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der geschlossenen Pflege 64,92 pCt. auf Männer,
in der geschlossenen Pflege 68,03 pCt. aus Männer,
962 Ankauf von Lumpen, Knochen. Eisen, Messing, Werg, Akten, Geschäftsbüchern rc- zumIEinstampfen. Neuenweg 22.
klützungsfällen
der offenen Pflege
hältnisse ermittelt.
Es entfiel hier:
in der offenen Pflege 23,34 pEt. auf Männer,
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Unterstützten 23,29 pCt. Männer und 76,71 pCt. Frauen und von den vorübergehend Unterstützten 62,51 pEt. Männer und 37,49 pCt. Frauen.
Bezüglich des Verhältnisses der offenen zur geschloffenen (Anstalts)-Pflege fft heroorzuheben, daß im Durchschnitt sämmtlicher 77 Armenoerbande 61,13 Unter,lutz- unasfälle auf die offene und 38,87 auf die geschloisene Pflege entfielen.
Das Derhältniß der gesummten sächsischen Armenstatistik des Jahres 18^) war fast genau dasselbe, es kamen 60,11 pCt. auf die offene und 39,89 pCt. aus die ge- W°" 3n^cr9 offenen Pflege überwiegt das weibliche und in der geschlossenen das männliche Geschlecht. Im Durchschnitt der Armenverbände entfielen von den Unter-
31,62 pCt. auf Männer,
Ii^der'sächsischen^ Armenstatistik vöm Jahre 1880 wurden ganz ähnliche Ver-
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Fr. Wilhelm Herschel den Nebel mit feinen mächtigen Teleskopen untersucht. Dcn centralen Hellen Theil fand er zwar auch nebelig, aber mit Andeutung, da« er vrelleictt in Sterne auflösbar sei. Der große Beobachter bemerkt ferner, daß die Drstanz drescs Nebels dem zweitausendfachen der Entfernung des Sirius vergleichbar lei. Diesen Abstand zu durchlaufen, braucht das Licht sechstausend Jahre, so daß, wenn HerfchelZ Schätzung der Entfernung richtig ist, die erst heute für uns sichtbar gewordene Neubildung in jenem Nebel sich in Wirklichkeit bereits ereignet hat zu einer .Kett, die dir ältesten beglaubigten Geschichte Egyptens und Babylons voraufgeht. Der mittlere Theil oder der sogenannte Kern des Giebels ist nicht sternartig, sondern in starken Ferngläsern gewissermaßen fleckig, so daß man der Ansicht Herschcl's, er bestehe aus Sternen, beipflichten muß. Endlich hat 1848 der große Nefraetor zu Cambridge (Nordamerika) dort innerhalb der Grenzen des Nebels mehr als loOO einzelne Sternchen erkennen lassen, ohne daß jedoch der nebelhafte Umriß des Ganzen verschwunden wate. Durch diese Sternmasse zogen sich zwei schmale, dunkle, parallele Streifen, gewissermaßen wie zwei Nisse, die auch später von anderen Beobachten! gesehen worden fuib. Das Svectroskop hat endlich gezeigt, daß dieser Nebel ein continnirliches Spectrum besitzt, derselbe also keine glühende Gasmasse, sondern ein dicht gedrängter Sternhaufen sein muß, wenigstens in den centralen Theilen. Tort ist nun auch der neue L-lcrn erschienen, und die verhältnißmäßig große Helligkeit, welche er zeigt, laßt gar keinen Zweifel darüber, daß es sich dabei um einen Vorgang handelt, den man au eine Weltkatastrophe bezeichnen muß. Genaueres wird sich hierüber sagen lassen, sobald günstige Witterung Die Anwendung des Spcctroskovs gestattet. Von verschiedener Seite ist behauptet worden, seit dem Erscheinen des.Sterns habe der Nebel ebenfalls seine Gestalt verändert, ja man könne unmittelbar rasche Ausdehnungen und Zusammenziehungen der Nebelmaterie erkennen. Diese Wahrnehmungen sind Täuschungen, bervor- gerufen durch das relativ starke Licht des neuen Sterns; wer Nebelflecken beobachtet bat, die nahe bei Hellen Sternen stehen, weiß, daß sich stets ein ähnliches Verhalten der diffusen Nebelmaterie zeigt und dieses nur eine fubjectioc Erscheinung ist.
Verehrtem mein Wlk Altien-Bra
66,66 „ „ Frauen, 31,97 „ „ Frauen.
Anlangend die Gliederung der selbstunterstützten Personen in Erwachsene und Kinder, so waren in den 77 deutschen Armenverbänden von den ^elbstunterstutzten 86,10 pEt. Erwachsene und 13,90 pEt. Kinder Tie sächsische Armenstatistik von 1880 ermittelte im Durchschnitt des Königreichs 87,70 pCt. Erwachsene und
Vermischte-.
— Die Trinkgeldfrage beschäftigt noch immer die Presse weit und breit unb ist Gegenstand eingehender Erörterung in der Fachpresse des Gastwirthstandes. Aba die Besprechung bewegt sich fast ausschließlich in der engen Erörterung des Verhol:- nisses des Kellners zum Wirthe und der Mitschuld des Publikums durch gefügiges Unterwerfen unter die althergebrachte Sitte. Vielleicht ist es nicht ohne Berechtigung, darauf hinzuweisen, daß auch das Publikum, wenn es einmal in die Lage komnii, Gastgeber ober Wirth zu sein, sehr gerne die Unsitte des berufsmäßigen Gastwirt annimmt, seine Bediensteten auf Kosten des Publikums bezahlen zu lassen. In ba Vermittelungsbureaus für das Engagement von Dienstboten kann man täglich die cn ein Mädchen bei Feststellung des Lohnes gerichtete Bemerkung hören: „Ich gebe nicht mehr als so und so viel Mark, aber in meinem Hause verkehren viele Freunde und Sie bekommen viel Trinkgeld." Hier also wird bestimmt darauf gerechnet, daß brr Besucher die Tasse Thee, welche er Abends beim Freunde genießt, auch bezahl:. Schlimmer noch ist es und gerade unerhört, daß bei den in öffentlichen Sälen stau- findenden Hochzeitsfeierlichkeiten der Gast häufig am Schluffe vom Kellner in Anspruch genommen wird, daß er hier also nicht etwa verstohlen an der Hausthür bem dienstbaren Geist freiwillig ein kleines Geschenk in die Hand drückt, sondern unter bei Augen des Gastgebers und gewissermaßen auf dessen Wunsch und mit seiner 8u- stimmung in hohe Eontribution genommen wird. Bei öffentlichen Festessen ist biri bie Regel. Selbst bei bem Diner, welches vor 8 Monaten Stanley in Berlin gegebn würbe uiib bei welchem bas Couvert mit 20 JL berechnet würbe, ein Preis, der ft bem Traiteur sehr wohl hätte ermöglichen sollen, auch seine Kellner zu bezahlen, ging ber Teller mit bem berühmten Zahnstocher herum und sollte Stanley selbst eben präsentirt werben, als noch ein Herr rechtzeitig interoenirte. UeberaU allerbings löst man sich biefen Zwang nicht gutrnüthig gefallen. Es war bei bem Anfangs Juli stattgehabten großen deutsch-amerikanischen Feste in Bingen. In der Fefthalle auf dem Rochusberge saß die 400 Köpfe zählende Gesellschaft. In vorgerückter Stunde n?cr man beim vorletzten Gange angelangt, als auch plötzlich zuerst an der Haupttafel ber unheimliche Zahnstocher auftauchte. Der unglückliche Kellner, der gerade hier den Anfang machte, ist von seinen Collegen sicherlich dafür verwünscht worden. Zuerst oller dings nahm die Geschichte einen harmlos komischen Verlauf. Der erste Frenide, eix Stock-Amerikaner, nahm mit einem verbindlichen „thank you“ den Zahnstocher und legte ihn neben sich auf den Tisch. Kopfschüttelnd ging der Kellner weiter. Er ersetzte den Zahnstocher durch einen andern und erlebte, daß ihm nunmehr als Am- wort ein elfenbeinerner Zahnstocher gezeigt wurde, den ber Gast seinem Portemonnaie entnahm. Auch ber britte Versuch schlug fehl. Hier legte sogar mit unerschütterlichem Ernste ber Gast einen zweiten Zahnstocher zu bem ersten — was er sich dabei gebaut haben mag, ist nicht recht klar. Erst der vierte Gast war ein Mann nach dem Harzen des Kellners. Emil Rittershaus erbarmte sich des Unglücklichen, aus seiner Tascte rollte das erste Silberstück klappernd auf den Teller und der Schreiber dieser Zecki schickte sich eben an, das Beispiel nachzuahmen, als das schon längst dem Vorgang folgende Auge des Vorsitzenden, eines Deutsch-Amerikaners, die Proeedur vollstant.z erfaßte. Und was nun folgte, war in gewissem Sinne für die Kellnerschaar gräßliL Wild sprang der Rewyorker Schütze von seinem Platze. Wie der Donner dem Bli?, so folgte seinem dröhnenden „Halt" die Confiscation des Tellers und unmittelbci darauf ein gewaltiges „Hinaus". Der Mann verstand keinen Spaß und es naba geraume Zeit in Anspruch, ihn zu beruhigen. Dann aber ließ er sich den Win» kommen und machte ihm den Standpunkt klar. Es sei für das Couvert bewillig worden, was er forderte. Darüber hinaus gebe es keinen Deut. Und man sc??
ihm hier praktisch das auseinander, was Professor Jhering und seit ihm sehr vi<-' Andere theoretisch zu befürworten versucht haben. Es dürfte das erste Mal gewtfu sein, daß die Trinkgeldfrage in Deutschland in so eminent praktischem Sinne ge!ö wurde. Und es empfiehlt sich der Vorfall zur Nachahmung. Wenigstens bei aregt Festlichkeiten, bei Hochzeiten, ans den Privathäusern sollte das Trinkgeld »c bannt werben, wenn man es schon nicht aus bem kleinbürgerlichen Verkehr cusl merzen kann. |
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12,30 pAAn er.^ Verhältnisses von offener und geschloffener' Pflege überwiegt bei ben Kindern die offene Pflege. Im Durchschnitt der ^deutschen Armenverbande kommen 53,13 pCt. auf die offene und 46,87 auf die geschloffene Pflege. Für ganz Sachsen wurde 1880 ermittelt, daß 55,78 pCt. ber selbstunterftutzten Kmber auf bie offene unb 44,22 pCt. auf bie geschlossene Pf^ge kamen.
Das so häufige unb burch bie ganze Statistik ber 77 beutschen Armenverdanbe wieberkehrenbe Uebereinstimmen ber Resultate mit ber sächsischen Erhebung von 1880 zeugt von ber Richtigkeit unb Zuverlässigkeit beiber Erhebungen und ist em deutlicher Beweis für ben guten Erfolg bes Jnbioibualkartensyftems. . .
Es wirb daburch ferner bestätigt, baß bas dichtbevölkerte inbustnelle Sachsen als Ganzes auch in ber Armenpflege mehr einen ftäbtischen als ländlichen Charakter zeigt und sich in seinen socialen Zuständen dem Durchschnitt der 77 deutschen Städte auffallend nähert. __
Durch das Erscheinen eines neuen Jirsterns im Nebel der Andromeda
ist die ganze astronomische Welt in Aufregung verseht worden, denn ein solcher Vorgang gehört zu den seltensten und merkwürdigsten in den Himmelsrauinen, welche sich unserer Kenntnißnahme barbieten. Die frühesten telegraphischen Nachrichten, so schreibt Dr. Klein in ber „Köln.Ztg.", bezeichneten Herrn Dr. Hartwig vonberSternwarte Dorpat als den Entdecker des Sterns und als Datum den 1. September. Indessen wurde das neue Object schon zwei Tage früher vom Freiherrn v. Spießen m Winkel (Rheingan) gesehen. Derselbe betrachtete am Abende des 30. August den Andromeda-9tebel mit einem 3V,zölliaeu Fernrohre, wobei ihm sogleich cm Helles, fix- sterilartiges Object nahe der Mitte des diebels auffiel, wovon er früher, bis gegen Mitte August, nichts wahrgenommen hatte. Der Beobachter theilte ferne Entdeckung sogleich der Bonner Sternwarte mit, wo man den Stern in der Nacht vorn 1. zum 2 September sah und seine Lage mikrometrisch bestimmte. Indessen ist der Stern auch schon vor dem 30. August gesehen worden. Auf der Wiener Sternwarte hat man nach erhaltener Benachrichtigung Anfangs September den Stern am großen Nefraetor beobachtet. Er war von 7. Größe und zeigte eine gelbliche Färbung, dabei stand er sehr nahe einer schwachen Verdichtung des Nebels, die schon früher vorhanden war. In Köln und an vielen anderen Orten, wo sich Sternwarten befinden, hat leider das regnerische Wetter bis jetzt jede Beobachtung des Sterns verhindert; hoffentlich wird es möglich, das Object spectroskopisch zu untersuchen, ehe es an Licht abnunmt. Gespannt darf man auch auf Nachrichten aus Nordamerika fern, denn es ist wohl kaum ein Zweifel, baß man ben Stern bort auch mifgefunben hat. Das Sternbild ber Andromeda ist leicht am Himmel zu finden. Wenn man in gegenwärtiger Jahreszeit etwa gegen 10 Uhr Abends ben Blick nach Osten richtet, so sieht man hoch am Himmel, ein wenig gegen Norden hin, mehrere helle Sterne, die zusammen ein lateinisches W bilden. Dies ist das Sternbild der Kassiopeia. Wendet man das Auge von diesem schräg gegen Osten herab, so sieht man drei ziemlich helle Sterne fast m gerader Linie. Sie gehören dem Sternbilde der Andromeda an. lieber dem mittleren derselben erkennt man ohne Mühe noch zwei Sternchen, das oberste dieser letzteren ist der Stern n in der Andromeda. Denkt man sich eine Linie, welche diese beiden Sterne verbindet unb verlängert sie ein wenig über n hinaus, so trifft man gegen rechts ben .nrt des Himmels, in welchem ber große Anbromeba-Nebel steht. Bei guter Luft unb Abwesenheit bes Mondlichts kann man ihn schon mittels eines Opernglases deutlich als kleines, nebeliges Sternchen erkennen. Schon im 10. Jahrhundert erwähnt der Persische Astronom Susi diesen fKebel; im Abendlande sah ihn zuerst Simon Manus am 15. December 1612. Mit unbewaffnetem Auge schien er ihm ein bloßes Wölkchen, im Fernrohr aber sah er nichts sternartiges darin, sondern nur einen weißlichen Schein, ber heller int Eentrum, aber schwächer gegen bie Ränber hin war. Das Ganze verglich Diarius mit einem aus großer Ferne gesehenen Lichte, bas burch eine halbburch- sjchtige Hornscheibe gesehen wirb. Halley beschrieb ben Nebel als breieckig, Messier dagegen sagt, er habe die Gestalt von zwei hellen Pyramiden, die mit gemeinschaftlicher Basis aneinanber liegen unb bie Richtung ber großen Achse sei von N.-W. nach S.-O. Die zwei äußersten Punkte ober Spitzen seien iroeibrittel Grab von einanber entfernt, die gemeinschaftliche Basis messe emolertel Grab. Messier sah keinen Stern in bem Nebel, jeboch eine Zunahme ber Helligkeit gegen bas Eentrum hin. 9iach ihm hat
Obstvcrsteigcru»g.
Montag den 21. September des Vormittags um 10 Uhr ansangend, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepseln, Birnen u. Zwetschen, öffentlich versteigert werden.
Der Anfang ist beim Teich im oberen Theil des Orts.
Rödgen, am 16. September 1885.
Großh. Bürgermeisterei Rödgen.
Jnderthal. 6657
Dirnslag den 22. September,
Nachmittags 2 Uhr,
sollen auf dahiesigem Ortsgericht bie Immobilien bes Wilhelm Seibert
Flur 1/427 50 Meter Hofraithe in ber Judengasse,
., 1/399 88 Meter Hosraum daselbst, meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 11. September 1885. Großherzogllches Ortsgericht.
irisch vom (= Postkörben p. heriger Casfo 3L_ 2.50 1 franco jl ;
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