Gießen, 17. September. Auf Oswald's Garten wird von kommendem Dienstag an ein mechanisches Theater aufgestellt sein, lieber dasselbe entnehmen wir einem Speyerischen Blatte das Nachstehende:
Speyer, 7. September. Das mechanische Theater Morieux eröffnete gestern Nachmittag auf dem Königsplatze seine Vorstellungen, von welchen besonders die "TLlbendvorstellung sehr gut besucht war. Was hier an Farbenpracht und Kunsterzeug-
niff'cn vorgcführt wird, ist staunenswerth und sehenswürdig. Tas großartige wande^ bare Cyklorarna, das an dem Beschauer voräberzicht, ist sehr intereffanl und lehrreich für Alt und Jung. Belebt werden die einzelnen Gruppen durch denselben angepaßte mechanische Fignren. Der Mechanismus arbeitet so genau und vollkommen, daß man dem Ganzen das Zeugniß der äußersten Vollkommenheit ausstellen kann. Das.Pro
gramm ist reichhaltig und angenehm abwechselnd. ^sehr amüsant und neu ist der Riesenphotograph". Es erscheinen die durch gewöhnliche Photographien nch reprasen- tirenben Personen zum Entsetzen der Beschauer riesengroß im Hintergründe der Buhne. Kurz alles im Original - Theater Morieux Gebotene ist intereiiant und lehrreich für Jedermann. Der Aufenthalt in dem weiten Raum ist angenehm und ermöglicht Die ausgedehnte, bestens angelegte Gasleitung, die Figuren deutlich zu erkennen, wie ja auch durch diese Einrichtung die Licht- und cchatteneffecte bei den verschiedenen <scc^ nerien vollkommen zur Geltung kommen.
Lokale-.
Gießen, 17. September. sVerzeichniß der Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen vom 3. Vierteljahr 1885.]
1. Montag den 21. September, Vormittags 9 Uhr: Angeklagter Wilhelm Zimmermann von Eisenbach wegen Mordversuchs. Vertheidiger: Rechtsanwalt
‘J! Dienstag den 22. September, Vormittags 8*/r Uhr: Angeklagter Conrad Merbott von Laubach wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg. Vertheidiger: Rechtsanwalt Metz. _
3. Dienstag den 22. September, Nachmittags 3 Uhr: Angeklagter Johannes Hansel von Wallenrod wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit. Vertheidiger: Rechtsanwalt Baist.
4. Mittwoch den 23. September, Vormittags 8Vt Uhr: Angeklagte Carl Schreiner und Ehefrau von Ulrichstein wegen Meineids. Vertheidiger: Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch.
5. Donnerstag den 24. September, Vormittags 8V, Uhr: Angeklagte: Jo h. B alt Has er Peppcl und dessen Ehefrau von Oberseemen, ersterer wegen Raub, Mordversuch und Nothzucht, letztere wegen Anstiftung zu den beiden erstgenannten Verbrechen. Vertheidiger: Rechtsanwälte Lauer und Dr. Schwarz.
6. Freitag den 25. September, Vormittags 8'/, Uhr: Angeklagter Wilhelm Dörr von Reichelsheim wegen Meineids. Vertheidiger: Rechtsanwalt Dr. G u t f l e i s ch.
7. Samstag den 26. September, Vormittags 81/2 Uhr: Angeklagter Heinrich Bauern feind von Bersrod wegen räuberischer Erpreffung. Vertheidiger: Rechtsanwalt Curtman.
Die öffentliche Anklage vertritt in den Fällen unter 1, 3 und 5: Erster Staatsanwalt Zimmermann, unter 2 und 7: Staatsanwalt Jöckel, unter 4 und 6: Staatsanwaltsvicar Gerichts-Assessor Seeger.
Gießen, 17. September. Bei der gestern "Nachmittag vor Großh. Ortsgericht abgehaltenen Zwangsversteigerung von Wenzel's Garten blieb Herr Restaurateur Stein (Restauration Busch) mit 125,200 X Letztbietender. Wie man uns mittheilt, wird Herr Stein die Restauration in früher gewohnter Weise, jedoch ohne Hötel- cinrichtung, weiter betreiben und begrüßen wir dieses Vorhaben. Der Stadt bleibt -somit ein freundlicher Erholungsort erhalten, welcher bei entsprechender Einrichtung auch ein sehr lohnender ist.
— sTurnerisches.] Soweit jetzt bestimmt, wird der Gießener Turnverein sein diesjähriges Stiftungsfest am 4. October er. in Wenzel's Garten (jetzt Stein) feiern. Das Programm, soweit bis jetzt bekannt, ist folgendes: Nachmittags Turnen in Wenzel's Garten und Abends Commers im großen Saale. Die hiesige Regimentsmusik ist engagirt.
UniverfitätS- Chronik.
— Der bisherige außerordentliche Professor Dr. Trautmann zu Bonn ist zum ordentlichen Professor in der philosophischen Facultät der Universität daselbst ernannt^wmoen.^^ Holhendorff in München ist zum ordentlichen Mitglied und stellvertretenden Vorsitzenden und Professor v. Sicherer ebenda zum stellvertretenden Mitglied des literarischen Sachverständigenvereins für Bayern berufen worden.
Handel und Verkehr.
Limburg, 16. September. Rother Weizen X 13.60, weißer Weizen X 13.30, Korn X 10.70, Gerste X 8.80, Hafer X 6.00, Kartoffeln ä 100 Pfund X 0.00, Erbsen ä 100 Pfund X 00.00. _
Frankfurt, 16. September. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Her X 3.00—3.50, Stroh X 2.00—2.30, Eier das Hundert X 5.50—6.00, Sutta 1. Qualität X 1.20, 2. Qualität X 1.00, Kartoffeln per Malter X ^o0—6.6r Kohlrabi 3-5Hpr- St., Erbsen 0,50 Kg. 0.16—0.22 X, Rothkraut pr. St. 2o—30 L Sühn X 1.00—2.50, 1 Ente X 2.50—3.00, 1 Taube 40—60H, Hahn 1.20-2.OT, ans X 4-8.00, Welsche X 5.00-10.00.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'- telegr. «orrespondenr - Brrrearr.
Berlin, 16. September. Nach der „Kreuzzeitung" verlieh der Kaiser dem -General Obernitz den Schwarzen Adlerorden, Prinz Wilhelm ist zum Obersten und Commandeur des Garde-Husaren-Regiments, General Heuduck zum commandirenden General des 15. Armeecorps ernannt, General Gottberg erhielt die Cavallerre-Division des 15. Armeecorps und Oberst Schlieffen die 18. Cavalleru-Brrgade. Letzterer wurde gleichzeitig zum General ä la suite des Kaisers ernannt. Der Commandeur der Garde- Husaren, Below, erhielt das Garde-du-Corps-Regunent.
— Einer der „Post" zugegangenen Berichtigung zufolge ist die Meldung über die Nicht-Entlassung der Marinereserven unrichtig. 9tur zutreffend ist dieselbe für Mannschaften außerhalb der auf Station befindlichen schiffe, wo dir Entlassung selbst- I 1Ci)Cnb Äa^rldruhe^lO. September. Der Kaiser richtete an den Großherzog folgendes I $ön sch.Be^Beendigung der diesjährigen großen Herbstübungen gereicht es mir zur lebhaften Befriedigung, Eurer Königlichen Hoheit durch Uebersendung anliegender Abschrift meiner Ordre an den commandirenden General Menntmft von meiner ganz besonderen Zufriedenheit mit den Leistungen aller Truppentheile des Armeecorps zu geben. Ich wünsche Eurer Königlichen Hoheit herzlich und aufrichtig Glück zu solchem Zustande Ihrer Truppen, indem mir sehr wohl bekannt ist, wre yochftdufelben meine -Auffassung über den großen Werth des erlangten Resultats und dessen hohe Bedeutung für die Ruhe und Sicherheit des Vaterlandes zuZherlen geneigt smd. Ich scheide nut dem warmen Wunsche von dem Armeecorps, datz dieser vortreffliche Zustand für alle Jetten erhalten werden möge und scheide aus Ew. Königlichen Hoheit Land auch diesmal mit dem Gefühl des wärmsten Dankes und der herzlichsten Befriedigung für die mir von Ew. Königlichen Hoheit und dem ganzen Lande gewordene überaus freundliche Aufnahme und die mir auf jede Weise betätigten Gesinnungen.
— Die Ordre an General Obernitz spricht unter Verleihung des Schwarzen i Adlerordens die wärmste Anerkennung für das Armreecorps aus.
München, 16. September. Minister v. Giers ist hier emgetrotfen und nach Meran^v" g^ ff ^.September. Der König und die Königin sind hier eingetroffen. Der „Staatsanzeiger" schreibt: Obwohl der König in den letzten Tagen m Friedrichshafen von einem fieberhaften Katarrh befallen war, wollte er sich doch nicht ab- haltcn lassen, zu den bevorstehenden Festlichkeiten hierher zuruckzukehren. Die Vorbereitungen zum Empfange Sr. Maj. des Kaisers sind im besten Gange. Der Fackelzug verspricht äußerst glänzend zu werden. Die Begeisterung unter der gelammten Bevölkerung ist jetzt schon eine sehr große. , .
Kopenhagen, 16. September. Der türkische Adimral Suleiman Pascha überreichte gestern dein König und dem Kronprinzen mit einem eigenhändigen Schreiben des Sultans die denselben verliehenen Ordensdecorationen. An der daraus statt- gefundenen Tafel brachte der König den Toast auf den Sultan aus, welchen Suleiman Pascha dankend mit einem Toaste auf den König erwiderte. Sulerrnan Pascha erhielt das Großkreuz des Danebrogordens.
— Der König von Griechenland reift heute Abend ab.
— Der Prinz von Wales wird am Samstag den Grundstein zu einer hier zu erbauenden englischen Kirche legen.
Madrid, 16. September. In Folge Nachlassens der Cholera wurden Hierselbst zwei Cholerahospitäler geschlossen, ein Theil der Geflüchteten ist zurückgekehrt.
— Die Regierung läßt die Chaffarinen - Inseln an der marokkanischen Küste
0— Mch einem Telegramm aus San Sebastian wurde der Commandant Gui- vuzcoa beordert, die Arbeiten an den Festungswerken, welche die Hafeneinfahrten be=
London?IN September. Der Arbciterstrike in den Armstrong'schen Werkstätten in Newcastle ist heute beendet; die Strikenden nahmen den vorgeschlagenen Ausgleich an; die Arbeit wird morgen ausgenommen. ,
Rom, 16. September. Gestern kamen in der Provinz Palermo 7 Erkrankungen an Cholera und 3 Todesfälle vor, in der Provinz Parma 8, resp. 6, und in der Provinz Reggio Emilia 1, resp. 2.
Frankfurt a. M., 14. September. Welcher Mißbrauch mit der Armenunterstützung bis auf den heutigen Tag nicht selten getrieben wird, ist, wie der „G.-A. mittheilt, geradezu unerhört. Folgender Fall beweist es: Em Armenpfleger, der sein Amt erst kurze Zeit inne hatte, besuchte eine Familie, welche, wie er eruirte, eine Wohnung von 600 X Miethe bewohnt, aber trotzdem Armemmterstutzung, freies Holz aus der Rothschild'fchen Stiftung u. a. m. erhält. Auf Befragen bekommt er die Antwort, daß der Familienvater Geschäfte, die angeblich fast nichts einbringen, betreibt und daß die Haupternährungsquelle in der Vermiethuug der Zimmer dieser Wohnung bestehe. Der Armcnpfleger zieht nun weitere Erkundigungen ein, die zu dem erstaunlichen Resultate führen, daß das Familienoberhaupt ^in höherer Angestellter einer hiesigen großen Bank mit einem Jahreseinkommen non 4oOO X ist. Bor 10 Jahren war der Mann einmal stellenlos gewesen und seit dieser Zeit bezieht er, obgleich er seit etwa 8 Jahren wieder in sester Stellung ist, Armenunterstützung, ^zetzt hat er sich verpflichten müssen, den Betrag der gesammten Unterstützung, die er genossen hat, ratenweise zurückzuzahlen, um der Anzeige wegen Betrugs zu entgehen. 'Man weiß hier wirklich nicht, ob die Gewissenlosigkeit Desjenigen, der die Unterstützung eingesteckt hat, oder die ^Nachlässigkeit Derer, welche sich jahrelang nicht um die Ver- hältnisse der Familie bekümmert haben, größer ist.
— In Neustadt-Magdeburg herrschte am 10. d. M. in der Familie eines Lehrers große Freude über die Geburt des ersten Kindes. Dieser Säugling ist im Besitze von vier lebenden gesunden und rechten Müttern, nämlich Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Ururgroßmutter. Dies ist ein gewiß seltener Fall und werth, erwähnt zu werden; mit Stolz und mit Freude schauen die noch rüstig zu nennenden Urahnen auf ihr Urenkelkind.
— Die Ankunft des deutschen Geschwaders vor Zanzibar schildert ein Privatbericht der „Voss. Ztg.": „Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die 'Nachricht von dem bevorstehenden Einlaufen des deutschen Geschwaders und alles, was nur Aehnlichkeit mit einem Fernrohr hatte, war unausgesetzt in Tbätigkeit. Endlich um 12 Uhr Mittags gingen die Signale auf dem Sultansthurm auf, welche das Jnsichtkommen von vier deutschen Kriegsschiffen meldeten und bald konnte man die stolzen Schiffe mit ihrer imposanten Takelage erblicken, wie sie in schönster Ordnung der Hafeneinfahrt zusteuerten. Unausgesetzt wurden vom Flaggschiff Befehle durch Signal gegeben und von den anderen Schiffen erwidert. Gleichmäßig gingen alle Schiffe vor Anker, ge 1 wissermaßen einen eisernen Ring um die Stadt und die davor liegenden Sultansschiffe bildend, stark genug, um sie zu erdrücken. Es war ein erhebender stolzer Anblick für uns Deutsche, die Macht unseres Vaterlandes hier zum ersten Male in solcher Vfulk vor einem Volk und Regenten entfaltet zu sehen, der absichtlich von anderen Rationen über Deutschlands Seemacht im Unklaren gelassen war. Ein reges Leben cnOpann sich sofort auf dem Wasser und in großer Zahl strömten am 9tachmittag die deutschen Seeleute ans Land. Gar stattlich machten sich die jungen kräftigen Gestalten mit den sonnengebrannten Gesichtern zwischen dein schwarzen Volke Zanzibars und die uranc militärische Haltung, sowie das anständige Betragen der Riatrosen stachen vortheUhafl ab gegen die schlaffen Bewegungen der Eingeborenen und gaben em schönes Zeng/nß für den vortrefflichen Geist und die meisterhafte Disciplin, welche die deutschen Marmc- I Mannschaften überall im Auslande auszeichnen vor allen anderen "Nationen.
— IZum Verrath von Geschäftsgeheimnissen.] Ein für die gesummte Geschasts- I weit höchst wichtiger Fall kam vor einigen Tagen vor der Strafkammer des Gerichts in Mülhausen im Elsaß zur Verhandlung. Die in Frage stehende Angelegenheit I interessirt um so mehr, als sie bestimmt ist, auf die vielfach erörterte Tagesfrage wegen I des Schutzes der Geschäftsgeheimnisse ein. grelles Licht zu werfen. Es handelt nch um I Ueberlassung von Mustern, die ein im Hause der Firma Scheurer-Rott ui -tarnt cut- gestellter und festbesoldeter Zeichner anderweitig zur Verwerthung gebracht hat. Durch I Ablassung dieser Muster an andere Concurrenzfirmen war, wie wir gleich von vorn- I herein bemerken wollen, der obengenannten Firma ein großer Verlust entstanden. Als nämlich die Firma Scheurer-Rott ihre neuen Muster in Baumwollengewebeu ihren I Kunden vorlegte, waren dieselben diesen schon von anderen Concurrenzfirmen zu billtgercn Preisen offerirt worden. Diese erhielten die Aufträge, während Scheurer-Rott, Die I durch die Herstellung ihrer neuen Muster große Unkosten hatten, das "Nachsehen hatten. I Das Factum der thatsächlich eingetretenen Schädigung war nämlich bei "Abmessung des I Strafmaßes von entscheidender Wirkung. Der angestellte Zeichner hatte Du Ber- I pflichtung, nur allein für seine Principale zu arbeiten. Er wurde überführt, Muster, I welche er für die Fabrik angefertigt hatte und welche in deren Eigcnthum übergegangen wären und deren Mittheilung an Andere als Verrath eines Fabrikgchcimnistes anae, I sehen wurde, in zehn Fällen an dritte Personen gegeben zu haben. Ihn traf für dieses I Vergehen eine einjährige Gefängnißstrafe, während ein Mithelfer, der die übergebenen I Muster in Mülhausen zu Geld machte, der Hilfeleistuitg für schuldig befunden und nut I zwei Monaten Gesängniß bestraft, von der "Anklage, ein Geheimniß der Fabrik ver- I rathen zu haben, aber freigesprochen wurde.
— sDas Ferkel in der Wiege.] „Ja, ja, die Sakseu sein Helle!" Das hak I kürzlich wieder einmal ein Bäuerlein an der sächsisch-böhmischen Grenze bewiesen. Ter I Manu hatte „drüben" zwei Ferkel gekauft, aber nur für eins den gesetzlichen Eiitgangs-' I zoll bezahlt. Da meldet ihm ein guter Freund, die Zollbeamten kämen auf fein Haus I zu, um aller Wahrscheinlichkeit nach daselbst eine Durchsuchung vorzunehmen. Unser I Mann ahnte natürlich, wem der Besuch galt und war in nicht geringer Verlegenheit, I wohin er in aller Eile das eine Ferkel verstecken solle. Doch die Roth macht er- I finderisch. Rasch entschlossen nimmt er einen der kleinen Grunzer, legt ihn in Die Wiege und zieht die Gardinen vor. Als die Zollbeamten eintreten, finden |te Den I Bauern die Wiege schaukelnd und ein Ammenliedchen dazu brummend. Sie fordern I ihn aus, bei der Haussuchung zugegen zu sein; er aber schaukelte fort und jammerte I über sein armes krankes Kleines, das er nicht verlassen dürfe. Da erbietet nch denn I einer der Zollbeamten gutinüthig dazu, seine Stelle zu vertreten. Der Bauer i)t da- I mit einverstanden, legt aber dem menschenfreundlichen Herrn dringend au's Herz, jo I recht leise zu schaukeln und vor allen Dingen die Gardinen nicht zurückzuziehen, denn I wenn das kranke Kleine ein fremdes Gesicht sähe, das könne sein Tod fein. Ter Zoll, I beamte beruhigte den ängstlichen Vater, setzte sich an die Wiege, schaukelte teste unv singt dazu die alte Weise „Schlaf' Kindchen, schlaf', dein Vater hüt' du Schaf I während seine College» eifrig — natürlich vergebens — das Haus durchsuchen.
I Bauer hat sich aber, wie „Schorer's Fambl." weiter mittheilt, erkenntlich erroieien, m I dem er dem humanen Zollbeamten ein paar Tage darauf eine Wurst von dem so luv I reich in Schlas gelullten „Kleinen" sandte.
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