Sofia, 14. December. Man nimmt an, die Regierung werde den Vorschlägen der internationalen Militär-Commission nur zustimmen, wenn die Mächte zuvor Serbien verpflichten, den Bezirk Widdin zu räumen. Man hofft, die Mission Madjid's werde zu einer Verständigung führen. Das Gerücht von einem serbisch-bulgarischen Zusammenstöße ist unbegründet.
Sofia, 14. December. Meldung der „Agence Havas".^ Der österreichische Vorschlag, welchem, wie es heißt, die übrigen Großmächte zustimmten und wonach die Militärattaches der Mächte in Wien die Bedingungen des Waffenstillstandes lediglich vom technischen Gesichtspunkte aus regeln sollen, wird hier sehr lebhaft besprochen. Die Absicht, eine Grenze zu ziehen, welche die serbische Armee im Gebiete von Widdin beließe, wird diesseits nicht günstig beurtheilt und es wird dagegen geltend gemacht, daß auf dem Gebiete zwischen der Grenze und Widdin kein irgendwie ernstes Gefecht, sondern nur Scharmützel stattgefunden haben, daß die daselbst gelegenen Dörfer nicht einmal von serbischer Seite besetzt seien und daß die Feindesiinie, welche die Verbindung zwischen Widdin und den meisten Dörfern dieses Districtes unterbreche, bei Kuschowa beginne und bei Wilbol endige und in Wirklichkeit nur eine Art Vorhang bilde, hinter welchem weiter keine serbischen Streitkräfte wären. Diesseits wird gehofft, die Commission werde diesen Umständen Rechnung tragen, andernfalls sei anzunehmen, daß die Bulgaren selbst, wenn sie auf dem Gebiete von Pirot einen locali- sirten Waffenstillstand annehmen, im Donaugebiet den Krieg bis zum Aeußersten fortführen würden. In dieser Beziehung wird geltend gemacht, daß die Bulgaren durch ein solches Vorgehen nicht aus dem Rahmen der österreichischen Einwirkung heraustrcten würden, welche bezweckte, die Verfolgung der serbischen Armee über Pirol hinaus, nicht aber Operationen zu verhindern L welche die Bulgaren auf dem eigenen Gebiete anszuführen haben müßten, um die Serben über die Grenze zurück- zuweisen.
Belgrad, 14. December. Garaschanin erklärte, die serbische Regierung sei bereit, die Entscheidungen der internationalen Militärcommission in den serbisch-bulgarischen Waffenstillstands-Verhandlungen ohne jede Rücksicht auf die politische Lage der serbischen Regierung zu acceptiren, betrachte jedoch diese Erklärung als nichtbestehend, wenn die bulgarische Regierung nicht gleichfalls sich den Entscheidungen der Militärcommission füge.
Konstantinopel, 14. December. Es wird bestimmt versichert, daß, falls ein feindseliges Auftreten Griechenlands gegen die Pforte wahrscheinlich würde, englische und französische Flottenabtheilungen sich nach dem Pyräus begeben würden, um eine Action Griechenlands zur See zu verhindern.
Kairo, 14. December. Meldung des Reuter'schen Bureaus.j Am Samstag griffen 3000 Aufständische das zwei Meilen nördlich von Kosheh gelegene Mograkeh an, wurden aber von der aus 200 Egyptern unter Führung eines britischen Offi- ciers bestehenden Besatzung mit beträchtlichem Verluste zurückgeworfen. — Das Gerücht, daß wegen der bedenklichen Lage die Räumung Wady Halfa's möglich sei, ist durchaus unbegründet, vielmehr ist von einer Wiederbesetzung Dongola's die Rede.
Athen, 15. December. Wie verlautet, hat die Negierung in England zwei Panzerschiffe angekauft.
Lokal--.
Gießen, 15. December. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 17. December 1885, Nachmittags 4 Uhr.
1. Das Feuerlöschwesen.
2. Die Quellwasserleitung.
3. Die Verwerthung der Fäcalstoffe.
4. Die Unterbringung der polizeilichen Gefangenen.
5. Die Aufstellung eines Brunnens auf dem Seltersberg.
G. Die Einfassung des Stadtbachs in eine Steinsohle.
7. Den Fluthgraben im Teufelslustgärtchen.
8. Abgabe von Wurzelschößlingen aus den städtischen Baumpflanzungen.
9. Gesuch des Ludwig Christoph Rübsamen um käufliche Ueberlassung städtischen Geländes.
10. Uebertragung der Armenpraxis an das akademische Hospital.
11. Die vorläufige Unterbringung der im akademischen Hospital geisteskrank gewordenen Personen.
12. Ablösung der Beitragspflicht der Civilgememeindc Gießen zu den Bedürfnissen der evangelischen Kirche daselbst.
13. Bestandliste des Realgymnasiums und der Realschule.
14. Die Einfriedigung der städtischen Anlagen.
15. Kostendecreturen.
Gießen, 15. December. Schwurgerichtsverhandlu ng am 14. l. Mts. gegen Andreas Schrimpf von Herbstein wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg.
Derselbe war angeklagt:
daß er in der Nacht vom 27. zum 28. September l. I. zu Herbstein den August Kübel, Sohn des Wirths August Kübel von da, mittelst eines gefährlichen Werkzeugs, nämlich eines Messers, vorsätzlich an der Gesundheit beschädigt und hierdurch den Tod desselben verursacht habe.
Die Geschworenen bejahten die ihnen vorgelegte Schuldfrage, nahmen jedoch mildernde Umstände an und wurde Schrimpf demgemäß in eine Gefängnißstrafe von zwei Jahren und in die Kosten oerurtheilt.
Gießen, 15. December. Aus Berlin theilt uns unser R-Correspondent mit, daß die Budgetcommission des Reichstages in ihrer gestrigen Sitzung weitere 450 000 JL zum Bau des Casernements in Gießen bewilligte.
— sTurnerisches.j In der gestern Abend im „Deutschen Hof" abgehaltenen Generalversammlung des Männerturnvereins Gießen wurde der seitherige geschäftsführende Ausschuß aufgelöst und laut Satzungen ein Vorstand von 11 Mitgliedern erwählt. Die Hebungen werden an wöchentlich 2 Abenden, Montag und Donnerstag, von 8—10 Uhr, in der Turnhalle des Gymnasiums abgehalten.
Gießen, 15. December. Durch das Zerspringen eines zum Glühen in die Esse gelegten Stück.Eisens wurden gestern Mittag in einer hiesigen Maschinenfabrik drei Arbeiter leicht verletzt, trotzdem die Detonation eine sehr^heftige war.
Vermischtes.
Darmstadt, 12. December.^ sDie deutschen Aerzte in Sofias Dr. med. Habicht meldet in einer Karte von toofia aus unter dem 5. d. Mts.: Wir sind nach interessanter, aber sehr beschwerlicher Fahrt von Rustschuk aus glücklich hier ange- kommen. Fünf Tage lang waren wir von allem Verkehr mit der Außenwelt abgeschlossen, von Morgens bis Abends im Wagen, einmal von Morgens G Uhr bis Nachts 4 Uhr. Dabei war es recht kalt und hier in Sofia ist ebenfalls alles gefroren. Verwundete, besonders schwere, ziemlich viele und Hilfe sehr, sehr nöthig. Wir werden tüchtig angreifen müssen. Ob wir weiter nach dem Kriegsschauplatz, etwa nach Pirot gehen, ist noch ungewiß, wahrscheinlicher, daß wir hier bleiben.
Mainz, 10. December. fLandesgewerbeausstellung.j Im Gewerbevereinshause fand gestern Abend eine gemeinsame Sitzung der Ausschüsse für die Landesgewerbeausstellung statt. Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Herr Commerzienrath Louis Rculeaux, begrüßte die Erschienenen und sprach seinen Dank dafür aus, daß sie durch ihre Zusage sich der ihnen übertragenen Mühewaltung unterziehen wollen und somit ihr Interesse an dem großen Unternehmen bezeugten. Es folgten einige Mittheilungen in Bezug auf die innere Organisation der Ausschüsse, über Ergänzungen und Verschiebungen innerhalb derselben. Als Vertreter der Presse in den constituirten Preßausschuß wurden noch die Herren Redacteure Jacoby und Winkler ausgenommen. Der Vorsitzende berichtete sodann über die Thätigkeit, welche der Vorstand des Gewerbevereins bis jetzt bereits entfaltet habe. Die Verhandlungen mit der Stadt Mainz in der Platzfrage seien zu einem allseitig befriedigenden Resultat gelaugt; das Terrain zwischen dem Fischthor und dem kurfürstlichen Schlosse lasse eine reiche Entfaltung der Ausstellung zu und mache das Vorhandensein der städtischen Halle die kostspielige Erbauung von Wirthschaftsräumcn überflüssig. An Anmeldungen für die Ausstellung sind bis jetzt 50 erfolgt, darunter solche, welche große Terrainflächen beanspruchen. Es folgte dann eine Erörterung über Ausstellungen, speciell über die Mainzer Ausstellung
der letzten Deeennien. Betreffs der Landesausstellung müffe der Gewerbeverein, da derselbe große Verluste nicht erleiden könne, mit großer Vorsicht vorgehen. Den Garantiefonds beabsichtige man in zwei Classen einzutheilen und zwar so, daß die zweite Classe erst dann heranzuziehen sei, wenn die gezeichneten Beträge der ersten Classe erschöpft seien. Diese erste Classe umfasse die Summen, welche von Corporationen und reichen Privaten beigesteuert würden; dazu gehörten die von der Stadt Mainz bewilligte Summe von 20 000 Jü, von der Hess. Ludwigseisenbahn von 15 000 <X, von der Großh. Staatsregierung, der Großh. Centralstelle für die Gewerbe, von größeren Verkehrsanstalten rc. rc. theils bereits bewilligten, theils in Aussicht gestellten Summen, welche sich bis jetzt schon auf ca. 70 000 «X beliefen. Das ausgegebene Programm sei nur als „Entwurf" zu bezeichnen, da die endgiltige Feststellung desselben dem Landesausschusse zustehe. Die Annahme des Protectorats durch Se. Kgl. Hoheit den Großherzog sei in sicherer Aussicht, doch könne ein förmliches Ersuchen erst dann erfolgen, wenn das Unternehmen gesichert sei. Die Constituirung der einzelnen Ausschüsse soll in der nächsten Zeit stattfinden. Der anwesende Herr Provinzialdirector Geheimrath Küchler sprach dem hiesigen Gewerbeoerein den Dank des Landesausschufses für das bereits Geschehene mit der Hoffnung aus, daß der Vorsitzende, wenn ihn Gott erhalte, die Sache zu einem guten Ende führen werde. Herr Bürgermeister Dr. Oechsner begrüßte in dem Vorsitzenden einen Mann, wie ihn Mainz nicht paffender habe finden können. Den Namen Neuleaux halte er für eine Bürgschaft, daß das große Werk zur schönsten Ausführung gelange und zu einem segensreichen Resultate führe. Wenn ihm die Versammlung hierin beistimme, bemerkte Herr Dr. Oechsner, so bitte er sie, sich von ihren Sitzen zu erheben. Unter lebhaftem Beifall erhoben sich sämmtliche Anwesende von ihren Sitzen, worauf die Versammlung aufgehoben wurde.
Kassel, 12. December. Hebet: eine Explosion, die sich heute kurz nach 1 Uhr in dem sog. Ventilhause der städtischen Gasanstalt ereignete, berichtet die „K. Ztg.": In dem Gebäude, welches zwischen dem Gasometer und der Retortenhalle liegt, befinden sich die Gasuhren. Wie uns mitgetheilt wird, waren 8 Arbeiter in dem Gebäude beschäftigt, als die Erplosion erfolgte und das Haus in Trümmer legte. Leider wurden drei Arbeiter schwer verletzt, während es den übrigen gelang, unverletzt das Freie zu gewinnen. Der Arbeiter Schüßler in der Wolfhagerstraße erhielt durch einen herabstürzenden Balken einen heftigen Schlag gegen die Brust, auch sind ihm beide Arme gebrochen, wie wir erfahren, so,daß er per Tragkorb vom Platze fortgeschafft werden mußte. Dem in der Wallstraße wohnenden Vorarbeiter Müller wurde das Gesicht verbrannt, der aus Polen stammende Arbeiter Fengler erlitt eine Verletzung am Rücken und eine Quetschung des Fußes. Die Detonation war eine sehr starke, so daß die Häuser in der Nachbarschaft zitterten und die Bewohner, die sich zumeist beim Mittagessen befanden, entsetzt von ihren Sitzen auffuhren. Die Entstehungsursache des Unglücks ist mit Sicherheit noch nicht ermittelt worden. Durch die gewaltige Explosion ist das Gebäude auseinandergesprengt, das Dach abgehoben und zur Seite geschleudert worden. Nur die mit der anstoßenden Halle verbundene Giebelwand ist stehen geblieben. Die dicken Tragbalken sind wie dünne Sprossen geknickt und zersplittert, die Wände und Decken sind zusammengestürzt und Balken, Bretter, Thüren und Fenster in tausend Trümmer verwandelt. Die Feuerwehr war alsbald zur Stelle und beteiligte sich an den Rettungsarbeiten. Wie schließlich noch bemerkt sein möge, sind Schüßler und Müller verheirathet und haben zahlreiche Familie.
— Aus Graudenz wird gemeldet: Am 30. November war der 24jährige Scharwerker August Heinrich aus Gollnschütz auf dem Bahnhofe zu Prust damit beschäftigt, Kohlen zu laden, als er den Zug Nr. 36, welcher um 4 Uhr 55 Minuten Nachmittags auf dem Bahnhöfe einlaufen soll, herankommen sah. Da stieg ihm der Gedanke auf, er möchte doch einmal sehen, wie so ein Zug aus dcn Schienen flöge und wie die Menschen dann „herumkrabbeln" möchten. Er legte einen Hebebaum quer über die Schienen und befestigte ihn mit Kohlenstücken und Steinen, um dem Zuge ein Hinderniß zu bereiten und ihn aus dem Geleise zu bringen. Zum Glück gelang dieser Plan nicht, der Zug zerschnitt das Hinderniß und die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Der Thater wurde sofort verhaftet und der hiesigen Staatsanwaltschaft eingeliefert. Er hat bereits ein offenes Geständniß seiner That abgelegt.
Wien, 12. December. In der Alservorstadt ermordete der 59jährige Hausmeister Wenzel Schuster seine 56jährige Frau, die ihm im Laufe einer vierzigjährigen Ehe 20 Kinder geboren hatte, indem er ihr mit einem Hammer Schläge auf den Kopf versetzte und dann mit dem Taschenmesser den Hals durchschnitt. Cr wollte entfliehen, als sein ältester Sohn hinzukam, der ihn verhaften ließ. Schuster war einst sehr reich und Besitzer einer Glasfabrik in Brünn und mehrerer Häuser in Wien. Er ging zu Grunde, weil er arbeitsscheu und dem Trünke ergeben war. Im Jahre 1869 verließ er Frau und Kinder und begab sich unter Mitnahme von 40,000 fl. nach Amerika. Er war auch schon einmal im Jrrenhause. (Fr. Ztg.)
— (Siebenhundert Todtenköpfe.^ Zu den bedeutendsten Bereicherungen, welche i-em naturhistorischen Museum in Wien in letzter Zeit zuflossen, gehört die berühmte Schädelsammlung, welche der als ausgezeichneter Anthropologe bekannte Dr. A. Weißbach, ein geborener Oesterreicher, in seiner Stellung als Director des österreichisch- ungarischen Nationalspitals in Konstantinopel angelegt hatte und die von dem Bankier Herrn Salo Cohn als Zeichen der Erinnerung an seinen nunmehr 25jährigen Aufenthalt in Wien dem Museum als Geschenk übergeben wurde. Damit ist die Wiener Sammlung mit einem Schlage in den Besitz von nicht weniger als 195 ächten Türken - schädeln, 131 Schädeln von Griechen, 96 von Serbo-Kroaten, 48 von Ungarn, 43 von Armeniern, 29 von alten Byzantinern gelangt und in der Sammlung, welche int Ganzen 708 Stück aufweist, sind auch die Schädel von Maroniten, orientalischen Juden, Kurden, Albanesen u. m. a., wenn auch in geringerer Zahl, vertreten. Einer der großen Säle des Museums ist ganz für die kraniologische Sammlung bestimmt.
— sVacante Stellen für Militäranwärter im Bezirke des 11. Armee-Corps.j Im Amtsbezirk des Königlichen Eisenbahn-Betriebsamts Kassel, 6 Bremser-Aspiranten, 57 JL 50 monatlich, sowie gesetzlicher Wohnungsgeldzuschuß zwischen 60—180 JL. jährlich. — Sonneberg (Sachsen-Meinungen), Postamt, Postschaffner, 800 -X Gehalt und 72 Wohnungsgeldzuschuß jährlich. — Im Bezirk der Großherzogl. Hess. (25.) Division. Mainz, Gefängniß, Großh. Ersten Staatsanwalt, Gefangenwärter, auf Widerruf, banre Remuneration von 1000 <X jährlich, steigt bis zu 1100 Jt. — Darmstadt. Großh. Ober-Staatsanwaltschaft, Pförtner (neue Stelle) am Großherzogl. Provinzial-Arresthaus, auf Widerruf, baare Remuneration von täglich 2 -X.
GchissSnachrtchten.
Bremen, 12. December. (Per transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Eider, Capt. H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher aut 2. December von Bremen und am 3. December von Southampton abgegangen war, ist heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
.Bremen, 14. December. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer America, Capt. G. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. November von Bremen abgegangen war, ist am 12. December wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Harrdel und Verkehr.
Gießen, 15.'December. Auf dem heutigen Markt kostete- Butter per Pfund 1.10—1.15, Hühnereier per Stck. 7—8 H, Enteneier St. 0—0 Käse pr. St. 5—7 X Käsematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 20 H, Linsen 26 H, Tauben per Paar 0,50 bis 0,70 H, Hühner per Stück «X 0.90—1.40, Hahnen pr. Stück J4 0.90—1.50, Enten per Stück «X 1.30-1.60, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 H, Kuh- und Rindfleisch 54—56 Schweinefleisch 50—60 H, Hammelfleisch 50-62 X Kalbfleisch 48—50 X Kartoffeln per 100 Kilo *X 3.00—3.50, Milch per Liter 12—18 Zwiebeln per Centner 3L 5.00—0.00. Weißkraut pr. St. 4—6 X
Frankfurt, 14. Decbr. (Getreide-Vreise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer vtl 17 00-17,25, fremder JL 17,00-19,50, Roggen eff. hies. «X 14,25-14,75, fremder v4L 14,50—15,00, Gerste effectio hiesige und Wetterauer JL 16,00—17,00, fremde JL 16,50—17,50, Hafer eff. hies. <X 13,50—13,75 fremder «X 13.50—14,50.
Frankfurt, 14. Decbr. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange- trieben waren 349 Ochsen, ca. 11 Bullen, ca. 379 Kühe und Rinder, ca. 292 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual, at 66—68, 2. Qual. X. 60—63, Kühe unb Rinder 1. Qual. «X 56-58, 2. Qual. <X 35—48 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 55—60 H, 2. Qual. 40—45 H per 1 Pfund Schlachtgewicht.
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