Einzelbild herunterladen

"den Gesang des vom königlichen Domchor vorgetragenen 90. Psalms, die Gedächtmß- Tcben. Außer einer großen Anzahl hervorragender Gelehrter, sowie Deputationen aus Leipzig, Greifswald, Hamburg 2c. wohnten der Feier, vom auswärtigen Amte Director Graf Berchem und wirkt. Geh. Legationsrath Kusserow, von: Cultusministerium wirkl. Geheimrath Dr. Greiff und Unterstaatssecretär Lucanus, ferner Geh. Admiralitätsrath Dr. Nemnayer, General Strubberg und Andere bei.

London, 17. Mai. Aus dem gestern veröffentlichten Schriftenwechsel über Afghanistan wäre noch hervorzuheben: In einer Depesche vom 16. Januar drückt der russische Botschafter Staat fein Bedauern darüber aus, daß die britische Regierung bei der Ablehnung der russischen Vorschläge, betreffend eine vorläufige Verständigung über die Grenzen der Delimitationszone, beharrt, ohne einen Grund dafür anzugeben. Ruß­land schlägt eine Grenze vor, welche südlich von Zulfikar und Pendjeh läuft, aber Merutschak bei Afghanistan läßt. In einer Depesche vom 19. Februar theilt Thornton mit, Giers gebe zu, daß 150 russische Soldaten bis Zulsikar vorgerückt seien, nachdem Komaroff die Nachricht erhalten habe, daß die Afghanen in dieser Richtung vorrückten. Eine Depesche Lumsden's vom 19. Februar sagt, Alichanoff habe ihm erklärt, er habe den Befehl des Kaisers erhalten, dahin zu wirken, daß die afghanischen Vorposten so­fort bis Aktepe zurückgehen. Lumsden protestirte. In einer Depesche vom 22. Februar meldet Lumsden, russische Schwadronen feien vorgerückt und die Afghanen gezwungen gewesen, ihre Posten zurückzuziehen. Alichanoff sandte Lumsden folgende Mittheilung ", Ob Sie es billigen oder nicht, mein Befehl ist, daß die russischen Truppen bis Pul-i-Khisti vorgehen." Granville theilt Lumsden am 3. März mit, die britische Re­gierung könne den Afghanen nicht rathen, die rassischen Truppen in ihren gegenwärtigen Stellungen anzugreifen, einem weiteren Vormarsch der Russen müsse aber Widerstand geleistet werden. Am 13. März lehnte Granville die von Rußland in der Depesche Staal's vorn 16. Januar vorgeschlagene Linie ab, erklärte jedoch, damit einverstanden zu sein, daß die vcm beiden Regierungen proponirten Linien als Grenzen der Zone acceptirt werden, auf welche die Arbeiten der Grenzcommission zu beschränken feien. Die letzte Depesche Granville's vom 4. April drückt Enttäuschung darüber aus, daß die britischen Vorschläge abgelehnt wurden, ohne daß Rußland Gegenvorschläge machte; er erklärte zugleich, es sei für England umnöglich, auf einer Basis, welche nicht beiden Mächten Gleichheit gebe, zu verhandeln.

Rach einer Meldung aus Suakim ist General Graham mit der Garde- Infanterie heute Morgen abgezogen. Das australische Contingent geht morgen ab. Was die anderen dort befindlichen Truppen betrifft, so sind die Maßnahmen für deren Zurückziehung noch nicht getroffen.

Rom, 17. Mai. DieAgenzia Stefani" stellt entschieden in Abrede, daß der Regierung Vorschläge in Betreff einer Besetzung Suakims durch italienische Truppen gemacht worden seien und daß der Minifterrath darüber berathen habe.

Petersburg, 17. Mai. DerRussische Invalide" veröffentlicht den zwischen dem General Komaroff, dem Oberstlieutenant Zcckrschewsky, dem Capitän Aate und dem Anführer der Afghanen, Raib Salar, in der Zeit vom 14. bis 25. März a. St. geführten Briefwechsel, sowie eine Denkschrift des in Kotschan und Butschanurda be­findlichen russischen Agenten Tairoff vom 27. März a, St. Die Correspondenz zwischen Zakrfchewsky und Date ist in französischer Sprache geführt und in den verbindlichsten Formen gehalten, die Briefe Komaroff's an Raib Salar sind in persischer Sprache ge­schrieben und ebenfalls äußerst höflich, aber bestimmt. In der Denkschrift Tairoff's heißt es, Capitän 2)ate habe nach Ankunft der Russen in Taschkepri die Sarykturk- menen zum Eintritt in afghanische Kriegsdienste aufgefordert und denselben dafür eine Belohnung in Geld zugefagt, die Sarykturkmenen hätten diese Offerte aber abgelehnt. Aus der Denkschrift Tairoff's ergibt sich ferner, daß die Afghanen vor Ankunft der Ruffen sich nur bei Aktepe gelagert hatten und zur Bewachung der Brücke bei Tasch­kepri lediglich täglich eine Compagnie nach dem linken Ufer des Kuschkflusses ent- fendeten, daselbst aber keinerlei Verschanzungen oder Befestigungen besetzt hielten.

Es verlautet, der Einfuhrzoll auf Eisen und Stahlblech solle uni 5 Gold­kopeken per Pud und der auf Brucheifen und Bruchstahl um 18 Goldkopeken erhöht werden. Der Kupferdrahtzoll solle 3 Goldrubel pro Pud betragen.

Paris, 18.Mai. sPrivat-Depesche.j Victor Hugo, seit Samstag an einem Herzleiden erkrankt, ist von einem Lungenschlage betroffen morden.

WerMLschtes.

Homburg v. d. H., 16. Mai. Heute Nacht 12 Uhr brach in der Brauerei Jslaub zu Friedrichsdorf bei Homburg v. d. H. Feuer aus. Ein heftig wehender Wind fachte das Feuer derart rasch an, daß es unmöglich wurde, das Vieh zu retten, welches in den Flammen umkam. Ein Knecht wird vermißt. Bis heute Mittag waren ein­geäschert die ganze Brauerei, sämmtliche Stallungen, das Wirthshaus und das Wohn­gebäude. Der Schaden soll die Höhe von mehr als 100,000 X erreichen. Versichert waren die Gebäude bei der GesellschaftPhönix".

Herborn, 14. Mai. In der vergangenen Nacht i/i vor 12 Uhr brach in.der Mühle des Herrn Karl Bingel Feuer aus, welches trotz des raschen Eintreffens der Feuerwehr solche Dimensionen annahm, daß ein großer Theil unserer Stadt gefährdet erschien. Mit übermenschlicher Anstrengung arbeitete die Löschmannschaft, unterstützt von vielen braven Frauen und Jungfrauen, die mit den Feuerivehrmännern wahrhaft wetteiferten, um ihr Heim zu retten. Die ersehnte Hülfe von Außen kam so schnell, daß man hätte glauben können, die Feuerwehren des Kreises hätten auf Bereitschaft gestanden. Allen unfern Kameraden des Amtes Dillenburg und Herborn tausend Dank für die rasche Hülfe in der schwersten Stunde. Großes ist geleistet mit Gottes Hülfe und wer heute die Brandstätte überschaut, muß sich fragen, wie es möglich gewesen ist, ein solches Flammenmeer fast unbeschadet der Nachbargebäude in zwei Stunden auf seinen Herd zu beschränken. Niemals wird man vergessen, was die Feuer­wehr in der Nacht vom 13. auf den 14. Mai für unsere Stadt geleistet hat.

__________________________ (Ztg. f. d. Dillth.)

Allgemeine

Allgemeine Rentenanstalt in Stuttgart.

Hiermit die Anzeige, daß wir Herrn G. W. Döpfer zu Gießen mit einer Hauptagentur für Gießen und Umgebung betraut haben. (Herr Kaufmann Chr. Daudt hat die Agentur an Herrn Döpfer ab­gegeben.)

Darmstadt, den 16. Mai 1885. Die Generalagentur.

Fr. Eckert.

Mit Bezugnahme auf obige Annonce halte ich mich zu kostenfreier Ver­mittlung von Anträgen, Prospecten rc. bestens empfohlen.

Gießen, den 16. Mai 1885. d. W Döpfer,

3786 Hammstraße 2.________

Der Ausverkauf

von A. Schwarzschild

ist nur noch einige Tage geöffnet und wird besonders auf die noch vorräthigen

Confirmanden-Zug- und Knopf-Stiefel sowie Winter - Waaren aufmerksam gemacht, welche zu jedem Preis abgegeben werden. 3771

Erne gräßliche Blutthat wurde in der Nacht zum 12. d. M. in Oberhausen bei Hechingen (Gemeinde Bodelshausen, O.-A. Rottenburg) verübt. Ein erst kürzlich aus Amerika zurückgekehrter Weber, Bernhard Rill, hat seine fünf Kinder und seine bejahrte Mutter mittelst einer Axt ermordet. Auch seinen Bruder wollte der Unmensch umbringen, was ihm aber, da jener körperlich stärker ist, nicht gelungen ist. Der ruchlose Thäter ist in den nahen Wald, der eine große Ausdehnung hat, entflohen und hat sich dort erhängt.

Schiffsnachrichten.

Bremen, 15. Mai. sfPcr transatlantischen Telegraph.fi Der Postdampfer Hermann, Capt. H. Baur, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 2. Mai von Bremen abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten in Illewyork angekommem

Bremen, 16. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.fi Der Postdampfer Ems, Capt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. Mai von Bremen und am 7. Mai von Southampton abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommcn.

Bremen, 16. Mai. Der Postdampfer Elbe, Capt. F.'Hamelmann, vom Nord­deutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. Mai von Newvork abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der für dort bestimmten Passagiere, Post und Ladung. 6 Uhr Nachmittags die Reise nach hier fortgesetzt. Derselbe überbringt 704 Passagiere und volle Ladung.

sLebensversicherung.fi Je günstiger die finanzielle Lage eines Geldinstituts sich darftellt, ein um so geringeres Bedürfniß empfinden die Nächstbetheiligten, also die Actionäre oder, wenn es sich um eine Versicherungsanstalt handelt, die Versicherten, auf die Bankverwaltung einen bestimmenden Einfluß auszuüben. 'Die Generalver­sammlungen, in welchen das Letztere geschehen könnte, werden spärlich besucht und die dabei zur Vorlage kommenden Anträge des Verwaltungs- oder Aufsichtsrathes oder der Direction in der Regel ohne Debatte erledigt. Einen Beleg für das eben Gesagte bilden die jährlichen ordentlichen Generalversammlungen der Lebensversicherungs- Gesellschaft zu Leipzig. Die Gesellschaft ist eine der ältesten und größten deutschen Lebensverficherungsanftalten auf Gegenseitigkeit; sie ist im Jahre 1830 gegründet und ihr Versicherungsbestand belief sich am 31. December 1884 auf 38 885 Personen mit 218 682 400 X Versicherungssumme. Trotzdem nun die Verwaltung sich nickt damit begnügt hatte, zu der auf den 25. April anberaumten Generalversammlung durch die im Gesellschaftsstatut vorgeschriebenen Zeitungen einzuladen, sondern diese Einladung, gleichzeitig mit einem Auszug aus dem der Generalversammlung zur Genehmigung zu unterbreitenden 1884er Rechenschaftsberichte, sämmtlichen stimmberechtigten Gesellschafts­mitgliedern (über 25 000) hatte zugehen lassen, waren in der Versammlung nur 22 dieser letzteren erschienen. Der Vorsitzende des Verwaltungsrathes, Herr Justizrath Richter in Leipzig, gab eine kurze Darstellung der Entwickelung der Gesellschaft seit dem Jahre 1874 im Vergleich zu der Entwickelung in den ersten 44Jahxen. Hiernach haben sich seit 1874 der Versicherungsbestand (1884: 218 Millionen Mark), die Jahres­einnahme (1884: 9 828 522 X), das Vermögen (1884: 47190191 X) und der Jahres­überschuß (1884: 2 484 791 X) mehr üls verdoppelt, während die Dividende an die Versicherten in derselben Zeit von 34 auf 43pCt. gestiegen ist, sicherlich ein Ergebnis;, mit welchem die Mitglieder der Gesellschaft zufrieden sein werden.

Gingesandt.

Lollar, 17. Mai.

Der vor 2 Jahren hier gegründete Turnverein erhält demnächst eine doppelt gestickte Seidenfabne aus dem renommirten Atelier des Herrn G. B.'Ha nicke in Leipzig und soll die Weihe, wenn nicht anders bestimmt wird, am 28. Juni stattfinden. Ein bedeutender Betrag ist von hiesigen Frauen und Jungfrauen gezeichnet, weshalb dieselbe die WorteGewidmet" n. s. w. tragen soll. Ehre den edlen Geberinnen.' Ihr aber, Ihr Jünglinge, die Ihr noch in großen Schaaren glcichgiltig unserem Turnen fernbleibt, beherziget die Worte:Nur in einem gesunden Körper kann ein gesunder Geist wohnen." Auf denn zum Turnen.

Einige Turnfreunde.

Handel mtfc Vermehr.

Grünbera, 16. Mai. (Fruchtpresse.) Weizen X 18.70, Korn X 17.10 Gerste X 16.10, Hafer X 15.20, Erbsen X 17.60, Linsen X 00.00, Lein X 00.00, Samen X 00.00, Kartoffeln X 3.60, Wicken 00.00.

Frankfurt, 16. Mai. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu X 2.603.00, Stroh X 1.902.20, Eier das Hundert X 4.206.00, Butter 1. Qualität X 0.90, 2. Qualität X 1.00, Kartoffeln per Centner X 2.252.50, Kohlrabi 20-00H pr. St-, Erbsen 0,50 Kg. 0.180.22 X, Rothkraut pr. St. 0000 L, Huhn^L 2.002.50, 1 Ente X 3.003.50, 1 Taube 4060 Hahn 1.702.00, Gans X 610.00, Welsche X 5.0010.00.

Die Königliche Eisenbahn-Direction Hannover hat in diesem Jahre wiederum eine Nachweisung aller der Nundreisebillets herausgegeben, welche auf Stationen des Bezirkes dieser Direction aufliegen, oder welche durch Retourbillets mit verlängerter Gültigkeitsdauer von den Hannoverschen Stationen aus nutzbar gemacht werden können. In derselben sind auch die Bestimmungen über die combinirbaren Nundreisebillets mit enthalten.

Wir wollen nicht verfehlen, hiermit im Interesse des reisenden Theils unserer Leser auf diese in Form eines Büchelchens herausgegebene Nachweisung besonders auf­merksam zu machen, welche bei jeder Billet-Expedition des Directionsbezncks Hannover zu dem mäßigen Preise von 20 käuflich ist.

t Anzeiger.

£eöensoer|idjenmgs - ZeMchafl ju Leipzig

(alte Leipziger") auf Gegenseitigkeit gegründet 1830 übernimmt Lebensversicherungen jeder Art, insbesondere auch Kinder-, Aussteuer-, Militärdienstversicherungen.

Versicherungsbestand: 224 Millionen Mark, Vermögen: 49 Millionen Mark. Seit Bestehen der Gesellschaft gezahlte Versicherungssummen:

40 Millionen Mark.

Überschüsse der letzten 5 Jahre: 9 Millionen Mark. Alle Ueberschüffe fallen den Versicherten zu.

Dividende der Versicherten für 1886: 43% der ord. Beiträge oder steigend nach Dividendenplan B.

Versicherungen wurden von der Gesellschaft abgeschlossen:

1880 2840 über 17 856 600 Mvrk

1881 3136 18 842 000

1882 3158 19 054 400

1883 3336 19 900 500

1884 3778 23 744 200

Nähere Auskunft ertheilen auf Anfrage die Gesellschaft selbst, sowie deren Vertreter:

in Gießen: Muller Schwarz, ____________Theodor Saubach.__3782 3792 Kartoffeln j 3797 Ein ordentlicher Junge gesucht,

verkauft Emil Lotz. 1 Restauration Stein.

bei Sm«* »°u Ansicht offen,'* iw» Ef \ I

gjiat L

11 »erschW, i,chnder Ausschcisi K» *

* «SS

MhM-°ders°n in die unten °»t Mr I«ichMnM-nM° Mert, theils über ; M, sind so geM

sechs W°l dPhnngMeise bejügti binnen _

drei Mvn Hm Effcheinen in b- lchnet, dahier.vorzu begründen, als sonst t Ersitzung angenommer ungen bestätigt, die gelöscht und die ©int lations-Verzeichnisse t

I. Gemarkung

1. Vornr Namen L und Frau:

Flur 1 Nr. 2s 2. Vorm Namen Jc und Frau:

Flur II Nr. (

Ä Ä,

I

M vf«

Mi'

Nr. 482. Mr 517, !! Geumkung

1- SormSamen^eim Flur IV 31t. 7j 749. Mr VI' 2. Norm Santen m

Flur I Rr. 29,..' 1 Vom Ramm $ und Frm i

Nm I 91t. 54 264. Um VIII X Nr. 185. 1 XVDI Nr. 454. Nr. 175.

Namm Hm . Br II Nr. 77' ,J' Namen Koi unb Mu:

> %. 919

LlL" Nur II »t 353. 1