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lichen Stamme einen anderen.Häuptling durch Bestechung und Geschenke auf den Hals Genossenschaftsmitglieder. ,

hetzen konnten. Zum Vorsitzenden der Section wurde gewählt Herr L. Petri II., Wcltzbinder-

Lagos liegt sehr günstig, so dass man von dort aus, ohne durch das sumpfige meister zu Gießen, zum 1. Stellvertreter Herr W. Steinbach, Maurermeister daselbst, Rigerdelta zu müssen, den Oberlauf des Stromes schneller erreichen kann, aber anderer- I zum 2. Stellvertreter Herr P. Pitz, Zimmermeister daselbst. Außerdem wurden noch seits liegt gleich westlich das berüchtigte Königreich Dahomey, dem neuerdings zwar in den Vorstand gewählt die Herren Ferd. Giller, Dachdeckermeister in Marburg,

setzungen geben, wenn sich von Ost und West erst eine größere Rivalität entwickelt haben wird; einstweilen aber werden beide Mächte genug zu thun haben, wenn sie die dort sehr thatkräftigen Reger im Zaume halten. England hat hier noch gar keine rechte Herrschaft geübt, sondern im Jahre 1841 nur einige Verträge mit dem Atta von Jpara und Abo abgeschlossen, um wenigstens die Aufhebung der Sclaverei und die Zulassung von Missionären zu erwirken. Gleichwohl achteten die Reger weder die Verträge ihrer Väter noch die Macht Englands in neuerer Zeit, so daß die Engländer noch voriges Jahr beide Orte, Abo und Ipara, bornbardiren mußten, um die Bewohner zur Ver­nunft zu bringen. Als letztere die Einmischung der Briten in den Binnenhandel zu merken anfingen und sahen, daß man über ihre Köpfe hinweg direct mit den Stämmen des Hinterlandes Handel treiben, sie also um ihren Verdienst bringen wollte, begannen sie den (Strom mit Ketten zu sperren, auf englische ^.Handelsschiffe mit Kanonen zu schießen, die den Engländern dienenden eigenen Stammesgenossen todtzuschlagen, schwarze Diener der Faktoreien als Selaven^wegzuschleppen re., und zuweilen waren die Briten dadurch wirklich gezwungen, ihre Faktoreien aufzugeben, bis sie dem feind-

welche einem Schiedsspruch unterbreitet werden sollen, so sind dieselben gegen- wärtiq noch Object der Erwägung in den leckenden Londoner Kreisen.

Die Sensations-Nachricht von dem Tode des Mahdiist bis zur Stunde unbestätigt geblieben. Man wird sich erinnern, daß der Chef der sudanesischen Rebellen schon mehr als einmal tobt gesagt worden ist, daß er aber trotzdem immer wieder untrügliche Beweise seiner Weiter-Existenz gab. Vielleicht werden die Engländer nach Beendigung des Ramazan, welches wochem lange Fest gegenwärtig in der gesammten islamitischen Welt gefeiert wird, noch genug von dem todtgesagten Mahdi zu hören bekommen. .

General Woljeley ist am Montag Nachmittag mit seinem Stabe in London eingetrofsen. Eine zahlreiche Menschenmenge erwartete den General an der Victoria'Station und begrüßte ihn mit enthusiastischen Zurufen.

Lokale».

Gießen, 16. Juli. Dienstag den 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, fand im Saale des Eaf6 Veib die erste Wahlversammlung der Section Gießen der Hesseit- Rassauischen Bangewerks-Berufsgenossenschaft statt, welche aus den Kreisen Marburg, Frankenberg, Kirchham, Ziegenhain, Fulda, Dillenburg, Biedenkopf, Gießen, Schotten, Alsfeld und Lauterbach gebildet wird und waren anwesend 58 Mitglieder mit

Telegraphische Depeschen.

Wolff'- lelege. Eorresponderrz - Bnrearr.

Koblenz, 15. Juli. Seine Majestät der Kaiser wurde gestern bei seinem Ein­treffen am hiesigen Schlosse nur von den obersten Spitzen der Emil- und Mllitar- behörden empfangen. Zur Tafel, welche um 5 Uhr stattfand, waren nur Hoskavalrere gezogen. Rach derselben unternahmen die 9)iajeftaten eine gemeinschaftliche Spazier­fahrt im Glacis von 7 bis 8 Uhr; die heutige Spazierfahrt durch die Rhemanlagen dauerte ebenfalls eine Stunde. Das Diner, zu welchem die Spitzen der Behörden be­fohlen sind, findet um 5 Uhr statt. -

Berlin, 15. Juli. In der heutigen Versammlung der Baugewerksmelstei wurde constatirt, daß bereits 2204 Maurergesellen, dreimal so viel wie am 11. Juli oder em Viertel Aller wieder beschäftigt sind.

Gegenüber den Auslassungen derGermania" m der braunschweigischen Erbfolgefrage bezeichnet es dieRordd. Allg. Ztg." als einen ihr nicht unbekannten Plan der Führer der Welfenpartei, von Braunschweig als archimedischen Punkte aus dcr preußischen Regierung und dem Bundesrathe demnächst das Leben so sauer zu machen, daß die preußische Regierung schließlich zu irgend einer Zeit, wo ste durch innere und äußere Krisen gefährdet und von schwacher Hand geleitet wäre, sich zu einer Theilung Hannovers verstehen würde und in Folge davon den L.sM)eu oer Provinz mit der Hauptstadt, vielleicht mit Ausnahme des Bremer und Stader Landes, Braunschweig überlassen würde, Namhafte Mitglieder der Welfenpartei hatten dies als dasjenige angedeutet, was sie sich unter dem Heimfall Hannovers an das W elfen- haus auf friedlichem Wege dächten. DieNorddeutsche" schließt folgendermaßen. ie Herzoge Braunschweigs, wenn sie Welfen seien, würden immer Prätendenten auf Hannover und im Sinne dieses Prätendenteuhauses Vundesgenossen jedes Kindes von Preußen im Jnlande und Auslande sein; für das deutsche Reich und Preußen blieben solche Herzoge Braunschweigs unannehmbar. .... .

Berlin, 15. Juli. DerReichsanzeiger" verossentlicht einen Erlaß St. Mas. des Kaisers an den Eultusminister vom 29. Juni d. I., in welchem Seine Majestät auf Wunsch des Senats der Akademie der Künste anläßlich der Sacularfeier der Aka­demie das Protectorat über die für den Monat Mai 1886 beabsichtigte Hstl" ausstellung übernimmt und gleichzeitig gestattet, daß Se. K. u. K. Hoheit der Kron­prinz zum Ehrenpräsidenten des zu constituirenden Ehrencomitä's ernannt werde.

London, 15. Juli. DerDaily Telegraph" erfährt, die englische Negierung habe von den Mächten hinlänglich deutliche Erklärungen erhalten, um es zu recht- fertigen, wenn sie in wenigen Tagen mit der Emission der egyptischeu Neiln-Millionen- Anleihe vorgehe. _ . , , d x.

Rom, 15. Juli. Herr v. Keudell ist von Anzw, wo er einige Zeit zubrachte, nach der Hauptstadt zurückgekehrt, wo er vor seinem Urlaubsantritt noch einige Wochen zu verweilen gedenkt. Bei seiner Abreise begrüßten ihn die Behörden und die Be­völkerung von Anzio auf dem Bahnhof lebhaft.

Erzbischof Melchers ist in Rom eingetroffen. c .

Paris, 15. Juli. DemJournal de Paris" zufolge bringt Eourcy darauf, daß die Regierung über die Lage in Anam eine Entschließung fasse und Bedangt In­structionen, um schnell und energisch handeln zu können. DerTemps" veröffentlicht ein Schreiben aus Madagaskar, welches die Nachricht, daß die Howas Majiinga blokiren, in Abrede stellt, jedoch hinzufügt, daß für eine ernste Action Verstärkungen erforderlich seien. Das Gerücht von der Demission Foucher's in Wien ist un­begründet. , o , r . c - C.

London, 15. Juli. Unterhaus. Lubbock fragt an, ob es wahr sei, bay Die Russen gegen Afghanistan vorrückten? Churchill antwortet, Oberst Ridgway erhielt Kenntniß von Gerüchten, baß eine Vermehrung ber russischen Streitkräfte in der Rahe von Zulfikar stattgefunden habe; der Umfang dieser Verstärkung sei noch unbekannt und Gegenstand von Erkundigungen. Ridgway habe die Umgegend von Zulfikar ver­lassen, die Kapitäns Peacock und Yate seien auf Wunsch der Einwohner von Herat nach Herat gegangen. Auf Antrag Hamilton's wurde ein Ausschuß zur Untersuchung der Marineausgaben ernannt. n ,

Teheran, 15. Juli. Meldung des Reut. Bureaus.] Es sind beträchtliche russische Verstärkungen in Merw und Pul-i-Khisti während der letzten 14 ^age ange­kommen. Vier Regimenter englische Infanterie sind von Kabul in Herat eingetroffen, vier andere sind unterwegs dorthin vom Hazara-Gebiet.

U0m Golf von Guinea.

Reiseerinnerungen von Dr. Fr. Müller.

^Nachdruck üerboten.]

Endlich ist nun auch, kraft llebereinhinft zwischen Deutschland und Eng­land, über die Landstrecke westlich von Kamerun bis nach der britischen Colonie Lagos entschieden worden, und zwar haben beide Mächte ihre Interessensphäre geteilt, indem Lagos und Kamerun die beiden Stützpunkte blieben. Immerhin ist auch das wieder ein Beweis von dem großen Umschwung aller Verhältnisse in Europa, denn vor dreißig Jahren hatte man in England wohl allenfalls an Verhandlungen mit Frank­reich oder Rußland, aber gewiß nicht an AuseiuaÜbersetzungen mit Deutschlanb bezüg­lich afrikanischer Länber gebadit, währenb heute nur bas Deutsche Reich, ohne irgend eine Einrede anderer Mächte, sich mit England in die betreffenden Gebiete theilt. Die großen afrikanischen Ströme gerathen nun wohl nach und nach alle unter europäische Aufsicht; so der Orange-Fluß, der jetzt von deutschem und englischem Gebiete einge­faßt ist, der Eongo, dessen Gebiet jetzt ein großes Reich unter belgisch-internationaler Verwaltung ist, der Senegal und Gambia unter französischer Herrschaft und endlich auch der Niger, dessen Umgebungen ebenfalls wieder deutsch und englisch sind.

Heber den Verkehr auf Dem Niger wird es wohl noch mehr Auseinander-

auch wieder die deutsche Colonie Bageida am Meere vorgelagert ist. Ten Mittellauf des 9iiger begrenzen die Haussa-Staaten und weiter aufwärts gelangt man nach ber berühmten Handelsstadt Timbuktu, dem Ziele der Sahara-Krawanen von Tunis und dem Senegal aus; es ist deßhalb sehr wohl ber Mübe werth, in s Innere voizu- bringen. Die Englänber haben auch schon circa 650 Kilometer stromaufwärts, theck- weise wie auf bem Nile, durch feindliche Volksstämme hindurch eine Dampilck ist- verbindung eingerichtet und sind sogar schon an 900 Kilometer per Dampfer und noch weiter 200 Kilometer mit Booten aufwärts gelangt. Der Strom paflirt zunächst liegend eine Bergkette, die bei Kamerun an die Küste tritt und die im Niger mehrere Fälle verursacht, von denen einer aber auch durch einen Canal umgangen werden könnte; weiterhin bis Bussa kommm nur noch Gesteine im Wasser vor, die ebenfalls zu beseitigen sein würden. Von der an der Mündung des Nebenflusses Benne ge­legenen Stadt Jdda aus kann auch letzterer Fluß bis weit über 900 Kilometer auf­wärts gegen das Reich Bornu und Tsad-See hin befahren werden, wo in ber Stadt Jola, der Residenz des Königs von Hadamaua, die vorgeschobenste Station der National African Company ist.

Die Hadamauas sind aber auch schon mit Kamerun in steter Verbindung und treiben Handel dahin, ohne daß es aber für Deutschland möglich sein wird, seine Kamerun-Colonie dorthin auszudehnen, aus dem einfachen Grunde, weil .Hadamaua ein Theil des zwischen sJHger und Benns sich ausdehnenden Sokoto-Reiches ist, bellen Herrscher einer der mächtigsten Kriegsherren im ganzen inneren Afrika ist und sofort eine Macht von mehr als 100,000 fanatischen Streitern in's Feld stellen kann. Was das unter Umständen bedeutet, haben die Engländer im Zulu-Land und Sudan bitter genug erfahren müssen und es bleibt schon ein bedenklicher Punkt, daß England Den SokotoS räumlich näher ist und auf dieselben einen weit größeren Einfluß vermöge seines Verkehrs auf dem Niger üben kann als Deutschland, denn von Sokoto aus kann Kamerun am allerwirksamsten bedroht und vom Innern abgeschnitten werden.

Bis jetzt ist auch nach Hadamaua hin die Einfuhr fast nur durch den Niger und Benuefluß vermittelt worden; wenn aber künftig kraft des neuen Abkommens Deutschland östlich von Benne vorherrschen soll, so kann es gar nicht ausbleiben, daß der Sultan von Soloto seinen Einfluß in Hadamaua schwinden fühlen und Teutsch- land feindselig werden wird; dies aber wird für Kamerun die erste gefährlichere Krisis werden, mit welcher der deutsche Gouvernciir sich schon sehr bald wird beschäftigen müssen. r_ .

Die Einfuhr bezog sich seither fast nur auf Baumwollstoffe und Schmuck, namentlich hübschere Metallringe für Arme und Beine als die eingeborenen Schmiede sie liefern können; reichere Frauen tragen wohl auch Halsreifen von Messing oder von bunten Glas- und Schmelzperlen, die vornehmsten Damen sogar solche von rothen Korallen und hübsche Schnüre aus Seide anstatt der Palmbastbänder, mit welchen vordem die Büste anstatt des Corsetts der Europäerinnen emporgehoben wird. Viel­fach werden statt der mit Eisen ausgeschliffenen Ohrenringe auch schon solche aus Gold getragen und jedes aus Europa kommende neue Muster derselben ist im Stande, gleich oas ganze Völl'chen in Aufregung zu versetzen und einen allgemeinen neuen An­kauf selbst unter bedeutendem Verluste zu veranlassen, wenn man nur das nächste Dorf gründlich übertrumpfen kann. ,

Die Küstenstämme stehen in Folge dieses Verkehrs mit den Weißen auch wirk­lich in bedeutendem Ansehen und Einfluß bei den inneren Nachbarn und man mutz sie trotz ihrer riesigen Unverschämtheit immer freundlich behandeln, wenn mau nickt den eigenen Verkehr sich erschweren will. Da von dem betreffenden Dorfmonarchen immer Alles abhängt und Alle sich nur nach dessen Meinung, Willen und Erfahrungen richten, so ist das Auskommen mit solch einem, dem Pionier des Handels gerade un Wege liegenden Dorfe unbeschreiblich schwer.

Am häßlichsten tritt stets die Habgier bei den Majestäten und Unterthanen jener Gegenden hervor und daraus hervorgehend eine überaus lästige Neigung, st^^urch Diebstahl das anzueignen, was man nicht auf anderem Wege bekommen kann. Daber sind es meistens gar nicht die werthvollsten, aber die für den Weißen nothwendigsten Stücke der Vorräthe, die sie begehren, Dinge, die man sich gar nicht an Ort und Stelle durch etwas anderes ersetzen kann. Wenn die gedungenen Begleiter und Trager- Branntwein mitführen müssen, so hilft die größte Wachsamkeit nicht dagegen, daß sie mit raffinirter Schlauheit und ohne jedes erkennbare Merkmal den Inhalt des Fasses nach und nach leeren und ihn mit Wasser so lange immer wieder ergänzen, bis sie selbst den entstandenen Mischmasch nicht mehr mögen. Leider haben die Engländer in ihrer frommen Phrasenhaftigkeit diesen Hang zum Schnaps erst großgezogen und nun ist dies für sie noch immer das sicherste Mittel, die Waaren aus dem Innern nach ihren Colonien heranzuziehen, wenn auch die Deutschen noch so sehr gegen bie($infuln* des unheilvollen Getränkes von Kamerun aus sollten vorgehen wollen. Man wird auch schwerlich über jene Vorgänge, die sich schon sehr bald in weiterem Maßstabe, entsprechend der Rivalität der beiden Staaten, entspinncn werben, in's Klare kommen

D^nn neben bem Stehlen versteht ber Neger sich auch brillant aufs Lügen, so baß man trotz aller Mühe nichts Richtiges erfahren kann, fobalb bie schwarzen Temel ihre Interessen gefährbet glauben. Auch bies ist aber nur eine Folge ber Berührung mit ben ehebern nur immer gewaltthätigen Englänbern und Portugieien, denn die weiter den Niger hinaus wohnenden Stämme sind weit offener und tapferer zugleich als die Küstenbewohner. Zum Glück kann man jetzt überall die freien Llbena-Reger als Hilfskräfte bekommen und mit diesen läßt sich doch wenigstens ein 2lbfonunen treffen über Dies oder Jenes, ohne daß man den Bruch desselben fürajten mutz. Daß eine andauernde milde Behandlung aber auch viel bessern kann und die SchwarzM sehr wohl überzeugt werben können, wie es heute mit ben Weitzen nicht wchrso ge­fährlich zu verkehren ist, bas lehren eben bie freien Reger ber Republiken irn Westen, resp. Norbwesten, unb auch bie Arbeitsscheu, welche biese 9taturmenschen so ausgeprägt zeigen, läßt bebeutenb nach ba, wo Missionäre eine Zeitlang ungestört wirken konnten /unb wenigstens burch Anstachelung bes Eigennutzes Den Arbeitstrieb erweckei^ tonnten. Im Grunbe genommen ist es bei biesem Volke, bas Tanz, Gesang, ^spiel unb Musik so leibenschaftlich liebt, auch wohl begreiflich, wenn es von Natur aus nicht an eine Arbeit benft unb gewöhnt ist, wie sie ber Europäer von ihm wünschen mutz, um Vorräthe zu bekommen, unb wenn es mit ben reichen Gaben ber freien Natur jufrieben ist; baruni suchen auch schon so Viele sich bie wenigen besseren Cultürgenüsse und be­züglichen Gegenstände durch Betteln zu verschafien und verüben, wenn sie einigen Ein­fluß haben, die ärgerlichsten Prellereien, während sie nicht einmal daran denken, für das Empfangene auch nur Dank zu sagen. Andererseits wieder dulden ste es nicht, daß der Weiße sich über einen der Ihrigen mit Recht zu beklagen hat, unb so sehr auch jeder Einzelne zu bekommen sucht, was er kann, so wenden sich doch auch wteber Alle gegen den einen Missethäter, der dem Fremden das Unrecht zugefügt hat, und deßhalb könnte es febr wohl fein, daß man schon in naher Zeit wirkliche, aus Königen und Kaufleuten gemischte Handelskammern an der Küste Afrikas tagen unb Recht sprechen sähe.

Jedenfalls hat Deutschland dort aber sehr bedeutende und ernste Ausgaben, bie nur mit großer Vorsicht angebahnt werben können.

101 Stimmen. c

Herr L. Petri II. zu Gießen führte ben Vorsitz. Zum Schriftführer wurde Herr Chr. Petri III. daselbst und zu den beiden Beisitzern die Herren Leonhard Lang von Odenhausen und Friedr. Giller sen. von Marburg ernannt.

Der Vorsitzende eröffnete die Versammlung mit einigen begrüßenden Worten und gab einen kurzen lleberblicf über die Organisation der Genossenschaft, erwähnte die Vortheile, die Durch dieselbe gewährt werden, sowie die Rechte und Pflichten der