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2.50, 3.—, 3.50, 4.—
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Für die Abgebrannten iy Appenrod gingen ferner bei uns ein: X. V).3.50 X Jnsgesammt 71.75 X
Weitere Gaben werden von der Exped. d. Bl. gerne entgegengenommen.
Abgabe von Bauplätzen an der Grünbergerstraße.
Ausbau der Ludwigstraße.
Den Weg nach der Wobnung des Geometer Körner.
Gesuch des Hermann Heß um Erlaubniß zur Veränderung einer Gosse.
Gesuch des Maurermeisters Christian Haubach I. um Erlaubnis zur Anlegung einer Stauschleuße.
Gesuch des Maurermeisters Wilhelm Steinbach um Bauerlaubniß.
6510 Ein tüchtiges Dienstmädchen, welches die Hausarbeit versteht, gegen -fluten Lohn gesucht. Kirchenplatz 11, III.
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UniversttätS- Chronik.
— Die Berliner Universität hat für den Preis aus der Grimmstiftung für die Preis-Periode von 1885 bis 1887 die folgende kunstgeschichtliche Aufgabe gestellt: „Vasari's beide Ausgaben von 1550 bis 1568 sind durchgehends zu vergleichen und die sich für die Kunstgeschichte und Vasari's Sprache ergebenden Beobachtungen zusammenzufassen. Auch Vasari's übrige Schriften und seine Briefe sind dabei in Betracht zu ziehen."
Handel und Verkehr
Gießen, 15. September. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Piund X 0.95—1-00, Hühnereier pr. Stck. 6—0 H, Enteneier St. 7-0 H, Käse pr. St. 5—8 Käsematte 3—0 Erbsen pr. Liter 20 Linsen 32 -H, Tauben per Paar 0,40 bis 0,55 Hühner ver Stück X 0.90—1.50, Hahnen pr. Stück X 0.40—0.80, Emen per Stück X 1.20—1.50, Ochsenfleisch per Pfund 68—00 Kuh- und Rindfleisch
56—60 H, Schweinefleisch 50—60 H, Hammelfleisch 64—70 Kalbfleisch 48—50
Kartoffeln per 100 Kilo X 4.00—5.00, Milch per Liter 12—16 Zwiebeln per Gentner
X 5.00—6.00.
Herren-, Damen- u. Kinderwäsche.
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Lokale-.
Gießen, 15. September. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Dsnverstag den 17. September 1885, Nachmittags 4 Uhr.
1. Die Erbauung eines Steighaufes.
2. Die Badeanstalten in der Lahn.
Wohnungs ’ Veränderung
Meinen werthen Kunden und einem verehrt. Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich von heute ab mein
Schuhmachergeschält
in das Haus Neuenweg 62, „Wiener Hof'", verlegt habe und halte mich auch fernerhin bestens empfohlen. ____
Ph. Kinkel Wwe.
Das Reichsgericht hat kürzlich in Ansehung der Haftpflicht der Eisenbahnen bei Körperverletzungen eine sehr bemerkenswerte Entscheidung gefällt, welche dein reifenden Publikum die Rothwendigkeit einer besonderen Versicherung gegen Reiseunfälle recht nahe zu Gemuthe führt. Nach dieser Entscheidung gewährt nämlich nicht jede durch die Verletzung beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit, sondern nur die Beeinträchtigung der Erwerbsthätigseit einen Schadenersatzanspruch an die Eisenbahn-Verwaltung. Hat beispielsweise die Verletzung ein dauerndes körperliches Gebrechen zur Folge, welches den Verletzten in der Fortsetzung seines wissenschaftlichen, kaufmännischen oder amtlichen Lebensberufes nicht stört und auch nicht später zu stören geeignet ist, oder wird von einem solchen Unfall ein Rentner betroffen, der gar kein Gewerbe betreibt, fo begründet die Verletzung, auch wenn sie den Verletzten zum Krüppel gemacht hat, keinen Anspruch auf eine Entschädigungsrente. Diese Entscheidung des Reichsgerichts mag den gesetzlichen Bestimmungen über die Haftpflicht der Eisenbahnen vollkommen entsprechen, kann aber das Publikum, welches der Eisenbahn feine gefunden Glieder alivertraut, ganz und gar nicht befriedigen, denn nach dieser Entscheidung wird die Eisenbahnoerwaltung in vielen, wenn nicht in den meisten Fällen nicht genöthigt sein, einer Ersatzforderung nachzugeben. Um dieser Eventualität zu entgehen, gibt es blos ein Mittel, die Versicherung gegen Unfälle bei einer soliden Versicherungs-Gesellschaft. Hier hindert weder den Beamten oder Gelehrten noch den Rentner Jemand, eine Entschädigung für den Fall eines Unfalles zu stipuliren, gleichviel, ob seine Erwerbsfähigkeit durch denselben tangirt wird oder nicht.
Stuttgart, 8. Septbr. ^Allgemeiner Deutscher Versicherungs-Vereins Im Monat August 1885 wurden 675 Schadenfälle angemeldet und zwar 513 äußere Verletzungen und 162 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten 7 den sofortigen. Tod uiii) 43 eine gänzliche oder theilweisc Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekasse starben in diesem Monate 22. Neu ausgenommen in den Verein wurden im Monat Juli 1317 Personen. Alle vor dem 1. Mai 1885 eingetretenen Schäden incl. der Todes- und Invaliditätsfälle sind bis auf die von 25 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. 6579
I 1 I 2 I 3 I 4 J5I6J8J Pfcrdekr r ■ vlbü| 800 1 100011500 t 1000 I 2:M I 27001 3000 1 36001 Ausführung aller Reparaturen an Gasmotoren.
An- u. Verkauf gebr. Gasmotoren, sowie Umtausch derselben.
Leihweises Abtreten v. Gasmotoren auf Monate und Jahre.
General-Vertreter:
C. Kley er, Civil-Ingenieur n. Patent-Anwalt,
Sachsenhausen-Frankfurt a. M„ Schulstr. 37.
— Der Kaiser, welcher im besten Wohlsein vom Manöver zurückkehrte, besuchte nach dem Diner mit den Großherzoglichen Herrschaften und den übrigen Fürstlichkeiten die Schauspiel-Vorstellung und verweilte bis zum Schlüsse. Am Sonntag empfing der Kaiser den Prälaten Doll und den Präsidenten des Oberkirchenraths, Stößer.
Rom, 14. September. Vom 10. August bis 12. September zählte man in Italien 146 Ehtlerakranke und 86 Choleratodte. Am 13. d. M. kamen in Palermo 1 Erkrankung und 4 Todesfälle vor, in der Provinz Parma 17 Erkrankungen und 5 Todesfälle.
Paris, 14. September. „Temps" meldet die Vertagung der egyptifchen Notabelnverfammlung, hervorgerufen durch die Opposition, welche die Versammlung gegen die Gesetzentwürfe des Arbeitsministers erhob, der eine Reihe Pläne vorgelegt hatte, deren Ausführung im Allgemeinen englisch - indischen Unternehmern über- ttagen war.
— Nach einem Telegramm aus Hu« von heute früh ist Ehannong zum König von Anam eingesetzt. Während er heute in das Palais einzog, wurde ein Salut von 21 Kanonenschüssen abgegeben und die anamitische Fahne gehisst. Die Krönung findet am 19. September statt. — Unter der anamitischen Bevölkerung fordert die Eholera zahlreiche Opfer.
Toulon, 14. September. Seit Sonntag ist kein neuer Todesfall an der Eholera vorgekommen. Die Kaufläden werden wieder geöffnet, die Einwohner kehren zurück.
Kopenhagen, 14. September. Der Prinz von Wales ist auf der Nacht „Os- borne" Mittags in Helsingör eingetroffen und nach Fredensborg weitergereist.
Kepertoir der vereinigten Stadtthcnter?u Frankfurt a. M.
Opernhaus»
Dienstag den 15. September: Herodias.
Mittwoch den 16. September: Tie weiße Dame. Hierauf: Ein Carnevals- Fe»st. Außer Abonnement.
Donnerstag den 17. September: Die Afrikanerin. (Vasco de (?ama: Herr Sigelli als Gast.)
Freitag den 18. September: Tell. Außer Abonnement.
Samstag den 19. September: La km 6.
Sonntag den 20. September: Der Prophet.
Montag den 21. September: Gasparone. Außer Abonnement.
Schauspielhaus.
Dienstag den 15. September: Die Schauspielerin. Freund Fritz.
Mittwoch den 16. September: Arria und Messalina.
Donnerstag den 17. September geschlossen.
Freitag den 18. September: Neu einstudirt: Unsere Freunde. (Louis Caussade: Herr Anton Roll als Gast.)
Samstag den 19. September: Die Leibrente.
Sonntag den 20. September: Probepfeil.
Montag den 21. September: Unsere Freunde.
in allen Größen, neuester Fa?ons, von Mk. 6.— an,
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_________Kirchenplatz^
6594 Em tüchtiges Dienstmädchen mit guten Zeugnissen gesucht.
I Näheres m der Exped- d- Bl-
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Die Berichte für den Congrefl, deutscher Armenpfleger in Bremen-
Zur Vorbereitung auf den am 16. und 17. September in Bremen stattfindenden sechsten Eongreß deutscher Armenpfleger sind eine Reihe umfangreicher, inhaltsvoller Berichte für die Mitglieder deS Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohllhätig- keit veröffentlicht worden. Die Berichte betreffen ältere Befchäftigungsgegenstände des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit und solche, welche erst auf dem diesjährigen (Songreffe neu zur Verhandlung kommen sollen. Zu den Berichten und Arbeiten der ersteren Kategorie gehört ein Bericht von Dr. Böhmert (Dresden) über die weiteren Ergebnifse der seitens des Deutschen Vereins unternommenen individuellen Armenstatistik für 1883, ferner ein Bericht des Gerichtsassessors Dr. Münsterberg (Berlin) über den Stand der Jndividual-Armenstatistik mit Beziehung auf die seitens des Reichs veranlaßte Erhebung für das Kalenderjahr 1885, ein Bericht des Stadtraths Röstel (Landsberg a. d. W.) zur Statistik der deutschen Feriencolonien und Kinder- Heilstätten in Sool- und Seebädern, ein Bericht des Dr. Berthold (Berlin) über die Arbeitercolonien im Deutschen Reiche und ihre Ergebnisse, ferner zwei ergänzende Berichte des Oberbürgermeister Ohly (Darmstadt) und des ^tadtsyndikus Eberty (Berlin), betreffend die Fürsorge für verwahrloste Kinder und jugendliche Personen, welchen noch keine llcbertretung der Strafgesetze zur Last fällt, und endlich ein Bericht des Pfarrers Schlosser (Gießen) über Fürsorge für arme aufsichtslose Kinder in Krippen, lieber einen ebenfalls schon früher behandelten Gegenstand, „die Thätigkeit der Frauen in der öffentlichen Armenpflege", ist mit besonderer Beziehung auf den Vaterländischen Frauenverein vom Staatsanwalt Ehuchul (Kassel) berichtet worden.
Die Reform der ländlichen Armenpflege wird eingehend mit scharfer Charakteri- sirung der Organisation, der Leistungen und Mängel der ländlichen Armenpflege und der Wege der Reform von dem früheren Bezirkspräsidenten von Metz, Freiherrn von Reitzenstein (Freiburg i. B.), behandelt, während der Landesdirector von Pommern, Freiherr von der Goltz (Stettin), eine „Disposition zu einem Programm für die Reform der ländlichen Armenpflege" vorlegt. Die mit der ländlichen Armenpflege nahe zufammenhängende Frage der „Errichtung von Kreis- und Bezirksarmenhäufern" wird von zwei Berichterstattern, dem Oberamtmann Huzel (Schw. Hall) und dem Landratk Ziller (Meiningen) besprochen. L
Endlich hat die ganz neu ausgestellte Frage „Arbeitsnachweis als Mittel voM beugender Armenpflege", welche vielleicht den Schwerpunkt der Verhandlungen diM Bremer Eongresses bilden wird, zwei in der Armenpflege erfahrene Männer, dW Leiter der Elberfelder Armenverwaltung, Beigeordneter Ernst (Elberfeld) und den Polizeirath Jagielski (Königsberg) auf den Plan gerufen und zwei interessante Berichte veranlaßt, welche die Forderung „Arbeit statt Almosen", gewiß immer populärer machen werden.
Die im Vorstehenden aufgezählten Berichte enthalten die Früchte einer regen Denkarbeit und reichen Erfahrung, wie sie in solcher Fülle und Vielseitigkeit wohl von keinem deutschen Eongresse den Mitgliedern geboten werden. Möge über den Verhandlungen in Bremen ein günstiger Stern walten und weitreichende Anregung zu gemeinnützigem Schaffen von dort aussttömen.
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