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8254 Tüchtiger Knecht gesucht auf der | Liebigshöhe. J

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Emil Fischbach, Hr. Kinkel, Conditor; Carl Schwaab.

Der Director.

Gros.

Ostersonntags auf sehr alten Mondtafeln, so daß, wenn man den wirklichen Monb den Berechnungen zu Grunde legte, sich das Osterfest oft um eine Woche ver­schieben würde.

im Gasthaus zum Solmfer Hof in Hungen.

Tagesordnung: Rechnungsabhör, Vorstandswahl und Berathung Vereinsangelegenheiten.

Lich, am 16. November 1885.

8153 Ein Kneiplokal abzugeben im Gambrinus.

Frankfurt a. M., 14. November. In einer hiesigen Lehranstalt wurden nach Mittheilung desJnt.-Bl.", während des Unterrichts mehrere Schüler beim Karten­spielen abgefaßt. Das sofort angestellte Verhör soll ergeben haben, daß sie um Geld spielten und daß einer der Schüler, ein Ausländer, bereits 270 JL, ein anderer 87 JL Spielschulden hatte. Bei drei Schülern wurden über 100 JL Geld vorgefunden. Zwei von ihnen wollten das Geld angeblich gewonnen haben, während der dritte eingestand, daß er es seinen Eltern entwendet hatte.

Das Jahr 1886 ist in kalendarischer Beziehung deshalb bemerkenswerth weil in demselben das Osterfest am 25.'April gefeiert wird, an dem spätesten Tage, au welchem es nach der christlichen Zeitrechnung überhaupt gefeiert werden kann. Auf dem ersten ökumenischen Concil, welches im Jahre 325 nach Christi Geburt in der alten Stadt Nicäa in Vorderasien abgehalten wurde, ward bekanntlich von den dort versammelten Bischöfen der christlichen Gemeinden, um einen gemeinfamen Tag für die Feier der Auferstehung des Heilands zu haben, beschlossen, das Osterfest an dem­jenigen Sonntag zu feiern, der auf den nächsten Vollmond nach der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche folgt, und wenn dieser Vollmond selbst auf einen Sonntag fallen sollte, dann an dem darauf folgenden Sonntag. Um dabei alle Irrungen zu ver­meiden, wurde der 21. März, an welchem im Jahre 325 gerade die Frühlings - Tag- und Nachtgleiche cintrat, ein- für allemal als die Zeit der Frühlings-Tag- und Nacht­gleiche angenommen. In diesen Bestimmungen hat die christliche Kirche bisher niemals eine Aenderung eintreten lassen, so wünschenswert!) es aus vielen Gründen auch wäre, das Osterfest an einem bestimmten Sonntag im Jahre feiern zu können. Es folgt nun hieraus, daß, wenn der 21. März auf einen Samstag fällt und vor Mitternacht der Vollmond eintritt, das Osterfest am Sonntag, 22. März, gefeiert wird, und daß, wenn der Vollmond einen Tag früher eintritt, neunundzwanzig und einen halben Tag bis zum Erscheinen des neuen Vollmonds, also bis zum 18. April, gewartet werden muß, so daß, wenn dieser 18. April auf einen Sonntag fällt, das Osterfest erst am Sonntag, 25. April, abgehalten werden kann. Dieser letztere Fall tritt mm im nächsten Jahre ein. Der Vollmond im Frühlingsanfang tritt am Samstag, 20. März, Morgens um 4 Uhr, also vor der Tag- und Nachtgleiche, ein, und der darauf folgende Vollmond fällt auf Sonntag, 18. April, Abends 4 Uhr, demnach feiern wir erst am 25. April Ostern. Die Fälle, an welchem das Osterfest auf die beiden äußersten Termine, am 22. März und am 25. April fällt, kommen in jedem Jahrhundert nur einmal vor. In diesem Jahrhundert feierte die christliche Welt im Jahre 1818 am 22. März das Osterfest und im Jahre 1886 wird sie es am 25. April feiern. Im vorigen Jahrhundert war im Jahre 1761 Ostern am 22. März und im Jahre 1734 am 25. April, im kommenden Jahrhundert wird man im Jahre 1970 Ostern am 22. März und im Jahre 1943 am 25. April feiern, wenn die jetzigen kirchlichen Be­stimmungen dann noch Giltigkeit haben sollten. Keiner der vielen Millionen Christen, die auf unserer Erde zerstreut leben, hat das Osterfest am 25. April gefeiert, da seitdem 152 Jahre verflossen sind, und die Wenigsten der jetzt lebenden Generation werden an diesem Tage wieder Ostern feiern, da erst nach 57 Jahren der Tag wiederkehren wird. Uebrigens beruhen, wie wir noch bemerken wollen, die kirchlichen Bestimmungen des

Iellgeöotenes.

8283 Schwarze und weiße Wolle

Man achte darauf, dass sich auf jeder Flasche die vier­eckige Etiquette mit der Unterschrift des General-Direc­tors befindet.

Oberhessische ViehversicheroDgs-ÄßslalL Generalversammlung uni! Ausschusssitzung

Samstag den 21. November 1885, Nachmittags 1 Uhr,

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Der Plan über die von der Stadtverordneten-Versammlung festgestellten und von Großherzoglichem Kreisamt genehmigten Baufluchtlinien für die Sonnenstraße liegt 14 Tage auf dem Bureau des Stadtbaumeisters zur Einsicht offen.

Gießen, den 17. November 1885.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Handel und Verkehr.

ßI- Frankfurter Börsenbericht (17. November). Unser Frankfurter Correspoudent schreibt: Die Woche begann in matter Haltung, aber trotzdem sind die Courfe angesichts der politischen Lage leidlich feste zu nennen. Die Tagesspeculation bat die leitenden Spielpapiere bereits wieder alspreiswürdig" erachtet, wenigstens scheinen die umfangreichen Kaufordres auf eine derartige Auffassung hinzudeuten. Auch die Londoner Börse, sowie Paris und Berlin kümmerten sich wenig an den kriegerischen Vorgängen im Orient. Ein gewisser Theil der Speculation, welcher sich das österr. Ersenbahngebiet zum Operationsfeld ausersehen hat, wurde bezüglich der Wochen- einnahme der österr. Staatsbahn, welche fl. 127,000 Minus aufweist, abermals dieses ungünstigen Resultates halber enttäuscht. Die betreflende Actie sank vorübergehend brs 21o. Doch waren schließlich wieder bei 2Vs fl. höherem Course Käufer am Platze. Das Prioalpublikum und die Provinz hielt sich sehr reservirt und wartet vernünftiger- werse ganz ruhig den Lauf der Dinge ab. Creditactien waren gestern etwas unter 224 erhältlich, seitdem hat sich eine Reprise von 2 fl. eingestellt. Schweizer Bahnen eine Nuance schwächer. Deutsche Bahnen bei sehr geringem Umsatz wenig verändert. Fremde Fonds lagen matt. Es ist eine merkwürdige Erscheinung, daß gerade 5% serbische Rente sich ungeachtet der Kriegsaction noch immer eines leidlich festen Cours- standes (751/2) zu erfreuen haben. In den finanziellen Kreisen hofft man, daß der Krieg localisirt bleibt und Serbien bald wieder zu productiver Thätigkeit zurückkehren könne. Egypter waren ä 633/8-s/8 erhältlich. Türken sehr matt bis 133/8 gedrückt, fonnteit sich alsdann ä 1311/is erholen. Oesterreichisch - ungarische Renten ebenso wie Russen Bruchtheile matter. Disconto - Commandit sanken bis 190V4, um sich später 1% zu bessern. Von amerikanischen Wertheu Georgia-Aid lVb%, 3% Nashville und Atlantic je V2% nachgebend. Es muß hier nachgetragen werden, daß Georgia-Aid am Samstag und Sonntag den Coursstand von 55% inne hatten und dies in Folge eines beim Frankfurter Eomitö eingelaufenen Cabeltelegramms, wonach Herr Wolfse dem neuen Arrangement mit dem Newyorker Hause Seligmann seine bisher fehlende, zum Perfectwerden des Arrangements erforderliche Zustimmung nunmehr officiell er- theilt hat. Weiter besagte die Depesche, daß auch wegen der übrigen noch nicht er­ledigten Punkte ein Einverständniß erzielt worden sei. Das Comitö wird demnächst eine Sitzung hierüber abhalten.

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der Benedictiner Mönche.

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Nicht allein jedes Siegel, jede Etiquette, sondern auch der Gesammteindruck der Flasche ist gesetzlich eingetragen und geschützt. Vor jeder Nachahmung oder Verkaufs von Nach­ahmungen wird mithin ernstlich gewarnt und zwar nicht allein wegen der zu gewärtigenden gesetzlichen Folgen, sondern auch hinsichtlich der für die Gesundheit zu befürchtenden Nachtheile.

Man findet den echten Benedletlner Llqueur bei Nachgenannten, die sich schriftlich verpflichtet haben, keine Nachahmung zu verkaufen.

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Im Verkehr diesseitiger Stationen mit Stationen der früheren Main-Weser-Bahn und mit Station Darmstadt, sowie im R undreiseverkehr GießenFuldaElm- GelnhausenGießen treten am 1. Januar 1886 für die Beförderung von Kindern unter 10 Jahren anderweite Tarifbestim- niunge» in Kraft, durch welche im Allge­meinen eine Ermäßigung, in einzelnen Fallen auch eine Erhöhung der bisher er- h»benen Fahrgeldbeträge hcrbeigefuhrt wird.

Näheres ist bei den Tarifbureaus der beiheiligten Bahnoerwaltungen zu erfahren.

Gießen, den 19. November 1885. 8282 Großherzogliche Direktion.

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