Ausgabe 
16.8.1885 Erstes Blatt
 
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Christines Haubach II

5879

in

5898

diton d- Bl.-

5871

Dem Wirth Karl Rühl ein Sohn, Wilhelm Heinrich, Dem Hilfsschutzmann Georg Weber eine Tochter, Emilie, Dem Heizer Johannes Wagner eine Tochter, Johanna

geboren geboren Maria,

Denselben, den 17. Juli.

Denselben, den 20. Juli.

Denselben.

Baden-Baden.

Die Erneuerung der Loose zur 2. (Haffe hat bis zum 9. September zu erfolgen.

Auch sind Karrftoose zu haben bei 5870 Julius Wallach.

Temperatur der Lahn und der Luft

nach Reaumur gemessen am 15. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags.

Wasser 14Va9, Luft im Schatten lö1/»0.

L. Ehr. Rübs amen, Turn- und Schwimmlehrer.

Die Tournüre verursachte dieser Tage einer zierlichen jungen Dame in Nürnberg eine sehr peinliche Seene. Die Rückenzierde der genannten jungen Dame loste sich aus ihrenBanden" und zum sprachlosen Erstaunen der Spaziergänger kugelte ein Muff auf die Erde, der unzweifelhaft nicht mehr neueren Datums war, wie die zahlreichen Mottenherbergeii in demselben bewiesen. Rach diesem Miß­geschicke eines ihrer disereteften Geheimnisse lief die Dame, als sei der böse Geist in iic gefahren, rasenden Laufs von derUnglücksstätte", verfolgt von dem höhnischen Gelächter der Menge. Dienstmänuer, die sich der fraglichen Dame dankbar erweisen wollten und hinter ihr her liefen, um das verlorene Eigenthum der Betrübten wieder zuzustellen, fanden trotz ihres lauten Rufens nur taube Ohren. Die Un­dankbare! _ , _ p .

Tie Veruntreuungen, welche der frühere ^parfanen - Director Voß in Verden an der- dortigen Amtssparkasse verübt hat, find jetzt durch den vereidigten Buchhalter Wagner aus Bremen festgeftellt, sie belaufen sich auf 2,760,000 JL.

Den Empfang der neuesten

Regenmäntel

außergewöhnlich großer Auswahl zeigen ergebenst an

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadl Gießen. Evangelische Gemeinde, «etaufte.

Den 9. August. Dem Hüttenarbeiter Heinrich Sehrt ein Sohn, Johann Louis, geboren den 20. Juni.

Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich Mootz ein Sohn, Heinrich Wilhelm Christoph, geboren den 29. Juli.

Denselben. Dem Maschinenbauer Franz Bruno eine Tochter, Emma Emilie Bertha, geboren den 13. Juli.

geboren den 9. Juli.

Denselben. Dem Hilfsheizer Friedrich Niedernhöfer eine Tochter, Friederike Wilhelmine, geboren den 15. Juni.

Denselben. Dem Arbeiter Johann Wagner VIII. ein Sohn, Wilhelm, geboren den 25. Februar.

Denselben. Dem Amtsrichter Wilhelm Müller eine Tochter, Helene Wilhelmine, geboren den 31. Januar.

Ten 10. August. Dem Cigarrenhändler Heinrich Emil Schäfer ein Sohn, Siegfried, geboren den 8. Juli.

Beerdigte.

Den 9. August. Wilhelm Krämer, Lackierer, alt 28 Jahre, starb den 7. August.

Den 14. August. Konrad Becker, Musketier, alt 24 Jahre, starb den 12. August.

Die Eröffmlnq meiner

Wirthschaft

in meinem neuerbauten Hanse an der Nodheimer-Straße tan der Bahnbrücke) zeige ich hiermit ergebenst an.

Meyerhoff Goslar

Marktstraße 4.

Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen.

Aufgebote.

August: 8. Arbeiter Heinrich Ohitl) in Sichertshausen mit Anna Margarethe Amend in Treis a. d. Lda. 8. Kaufmann Heinrich Boller mit Johanna Josefine Luise Henriette Roll, Tochter des verstorbenen Gästwirths Ludwig Roll zu Gießen. 10. Kaufmann Franz Gustav Wagner zu Asch in Böhmen mit Anna Georgine Katharine Christine Alker, Tochter des Zimmermcisters Johannes Alker zu Gießen. 11. schreiner Christian Wilhelm Kümmel mit Amalie Elisabeth Rösser, Tochter des Bahnarbeiters Andreas Rösser zu Marburg. 12. Hauptsteueramts-Assistent Jaeob Ludwig Melchior zu Gießen mit Anna Riarie Hiemcnz, Tochter des verstorbenen Gerbermeisters Karl Hiemenz II. zu Dieburg.

Eheschließungen.

August: 14. Metzger Gustav August Kreuder mit Emma Georgine Kohlermann, Tochter des verstorbenen Küfermeisters Wilhelm Kohlermann zu Gießen. 14. Bäcker Johannes Hahn mit Karoline Erb, Tochter des Schuhmacherrneisters Johannes Erb zu Gießen.

Tüchtiger Agent

von einer leistungsfähigen Zuckerwaaren- unb Lebkuchensabrik gesucht.

Offerten unter Nr. 5871 an die Expe-

Zur gefl. Beachtung.

Vielfach an mich gerichteten Wünschen zu entsprechen, beabsichtige ich, vom 15. September einen

Cursus im Zuschneider, und Anfertigen von Darnerr- Garderobe

einzurichten. Der Cursus soll sich auf die Dauer von 5 Monaten mit wöchentlich 20 Stunden Unterricht erstrecken. Durch meine langjährigen Er­fahrungen in diesem Fache glaube ich meine mich besuchenden Schülerinnen gründlich ausbilden zu können und sehe ich gefl. Anmeldungen gerne ent­gegen, wie ick auch zu jeder gewünschten Auskunft bereit bin.

Mein seitheriges Geschäft im Anfertigen von Damen - Garderobe er- seidet durch Vorstehenves durchaus keine Veränderungen und bitte ich meine werthen Kunden, mich mit dem seither so reichlich bedachten Vertrauen auch für die Folge beehren zu wollen. Hochachtend 5890

E. Käss, Sonneullraße 12.

Plakat-Fahrplan

aller auf Station Gießen ankommenden und abgehenden Züge für das Sommerhalbjahr 1885 ist in der Expedition ds. Bl. sowie durch Lie Zeitungsträger a 20 zu beziehen.

Geborene.

August: 2. Dem Schreiner Wilhelm Wack ein Sohn. 4. Dem Metzgermeister Johann Margraf ein Sohn. 4. Dem Maurer Valentin Karl Heidelbach ein Sohn, Christoph Karl. 4. Dem Bremser Ernst Heilmann ein Sohn, Heinrich Georg. 4. Dem Hülfsführer Karl Wehn eine Tochter. 5. Dem Hülfsladerneifter Johannes Kuhl Zwillingssöhne, Emil und Gustav. 5. Dem Schreiner Johannes Euler ein Sohn, Emil. 6. Dem Schuhmacher Jaeob Heidt eine.Tochter. 8. Dem Hülfsführer Johannes Seth ein Sohn, Ernst. 8. Dem Heizer Philipp Manck ein Sohn, Wilhelm. 9. Dem Buchbinder und Schrejbmaterialienhändler Julius Hoos ein Sohn. 9. Dem Schneider Heinrich Wagner ein Sohn, Karl Adolf. 9. Dem Weißbinder Konrad Hock eine Tochter, Elisabethe. 10. Dem Hautboist Gottlieb Richter eine Tochter, Friederike. 10. Dem Badecmstaltbesitzer Georg Franz III. eine Tochter.

Gestorbene.

August: 7. Lackirer Wilhelm Krämer, 29 Jahre alt. 8. Karl Balthasar, 9 Monate alt, Sohn des Taglöhners Konrad Wehner. 10. Karl, 1 Jahr alt, Sohn des Taglöhners Heinrich Spaar. 10. Friedrich Jaeob, 1 Jahr alt, Sohn des Feld­webels im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 Heinrich Bruchhäuser. 10. Taglöhner Johannes Buß, 75 Jahre alt. 11. August, 1 Jahr alt, Sohn des Bäckers Karl Heidt. 11. Marie, 6 Jahre alt, Tochter des Kaufmanns Konrad Josef Keller. 12. Der Musketier im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 Konrad Becker, 24 Jahre alt. 13. Emma Minna, 8 Monate alt, Tochter d^s Kaufmanns Konrad Josef Keller.

Handel und Verkehr.

Gießen, den 15. August. Auf dem heutigen Martt kostete: Butter per P<und JL 0.80-0 90, Hühnereier pr. Stck. 56 Enteneier St. 00 Käse pr. St. 49 -i,, Kasematte 23 H, Erbsen pr. Liter 20 Linsen 28 Tauben per Paar 0,50 bis 0,60 Hühner per Stück <X 0 901.50, Hahnen or. Stück 0.500.75, Enten per Stück .al 1.201.60, Ochsenfleisch per Pfund 6800 H, Kuh- und Rindsteisch 5660 Schweinefleisch 5060 H, Hammelfleisch 6470 Kalbfleisch 4850

Kartoffeln per 100 Kilo JL 4.505.50, Milch per Liter 1216 Zwiebeln per (Zentner

JL 5.507.00, Kirschen per Pfund 2024 H.

Arbeitskalender

für Sen Gemüse-, Obst- und Blumengarten.

August.

Zufrieden kann der Landwirth auf die abgelaufenen Monate und hoffnungsreich auf bic* kommenden blicken. Gar heiß brannte zwar manchmal die liebe Sonne, aber dafür zauberte uns das leuchtende Tagesgeftirn aus der Erdkrume Myriaden von Blumen, welche die Landschaft schmückten und mit Farbenpracht und Dust Auge und Herz erquickten; sie zauberte der sorgsamen Hausfrau Gaben für die Küche und dem Sandmann Getreide in seine Kammern.

Die Blüthenpracht ist zuin großen Theil vorbei, aber des Segens winkt dem Landmann noch die Fülle. Das Geäste der Obstbäume vermag kaum die Last der reifenden Früchte zu tragen, die in den buntesten Farben durch das Laub schimmern. Der Winzer wandelt mit freudestrahlendem Antlitz durch seine Gärten, denn eine gar herrliche Lese winkt ihm. Doch die Mühen des Landwirthes sind noch nicht jii Ende.

Der Gernüsegarten beansprucht alle disponiblen Kräfte. Es giebt zu hacken, zu jäten und bei trockenem Wetter auch zu gießen; reifes Gemüse wird gerauft und zur Küche gegeben. Man säe Winter-Spinat und Radieschen, Herbst- und Futterrüben, jedoch nur in der ersten Hälfte des Monats August. Sind) müssen Perl- und Winter- Zwiebeln gepflanzt werden. Aus abgeernteten Beten säe man Kopfsalat, damit man im Cctobcr die ersten Köpfe ernten kann. Will man diese Saaten im Winter erhalten, so bedecke man die Beete bei Eintritt von Winterwetter mit einem Kasten, diesen wieder mit Brettern, die man im Herbst lüftet; es halten sick) solche Saaten bis tief in den Winter und man hat fortwährend frischen, grünen Salat. Leer gewordene Beete läßt man, wenn Zeit, umarbeiten und büngen, um sie im kommenden Jahre bereit zu halten. Wer Eardy und Bleichsellerie baut, bindet die Pflanzen locker^zusammen und behäufelt sie mit Erde; stehen die Pflanzen zu dicht, so kann man an Stelle der Erde trockenen Mist zivischen die Pflanzen bringen, um sie zu bleichen; man wiederholt diese Arbeit eile 14 Tage, um fortdauernd für die Küche verwendbares Gemüse zu haben. Wer 2lrtischokeu baut, läßt die abgetragenen Stengel und ältesten Blätter abschneiden, um liaum für Zwischenpflanzen zu gewinnen. Sollen Meerrettig und Sellerie besonders starke Knollen bilden, so lege man die Wurzel bloß und schneide mit einem scharfen Messer alle Rebenwurzeln an der Hauptknolle ab, fülle nach gethaner Arbeit die gemachte Gpube um die Knollen wieder zu.

Die Küchenkräuter werden geschnitten und, wenn das Wetter nicht zu heiß ist, cctfjeilt und umgepslanzt. Bei trockener Witterung müssen Speise- und Zierkürbisse stark gegossen werden. Gegen Schluß des Monats säe man nochmals auf tief um- tiegrabenen Boden Carotten zum Verbrauch für das zeitige Frühjahr, durchziehe die Manzen bei Zeiten und bedecke das Beet bei eintretendem Frost mit Laub. Die Raupen des Kohlweißlings an allen Kohlarten müssen sorgfältig abgelesen und zertreten werden. Weitere Cbftbäume, die wenig tragen, gieße man öfter durchdringend mit Wasser, dem zur Hälfte Jauche zugemischt ist.

Im Obstgarten sind die Kerne zuZammeln und die Oculation fortzusetzen. Unlängst gepflanzte Bäume sind um den Stamm herum zu behacken, von wilden Trieben zu reinigen und bisweilen Abends zu begießen. An alten Bäumen sind Räuber unb Wurzelausschlag zu beseitigen, an Pyramiden und Spalieren' Augen auszustechen, i»ie ihrer Stellung nach eine spätere Störung der Form zur Folge haben würden und liie Triebe nachzubinden. In Mitte des Monats sind ältere Cbftbäume und zwar mit »ergohrener, halb mit Wasser vermischter Jauche zu gießen. Auch sind Nadelhölzer in diesem Monat zu pflanzen und alle Bäume und Sträucher auszuputzen.

Im Blumengarten säet man ins Mistbeet oder in Töpfe: Viola tricolor maxima, Topf- und Land-Nelken, aber fchon in der ersten Hälfte des August, damit man ge­nügend starke Pflanzen erhält. Bereits verblühte Stauden, als Bellis perennia Veilchen, Frimula auricula und veris werden aus der Erde genommen, getheilt und wieder gepflanzt. Ebenso behandle man Zwiebelarten. Sollen neue Erdbeerbeete angelegt werden, so verschaffe man sich bei Zeiten Pflanzen. Alte und schadhafte Buchsbaurn- tinfaffungen werden verpflanzt und erneuert. Gegen Ende August werden die Pflanzen non Herbst-, Winter- und Kaiser-Levkojen und Goldlack bereits fchon so weit fein, um dieselben fortpflanzen zu können; sie werden vorerst aufs Land oder in leer gewordene Beete piquirt; später kommen sie, vielleicht Ende September bis Anfangs October, in Töpfe. Wer früh Hyacinthen treiben will, muß die Bestellung gegen Ende dieses Monats vornehmen. Auch Tulpen, Crocus und 9karzissen sind mitzubestellen. Ist and) die Blüthenpracht vorbei, so giebt es der Blumen dennoch in Fülle in diesem Monat.

Jnsectenkalcnder. Frische Trauben sind gegen Wespen zu schützen. Krumm gewachsene, weil von Maden der Spargelfliege bewohnte Spargelstengel sind zu be- icitigen. Von Astern, Georginen, Salat, Erbsen, von Kohlarten, Georginen und Spargel sind die Raupen abzusammeln.

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cner ßofalcorreiponbt^ )ärberssohn hüM ing übergehen. Seine ißtcn einer Sebienftuni t der Berwandten fanb herumzutreiben. V,r b unverletzt, jedoch m bracht. Nach längerer iahen und vor etlichen Eltern in Gräfendorf, :s andern Niorgens in Misst ihres Aindes;u ooselbst nach Donner )en war. Wen unb endliche Lech M B nchenkammer M»- in tiefem Schlafe. W uf und erzählte weinen i habe, weil ihm vor-r welche ibn emhullM, lintel eingeWtn.

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