bei öffentlichen Arbeit-», Herrn Maybach tv Berlin, gerichtetes Gesuch in Abschrift ein, worin der Herr Minister gebeten wird, veranlassen zu wollen, daß zwischen den Stationen Gießen und Langgöns der Main-Weser-Bahn etwa bet Bahnwärterhaus Nr. 178 eine Haltestelle unter Heranziehung der interessirtea Gemeinden mit entsprechenden Beiträgen zu den Kosten errichtet werde.
Im Interesse für die Erleichterung und Hebung des Verkehrs der angeführten Orte mit der Stadt beschloß man das Gesuch durch eine Eingabe an den Minister der öffentlichen Arbeiten in Berlin zu unterstützen.
2. Für die Sitzungen des Eisenbabnbetraths Hannover, Köln und Frankfurt a. M. wurde als Vertreter der Kammer Herr F. C. B. Koch und als dessen Stellvertreter Herr A. Katz gewählt. , „ t
3. Die Fragebogen, welche zur Unterstützung de« abzufassenden Jahresberichts ausgegeben zu werden pflegen, sollen in der regelmäßigen Welse verschickt werden.
4. In Bezug auf die Ausführung des zu erwartenden Gesetzes, betreffend die Dampfersubvention, soll an den deutschen Reichstag, sowie an die hesfische Staats- regieruug als Mitglied des Bundesraths eine Petition mit dem Anträge gerichtet werden, eS möge für die ostafiattsche Hauptl'.vte Rotterdam oder Antwerpen als Anlaufestation gewählt werden.
Gieße«, 11. Februar. fSchöffen gertchtS-Sitzung en im Jahre 1885.]
Samstag den 3. Januar, Freitag den 9. und 16. Januar, Morgens 8Va Uhr: Beigeordneter Wilhelm.Otto HI. von Beuern, Lavduttrth Ludwig Schmidt von Allendorf a. d. Lahn. „
Freitag den 23. und 30. Januar, Morgens 8Vr Uhr, den 6. Februar, Morgens 8 Uhr: Rothgerber Wilhelm Plank von Gießen, Landwtrth Johannes Men gel I. von Groß-Linden.
Freitag den 13-, 20. und 27. Februar, Morgens 8 Uhr: Bürgermeister Friedrich Bieber von Allendorf a. b. Lumda, Gemetndeelnvehmer Ludwig Selpp IV. von Lollar.
Freitag den 6 , 13, und 20. März, Morgens 8 Uhr: Rechner und Beigeordneter Christian Rain von Allendorf a. d. Lda., Ludwig Balser I. von Albach.
Freitag den 27. März. D enstag den 31. März, Freitag den 10. April, Vormittags 8 Uhr-. Möbelhändler Karl Reiber in Gießen, Bauunternehmer Anton Petri in Gießen.
Freitag den 17. und 24. April und 1. Mai, Morgens 8 Uhr: Gemeinde- einnehmer Wilhelm Schlapp in Mainzlar, Landwirth Heinrich Hofmann V. in Heuchelheim.
Freitag den 8-, 15. und 22. Mai, Morgens 8 Uhr: LandwirthJost Sommer lad in Beuern, Schreiner Johannes Weil III in Groß-Linden.
Freitag den 29. Mai, 5 und 12. Juni, Morgens 8 Uhr: Landwirth Ludwig Volk mann II. in Heuchelheim, Gastwtrth W:lhelm Rühl in Groß-Buseck.
Freitag den 19. und 26. Juni und 3. Juli, Morgens 8 Uhr: Landwirth Wilhelm Vogel von Alt-Buseck, Beigeordneter Ludwig Schlapp II. von Ruttershausen.
Freitag den 10., 17. und 24. Juli, Morgens 8 Uhr: Landwirth Jakob Neide! in Heuchelheim, Sparkassenrechner Wilhelm Schwalb II. in Daubitngen.
Freitag den 31. Juli, 7. und 14. August, Morgens 8 Uhr: Landwirth Balthasar Wagner ^III von Groß-Buseck, Beigeordneter Hch. Hinterländer II. von Garbeuteich.
Freitag den 21. und 28. August und 4. September. Mo-aen8 8 Uhr: Landwirth Philipp Frank in Groß-Buseck, Landwirth Jakob Rinn XV. von Heuchelheim.
Freitag den 11., 18. und 25. September, Morgens 8 Uhr: Maschinenmeister Karl Queruer in Gießen, Landwtrtb Ludwig Rtehm von Staufenberg.
Freitag den 2-, 9. und 16. October, Morgens 8 Uhr: Gememdeeinnehmer Hch. Keßler III. von Annerod, Agent Philipp Schleenbecker von Heuchelheim.
Freitag den 23. und 30. October, Morgens 8 Uhr und 6. November, Morgens 8VÄ Uhr: HÜttenbeamter Johannes Lenz von Lollar, Landwirth Hch. Dietz II. von Mainzlar.
Freitag den 13., 20. und 27. November, Morgens 8V2 Uhr: Weißbinder Louis Petri III. von Gießen, Landwirth Kaspar Becker VI. von Alt-Buseck.
Freitag den 4 und 11. December, Morgen« 8Vr Uhr: Platzmeister Christian Bantz von Lollar, Rendant Karl Platz von Gießen-
Freitag den 18. und Samstag den 19. December, Morgens 8Vr Uhr: Landwirth Friedrich Sch ade ck von Ruttershausen, Fabrikant Gustav Patz m Gstßerr.
Gieße«, 11. Februar. Ein heute Morgen gegen 9 Uhr ausgebrochrnes kleines Feuer in einem Nebenhouse am Hamm wurde durch die Bewohner selbst rasch gelöscht.
Universität-- Chronik.
— In Greifswald starb am 2. d.M. der Dtrecior des botanischen Gartens, ordentlicher Professor Dr. I. Münter, nach langen, schweren Leiden. Der Verstorbene hatte erst vor Kurzem den Character als Geh. Regteruvgsrath erhalten.
— An demselben Tage starb in Frankfurt a. M. nach kurzem Leiden der rühmlichst bekannte Anatom Professor Dr. 3. Cbr. G. Lucae, 71 Jahre alt. Seit 1851 war er Lehrer der Anatomie am Dr. Senckenberg'schen medicintschen Institute daselbst.
— Ein im vorigen Herbste zu Braunschweig verstorbenes Fräulein Herr- Hausen hat der medietnischevFakultät der Universträt Göttingen 30,000vermacht, deren Zinsen an zwei Studirende der Medicin, welche sich der Homöopathie widmen wollen, zu vergeben sind. Sind keine Homöopathen vorhanden, so können die Stipendien auch an Allopathen verliehen werden.
vermischte».
— (BiSmarck in Afrika.] Ein Mitglied de« Reichstags fragte neulich den Fürsten Bismarck, ob die Nachricht begründet fei, daß er, um die betreffende Erdgegend kennen zu lernen, Kamerun und Angra Pequena besuchen würde. „Allerdings", er« widerte der Fürst lächelnd, „will ich nach Afrika reisen, aber nur auf dem Kameel, das diese Nachricht aufgebracht hat."
— Die Erforschung Afrikas hat wieder ein Opfer gefordert. Dr. Ströbelt aus Düsseldorf ist am 21. November v. I. auf einer Forschungsreise m Afrika um's Leben gekommen. Derselbe hatte sich Ende Juli im Dienste der „Internationalen
Association des Congo" nach Afrika begeben. Mit 3 Gefährten (einem Copitän und Commandant der Artillerie, einem belgischen Lieutenant des ©enUcoipS und einem Engländer) gelangte er glücklich nach V-o!, von wo er am 3. October alS einziger Wertzer mit einer Karawane von Schwarzen nach dem 5 Tagereisen entfernten Jsangihla aufdrechen wollte. Hier sollten die eigentlichen Forschungen beginnen, deren Resultat in einem illustrirten anthropologischen Werke veröffentlicht werben sollen. Doch am 21. November starb bereits der hoffnungsvolle junge Mann.
— (Vor Gericht.] „Es scheint mir, daß Sre schon früher einmal hier gewesen sind " — «Herr Präsident, lediglich das Vergnügen, S'e nochmals sehen zu können, führt mich abermals hierher."
— (Verfängliche Fragestellung] Hauptmann: „Weißt Du denn nicht, Mann, wie Du einem Vorgesetzten zu antworten hast?" — Soldat: „Jawohl, Herr Hauptmann!" — Hauptmann: „Wird er gleich „zu Befehl" sagen, Kerl? Glaubt er etwa, daß ich sein Narr bm?" — „Zu — zu — zu Befehl, Herr Hauptmann!"
— (Die sonderbaren Augen.] „Papa, lass' mich schnell Deme Augen sehen." — „Wozu denn, Carl?" — „Mama sagte eben zum Lieutenant B-, Du hättest Argusaugen." — „So werd' ich Dir daS später erklären, — jetzt muß ich zu Mama."
— (Das einzige Mittel ] Bei einer Verhandlung wegen Bruchs eines Ehe- versprechenv wurde oem Verklagten gestattet, ein Wort zu seiner Vertheidigung zu sprechen. „Ja," sagte er, „ich küßte sie fast beständig jeden Abend, wenn ich in ihrem House mar.* — Anwalt der Klägerin: „Sie gestehen es also ein?" —- Verklagter: „Ich gestehe eS, aber ich mußte es thun." — Anwalt: „Sie mußten e« thun?" — Beklagter: „ES war das einzige Mittel, sie am Singen zu hindern."
Gingefandt.
Gieße«, 11. Februar.
Das vom Zitheroerein „Alpenröschen" am 7. Februar im Saale des „Cafä Leib" veranstaltete 4 Stiftungsfest, verbunden mit Concert und Ball, erfreute sich eines zahlreichen Besuches. DaS aus 10 Pidcen bestehende Programm fand allseits un- getheilten Beifall, denn sowohl Chor- als die Sol'svortrSge verriethen gute Schulung und fleißiges Heben. Der darauf arrangirte Ball hielt sämmtliche Anwefende in heiterster Stimmung bis zur Morgenstunde zusammen X
Schiff-nachrichten.
Bremen, 9. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Oder, Capt. R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 25. Januar von Bremen und am 27. Januar von Southampton abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 9. Februar. (Per transatlantischen Telegraph ] Der Postdampfer Fulda, Capt. O. Heimbruch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 28. Januar von Bremen und am 30. Januar von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Morgens wohlbehalten m Newyork angekommen.
Bremen, 9. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer America, Capt. G. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 21. Januar von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Literarisches.
Der ^Patentverwerther", eine illustrirte Zeitschrift, welche zum Zwecke weit- gkhendster Veröffentlichung patenttrter Gegenstände gratis an die deutschen Gewerbe- oereine und andere Interessenten gesandt und von Patentanwalt Otto Sack in Leipzig redigirt wird, bringt in diesmaliger Ausgabe Abbildungen und Beschreibungen über: Rotirender Trocken- und Zerkleinerungs-Apparat für Thon- und ähnliche Materialien. — Compositionswalze mit Farben für Steindruck. — Neuerungen an Achsen und Transmissionen für Fahrzeuge und Maschinen. — Schleudermühle mit zickzackförmigem Durchgang des Mahlgutes. — GesundheitS-Regultr-Tabakspfelfe. — Röhrenverbindung für Gliederkessel. — Automatischer Schmierapparat. — Schaulochverschluß für Backöfen. — Stellvorrichtung für Oberlichtfenster. — Hufeisen mit auswechselbarem Griffe und Stollen-Patentliste. — Mitthetlung für die Gewerbevereine.— Briefkasten der Redaction.
Heber Retter- Haarwasser.
Es kann nicht genug wiederholt werden, und ist auch darüber schon Vieles von Autoritäten geschrieben worden, daß Oele und Pomaden die Hautporen nur verstopfen, in Folge Zutritts des Staubes sich eine Schichte bildet, welche die Hautausdünstung verhindert, die Haarwurzeln erstickt und dadurch Kopfleiden und kahle Stellen erzeugt. Und dennoch gibt es noch eine Unzahl Leute, die im blinden Vertrauen auf schwindelhafte Reclame — unbedacht, ob das Versprochene zu erfüllen möglich sei — Hunderttausende für schädliche Haarmittel ausgeben und in dem Wahne leben, neue Haare auf kahlen Stellen zu erzeugen, während sie damit doch nur den Charlatanismus unterstützen und ihrer Gesundheit schaden. Wäre es denn nicht viel vernünftiger, bei Zeiten von dem unnatürlichen Dressiren der Kopfhaare abzulassen und dafür ein wirklich gutes conseroirendes Haarmittel statt der insaesammt schädlichen Oele und Pomaden zu gebrauchen? Als ein solch' verläßliches und unschädliches Mittel kann das
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nicht genug empfohlen werden, da dasselbe laut Gutachten hervorragender Autoritäten, wie Professor Dr v. Wittstein ?c. re-, Alles enthält, um das Haar feucht, weich, glänzend und die Kopfhaut immer thätig und weich zu erhalten, sowie die lästigen Schuppen innerhalb acht Tagen gänzlich zu entfernen. — Zu beziehen per Flacon ä 40 und «X 1.10 bei Herrn C Merkel, Marktstraße, Gießen-
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