Ausgabe 
19.2.1885 Erstes Blatt
 
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Intern.

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Fackel« und BanrMS« i zu Futz utfo W W. 5d)aMl^ eine rch :)tn und Hinzen ihren WillkowL-

Sonntag« ihren Anians irscheS berichten, die mich er Privzengarde auf dev iOftüdie drang Rauch, an- den Gaumen ihm hohen asgesiatteten Zelten mutte cn her Imbiß genommen, n W*h"Ä, em Mieter, um »»

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aebmS nach dem Gewinn b<8 Unternehmen«. In einer b« folfleaben Gruppen suchen Droschkenkutscher, blefe anverdtsserlrchen tfetnbe aller Pferbedodntv, den Wogen ouS dem Geletse xu bringen, während fldlonfire und PserbedahnbedlcuNete bemüht find, den Z«a>®dTlu »oll« Mi bt«Jtut|<6er f=b<n, ba» tbr<«r4fU zu Icha-ch, rufen st- st» etnanber zu: ,tio« nur geh'a, sie fällt schon von felbft-

Die -Hessische Weltausstellung- bringt Hrttfcl, die, wenn nicht schon einen Weltruf haben, ihn doch sicher noch bekommen, alS da sind Hackeln (lannflptel), Zwiebeln, irdene« S.schirr. Sine sympathische Erinnerung erweckt dre Gruppe der Olfterre-cher tn ehren weißen Röcken und ihrem »Zwockel am Tschocko. auch> da« von denselben feiner Zeit stark besuchte Lokal .der goldene Doggel i^dler) ist bargestellt und wie vor flnno 66 tummelt sich dort der Weißrock mit seinn Köchin. E« nabt die GaSübergabe.- Da« bi« zum 1. Januar im Prioatbesig befindliche Mainzer Ä«werk ging an diesem Datum an die Stadt über. Eme,GJa«- (im Mainzer Dialect soviel wie Ger«, Ziege) steht bereit, um von Mogunita fl'molfen ju werben. Huf bem Wagen werben rdcw^rder zur Ga«directorftelle gesucht. Ein Unteroffizirr hat die Devise auf dem Rücken .(Ein strammer Unteroffizier eignet sich auch zum GaSdiredor.

' em ander Bild. .Die Presse und ihre Quellen. Time« und 3nb6penbance Frankfurter und Kölnische Zntung sind al« Gewässer dargeftellt, die einem Felsen cntqueUen, mit Zubern wird der Stoff aufgefangen und tn einer großen Bülte ver­waschen. Die Redodeure find nach der Parteischattirung ihrer Organe costümirt. vom tiefsten Schwarz bi« zum grellsten Roth. Dieser Gruppe voran rettet die Wahrheit, imet Bären haben dte Aufgabe, da« den Reportern Hufgebundene zu symdolistren und ein Korb mit (Enten deutet eine EigenthÜmlichkeit an.. die denDiplomaten, owie gewiffen Journalisten gemein ist. lieber dem Ganzen thront mit mäd?tifler Wofaune die Ätclame-'. Im .Concert zum Nachtheil de« Orchesterpensionsfonds strengt sich die Eapelle vergeben« an. auf die vielen leeren Stühle noch andere Besucher zu locken, doch außer den anwesenden Inhabern von Frei-Karten will Niemand kommen. Mainzer Kirchenbau-Lotterie-: e« erscheinen Taffen, Kannen, Lampen, Regenschirme, Uhren und Mörser al« Gewinne. Den ersten Prei« bildet eine SalomElnrlchtung, tn welcher der glückliche Gewinner, ein Bauer au« dem Ried, .gestiefelt und gespornt aus dem Sopha liegt. Auch Notar. Waisenbuben und Glücksrad sind der Gruppe beigegeben. Au« der hier projttthhn .höheren Töchterschule- werden einige recht begabte Exemplare vor geführt, die sich außer Ihren Studien in der Koketterie als künftige .gebildete Biermamsellü" recht vortbeilhaft einführen. Denselben ittbt ein Schwarm flotter Studenten nach. - .Nur für Damen- vorläufig -war bestimmt, doch heute ausnahmsweise auch dem stärkeren Geschlechte sichtbar, präfentirt sich ouf hohem Piedestal eine Dame, bei der sich der Kletberwulst in der Gegend von Hrtgr^ Pequena bereit« so stark entwickelt hat, daß ein triftiger Sproß der Familie bequem darauf retten kann Auch die Schleppe, bte mehrere Knaben nachtragen, zeigt, daß diese Mode noch sehr entwicklungsfähig. ____

fine sehr groteske Gruppe bildet .König Bell mH seinem Ballet-. In der .Dampfsporkaffe für Kamerun- wird ein armer schwarzer Eingeborener so gewiegt und geschüttelt. b:« er tn den Spalt hlneivpaßt. Auch d>e lebensfreudigenGötter de« Olymp- Haden e« sich nicht versagen können, den Zug durch einige ihrer heiteren Götter zu verschönern. Folgt .AuSwanderer-Wohlstand-. .N cht die ganz Hrmen, nein, bte Wohlhabenden wandern au«-, dieser AuSsproch eine« bedeutenden Staat«- manne« ist da« Motto- Die Wohlhabenhett ist petirden durch Kindersegen, Orgel» männer Steuerschraube und Rekrutirungg-Eommisston scheinen nicht mitzuwandem. Ferner: .AltenhümlicheS Ballef In seiner sittlichen Entrüstung stürzte vor Kurzem em früherer Böcker meister, der letzt Rentier, in den Laden eine« Kunsthändler«, denselben beleidigend, weil er die R-produenon de« bekannten französisch n Bilde», bte ^Bollet- fcbule* ausgestellt hat. Die Angelegenheit endete mit einer Geldstrafe für den Bilder­stürmer am Amtsgericht. Heute prooudren sich die Balleteusen in schwarzen Tuchhosen, welche bi« auf bte Knöchel fallen. Daran dürfte wohl daS entw'ckcltste sittliche Gefühl keinen Anstoß nehmen. Der ..Gärtnerwagen- bietet dem Auge durch fein frische« Grün die schön grupplrten blühenden Blumen und Pflanzen eine wohlthuende Ab­wechslung. In mit reicher Goldstickerei geziertem, ttefbraunen Sammttrocke, violett- grauen Beinkleidern, über dem Rücken ein wallender Mantel, der noch einen Theil de« Pferde« überdeckt, rettet Prinz Carneval daher, von allen Seiten bewundert und begrüßt. Eine wabrhast prinzliche Erscheinung, z'erlich und elegant in bem pompösen Phantasie- gewande I Im .Künstlerwagen- detz Prinzen liegen die Künstler ihren verschieden­artigen Thätigketten ob. DaS Motto: .Allen wohl und N.emond wehe- hatte sich der Comitewagrn gewählt. Hinter riesigen Trauben, deren Saft den Insassen sehr wohl zu munden und zu bekommen scheint, sitzen die Palladien de« fröhlichen Narrenthum«. Die Rückseite de« Wagen«: .Allen wehe und Niemand wohl- zeigt einen gräulichen Kater, der herniederblickt auf denAuszug nach Egypten-. Aus einem riesigen Krokodil rettet da« vorjährige Comilö an den Nil zurück.

Zwischen diesen Gruppen, bte theilS durch schönes Arrangement, thellS durch humorvolle Ebaracteristik sich auSzttchneten, waren verthellt: Die Prinzengarde, die HochmutbSnarren, Herolde, Paukenschläger, die .Mustkbande von »nvo Gchnuppdewack^, die .Spekiakelmacher nach berühmten Mustern", .Klepperbuwe-, .Große Borzelei-, bte .prinzl'che Murine" u f. w. An wett über vierzig Wagen und Gruppen ver­einigend. bleibt dicscr Umzug hinter keinem feiner Vorgänger zurück. Da« Wetter hielt sich bi« zum Schluß bc« Zuge« gut und auch bann scherzte der Regen nur ein wenig. Prinz Carneval der Achtundv'erzigste aber, eröffnete, nachdem er sich so allem Volke gezeiat, aufS Neu- sein mttdeS, f<öbliche» Regiment. I 9.«. d. Franks Ztq.

YX 1 1T n 1 pnet »rzl In Frankfurt A.W., früher Aeeiet.

Ilr TTIPn H I rPIIRC.h Prof. Ricords.Pari», heilt rasch, gröndl. u. _

VI. H1CU. 11. UU11BV1I, ohne grosse kosten alle Nerven-. Frauen-, 5

Haut- u Geschlechtskrankheiten (Syphilis) nach eigener Methode, Sprechstunden 101 and 35, Ktiftitr iss« 22 1. Auswärts brieflich.

Bekanntmachung.

Zum Genossenschaftsregister wurde heute eingetragen:

An Stelle des Ende 1884 aus dem Aufsichtürath des Vorschuß-Vereins zu Wieseck ausgeschiedenen Philipp Becker ist Philipp Keller ge­wählt und eingetreten.

Gießen, den 28. Januar 1885._ Grobherzogliches Amtsgericht Gießen.

Müller. 1143

Holzversteigerungen.

1. Im Gemeindewald von Ebers­göns, DistriktEberSgönfer-Hecken",

Montag den 23 d. MtS.,

Vormittag« von 9 Uhr ab, woselbst ausgeboten werden: 113 Eichenftämme 65,31 km, 57 nn Eichen-Scheit resp. Scheit und

Knüppel,

6 Buchen-Scheit und Knüppel, 74 Eichenstocke,

167,5 nn Reiser.

II. Im Gemeindewald von Ober­kleen, DistrittKlufft"

Dienstag den 24. d. MtS.,

Vormittags von 9 Uhr ab-

Au-geboten werden:

4 Eichen-Stämme 0,50 fm, 95 Kiefern- = 14,92 fm,

664 Stangen I.III. Klaffe,

= 40,14 fm,

t nn Eichen-Knüppel,

69 Kiefern-

48 Stockholz und

223 Eichen- und Kiefern-Reiser.

Gr. Rechtenbach, 14. Februar 1885. 1092 Das Bürgermeister-Amt.

Samstag den 21. d. Mts.,

Nachmittags 2 Ubr,

in der Flet t'schen Hofraitbe bahier, sollen gegen Baarzablung versteigert werben:

1 Wagen, 30 Malter Kartoffeln, eichene und tannene Bohlen, Schreincrwerk- zeuge, Tische, darunter verschiedene WirtbStische, Stühle, Schranke, 3 Se- cretäre, Polst er möbel, darunter 2 ganze Garnituren, 1 Pianino, 1 Eaffafchrank, 1 Regulator, 2 Nähmaschinen. Bilder, Spiegel :c.

Gießen, den 18. Februar 1885.

Engel,

1150 Gr. Gerichtsvollzieher.

Friedrich Leo

Glessen« 391

Specialität: Cafipee.

Allgemeiner Anzeiger. Versteigerungs - Anzeige.

Freitag den 20. ds. M., Vormittags 10 Vhr beginnend, laste ich dahier wegzugshalber resp. wegen Ausgabe der von mir seither betriebenen Landwirtschaft, Müllerei und Bäckerei folgende Objecte öffentlich versteigern:

2 sehr gute Oeconomiepserde im Alter von 7 und 10 Jahren, zugsest und fehlerfrei;

ferner: 1 Chaise zum ein- und zweispännig fahren, 1 Mühlwagen, 1 Brod­ln agen, 1 leichtes Oeconomiewägelchen, 3 schwere Oeconomiewagen, sämmt- lich fast noch neu, 1 Pfuhlfaß mit Lager und Bäumen, 5 Hinterpflüge, 3 Vorderpflüge, 1 Sack'scher Pflug, verschiedene Eggen, Eggenschlitten, 1 dreischaariger Kartoffelpflug (Hackpflug), 1 Kartoffelstreichpflug, 1 Walze, 1 Häckselmaschine, 1 Wasterpumpe, 1 complette Kelter, Steintrog nut 2 eisernen Schrauben, ganz neu, 2 Pfuhlpumpen und eine große Anzahl sonstiges landwirthschastliches Inventar;

ferner: eine große Anzahl Haus-, Mühlen- und Bäckereigeräthschasten, ins­besondere : Verschiedene Schränke, Betten, Stühle, Tische, Bänke, Wasch­bütten, Oefen, Backtröge, Backwannen, Backbretter, Fäster, Schnellwaage mit Kettengehäng, 1 Decimalwaage, Sackkarren. 8 Bienenvölker in Keck'schen Stöcken und diverse Bienengeräthe;

endlich den vorhandenen Mist und Dungerde (Compost) rc.

Auf Verlangen werden Steigerlöse über 26 «X gegen genügende Bürg­schaft bis Martinitag 1885 gestundet.

Arnsburg bei Lich, am 10. Februar 1885.

1004 __ Rudolf Burg.

Thüringer Kunstfärberei Königsee.

Erweiterte und verbesserte Einrichtung für

3WT Chemische ete. Wäscherei. "3NE Um färb en jeder Art Stoffe und Gegenstände der Kleidung Möbel, von Putzartikeln, Federn rc. in den

hochmodernen Karben dieser Saison.

Reue Musterkarten und Annahme bei

384 _______________fcieschwa Heerz, Neuenweg.

Viel Wenig machen ein Viel Vereinte Kräfte führen zum Ziel.

Dieser Spruch hat sich am Fastnachtstage bewahrheitet h indern sich mehrere Herren zusammen vereinigten, durch eine scherzhafte Aufführung sich die Ausgabe zu stellen, den VereinJugendfreund" zu unterstützen und war der Erfolg ein großartiger, indem die schöne Summe von 101,39 <M. einging.

Diesen Herren, welche mit aufopfernder Thätigkeit bis zur späten Nacht- stunde am Platze waren, ihnen allen spricht seinen tiefgefühltesten Dank aus Ser Dorftand des VereinsJugendfreund".

Herrn?WMIer, Giessen, Seltersweg.

Leinen und Baumwollenwaaren,

Bettwaaren und Anfertigung von Betten, Steppdecken, wollene Decken, Reisedecken, Großes Gardinenlager.

Alleinverkauf des Herforder Kettgarnleinen zu Fabrikpreisen.

| billigt ftfic Prnsr, btfte Wasrrn. 602

Holz -Versteigerung

in dcn Stausenberger Gcmkindkwaldungen.

I. Dienstag d. 24. Februar, von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Distrikt Birken- und Schwalbengraben versteigert werden:

221 Eichen-Stämme mit 64,18 Fstm-, 7 Birken-Stärnrne mit 2,14 Fstm-, 1626 Fichten-Derb- und Reisstangen, 11,62 Festm.

Buche Eiche Birke

Scheith. Knüppelh. Neish. Stöcke

Rm. Rm. Wellen Rm.

148 94 4200 36

44 66 1950 52

57 750

Der Anfang ist an der Staats­straße, diesseits der Diesenbach.

II. Mittwoch d. 25. Februar

in den Distrikten Schabenberg, Mark und Eichenheege

45 Eichen-Stämme, bis zu 15 Mtr. Länge u. 72 Ctm. Durch- rneffer, 38,32 Festm-,

5 Buchen-Stämme, 6,26 Festm., 256 Fichten- und Nadel-Stämme, bis zu 19 Mtr. Länge und 46 Ctm. Durchm., 88,61 Fstm., 11615 Fichten-Derb- u. Reisslängen, 111,70 Festm.

II« Donnerstag d. 26. Febr.

Buche Eiche Nadel

Scheith. Knüppelh. Reiser Stöcke

Rm.

14

44

Rm. 24 24 88

Wellen 2900 950 3150

Rm. 25 19

2

Bemerkt wird, daß sich unter dem Eichen-Scheitholz 6 Rm. für Küfer befinden und die Aichten-Stangen sich zu Leiterbäumen, Hopfen-, Baum- und Bohnenstangen eignen.

An den beiden letzten Dagen ist der Anfang auf dem Sahnberg, am Fuß­pfad von Treis nach Sichertshausen, Vormittags 9 Uhr.

Stausenberg, den 17. Februar 1885. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg.

Vogel. 1144

Versteigerung.

Freitag bett 20. Februar, Nachmittags 3 Uhr, werden im hiesigen Piandlokal iSeltcrs- meg 11) Kommode mit Aufsatz, 2 Kleider- schränke, 1 Uhr, 1 Sopha, 1 Oekonomie- wagen, 2 Kühe und 3 Schweine öffentlich gegen Baarzahlung versteigert.

Gießen, den 16. Februar 1885.

Der Pfandmeisier- 1151 Horn.