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O0*,U»er « mdb-t: .«>« vielleiLt der Mllwistenl»-it an dem in Frankfurt .»r«ttommenen M-rd oz-bäd)ib wurde au» 61er (Ootftnbrm) g-stern <tn fremder Wenf4 nerbaft t und na» FrankfuN adgel'rfert Derselbe war Bor einer fflotje Mer Zit her »obn araetommen, batte seinen Koffer Im Babnbos jur Susbewahtuna über, neben unb fid> fellber herum,elrl'drn. ohne feinen Koffer zu dolen. (Seilern forderte ?rrtn|elb n jurflef unb da er über seinen seitherigen «erbleid widersnrechenbe Angaben gab. wurde er fefiget alten.* tu 5)

».-ntfurt o M, 19. Januar. ES wird behauptet, daß wegen deS an Dall.tt" Id Dr. Rumpff oerübten Morde» tm ®an|tn bereit» über 100 Personen Ber. haftet feen sollen W.e Niel Pe,bastele auch sehou wieder freegelassen worden, wird niedt onaeaeben. Dur» die ©entbarmea non Bergen und Preungesheim wurden am *«m»U. »rel gut gekleidete Herren Berhastet und In da» G.sLngnist nach Bergen ^-elüdn Utbnarr.e lausen die sonderbarsten SerÜedie so durch, und gegeneln-nder, !ag Neemnnd tm Stande Ist, nicht da» Wahre oom Falt»'N, sondern nur da« Wahr, 'chrinttche oom Unwahtsch-enilch.n zu unterscheidem Do» BemeekenSwertheste est wohl, dast man Heer in den Btrschleder.sten K'-elen der Meinung sich »uneegt. baß der Mord Niehl durchaus noi eenem Anarchisten °u»gesührt fehl müfle. sondern von einem Menschen nneaefübrt sein kb-rne. ber mit den Anarchisten nicht da» Geringste ,u tbun hat. ES wird dureiuf blngewiesen. bah en ntuerer Z.it die Frankfurter Polizei und im Besonderen der er. nordete Politeeratb Rumnff gegen die Prostuulrteu und deren ZudSiter mit Susterfter £»«(Borgegangenset. Ist rt nun so desonberSunwabrschelnllch. bah em .LouiS* seinen «rtmm gegen d°en -l,rlgften Feind seine, Gewerbe» mit dem M'ffet Lust zu machen tu*,.» bod) aufeerbrm eint bannte Thatsache, dah c6 unter den .LouiS^ gar nl*t wervae aibi, welche ein Mess', sehr gefch'ckt zu handhaben verstrhev und auch btc p einem Morde nothwmdtge Gewissensofigkett besitzen.

Mannheim 19 Januar. Im bmachbarten Hockenheim wu.de heule ein ^ondweikSburiche verhasst, ber ohne LegUimattonSpaplere war. «ef feiner Derhasiung ?Afl6 .. aut Den Gen Sd arm en und sand man bei dem Verhafteten Waffen, Patronen unb Diel Geld. Der Verhaftete hatte eine frische Wunde am Arm und wurde nach hier rrao-oorttrt. Dmch falsche Angaben machte er sich höchst verdächtig und wurde in ihm ein Ccmplice der Mörder deS Poltzeirath« Rumpf vermuthet- (F. 3 )

Gr oh'Salza. 14 Januar. Der Lehrer Klose an der hiesigen ZwangS-ArbeltS» anstalt tft, wie die .Magded- Zig - meldet, von einem jugendlichen Corrtgcnden mit einem Küchenmftser erstochen worben.

[Dte Kunst, Goncertbetutier zu fein ] Eine junge brasilianische Schrlft- stellerin die 'n Frankreich lebt, veiöffentl'chi unter dcm Pseudonym «rsene Grüß eine lustist' Persiflage auf die auch in der französischen Hauptstadt grassirende üb^tuebfne ttttisiksimpelel Sie macht den Vorschlag, man solle an der Ibür der Conceitsöle An- weisungen verthkilen, wie man sich Im Goncert bet den Compositlonen der »rrfchledenen Musiker zu dcnehrnen habe. S'e meint , B so:

Beethoven- Man nrige sich und schwelge, so sagt man mindestens keine Xuon beiten. Höchens darf man mit gedämpfter Stimme rufen: Golos,al! giganusch! titanenhaft Man versucht eine gewisse Sammlung zur Schau zu tragen und auto- Wilsche Kopsd.wegungen nach A't eine« KukukS auS dem Schwarzwald- zu machen: vor J'1 m^*01 et jette, verstand ihn Niemand; seit er lobt Ist, mrsteht ihn alle Welt- ich glaube, man hat sich daran gesöhnt, w t an den Tongkmgkrteg. G5 bebarf bei Aufführung seiner Werk-- drastischer Beiworte, wie z. B. kühn! fremdartig! diarr' Man stütze den Kopf auf die Hände und schlafe, wmn man kann!

Chopin. Bewundert wird er von Allen, selbst von Solchen, die eigentlich eni- aeaenacsetzter Ansicht sind, denn die Bewunderung Gbop n« grdt so etwas Drst'nguirteS. Man murmele srnst: Welcher Hon'g! welche Poesie! Man vn-gcss- ja nicht, zu lüchtln aber zu weinen, selbst nicht sich ouSzuschnaufen, so laut wie möglich!

Flotow. Seine Musik erinnert an die Kunst, gerade wie ein R'genschirm an die Lesthet k; man kann das erste Beste sagen was G n m elvsLllt. Zuweilen, da« rft gewiß, sind sehr hübsche Stück, da, aber eS sind furchtbar bekannte M-lodiccn. Man braucht sich nicht zu gen'rev und kann ruhig seine Zeitung lesen.

Gouuod- Hier >ft die Kegeiflerung odligaionsL, wie die Mil'tärpflicht Er ist der Autor des ,^aufie, ferner dcs ^Fauft- und endlich deS »Faust'. AlleS Uebrige st ebenso vergesten wie reijooll. Man rede k in Won; c8 wird angenommen, daß ein Jeder entzückt sei, und wer Sorge trägt, seine Aug.n zum Himmel oufzuschlagen, dem ichreibt man eine große Empfänglichkeit zu.

Liszt. Ein Musiker, der vor andern den vortheil voraus hat, dah man ihn nicht gar oft zu hören bekommt, denn eS sind P arnsten m:t vierzehn Fingern er­forderlich, um seine Eompositionen vorzutrapen Man kann dieselbe Kritik anlegen, wie bet dem analogen Genre etneft Hcsimann und den Versuch machen, nicht mit den Zähnen zu knirschen.

Mendelssohn. Er umfaßt alle möglichentArten der Musik und man kann daher alle möglichen Ausrufunp'N ritzkiren, vorausgesetzt, daß sie zur rechten Zen kommen. Man nehme eine ernste Miene an, denke beispielsweise über sein Testament nach. Nur freilich wieder bufl nicht bet dem .HochzeltSmarsL!'

Schumann Er erinnert an den Aorstmonat; ebenso v'-el Sonnenschein wie Regen, ebenfo viel Harmoniien wie Dissonanzen. Man'.e sich vor Zerstr,uung, man folge gut, wenn man einmal den Fad.n verloren hat, so findet man ihn nicht wieder Man brumme mit gedämpfter Stimme; diese Art Beifall eignet sich für daS Allegro so gut, wie für daS Adagio.

Mozart. Entweder Entzücken ober Gleichgültigkeit, aber aus alle Fälle voll­ständiges Schweigen sonst ist man verloren. Man schlafe nicht, man gähne nicht, man rccke sich nicht und stochere nicht in den Zähnen herum man könnte sonst für ben Schah von Peisi n ober irgend ein anderes uncio Usirtes Wesen g«halten werden.

Wagner. DaS hingt ganz vom Temverament ab. ES verhält sich mit ihm, wie mst einer kalten Douchr (ntweber man genannt sich daran, ober man wird verrückt.

Ä chiffsnachrtchten.

Bremen, 19 Januar. fPer transatlantischen Telegraph] Der Postdampfer Neckar, Gapt. R Bussiu«, vom No'ddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 4 Januar von Bremen und am 7. Januar von Southampton adgegangen war, ist gestern 9 Uhr Ab nds wohlbehalten m Newyo'k angekommen.

handel und Verkehr

Gießen, ben 20. Januar. Auf dem heutigen Markt fb'.ete Butter per Pfund A 0.80-0.85, Hühnereier pr- Stück 7-8 Käse St- 4-7 »tftlcmattc 2-3 4. Erbsen pr. Liter 20 0>, Linsen 2 > Tauben per Paar 0,600,1'0 Hübner per Stück1.001.40, Hahnen pr. Stück JL 1.30-2.00, Guten per Stück(. 200-2.30 Gänse per Pfund 506o Welsche .ä 0.00OO.M, Qchsenflersch per Pfund 66t-8 5), Kuh- unb Rindfleisch 5460 2)», Schweinefleisch 5060 Hammelflei,ch 60 - 68 X Kalbfleisch 5054 Kartosieln per 100 Kilo JL 3.004.00, MUck per Liter 12-16 Zwiebeln vcr Gtr. X 4.00-0.00, Weihkraut pr. Stück 4-7

Frankfurt. 19. Januar. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange­trieben waren 397 Ochsen, ca. 12 Bullen, ca. 3«2 ^ühe und Rinder, ca. 232 Kalber. Die Preise stellten sich' Ochsen 1. Oual. vlt 68(0, 2. Oual. v*t 626t, .^iühe und Minder 1. Onni.< 55 -58, 2. Qual. JL 4550, Kalber 1. Qual. 6000, 2. Oual. 50-00 per 100 Pfund Schlachtgeivicht.

Gedenkt der armen hungernden Vögel!

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Holz-Versteigerung

im Gießener Stadtwald.

Montag den 26. Januar 1885, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in den DistrictenFaulerboden und Hoch­wart nachverzeichnetes Holz verstei­gert werden:

A. Brennholz.

Scheith. Prügelh. Stockh. ReiSH.

^imtr. Rmtr. Rmtr. Wellen

Buchen 303,9 188,2 217,2 5020

Eichen 117,5 111,6 104,4 1720

Aspen 6

B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 75 Eichenstämme mit 31,50 Festm-

2 Nadelstämme 1,06

Unter den Eichenstämmen befinden sich solche von 72, 67, 63, 62, 48, 45, 43 u- 41 Ctm- Durchmesser.

Die Zusammenkunft ist am Lumpen- mann^br unnen.

Gießen, den 19. Januar 1885. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 460 ' A. Bramm.

«ßolzverkauf.

Dienstag -cn 27. d. M., v- 9 Uhr ab wird a. d. Gemeinde^Wald Wißmar, Distr. Asselbach, Kartenbach, Brickrott u. Reuschling, im Locale deS Herrn Wirth Lang zu Wißmar versteigert:

Ltammholz: 196 Fichten Hl iv 62,07 Fstm.. 79 Kiefern III,IV = 15,61 Fftm-, 82 Eichen III/1V 23,10 Fstm.; Stangen: 455 Fichten l HI 25,80 Fstm-; Nutzholz Kpl: 28 Nm- Eicken: Stockholz: 13,5 Nm. Eicken: Derbholz: 436 Nm- Bucken, 106 Rm. Eicken; 52 Nm. Fichten, 1 Rm. Erlen; Reiser: 1390 Nm. Buchen, Eicken, Fichten Alles Holz liegt in guter Abfabrt. Gegen Bürgschaft wird ZablungsauSstaud bewilligt. Zuerst wird daS Stamm- und Nutzboll ausge­boten.

Erofdors, den 17. Januar 1885.

481 Das Bürgermeisteramt.

455 Einen Pelzmantel verkauft billig A. Rothenberger.

Allgemeiner Anzeiger.

Holzverstei^erung

in ber Freiherrlichen Oberförsterei Rabenau.

Es werden versteigert:

Dienstag, den 27. Januar 1883, Norm. 9 Uhr beginnend, aus den Districten Mühlberg und Häringsteich:

7 Eichen-Stämme v. 1832om Dchm. u.5 8 m Länge m. 1,85 cbm Inhalt, 37 Nadelholz-Stämme 1227 713 7,49

41 Nadelholz-Stangen 711 5 9 1,74 -

Ferner

Brennholz:

Stöcke rm

Scheite rm

Knüppel rm

Reiser rm

Buche

112

152

470

36

10

Eiche

2

19

43

Nadelholz

16

54

108

4

Aspe rc-

4

8

Die Zusammenkunft findet Norm. 9 Uhr am

Hof Appen

born statt.

468

Papiermühle, Post Londorf, am 18. Januar 1885. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau.

Ebel.

Holzverfteigerung

im Mrstlichen Ijerrngarten u. Dietrichsberg bei villingen.

Montag ben 26 b. Mts., Morgens 10 Uhr, kommen

15,32 Festm. Eichen- und Buchen­stangen (Wagnerholz),

14 Raumm. Buchen-Scheitholz,

245 Prügelhol;,

43 Stockholz,

518 Reiser

;um öffentl. Verkauf. Sodann sollen nach Schluß dieser Versteigerung ca. 64 Rm. trockenes Buchen-Scheitholz I. Classe im Fürstl. Schloßgarten zu Hungen zum Ausgebot gelangen.

Hungen, den 20. Januar 1885.

Fürstl. Rentamt: 479 Demme.

Hohversteigerung

in der Oberförsterei Krofdorf.

Mittwoch d. 28. Januar, um 9 Uhr bei Wirth Äablert zu Krofdorf aus Sckutzbezirk Krofdorf, Tistr. Hombera 3«, sichten: 366 Baustämme HL u. IV. Elasse mit 66,84 fm k. Inh., 410 Terbholzstanqen, zu Zelcgrapbenftangen, Gerüststangen, Leiterbäumen, Umzäunungen, Baumvfädleu 2C., 5 rm Sckeit, 18 rm Knüppel, 410 rm Reiser.

Krofdorf, ben 19. Januar 1885.

465 Müller, Königl. Oberförster.

Freilaq drn 23. Januar, nächsthin Nachmittags 2 Ubr, in der Fiet t'schcn Hotraitbc dahier,^ sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert ro erben:

1 Wagen, 1 Parthie Frucht,2 Schweine, sodann 3 Secreiäre. 2 Garnituren Polstermöbel, einige einzelne Sopha'^, 3 Eommoden, 2 Nähmaschinen, Klei­der- und Kückenschränke, 1 Pendule, 1 Regulator, 1 Bett, Vorhänge :c. ?c.

Gießen, den 19. Januar 1885.

Engel, 480 Gr. Gerichtsvollzieher-

Holzversteigerung.

Freitag den 23. Januar 1885, von Vormittags 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Klauße und Hecgwald nach verzeichnetes Holz versteigert werden:

A Brennholz.

Scheith Prügelh Stockh. ReiLh.

Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen

Buchen 04

Eichen 16 102,6 26,2 662

Nadel 6,2 3 1152

B. Bau-, Werk« und Nutzholz. 255 Eichenstämme mit 30,92 Fstm.

23 Nadelstämme 4,77

2009 Nadel - Derbstangen mit 71,78

Festm,

273 Eichen - Derbstangen mit 14,47 Festm-,

68 Eichen - Reisslängen mit 0,93 Festm.,

962 Nadel - Reisslängen mit 13,8 Festm.

Die Zusammenkunft ist aus der Klauße.

Wicseck, am 17. Januar 1885.

Gioßherzogl. Bürgermeisterei Wieseck.

Sommert a d.394

lllittrood) den 21. Januar

werden gegen Barzahlung versteigert: I. Nachmittags 2 Uhr in dem Hause

Brandplatz 12

1 Bicrdruckapparal, 6 Wirlhsttlche, 19 Stühle, 6 Bänke, 6 Bilder u. a. Gegenstände.

II. Nachmittags 3 Uhr in meinem Bureau

versch ebene Möbel, Sopha'S, Kom­moden, Kleiderschränke u. s. w-

Die Versteigerung sub I findet bestimmt.

statt.

433

Geißler, GenchtSvollzieher.

Gin Garten

unweit der Actienbrauerei gelegen, ist ;u verpachten ev- zu verkaufen.

464 Sandgasse 34,