Ausgabe 
12.7.1885 Erstes Blatt
 
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Kircke vom Staate heißt es in dem Manifest! Wenn es bezüglich dieses Punktes Meinungsverschiedenheiten in der republikanischen Partei gebe, so könne man doch in Uebereinstimmung sein über eine Politik, welche die Freiheit des Gewissens respectiren, aber entschieden ein Priesterthum bekämpfen wolle, welches unter der Maste der Religion nur eine Vereinigung aller der Republik feindlichen politischen Parteien sei. Das Manifest verwirft eine jede äußere Politik der Abenteuer , indem es eine würdige, feste Politik verlangt. Das Manifest schließt mit einem Appell der republikanischen Union gegen die Monarchisten.

London, 10. Juli. Unterhaus. Ter Kanzler des Schatzamtes, Hicks Beach, erklärte, die Regierung beabsichtige, selbst eine Vorlage einzubringen, betreffend die Aufhebung der Entziehung des Wahlrechts in Folge ärztlicher Armenpflege.

Newyort, 10. Juli. Nachrichten aus ist. Thomas melden, daß in Venezuela ein Aufstand stattgefunden habe. Die Aufständischen hätten sich eines Dampfers be­mächtigt, die Truppen in Earupano seien für ein Zusammengehen mit den Auf­ständischen, und Eumana, Barcelona und Maturin hätten sich gegen die bestehende Regierung erklärt.

Zanzibar, 10 Juli. Gerbardt Rholts ist nach Europa abgcreist.

Lokales.

Gießen, 11. Juli. Nachdem die Bildung der Hessen-Nassauischen Baugewerks- Berufsgenossenschaft stattgefunden, tritt am 1. October d. I. das vom Neichsver- sicherungsamt genehmigte Statut in Kraft und in Folge dessen finden am 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, imCafä Leib" dahier die für die Section Gießen auf der Tages­ordnung stehenden Wahlen rc. statt.

Gießen, 10. Juli. Das gestrige Militär-Concert imWiener Hof" war trotz des günstigen Wetters nicht so besucht, wie man es hätte erwarten können. Woran diese mangelhafte Theilnahme bei allen derartigen Vergnügungen in unserer Stadt liegt, ist schwer zu erörtern. Wir hörten die Meinung aussprechen, das Local sei zu neu, die Leute fürchteten sich noch ein wenig. Leider ist diese Furcht aber immer vorherrschend, oder sollte es wirklich der Fall sein, daß den besseren Ständen die Militär-Concerte zu gewöhnlich sind?

Warum aber fühlt man sich gerade in Gießen zu dieser Annahme berechtigt, da doch in allen anderen Städten den Sommervergnügungen das größte Interesse ent­gegengebracht wird und der Garten desWiener Hof" wohl auch groß genug ist, um sich gegenseitig aus dem Wege zu gehen.

Vielleicht bessert die Zukunft noch Manches, umsomehr, da Herr Eapellmeister Krausse stets bemüht ist, Alles aufzubieten, um mit den Militärcapellcn größerer Städte in die Schranken treten zu können.

Das Programm brachte am Donnerstag viel des Interessanten, auch für reiche Abwechslung in demselben war Sorge getragen und die Leistungen der Capelle waren recht anerkennenswerth. Ueberall legte dieselbe von Fleiß und Studium ein um­fassendes Zeugniß ab. Die theils recht geschmackvolle Ausführung einzelner Nummern sprach am'beften für die Umsicht, mit der Herr Eapellmeister Krausse bei den Proben zu Werke geht, und brachte ihm auch sicher das Lob unserer Musikfreunde ein. Es würde zu weit führen, wenn wir das Programm aufzählen wollten und deßhalb be­gnügen wir uns. einer Piece besonders zu gedenken, in der wir Herrn Mose dach als einen Waldhornsolisten kennen lernten, der trotz seiner Jugend es ob»e Scheu wagen darf, ein Lied, wie ,Die Sehnsucht" von Methfessel vorzutragen. Er hat alle Schwierigkeiten gut überwunden und durch die Reinheit des Tones eine schöne Wirkung erzielt.

Was schließlich die Akustik des Musikpavillons anbetrifft, so läßt dieselbe zu wünschen übrig. Die Halle ist ni niedrig, auch nicht tief genug, und diese beiden Factorcn beeinträchtigen offenbar die Klangwirkung.

Gießen, 11. Juli. Gestern Nachmittag fiel ein Maurerlehrling von Alten- Buseck, welcher am Neubau der städtischen Mädchenschule in der Westanlage im dritten Stockwerke mit dem Aufziehen von Backsteinen beschäftigt war und beim Passiren eines Brettes ausglitt, durch das Gebälk in das zweite Stockwerk, wo er bewußtlos liegen blieb und in die Klinik verbracht werden mußte.

Rechtsanwalt Jockel von Friedberg hat gegen das gestern von Großh. Strafkammer verkündete Urtheil die Revision eingelegt.

Vermischte».

Mainz, 8. Juli. In der heute Abend abgehaltenen Sitzung oer'Stadt- verordneten-Versammlung wurde mit 18 gegen 9 Stimmen der Beschluß gefaßt, die Frage wegen Wiederbesetzung der erledigten Bürgermeisterstelle, resp. die Feststellung des Gehastes des Bürgermeisters an eine Commission zu verweisen. Als Mitglieder der Commission wurden die Herren D. Wenzel, D. Schlenger, L. Reuleaux, C. St. Michel, M. 9)L Mayer und Director Bömper gewählt.

Wiesbaden, 7. Juli. In der gestrigen Sitzung des Gemeinderaths nahm Bürgermeister Dr. v. Jbell Veranlassung, in Folge einer Polizeioerordnung, betreffend die Desinfiction der Abtritte und Spülsteine, der Calamitüt zu erwähnen, welche die hiesige Stadt betroffen hat.Als der Gemeinderath vor acht Tagen die letzte Sitzung hielt", bemerkte der Vorsitzende,waren nur vereinzelte typhöse Erkrankungen zu meiner Kenntniß gelangt und es lag daher zu einer öffentlichen Besprechung der Angelegenheit keine Veranlassung vor. Nachdem indessen im Lause der letzten Woche eine erhebliche Anzahl von Erkrankungsfällen conftatirt worden ist, halte ich es unserer Einwohner­schaft und unserem Fremdenpublikum gegenüber für geboten, die wahre Sachlage klar- zustellen, um unserseits dahin zu wirken, daß Alle zur Bekämpfung des Nebels das Ihrige beitragen, andererseits aber den vielen sehr übertriebenen Gerüchten und der durch dieselben hervorgerufenen theilweise unbegründeten Furcht entgegenzutreten. Die Gesammtzahl der angemeldeten Erkrankungen beträgt 412 und zwar ist der Zugang von Kranken im Lause des Samstag voriger Woche (mit 70 Fällen) der stärkste ge­wesen, während im Laufe des Sonntag und Montag 62 und 65 Fälle angemcloet worden sind. Es muß jedoch hierbei hervorgehoben werden, daß unter diesen Fällen eine große Anzahl von Erkrankungen am gastrischen Fieber sich befinden, so daß sogar eine Reihe von Personen, welche wegen Typhus in's städtische Hospital eingewiesen waren, wieder entlassen werden konnten. Bis jetzt ist die Krankheit in der über­wiegenden Mehrzahl der Fülle nicht bösartig und heftig aufgetreten und es darf daher erwartet werden, daß der Verlauf der Erkrankung trotz der relativ nicht unbedeutenden Zahl der Fälle ein günstiger sein wird.

Mannheim. Die 10,000 je Prämie, welche für die Ergreifung und die Ein­lieferung des Mörders des Polizeiraths Rumpfs ausgesetzt waren, wird, nach Aussage des Präsidenten Leykaufi, bei Heller und Pfennig an den Gensdarmcn Götz und seine Helfer Rinkleff von Hockenheim ausbezahlt werden. Die Vertheilungswcise ist noch nicht bestimmt; jedenfalls aber gebührt dem Gcnsdarmen Götz der Löwenantheil, der auch ohne die Dazwischenkunft und Mithilfe Anderer mit Gefahr seines Lebens den Flüchtling bis in den nahen Wald verfolgt hätte.

In Magdeburg sind von den zur Hebung cingezogenen Wehrmänne.n vier Personen vom Hitzschlage betroffen worden, wovon leider drei Personen ihren Leiden erlegen sind.

Mit dem 1. d. M. hat auf dem Festplatze für das 6. deutsche Turnfest in Dresden auch die Aufstellung der Turngeräthe begonnen. Es wird hierzu nur mustergiltiges Material benutzt und die Zahl der bestellten Geräthe wird sicherlich die Ausstattung der besten Turnplätze bebeutenb übertreffen. 18 Recks, 20 Barren, 18 Pferde, sowie 6 Sprungböcke und 2 Sprungtische werden zur Aufstellung gelangen. Für Kraftturner stehen 20 große Hanteln und 8 Granitwürfel zum Steinstoßen zur Verfügung, während 10 Diskusscheiben für Liebhaber dieser altgriechischen Leibesübung vorhanden sind. 2 Zielscheiben und 20 Lanzen sind zum Zielwerfen bestimmt und 13 große Bälle laden zu Wurf und Spiel ein. An 2 hohen Gerüsten mit je einem 16 Meter hohen Klettermast werden Schaukelringe, Schweberecks, schräge und wage­rechte Leitern, sowie laue und Kletterstangen angebracht werden. Alle neuesten und besten Constructionen sollen bei der Aufstellung Anwendung finden, so daß die Turner jede beliebige Auswahl treffen können. Da zur Zeit 232 Musterriegen aus Deutschland, Oesterreich, Holland, England, Italien und Amerika angemeldet sind, dürfte sich ein hübsches Bild turnerischer Thätigkeit auf dem Festplatze entfalten.

sAlkohol - Vergiftung., Ein wohlwollender Engländer hat nach dem Patentanw." einen Preis ausgeschrieben für ein Getränk, welches, ohne zu schaden, die jetzigen geistigen Getränke ersetzt. An einigen Orten Englands ist die Frage bereits

praktisch gelöst. Wie derFranklin" in Lüttich mittheilt, giebt es in England an mehr als 1000 Orten Feine Wirthshäuser und die Folgen davon sollen höchst merk­würdige sein. Das Journal der Ligue patriotique contre l'alcoholisme berichtet dar­über, daß dort die Polizei ganz überflüssig sei, daß es keine Armen und keine Ver­brecher gebe. Den Anlaß dazu gaben große Grundbesitzer, die keine Wirthshäuser auf ihren^Besitzungen duldeten. Die Bewohner finden sich aber doch im Clubhaus zusammen, wo Spiele gemacht ober Zeitungen und Bücher gelesen werden. In Johnstone z. B. (Dumfrieshire) giebt es nicht einmal eine Armensteuer, trotzdem die Bevölkerung stets zunimmt und jetzt 1230 Köpfe beträgt. Die Straßen sind gut unterhalten, die Häuser hübsch, die Felder gut bebaut. In Flandern, fügt derFranklin" bei, lebt V* der Bewohner von der Armenkasse. In Saltair, einer Stadt von 4000 Einwohnern, giebt es nur zwei Wirthshäuser, die aber nicht ausschenken dürfen. Die Folgen sollen höchst günstige sein. Die Bevölkerung ist sehr betriebsam, die Kinder sind gut gehalten, die Häuser hübsch möblirt, die Bäder und Waschhäuser sehr belebt. Man hat dort schon die Frage der Wiedereinführung des Alkohols der öffentlichen Abstimmung unterworfen, aber fast einstimmig wurde sie verworfen. In Schottland sollen in manchen Fischer­dörfern die Wirthshäuser verschwunden und der Erfolg ein gleich auffallender gewesen fein. Früher glaubten die Fischer ohne Schnaps ihr Geschäft gar nicht betreiben zu können; jetzt hat sich herausgestellt, daß sie weit gesünder und kräftiger sind als früher. Verbrechen sind ganz unbekannt, der Wohlstand bedeutend gestiegen, nirgends Arme. In Fossil Park mit 6000 Einwohnern ist nicht einmal ein Gefängniß und ein einziger Schutzmann in der ganzen Stadt. In Irland stechen diese Orte ganz besonders von den anderen ab. In Beßbrook, Fabrikstadt von 3000 Einwohnern, hat es nie ein Wirthshaus gegeben und man kennt daher dort die in Irland hergebrachten Gemeinde- Parteiungen nicht; kein Streit, kein Betrunkener, kein Bettler, fein Verbrecher!

Handel und Vermehr.

Gießen, 10. Juli. Atif dem am 7. und 8. d. Mts. abgehalteiten Viehmarkt waren aufgetrieben: 1697 Stück Rindvieh und 953 Schweine. Der Handel bei Zucht- und Jungvieh war lebhaft unb die Preise hoher als am letzten Markte, dagegen machte sich bei Schlachtvieh aller Art eine Acnderung nicht merklich. Auf dem am zweiten Tage mit abgehaltenen Krämermarkt (Kirschenmarkt) waren 400450 Centner Kirschen angefahren und wurden dieselben das Pfund von 625 Pfg. verkauft.

Nächster Warft Dienstag den 21. d. Mts.

Gießen, den 11. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Psund JL 0.700 80, Hühnereier pr. St. 56 Enteneier St. 67 Gänseeier 0000 Käse pr. Stuck 59 -i,, Käsematte 23 H, Erbsen pr. Liter 22 Linsen 28 Tauben per Paar 0,600,80 H, Hühner per Stück 0.801.20, Hahnen pr. Stück

JL 0.601.00, Enten per Stück .M. 1.501.80, Ochsenfleisch per Pfund 6800 Kuh- und Rindfleisch 5660 Schweinefleisch 5060 Hammelfleisch 6470 Kalbfleisch 4850 4, Kartoffeln per 100 Kilo JC. 5.000.00, Milch per Liter 1216 Zwiebeln per Centner v4L 8.009.00, Kirschen per Pfund 712

Auszug aus bett Stanbesamtsregisteru bes Standesamts Metzer.

Aufgebot«.

Juni: 27. Der Seconde-Lieutenant im II. Großherzoglich Hessischen Infanterie- Regiment (Großherzog) Nr. 116 Carl Friedrich Hermann Pampe mit Clara Henriette Adele Heß, Tochter des Professors Dr. Richard Alexander Heß zu Gießen. 27. Schrift­setzer Heinrich Joses Heittnann zu Offenbach a. M. mit Wilhelmine Wagner zu Gießen. Juli: 1. Der Vicefeldwebel im II. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 Friedrich Nassua zu Gießen mit Christine Plitsch, Tochter des Landwirths Johannes Plitsch III. zu Lang-Gons. 2. Schlosser Johann Georg Peter Keller zu Gießen mit Minna Therese Schäfer, Tochter des Eisenbahnbediensteten Philipp Schäfer zu Frankfurt a. M. 3. Schmied Friedrich Müller, Wittwer, mit Sophie Lies, Tochter des verstorbenen Schreinermeisters Hermann Lies zu Gießen. 10. Metzger Gustav August Kreuder mit Emma Georgine Kohlermann, Tochter des verstorbenen Küfermeisters Wilhelm Kohlermann zu Gießen.

Eheschließungen.

Juli: 1. Laboratoriumsdiener Michel Reitz mit Henriette Katharine Zißler, Tochter des verstorbenen Müllers Johann Jost Zißler zu Gießen. 8. Taglöhner Philipp Keßler mit Margarethe Oppermann, Tochter des Ortsdieners Heinrich Oppertnann, zu Gießen.

Geborene.

Juni: 21. Dem Oeconomen Philipp Schwan I. Zwillingskinder, ein Sohn und eine Tochter. 22. Dem Buchbinder Johannes Häuser eine Tochter. 23. Dem Kauf­mann Ferdinand Drebes eine Tochter, Johanna. 24. Dem Weißbinder Karl Schwall eine Tochter. 26. Dem Handelsmann Johann Herr eine Tochter. 26. Dem Arbeiter Ludwig Engel ein Sohn, Ludwig Johann Philipp. 27. Dem Regierungs-Secretär in Pension Franz Wilhelm Schmalenbach ein Sohn, Carl Wilhelm Julius. 28. Dem Kaufmann Karl ^lieber ein Sohn, Karl Ludwig. 28. Dem Schneider Franz Metz eine Tochter, Margarethe. 29. Dem Dienstmann Gustav Schuchardt ein Sohn. 30. Dem Hilfsarbeiter Adam Heppert ein Sohn. 30. Dem Taglöhner Johannes Winnccker eine Tochter, Elise Anna Margarethe. 30. Dem ^Steinbrecher Friedrich Valentin eine Tochter. Juli: 1. Dem Bahnmeister Christian Sircoulomb ein Sohn. 3. Dem Cigarrenmacher Konrad Schimmel ein Sohn, Friedrich August Ludwig. 4. Dem Corpsdiener Peter Seipel ein Sohn, Friedrich Georg. 4. Dem s-dneiner Josef Langer ein Sohn, Albert Wilhelm. 6. Dem Handschuhmacher Gustav Enke ein Sohn, Paul Gustav. 8. Dem Drechsler Heinrich Schäfer ein Sohn, Siegfried.

Gestorbene.

Juni: 27. Landwirth Wilhelm Götz, 40 Jahre alt, von Waldmühlen. 27. Berg­mann Matthias Hussing, 36 Jahre alt, von Molshain. 27. Dem Kaufmann Karl Schulze II. ein totgeborener Sohn. Juli: 1. Dem Maurer Jacob Heller von Garbenteich ein totgeborener Sohn. 1. Katharine Heller, geb. Wallbott, 28 Jahre alt, Ehefrau des Maurers Jacob Heller von Garbenteich. 2. Der practische Arzt Dr. Karl Schmitthenner, 62 Jahre alt. 2. Bernhard Hermann Heinrich, 4 Monate alt, Sohn des-Schaffners bei der rechtsrheinischen Bahn Heinrich Müller. 2. Messer­schmied Karl Strietzel, 28 Jahre alt. 2. Katharine Brück, geb. Sauer, 64 Jahre alt, Wittwe des Arbeiters Anton Brück. 5. Ludwig, 5 Monate alt, Sohn des Stations- assistenten Konrad Schalch. 6. Buchbinder Theodor Rautenstrauch, 59 Jahre alt. 6. Dem Metzgermeister Jacob Braun ein totgeborener Sohn. 7. Der Justizrath in Pension Julius Elwert, 72 Jahre alt. 9. Metzgerlehrling Jacob Fenchel, 16 Jahre alt, von Gambgch. 10. Charlotte Schürz, geb. Döll, 87 Jahre alt, Wittwe des Bleich­unternehmers Ludwig Jacob schürz. 10. Kaufmann Konrad Hucke, 18 Jahre alt.

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 5. Juli. Michel Reitz, Laboratoriumsdiener zu Gießen und Henriette Katharine Zißler, Tochter des verstorbenen Müllers Johann Jost Zißler zu Gießen.

Getaufte.

Den 5. Juli. Dem Ober-Telegraphen-Assistenten Johannes Pabst ein Sohn, Karl, geboren den 4. April.

Denselben. Dem Arbeiter Karl Wahl ein Sohn, Johann Karl Georg, geboren den 15. Juni.

Denselben. Dem Kaufmann Moritz Semmler eine Tochter, Elfriede Toni Wilhelmine, geboren den 16. Mai.

Denselben. Ein außerehelick-er Sohn, Wilhelm Emil, geboren den 9. Juni. Beerdigte.

Den 4. Juli. Katharine Brück, geb. tsaucr, Wittwe des zu Londorf ver­storbenen Ackermanns Anton Brück, alt 64 Fahre, gestorben den 2. Juli.

Denselben. Karl Strietzel, Mesfersd)mied, lebiger Sohn des Oeconomen Karl Strietzel zu Wahren, alt 27 Jahre, gestorben den 2. Juli.

Den 8. Juli. Theodor Rautenstrauch, Buchbinder, alt 59 Jahre, starb den 6. Juli.

Den 9. Juli. Julius Elwert, Justizrath, alt 72 Jahre, starb den 7. Juli.