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Rewyork, 10. September. In einigen Tiftrictcn des Staates Ohio bat ein heftiger (Spclon große Verheerungen angcridjtct. Das Torf Hloomingburg wurde zer­stört, ebenso 400 Gebäude in Washington-Corthouse, einer <otabt von 4000 Einwohnern. Bisher wurden 5 Lobte und gegen 300 Verwundete aufgefunden. Der Gesammtschadeu wird auf 1,000,000 Doll, geschätzt.

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Verwischtes.

Frankfurt a. M., 5. September. Die Jahresversammlung des Verbands mittelrheinischer Bildungsvereine fand Heuer in Sauerschwabenheim statt. Der Verband zählt dermalen 23 Vereine. Die Jahresversammlungen werden abwechselnd an ver­schiedenen Orten gehalten, um von solchen aus agitatorisch wirken zu können. Gerade von dem freundlichen Sauerschwabenheim bei Ingelheim aus, wo ein sehr regsamer Bildungsvercin unter der fachkundigen Leitung des Herrn Dr. med. Martin besteht, liefe sich ein für die Zwecke der Bildungsvereine recht fruchtbarer Tag erwarten. Leider trat das Regenwetter einigermaßen hindernd dazwischen.

Unsere Zeit ist nicht danach angethan, ideale Ziele zu verfolgen, sie ist derartig mit politischen und ivirthschafttichen Jnteressenfragen beschäftigt, daß sie für allgemeine Bildunasbcstrebungen nur geringen Eifer zeigt. Um so mehr ist anzuerkennen, das; die Dildungsvereine nicht müde werden, die von ihneir betretene Bahn weiter zu ver­folgen. In manchen Vereinen herrscht sogar sehr reges Leben, es finden öffentliche Vorträge und gesellige Veranstaltungen statt, es werden Volksbibliotheken gegründet, Fortbildungsschulen und Lesezimmer unterhalten und selbst wirthschaftliche Einrichtungen in Gang gesetzt. Der Verband als solcher entbehrt aber zureichende Mittel, uni seinem Zwecke voll entsprechen zu können. Man mar deshalb schon lange bemüht, u. A. durch Heranziehung persönlicher Mitglieder (srühcr bestand der Verein nur aus Vereinen) die Einnahmen zu heben. Auch diesmal beschäftigte sich die Versammlung mit der Frage.

Dr. Wislicenus, jetzt Gcneralseeretär der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung in Berlin, war selbst gekommen, um seine Rathschläge zu ertheilen und es wurde beschlossen, die Thätigkeit nach Süd- und Westdeutschlano auszudehnen, uni auch zahlreiche Mitglieder zu gewinnen, den Beitrag herabzusetzen.

Mit der Centralstelle in Berlin, welche einen Theil der Verbands-Beiträge bezieht, soll eine Verständigung deshalb angebahnt werden.

Rector Li er mann aus Frankfurt a. M. berichtete über die zwei Wander­bibliotheken des Verbands, Dr. Wislicenus knüpfte an die Berichte aus den einzelnen Vereinen eine Empfehlung des Organes der Gesellschaft desBildungsvereins", welches in Zukunft allen Mitgliedern der Gesellschaft gratis zugeschickt werden und passende Stoffe für Vorträge enthalten soll.

An die Verhandlungen schlafe sich ein (Soncert mit reichhaltigem Programm, welches glänzend Zeugniß davon ablegte, was man bei gutem Willen und Eifer auch an kleinen Orten erzielen kann.

C ob lenz, 10. September. Von mehreren Bonner Professoren wurden in der letzten Zeit auf vorher gemachte Studien hin in der Mosel umfangreiche Nachgrab­ungen veranstaltet, durch welche die gebildeteren Reisenden in großer Zahl zum Be- ! suche des Moselthales veranlaßt wurden. Man fand auch alsbald einzelne, jeden­falls bei der Völkerwanderung zerstörte Gemäuer, in den letzten Tagen aber wurden auf der Höhe bei Pommern so viele und umfangreiche Bauwerke, eine lange zusammen­hängende Kette bildend, entdeckt, daß man zweifellos eine große römische Niederlassung mit ansehnlichen Beisetzungen vor sich hat und ein reiches Feld zu neuen Studien darin begrüßen darf. Münzen, Steine mit Inschriften, goldene Ketten, anderer Gold­schmuck deuten auf den einstigen Wohlstand der untergegangenen Bewohner, an deren Sitz sich nun die gelehrten Nachkommen ihrer Besinger bald in großer Zahl ver­sammeln werden. Der Reiseverkehr ist ohnehin in diesem Jahre trotz des schlechten Wetters noch viel stärker als früher und man hört mit Vergnügen, daß sehr viele deutsche Touristen ihre Reisen über Coblenz und Trier bis nach Lothringen fortsetzen, um die wiedergewonnenen Vettern kennen zu lernen. Schaden kann das keinesfalls und es belebt nach und nach den Verkehr der Lothringer mit den übrigen Deutschen. Schade nur, daß der anhaltend schlechte Wasserstand des Rheines den Dampfervcrkchr so sehr störte und die schönen großen Salondampfer ganz lahm legte; erst jetzt bessert sich dieses etwas und kann man endlich wieder nach dein durch seine Mordgeschichten schier berühmt gewordenen Mainz zu Schifte ohne Umsteigen gelangen.

Hier am Rheine sind wir jetzt auch in der Zeit der großen Wallfahrten. Von weither aus dem Jnlande kommen Schiffe und Bahnzüge voll Pilger, die von Main, I Mosel und Nahe her nach dem durch Heinrich Heine so berühmten Kevelar bei Cleve I ziehen, um die gnadenreiche Mutter des Herrn um Heilung und Hilfe zu bitten.

Und wer eine Wachshand opfert, dem heilt an der Hand die Wund', Und wer einen Wachsfuß opfert, dem wird der Fuß gesund",

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wenn die Inseln einen Theil der spanischen Colonialbesitzungen bildeten, da innerhalb i der letzteren der auswärtige Handel mit Schwierigkeiten zu rümpfen hat, welche dortige I

Niederlassungen verhindern. Die auf den Karolinen ansässigen Reichsangehörigen, 1

welche mit fleißiger Arbeit, erheblichen Opfern und nicht ohne Gefahr für ihre per- | sönliche Sicherheit den Inseln den Verkehr mit der Außenwelt erschlossen, baten wieder- i holt, die Inseln unter Neichsschutz zu stellen. Sie hätten solche Anträge sicher nicht gestellt, sich dort überhaupt nicht niedergelassen, wenn sie es für möglich gehalten hätten, I daß die Inseln als spanisches Gebiet beansprucht unb bem System ber spanischen Colonialverwaltung unterzogen werben könnten. Anläßlich dieser Anträge wurde amtlich ermittelt, daß in den fraglichen Gebieten außer den vorwiegenden deutschen nur . noch englische Interessen, aber feine spanischen vertreten sind. Die Negierung würde / die Anträge sofort zurückgewiesen haben, wenn sie hätte glauben können, daß Ansprüche Spaniens beständen oder aufs Neue behauptet würden. Für eine solche Annahme I . fehlte jede Unterlage. Es bestand auf den Inseln kein Anzeichen, welches die Ausübung der Herrschaft einer fremden Macht angebeutet hätte; keine Frembmacht hatte bis zu biesem Jahre bort Souveränetätsrechte ausgeübt ober beansprucht. Die Note weist I alsbann auf ben Versuch bes spanischen Consuls zu Hongkong im Jahre 1874 hin, Arntshanblungen bezüglich der Karolinen vorzunehmen, welcher Versuch durch die be­kannte deutsche und englische Note vom März 1875 unter Verwahrung zurückgewiesen worben ist. Die Noten beider Negierungen werden zur Einsicht und Erwägung des spanischen Ministers des Auswärtigen nochmals beigefügt.

Die Note fährt dann fort: Wenn die spanische Negierung irgendwelche Souve­ränetatsrechte auf die Inseln zu haben glaubte, so hätte sie dieselben damals gegenüber jenen Erklärungen der einzig intcressirten beiden Mächte anmelden und geltend machen müssen. Die spanische Regierung habe aber die Verwahrung ohne Erwiderung ent- gegengenommen, weil sie deren Berechtigung anerkannte und nicht bestreiten konnte, und sie hat seitdem jeden Schritt unterlassen, welcher die Absicht bekundet hätte, dort Hoheitsrechte auszuüben, ober zu erwerben ober durch Errichtung von Handelsnieder­lassungen ober sonstigen Anlagen festen Fuß auf ben Inseln zu fassen. Noch weniger ist ber kaiserlichen Regierung die thatsächliche Besitzergreifung der Inseln notificirt worben, wie es ben Traditionen und den Verabredungen ber Mächte auf ber jüngsten Berliner (Konferenz entsprochen haben würbe. Die kaiserliche Regierung war daher berechtigt, die Inseln für unabhängig und in europäischem Sinne herrenlos anzusehen; sie handelte im besten Glauben, als sie ben Befehl erteilte, die dortigen deutschen Handelsintereffenten unter ben Schuh des Reiches zu stellen, wie bezüglich jedes anderen herrenlosen Gebiets hätte geschehen können. Soweit dieses Vorgehen den wohlerworbenen Rechten Anderer entgegenftebe, sei die kaiserliche Regierung stets bereit gewesen und noch heute bereit, dieselben zu achten; daher sei sie aüch bereit, in die Prüfung der spanischen Ansprüche auf dem Wege freundschaftlicher Verhandlungen einzutreten und sehe der von der spanischen Regierung in Aussicht gestellten Mittheilung ihrer Rechls- titet entgegen. Sollte auf diesem freundschaftlichen Wege eine Verständigung nicht erzielbar sein, so wird die kaiserliche Negierung die Entscheidung der Rechtsfrage dem Schiedsgericht einer beiden Theilen befreundeten Macht zu überlassen bereit sein. Die Frage, welche ber beiben Mächte bisher Hoheitsrechie auf ben Karolinen auszuüben berechtigt sei, sei nicht von der Bedeutung, daß die kaiserliche Regierung behufs ihrer Lösung versucht fein könnte, von ben versöhnlichen unb insbesvnbere für Spanien freunbschaftlichen Trabitionen ihrer Politik abzuweichen. Eine Abschrift dieses Erlasses wurde durch ben Grafen Solms am 4. September in La Granja dem spanischen Minister des Auswärtigeii übergeben.

Berlin, 10. September. Die internationale Telegraphenccmferenz beendete in ber heutigen sechsstündigen Plenarsitzung die erste Lesung der ^gearbeiteten Entwürfe, Reglements unb Anlagen. Jnbien, Japan und Brasilien gaben definitive Erklärungen ab bezüglich Herabsetzling ber Gebühren für bie überseeische Eorrespondenz. Tie An­träge Deutschlanbs betreffs bes Fernsprechwesens würben mit geringen Abänderungen angenommen. Die zweite und dritte Lesung wird voraussichtlich nächsten Montag vor- | genommen. Morgen ist eine Separatsitzung behufs Entgegennahme und Discussion der endgültigen Erklärungen der Kabelgesellschaften über eine Telegramm-Tarif­ermäßigung im Verkehr über den Ocean. I

Königstein im Taunus, 10. September. Der Kronprinz von Schweden unb ber Prinz Nikolaus von Nassau finb heute Nachmittag hier eingetroffen.

Eisenach, 10. September. In ber heutigen zweiten öffentlichen Hauptversamm­lung bes Gnstav-Abolf-Vereins legte Oberaubiteur Eigenbrobt von Tarmstabt in ein- I gehenbem Vortrage bie Bebürfnisse ber Diaspora im Großherzogthum Hessen dar. Superintendent Dr. Teutsch berichtete über bie brei für bas große Liebeswerk vor- geschlagenen Gemeinben Ciele-Zielonce in Posen, Mittelsbach ii^ Rheinbayern unb 'Nippes bei Köln. Die Wahl ber Versammlung fiel mit 94 Stimmen auf Ciele- Zielonce. Die Liebesgabe beträgt ca. 18000 Heute Nachmittag finbet eine Wartburg­feier statt.

Karlsruhe, 10. September. Se. Majestät ber Kaiser ist mit den Allerhöchst- denselbeii begleitenden königlichen Prinzen um 12 Uhr Mittags in sichtlich bestem Wohl­sein hier eingetroffen und von dem Großherzoge lind der Frau Großherzogin, den Prinzen, der Generalität, ben Ministern und den Spitzen ber Behörben empfangen worben. Auf bem Wege zum Schloß war eine unabsehbare Menschenmenge ange- fammelt, bie Se. Majestät stürmisch begrüßte. Die Einfahrt erfolgte trotz bes Regens im offenen Wagen. Se. Majestät fuhr mit ber Frau Großherzogin, Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz mit dem Grofeherzog und Prinz Wilhelm von Preußen mit dem Erbgroßherzog. An bem zu Ehren Sr. Majestät errichteten Triumphbogen richtete ber Oberbürgermeister eine Ansprache an ben Kaiser. Die Stadt ist auf das Festlichste geschmückt, während der ganzen Fahrt zum Schlosse wurden dem Kaiser, den Prinzen und dem Feldwarschall Grafen Moltke unausgesetzt begeisterte Ovationen dar- | gebracht.

Kopenhagen, 10. September. Der deutsche AoisodampferBlitz" collidirte Nachts, 3/< Meile von bem Leuchtschiffe ftobbergrunbenKattegat" mit bem englischen DampferAuklanb", welcher sofort sank. Heber bas Schicksal ber Mannschaften ber Aukland" ist noch nichts bekannt.

Der Capitän desAukland", Tose, von Hartlepool, fuhr mit einer Kohlen- labung nach Stockholm. Der Steuermann Napier unb Bootsmann Batty würben gerettet unb in Frebevikshaven geborgen.

Frederikshaven, 10. September. Zufolge weiterer Melbung erfolgte ber Zusammenstoß bes beutschen AvisosBlitz" mit bem englischen DampferAuklanb" nörblid) von ber Insel Laesöe, 8,5 Seemeilen südsübwestlich vom Feuerschiff bei Trin- deln, in Folge eines falschen Manövers besAuklanb", ber sofort sank. Von ber 17 Mann starken Besatzung besAuklanb" konnten nur zwei gerettet werben. Der AvisoBlitz" blieb völlig unbeschäbigt. Niemanb würbe verletzt.

Bgram, 10. September. Der Abjunkt beim Bezirksgericht in Mitrowitz, Sajnovic, ist gestern Abend mittelst eines Schusses durch das Fenster in dem Zimmer, in welchem er sich befand, ermordet worben. Das Motiv ist nicht bekannt, bie Unter­suchung ist eingeleitet.

Paris, 10. September. Eine Meldung berAgence Havas" aus Hu« sagt, ber erste Regent Thuong sei am Dienstag verhaftet nach bem Bango Pulocconbor ab­geführt unb durch ben bisherigen Präfecten in Hanoi ersetzt worben. In Hu« herrscht Ruhe, bagegen kämen in ben Provinzen Qmn-Hon unb Tourane zahlreiche Metzeleien vor. Thuyet befinbe sich mit dem Könige noch immer in den Gebirgen von Than- Hoa. Die Cholera nehme ab, gestern seien nur vierlmdzwanzig Todesfälle con- ftatirt. Die militärischen Operationen leite Courcy und die Truppen seien vom besten Geiste beseelt.

Marseille, 10. September. Heute (Donnerstag) sind 7 Cholera-Todesfälle ge­meldet worden.

Toulon, 10. September. Gestern (Mittwoch) würben 7 Cholera-Tobesfälle genxelbet.

Rom, 10. September. Nachbem in Palermo mehrere Cholerasälle conftatirt finb, ist in ben italienischen Häfen für bie Provenienzen von dort eine siebentägige Quarantäne ungeordnet worben.

Madrid, 10. September. DerCorresponbencia" zufolge sollte im heutigen Ministerrathe unter bem Vorsitz des Königs über die Form der Deutschland zu gebenden Genugtlmung beschlossen werdest.

Madrid, 10. September. Zufolge eingegangenen ofsiciellen Depeschen hat das KanonenbootIltis" am 7. ds. Mts. Manilla berührt und ist alsbald nach Singapore weitergedampft.

Spaniens Streitkräfte.

Da man in Spanien die Tollheit und den Wahnsinn wegen der Karolinen- Frage so weit treibt, nach einem Kriege gegen Deutschland zu schreien, so ist es recht interessant, die Streitkräfte des stolzen Spaniens, welches Deutschland herausforbnn will, kennen zu lernen.

In Spanien besteht nach den Militärgesetzen von 1870, 1872 und 1878 aller­dings die allgemeine Wehrpflicht, sie ist jedoch nicht so streng durchgeführt,^sondern mit Loskauf und Stellvertretung verbunden. Außerdem bienen bie spanischen Soldaten nur acht Jahre, vier Jahre aetiv unb vier Jahre in ber Reserve, unb ist eine Laub- weh r ober Nationalgarbe, welche bie Linienarmee verstärken könnte, in Spanien nicht vorhanbeu. Erwägt man babei noch, baß Spanien trotz seiner bebeutenben Flächen­ausdehnung nur 17 Millionen Einwohner zählt unb bie spanischen Finanzen schlecht bestellt finb, so geht schon barauS hervor, baß Spanien nicht entfernt in der Lage ist, ein Heer in'S Feld zu stellen, welches einer Großmacht wie Deutschland imponiren kann. Auf dem Papier besitzt Spanien allerdings 450,000 Mann Soldaten im Kriegs­fälle, aber die Wirklichkeit wird weit hinter diesem Plane zurückbleiben, da Spanien nur 60 Jnfanterieregimenter zu nur 2 Bataillonen, 24 Cavallerieregimenter unb 14 Artillerieregimenter besitzt.

'Nun sollte man meinen, baß Spaniens Flotte um so bebeutenber sein müßte, denn Spanien ist doch See- und (Kolonialmacht. Wenn man auf bie 130 Schiffe blickt, welche bie spanische Kriegsflotte aufweift, so könnte es uns in Deutschland aller­dings Angst werden, aber nur einen Moment, um bann zu lächeln. Die große Mehr­zahl ber spanischen Flotte besteht nämlich aus Holzschiffen, bie gegenwärtig im Kampfe ganz werthloS finb, unb Panzerschiffe leiblich brauchbarer Eonstruction besitzt Spanien nur s e ch s. Hält man dagegen die Zahl ber beutschen Panzerfregatten, Panzercorvetten unb Panzer-Kanonenboote mit ihren neuesten Constructionen unb erprobten schweren Krupp'schen Geschützen, so ist auch die deutsche Flotte der spanischen mindestens um das Doppelte überlegen.

Zieht man schließlich in Erwägung, baß Spaniens lockere politischen Zustänbe, unzufriedene (Kolonien und schlechte Finanzen in einem Kriege schwere (Kalamitäten herbeiführen müssen, so fehlt uns in Deutschland jedes Verftändniß dafür, wie die spanische Nation bie beutsche herausforbern kann. In ber Streitfrage um die Karo­lineninseln hanbelt eS sich erstens ja auch um keine Antastung spanischer Siechte, benn bie beutschen Kriegsschiffe fanben auf ben beiben besetzten Inseln weder einen spanischen Negierungsvertreter, noch Spanier selbst, zweitens sind die Karolinen auch gar fein so werthvoller Besitz, um wegen derselben einen Krieg zu führen. Der über­triebene spanische Stolz fühlt sich eben nur gekränkt, daß Deutschland auch zur See seine Macht geltend machen will, aber dieser Stolz Der Spanier, der in feinem Ver- hältniß zur spanischen Niacht steht, dürfte bei der Gelegenheit dem Fluche der Lächer­lichkeit anheimfallen.

Universität- - Chronik.

Der Privcttdocent in der philosophischen Fakultät zu München, Dr. Otto Fischer, ist zum orbentlichen Professor der Chemie und zum Director des chemischen ! Laboratoriums nach (Kr l an gen berufen.

Tie medicinische Fakultät zu Breslau hat den praktischen Arzt, Dr. Ernst Forchner in Langenau, Kreis Löwenberg, bei Gelegenheit seines 80. Geburtsfestes zum Doctor der Medicin und ber Chirurgie honoris causa ernannt.

Junge Canadier sind in Berlin angekommen, um sich Stubirens halber dort aufzuhalten.

ES wirb hiermit 3ntercfienten tzebb licke- Holz bei aus ben Freiherr ischen Watdu siev- den bei Vermeibung i Art. .3 F.Str.( gebracht sein mnf

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