Verfügungen vom 18. Mai 1878 Anzeiger Nr. 118 vom 12- Juli 1879 Anzeiger Nr. 162 und vom 14. October 1879 - Anzeiger Nr. 242 - und bemerken, daß uns die Reinschriften der Uebersichten spätestens am 1. Nokember I. I. vorzulegen sind.

Am 30. August l. I. wollen Sie uns anzeigen, wie weit Sie mit der Aufnahme gekommen sind.

Dr. Boekmann. ___________

Nr. 13 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 18. d. M, enthält:

(Nr. 1600.) Gesetz, betreffend die Befugniß von Seefahrzeugen, welche der Gattung der Kauffahrteischiffe nicht angehören, zur Führung der Reichs- flagge. Vom 15. April 1885. . .

Gießen, am 20. April 1885. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

Dr. Boekmann. ...

Deutschland.

Berlin, 18. April. Heute Nachmittag um 2 Uhr sand die feierliche Grundsteinlegung der Kirche zum heiligen Kreuz auf dem PlatzeJohannistisch" vor dem Halle'schen Thore statt. Der Kronprinz, die Minister Goßler und Bötticher, der Consistorial-Präsident Hegel und Vertreter der Stadtbehörden wohnten Der Feier bei.

DasBerl. Tagebl." meldet: Hier eingelausenen Privatdepeschen zufolge, die ossiciell bisher noch nicht bestätigt sind, soll in Spanien eine auf­ständische Bewegung ausgebrochen fein. Das gleiche Gerücht war in Paris und in London heute um die Mittagsstunde verbreitet.

AranLreich.

Paris, 18. April.Soir" will aus guter Quelle wiffen, in Spanien sei an vier Punkten zugleich eine von Zorilla angestistete ernsthafte Jnsurrection ausgebrochen.

Die medicinische Fakultät zu Montpellier ist durch den Unterrichts­minister bis auf Weiteres geschloffen, weil die Studenten gegen einen von der Regierung Ferry's kürzlich decorirten Professor tumultuirten. Die Regierung wird vermuthlich zwei Präfekten, im Departement Morbihan und in der Vendä, ohne Compensation absetzen.

Ein Telegramm derAgence Havas" meldet: Freycinet thellte dem Ministerrathe mit, in der afghanischen Frage seien Depeschen eingelausen, woraus hervorgeht, daß die friedlichen Dispositionen das Uebergewicht zu haben scheinen. Freycinet wies Patenotre an, sich nach Tientsin zu begeben und an den Ver­handlungen mit China thellzunehmen. Der jüngste Angriff der Chinesen auf Kep sei lediglich den Schwierigkeiten zuzuschreiben, womit die Übermittelung der Befehle an Den chinesischen Befehlshaber verbunden sei. Die Ausführung der FriedenS'Prälimmarien werde dadurch in keiner Weise beeinflußt.

Die Ernennung Cavaignac's zum Unterstaatssecretär im Kriegsmini­sterium ist nunmehr erfolgt.

Eine gestrige Depesche Briere'S sagt: Im Lause des vorhergehenden Tages trafen chinesische Unterhändler bei den Vorposten von Kep ein, um zu versichern, daß die Briese Briöre's dem Ches-General nach Langson zugesandt worden seien. Abends constatirten die französischen Emissäre das Zurückgehen der Chinesen nach Norden. Vor Chu nichts Neues. Briere fährt fort, die Piratenbanden von Sontay und Bachat zu unterdrücken.

England.

London, 18. April. DieTimes" meint, auch wenn England bereit sei, das ganze von den Russen besetzte Territorium aufzugeben, wären noch nicht alle Schwierigkeiten beseitigt.

DerStandard" meldet aus Tripul vom 10. d. Mts.: Die Russen stellten, nachdem die Afghanen sich zerstreut, den Vormarsch ein und ziehen sich in ihre früheren Stellungen zurück. Komaroff hat Pendjeh verlassen.

Daily News" sagt, die gestrigen Erklärungen Gladstone's im Unter­hause sind dahin zu deuten, daß die Friedensaussichten fortdauern.Stan­dard" glaubt, England habe Rußland gegenüber in fast allen streitigen Punkten riachgegeben.

London, 18. April. DieTimes" veröffentlicht ein Telegramm aus Paris von heute, welches besagt, aus Befehl des russischen Kaisers sei den in Paris weilenden russischen Prinzen eine Depesche zugegangen, worin die bestimmte Hoffnung des Kaisers ausgedrückt wird, daß der Friede zwischen England und Rußland durch gegenseitige Concessionen erhalten bleibe.

PortSmouth, 18. April. Die Schiffsbehörden haben Befehl erlassen zur unmittelbaren Ausrüstung einer starken Flotte. Dieselbe soll bestehen aus

13 eisengepanzerten Kanonen- und Torpedo-Booten. Die Flottille soll so schnell als möglich in Dienst gestellt werden und bestimmt sein, Schiffssoldaten von Berus als Küstenwache aufzunehmen. Das Parlament wird um einen Supple- mentar-Credit angegangen werden. (Fr. Ztg.)

Belgien.

Brüssel, 18. April. DasMouvement Geographique" meldet den Tb des Lientenants Schu.ltze, Chefs der deutschen Congo-Expedition.

DieEtoile beige" meldet: Das Cabinet beschloß, am Dlenstag den Kammern einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher den König zur Annahme der Souveränität Über den Congo-Staat ermächtigt. Die Majorität der beiden Kammern sei gewillt, dem Gesetz-Entwurf zuzustimmen.

Außlavd.

Petersburg. 18. April. DasJournal de St. Petersbourg" weist das Geschrei der englischen Presie nach Krieg und Genugthuung zurück, und sagt, hoffentlich sei die Zeit nicht mehr fern, wo ein höflicher, wenn nicht freund- schastlicher Ton in der Preffe vorherrschen werde bei der Besprechung der wichtigen von beiden Reichen mit einander zu regelnden Fragen, deren Lösung schließlich gelingen werde, wenn man die Partei-Leidenschasten, Aufreizungen und Gewaltthätigkeiten fernhalte. DieNeue Zeit" schreibt, Oesterreich und Deutsch­land erklärten der Psorte, sie würden den Berliner Vertrag für null und nichtig ansehen, wenn die Pforte eine englische oder russische Flotte die Dardanellen würden paifiren lassen. , r

DarJournal de St. Pötersbourg" wendet sich gegen die Aeußerun- gen des Pariser'Temps" über denAngriff Komaroff'S" und gegen Die Be- schuldigung, daß Rußland noch im vollen 19. Jahrhundert eine erobernde Nation bleibe, und äußert sein Erstaunen über die Leichtfertigkeit, Rußland an- zuschuldigen, daß es Feindseligkeiten herbeisühren wolle. Wenn derTempi" von einer erobernden Nation spreche, als ob dies eine schwere Beleidigung fei, müsse man doch fragen, welche Rechtstitel zu einer solchen Sprache eine Nation habe, oie im vollen 19. Jahrhundert Tunis, Madagaskar, Annam und Tong- fing wegnehme. ,

Dem Vernehmen nach ist ein Reichsraths-Gutachten, nach welchem tn den Elementarschulen des Czarthums Polen die russische Sprache als Unter­richtssprache eingesührt werden soll, fanctionirt. Von dieser Bestimmung aus­genommen ist der Religionsunterricht der Angehörigen ausländischer Confessionen, mithin bleibt auch für die Katholiken im Religionsunterricht die Muttersprache Lehrgegenstand. L _. , rr.

Die Methodius-Feier hat heute begonnen. An der KtrchenproMton von der Kasan'chen Kathedrale nach der Jsaks-Kirche nahmen Theil,: Geist­lichkeit, darunter der Bischof von Montenegro, der bulgarische Bischof KUment, die Mumcipalität, die Gewerke, der slavische Wohlthatsverem, Vertreter der Ruthenen, ruthenische Bauerndeputirte und eine Deputation der h^sigewCzechen. Die Straßen, durch welche die Procession zog, roaren feRM) » *>er Volksandrang ein gewaltiger. Dem Festgottesdienst tn der 3f(*ämf)e wohn­ten bei: Der Kaiser und die Kaiserin, alle hier wettenden Mitglieder des Kai­serhauses, die Hofstaaten, Militär- und Civil-Autorltaten, Die diplomatischen Vertreter Serbiens und Griechenlands. Festgottesdienste fanden auch m allen anderen orthodoxen Kirchen und Schulakte in den Schulen statt. Das Militär ist vom Dienst befreit.

Serbien.

Risch, 18 April. Die Cyrill-Methudfeier wurde heute im ganzen König­reich begangen. Der König wohnte dem Gottesdienste in der Rischer Kathe­drale bei.