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vom 13 d. M.:

Herr MusikdirectorKl obre

eine Vetter, auf bereit oberster Sprosse ein

dein I. und Unglücksfall.

Ctn unserem Opernhause :Mci von Moduls3okf

und nur E»

lichen Zirkel Deutschlands zu stören. Wir mißgönnen den Engländern dieses Btsmarck'Vertrauen nicht, aber so gern wir unfern britischen Vettern tn ihren Nöthen beispringen möchten und so sehr uns auch der Weltsriede am Herzen liegt, so glauben wir doch nicht, daß von deutscher Seite eine so ungerechtfer- tigte Sprache gegen Rußland geführt werden wird.

früh verhaftet und nach der Citadelle abgesührt, weil ein Briefwechsel bezüglich» einer beabstchtiqten Flucht aufgefunden wurde. Die persischen Behörden beschlag­nahmten sein Hans.

s cd t e s.

Man schreibt uns aus Frankfurt a M ereignete sich am Samstag Abend zwischen und seine Brüder" (in bcdauernswertder itiefc bei einem Gang über die Buhne an Apparat zur Erzeugung elektrischen Bogen Erschütterung herunter und traf den Un

Asten.

Teheran, 11. April. (Reuter-Meldung") Ejub Khan wurde heute

Univerfität-- Chronik.

Marburg, 10. April. Wie wir hören, soll für die durch den Abgang des Herrn Professors Bormann nach Wien erledigte Professur für alte beschichte '?en Professor stiesse in Breslau gewonnen fein; derselbe gehörte bereits früher der hiesigen Universität an.

Tie juristische Fakultät zu Greifswald hat den Präsidenten des Lber Landesgerichts in Stettin, O. Tümmel, in Anlaß seines 50jährigen Amtsjubiläums zum Toctor honoris oausa ernannt.

Ter außerordentliche Professor der philosophischen Fakultät in Halle, vr. Well hausen, der bekannte Orientalist, ist zum ordentlichen Professor der Uni versität Marburg ernannt worden. __

Frankreich.

Paris, 11. April. Ferry sandte dem Herausgeber derTimes" fol­gendes Schreiben:Mein Herr! In dem letzten Artikel derTimes" über den Verlauf der Verhandlungen, welche soeben zu dem Friedensschlüsse mit China geführt haben, theUen Sie mir eine Rolle zu, die ebenso meinem Charakter wie der wahren Thatsache zuwiderläuft. Es ist meine Pflicht, laut gegen die Be- Häuptlingen zu protestiren, welche soweit gehen, die hochgeachtete Person des Präsidenten der Republik mit hineinzuziehen. Sie sind sehr schlecht unterrichtet gewesen. Es ist falsch, daß ich die eingeleiteten Unterhandlungm geheim ge- halten und als Privateigenthum bewahrt habe. Ich habe sie in ihrer ganzen Ausdehnung, mit allen Details, wie ich sie wußte, dem Conseilspräsidenten und dem Minister des Auswärtigen mitgetheilt, als dieselben mir am 5. April, Nachmittags, zur Kenntniß gaben, daß sie ihre Aemter desinitio übernommen. Ich las ihnen das zwei Tage vorher von Billot unterzeichnete Protokoll vor. Die Depesche Hart'S, worin dieser Campbell anzeigte, daß ein kaiserliches Edict am 6. April in Peking erlassen, dem Protokoll gemäß die Ausführung des Vertrages von Tientsin und die Räumung von Tongking angeordnet habe, ist mir durch Campbell selbst am 7. April mitgetheilt worben, eine halbe Stunde vor Beginn der Kammersitzung, in welcher die Erklärung des neuen Mimste- riums verlesen werden sollte. Ich halte gerade noch Zeit, dem Präsidenten der Republik, dem Conseil4präsident-n im Palais Bourbon und dem Minister des Auswärtigen im Senate einige Augenblicke vor Beginn der Sitzungen telephonisch hiervon Kenntniß zu geben. Sie können in diesen so einfachen Thatsachen weder Kunstgriffe, noch absichtliches Verschweigen, noch auch die Verletzung der con- stitutionellen Regeln oder der gouvernementalen Gepflogenheiten finden- Ihre Anklage ist daher durchaus unbegründet. Sie werden daher die Loyalität Haden, dies anzuerkennen und diese Berichtigung zu veröffentlichen. Ihre zahlreichen Leser dürfen sich nicht einbilden, daß die französischen Staatsmänner die Politik unseres großen Landes wie eine Fuchsjagd oder wie eine Posse behandeln."

Rach einer Meldung derAgence Havas" beschloß die Regierung die Formation zweier Divisionen für Tongking unter dem Oberbefehl Courcy's, die dritte Divifiou foll im Süden von Frankreich zum Abmarich bereit bleiben, so­fern es nothwendig würde; die Regierung hofft indeß, die loyale Ausführung des Vertrags mit China werde den Abmarsch dieser Truppen nicht nothwendig machen.

Amerika.

Mexiko, 11. April. Eine Meldung desBureau Reuter" besagt Zwischen Guatemala und San Salvador sind Friedensunterdandlungen einge­leitet. Die diesseitige Regierung nahm gegenüber der jetzigen Regierung Guate­malas eine versöhnliche Haltung an, wird aber dem Plane einer Union der Staaten Central-Amerika- keine Unterstützung leihen.

Ottawa, 11. April. Der kanadische Ministerresident in Battlesord er­suchte telegraphisch um Verstärkungen, da er vollkommen von den Indianern umgeben sei und weder Hülse noch Boten nach Fort Pitt senden könne. Er habe von dort Nachrichten über ein von den Indianern am Froq Lake ange- richtete- Blutbad erhalten. Fünf Männer (darunter 2 Priester) und eine Frau wurden ermordet, eine entkommene Person brachte die Nachricht nach Fort Pitt.

England.

London, 11. April. Ein Vertreter derPall Mall Gazette" hatte bei der Spannung, womit die Antwort Komarow's erwartet wird, den Inge­nieur Lessar von der russischen Botschaft um bezügliche Auskunft gebeten. Nach dieser Auskunft würde die Antwort Komarow's frühestens in 12 Tagen ein* treffen können.Globe" meint, die Zeit bis zum Einlangen der Antwort sei für Rußland eine weitere Frist, um die Vorbereitungen zu eines Inv^löy^ Afghanistans zur Reife zu bringen und empfiehlt, Lord Dufferin anzuwei/ev, ! daß er ein Armee-CorpS nach Quetta sende, da die Zeit für bloße Rüstungen vorüber sei. Die Antwort Komarow's werde vermuthlich eine nicht befriedi­gende sein, die Regierung müsse deshalb die Zwischenzeit zur schnellen Concen- trirung einer großen Armee in Beludschistan benutzen. DiePall Mall Gazette" hält die Aussichten für nicht fo trübe wie es scheine, hofft die Erhal­tung des Friedens und bezeichnet als Sicherheit dafür den starken Druck, den die vereinigten finanziellen Interessen Europas zu Gunsten des Friedens aus- üben würden; die hauptsächlichste Sicherheit aber sei, daß der Emir von Afgha- nistan dem Durchmarsch der britischen Truppen durch Afghanistan widerstrebe.

Wie dieDaily News" erfährt, sind die neuesten Depeschen au- Petersburg beruhigender Natur und rechtfertigen die Annahme, daß der Frieden erhalten werde. Die Antwort der russischen Regierung auf die letzte Depesche Granville'S, betr. die Vorgänge bei Pendjeh, werde, da die Regierung Erklä­rungen von Komarow verlangte, nicht vor 14 Tagen erwartet. Inzwischen würden den Cabinetü-Beschlüssen gemäß die Rüstungen mit verstärkter Energie fortgesetzt. DieTimes" meint, das Vorgehen Komarow's dürfe nicht als ein alleinstehendes Ereignis betrachtet werden, sondern -s müsse als Theil jener von Rußland in Mittelasien seit Jahren befolgten Politik angesehen werden. Von diesem Gesichtspunkte aus könne nicht bezweifelt werden, daß das Vorgehen Komarow's größere Ziele im Auge hatte, als die Verdrängung der Afghanen aus einer wichtigen Stellung. Der Erfolg des Besuches des Emirs in Rawul- Pindi bedurfte eines Contrastes. Wenn die Niedermetzelung der Kabulefer Truppen ungerächt bleiben sollte, werde ganz Asien trotz der großartigen Gast- freundschast Lord Dufferin's und trotz des militärischen Gepränges in Ruwal- Pindi glauben, daß Rußland stärker sei als England.

Der Lordmayor von London ist heute srüh gestorben.

Außlavd.

Petersburg, 11. April. DasJournal de St. Pätersbourg" repto* bucirtunter aller Reserve" Privat-Telegramme über die letzten Erklärungen der englischen Minister in Betreff der letzten Ereignisse in Central-Asien. Das Journal bemerkt dazu . Es fei unmöglich, Angesichts der großen Entfernung und de» Fehlens vfficüller Details die vorgebrachten Behauptungen richtig zu stellen. Unter diesen Umständen wäre es vorzuziehen gewesen, jedes Urtheil bis zum Erhalt genauerer Informationen zurückzuhalten. Die Thatsache, daß von Rußland Aufklärungen verlangt wurden, beweise, daß die Nothwendigkeit, infor- mirt zu werden, vorlag. Es sei nicht anzunehmen, daß Die russischen Generale, welche die Intentionen der Regierung kennen, ohne Motive gehandelt hätten. Der Zwischenfall müsse allerdings als unangenehm angesehen werden, da er auf den Gang der schwebenden Verhandlungen einwirken könne, welche noch immer Hoffnung aus einen friedlichen AuSgang gestatten. Bei der ungewissen Lage

Angesichts der asiatischen Völkerschaften, welche keine Disciplin kennen und an Gewaltthätigkeiten gewöhnt find, sei eine Collision immer zu fürchten, sei weiser, zu warten, bis die Thatsachen und weitere Detail» bekannt sind.

D e r w i

O. K. IlhiglücfsfaU auf der Bühne, s

lichtes befeftigi war, derselbe fiel durch die ------

glücklichen an .Hopf und Arm Aus mehreren tie'en Wunden schon bas Blut beroor und der Getroffene stürzte ohnmächtig auf der Bühne zusammen; der Ldcateraru wo sofort zur Stelle und feinen Bemühungen gelang cs erst nach längerer .le", oen. Bewußtlosen ins Leben zurück,urufin. Mitteln Trofchke wurde Hen nlabre alsdann, in seine Wohnung verbracht, wo er an den folgen bei Wunden cs sollen groijfic

Lokale».

Gießen, 13. April. sTurnerifchesj Am gestrigen Sonntag wurve in der hiesigen städtischen Turnhalle die FrühjahrSbezirkSvonurneNtunde. untfi Leitung des 2. BezirkSturnwarts Gg. Balser von (ließen, abgehalten. (Geturnt rourbc. Jrci- und Ordnungsübungen Vi Stunde, Reck und Bock 2 Stunden. Aach fein Turnen wurde die Wahl der Bezirksturnwarte vorgenommen und gingen aus bn Wahl durch Einstimmigkeit hervor: Gg. Balser von (ließen 1. Bezirksturnwart, Albert Hartwig von Wetzlar 2. Bezirksturnwart. Anwesend waren 20 Vorturner aller Vereine, mit Ausnahme von Haufen.

Gießen, 13. April. Am Samstag wurde in einem Hause der -keuenbäue vom VorplaU ein noch fast neuer Frauenmantel im Werthe von 30 JL entwendet Tw Diebin wurde in der Person eines hiesigen erst 15 Aahrc alten Mädchens ermittelt und zur Anzeige gebracht. Ter Mantel ist durch die Schutzmannschaft ivieder zur Stelle gebracht und der Eigenthümerin zurückgegeben worden.

Ter Verein befsischer Lehrerinnen halt am 29. April seine erste orbfniUdw Öicneralversammlnng in Tarmstabt. Interessenten machen wir auf das diesbezügltchc Inserat in heutiger Nummer aufmerksam.

Telegraphische Depeschen.

Wolff » telegr. Sorrespondenz-Burea«.

München, 12. April. Ter König hat, wie dieAlla. Ztg." meldet, daS Ent lassungsgesuch des Kriegsministers v. Maillinger unter huldvollster Anerkennung der von demselben geleisteten hervorragenden Dienste mit Rücksicht auf dessen vorgeschrittenes Alter und angegriffene (Gesundheit genehmigt und vom I. k. M. ab, bis wohin der Minister im Dienste verbleibt, den Osenerallieutenant und Eommandeur der 4. Division in Würzburg, v. Heinteth, zum Kriegsminister ernannt. Ter König bat gestern ein sehr huldvolles Handschreiben an den Minister v. Maillinger gerichtet.

Petersburg, 12. April. DerRegicrungsanzeiger" veröffentlicht folgenden, aus Dafch-Kepri vom 20. März batirten Bericht des Generals Komaroff an den Kriegs Minister: Am 13. d. M. näherte sich unsere Truppcnabtheilung von Dasch Krepi unserm Ufer deS KuschkflusseS, nahe bei der Brücke fand ich eine von den Afghanen besetzte Ver- schallzung. Um einem Zusammenstöße vorzubeugen, ließ ich meine Truppen eine von der Position der Afghanen 5 Werst entfernte Stellung einnehmen. Am 14. begannen die Besprechungen mit dem englischen (Kapitän Aale. Als die Afghanen die Utber zeugung gewannen, daß wir nicht die Absicht hatten, sie anzugreifen, begannen sie von Tag zu Tag mehr, sich unserem Lager zu nähern. Am 15. entsendeten sie gegen eine Compagnie unserer Truppen, die mit der Deckung einer Recognoscirung beauftragt waren, 3 Compagnien, sowie ein Geschütz und eine Abtheilung Kavallerie, ihre Kühn beit und ihr llebeimutb steigerte sich zusehends. Am 16. besetzten sie eine Höhe, welche die linke Seite unseres Lagers beherrschte, sie begannen daselbst Verschanzungen au?: zuwerfen und stellten einen Kavallerieposten im Rücken unserer Linie, sowie ein Piquet auf Gewehrschußweite von unserer Furth auf. Am 17. richtete ich an den Befehlshaber bev afghanischen Truppenabtheilnng die energische Aufforder'ung, daß er das linke liier des KuschkflusseS und bas rechte Ufer bes Murghab bis zu dessen Einmündung in den KiNchkfluß bis zum Abend zu räumen habe; ich erhielt die Antwort, daß ber afnhaniicbe Truppenbefehlshaber nach dem Rath ber Enalänber es ablehnen müsse, sich hinter den Kuschksluß zurückzuziehen. Ich sendete demselben darauf ein zweites, in freundschast lichen Formen gehaltenes Privatschreiben unter Wiederholung meiner Aufforderung.

I Am 18. marschirte ich, um meinen Reklamationen Nachdruck zu geben, mit meiner I Truppenabtheilung gegen die Stellung ber Afghanen, ick rechnete auf einen friedlichen i Ausgang, aber das Feuer ber afghanischen Artillerie und ein Angriff ihrer Kavalier" nöthigten mich, bas von ihnen angebotene Gefecht anzunehmen, dessen Ergebnisie be­kannt sind.

DaSJournal be St. Petersburg" sagt unter Hinweis aus bic vorÜedende Depesche des Generals Komaroff, von einem Angriffe ber Russen könne banach dock nicht mehr die Rebe fein. llebrigenS habe auch die zweite Depesche LumSden's darüber feinen Zweifel mehr gelassen. Durch diese Depesche sei ber englische Capitän ?)ate aur daS Entschiebenste bementirt und General Komaroff in jeder Beziehung gerechtfertigt worben und es sei dies nicht blos durch den englischen Commissar allein geschehen, sondern auch durch (Mabftonc, der mit rübmenswerthem Eifer sich beeilt habe, die un freundlichen Worte zu berichtigen, die er im Anfang an die Adresse Rußlands ge richtet habe.

Rawul-Pindi, 12. April. Ter Emir von Afghanistan ist heute srnh von btet wieder abgereist. Temselben wurde vor der Abreise das Großkreuz des Sternordens von Indien verliehen, worüber er sich hocherfreut zeigte. Aus dem Bahnhofe hielt der I Emir an die dort Dcrfammelten Cfreiere eine Ansprache, in welcher er erklärte, seine größte Freude während deS Besuches sei gewesen, die englischen Truppen zu leben Schließlich gab der Emir ber Hoffnung auf beständige Freundschaft zwischen 3nöini I und Afghanistan Ausdruck. .

Konstantinopel, 12. April. Der Sultan empfing gestern den Betuch oc I Königs von Schweben und überreichte demselben dabei den Imtiazorden.__________