iort weder einen Sclavenhandel noch eine Durchfuhr von Sclaven, gleichviel welcher Rasse, zu dulden.
Telrgrgphische DrpeZchrA.
Wsrst'L rel-Ä«- UsrresporLdSKrrBÄLLSLL.
Berlin, 6. Januar. JH'L Majestät»N der Ka s.r und die Kaiserin haben dem hiesigen Magistrate auf dis be'm Jahreswechsel an Allerböchftd.-sckd'N gerichteten Glückwunsch Adress-n die nächst henden Aniworlschretbrn zukommen lassen:
«Dmch dir Aorisse, welche ker Magistrat aus A.latz des Jzyretzwrchstts an Mich gerichtet hat, bin Ich roitbtrum hoch erfreut worden. Ihre Glückwünsche zum nullen Jahre, welche Mir an diesem Zeitabschnitt zum Bedürsnitz ge-rorbtn sind, haben dm in einen Taimen Ausdruck gesunden; JÄ fühle M'ch gedrungen, sie mit den: aufrichtigsten Danke zu erwidern. Mt ungehüotcm Bl ck schaue Ich in bas vergangene Jahr zurück, das sich tn Meinem Hause und für das grfammt? Land als ein gesegnetes erraltfen hat. Wie Ich des Allmächtigen Gnade preise, welche die Kaiserin, Meine Gemahl^ nut neuer Stacke zu serner-m Wirken ausrüstct, so c:k nne Ich dankerfüllt an M r selbst das Walten der göttlichen Vorsehung, wiche Mich un Meinem Lebensabend durch Erhaltung Meiner K äste zu pflichtircuer Ausübung des fückll'Len Berufes befähigt. W^nn Ich darin selbst Anstr:ngun'rn und 93e|d)rrerben nicht scheue, so finde Ich außer der eigenen Befriedigung, welche jede ernste Ärvett im Vollbringen gewählt, Ermuthigunq dazu in b?m B wvtz sein, daß ft.* der Förde«.u.ig nationaler Wohlfahrt gewidmet sind und durch treue Lt be Meines Vo.keS re d) vergolten werden, ©'tragen von solchem Vertrau n, gereicht es Mtt zur besond-'-m Freude, daß Mein Bemühungen um die Brfeft'guNg des Friedens durch die p.ifön; ltche B gegnung mit den beiden Herrsch'rn unf-r<-r g-oß n Nachbarstaaten von glück- ltchfm Erfolge begleitet gewesen sind. In der Bürgschaft drs äußeren Fr-edens liegt zugleich die Gewähr für eine segensreiche Entwick lung der inneren Verhülta sse. Bet der Lösung bteffr zwar umfassend n ober auch dankbaren Ausgabe wird der Magistrat in der Fürsorge fü- d«e zunehmenden Erfordern ss d.r R^ckshauptstadt nicht zu ück- bleibkn. Ick werde sein Bestreben, daL gemeinsame Interesse drr M t L ger zu fort in und mtt bessernder Hand für das vittgestaltete Gemetnwisen Berlins neue durchgreifende Einrichtungen zu treffen, stets mit d m lebhaftesten Artheil beritten.
Berlin, den 5. Januar 1885
(§.ez.) Wilhcl m"
»Mit aufrichtigem Donk beantworte Ick den Glückwunsch des Magistrats, indem Ich der Freude über die an der «Lockwelle des neuen Zeitabschnitts Mir triebe:um gewidmete Begrüßung heizl'chcn Ausdruck verleihe. Mene schwant tt-Le Gesundheit hat es Mtt seither nicht gestattet, den Verpflichtungen Mernes hoh n Berufes tn dem früheren Umfange zu erusprecken und doch gewähren d'e 'n dem Schreiben ausg - sp-ockenen Morte Mir die Grr.ugthuung, daß Me ne Bemühungen in diesem Sinne verständn'ßvoller Thellnahme begegnen. Diese werde ich ouck im beginnenden Jahre für jedes Streben erwidern und betätigen, welckes di? ©eaer.fafe? unserer Z it zu Imbem, barmherzige 6 lbr zu untecktütz*.! und qem ii'NÜtzigr Werke zu fö be:n oemüht ist. Möchte, wie im v rganaenkn Iihre, so auch in der nächsten Zukunft, Gottes Hand über dem Kaiser, über der Hauptstadt, wie über dem gesammien deutschen Vater lande schützend eusgebrettei sein.
B-rlin, den 4. Januar 1885.
(grz) Augusta-
Elberfeld, 6 Januar. Der erste Direcior der B rg'sck - ML k scben Bar k und Mitglied dis Stadtverordneten r Collegiums, August de W srtb, ist h-ute grftorben.
Wien, 6. Januar. Der Präsident des obersten R chnungshoss, Fürst Ado'f von Auersperg, ist auf feiner B-sitzung Goldegg in Folge eines Herzschlags p'ögl ch gestorben.
London, 6. Januar. Der Bischof von London ist beut.' plotzl ch gestorben.
Paris, 6. Januar. (Telegramm der „Agence Havas.") Aus Hastol vom 5. ds. wird gemeldet: In Folge des bereits gemeloeten Gefechtes östlich von Chu kehrten die Chinesen in einer Stärke von ca. 12,000 Mann zurück, um die Offensive zu ergreifen. General Negrier durchbrach ihre Positionen, obwohl dieselben durch Forts, aus welchen etageweise Feuer gegeben wurde, ver- theidigt wurden. Die Chinesen wurden vollständig zurückgeworfen, nach heftigem Widerstand verließen sie ihre sämmtlichen Stellungen unter Zurücklassung von 2 Batterien, Gewehren, Munitionsvorräthen, Lebensmitteln, Fahnen und des ganzen Wagenparks. Der Verlust der Chinesen beträgt ca. 600 Todts und zahlreiche Verwundete. Die Franzosen hatten 3 Officiere leicht verwundet, 19 Todte und 65 Verwundete in beiden Gefechten.
Lokales.
G. Gießen, 7. Januar. sSterblichkeit tn Gießens Die Sterblichkeit war in der letztverflosienen Woche eine geringe, es ereigneten sich tm Ganzen nur 4 Todesfall-' Von 3 erwachsenen Personen starb eine an Herzkrankheit, eine an Krebs, eine an Lungenschwindsucht. Ein Kind im ersten Lebensjahre erlag einer Bronchten- entzündung. vermischtes.
Friedberg. Die Neujahrsnacht verging wieder nicht, ohne daß nicht verschiedene Unglücke durch das leidige Schießen entstanden wären. Hier schoß sich ein junger Mensch die Hand durch und durch, ein anderer, der mitten in einen Häufln Menschen schoß, wurde in flagranti ertappt und durfte für den Rest der Neujahrsnacht »tn der Heck" Über die Wechsel deö menschlichen Schicksals nachdenken. Von Fauerbach wurde schon am Abend ein junger Bursche in'S Hospital etngclkfert, der sich zwei Finger abgeschossen hatte und in Bad Nauheim soll Emem durch die Gensdarmerie klar gemacht worden zu sein, daß man überhaupt nicht, namentlich aber in der Stad: nicht, mtt scharf geladenen Gewehren schießt.
Mainz, 3. Januar. In dem bekannten Vroceß, daß ein hier wohnender Kaufmann seine ehemalige Braut die ihm den Lauio ch gab, wegen gehabter Auslagen verklagte, wurde heute von der Civtlkammer des Landgerichts das Unheil gesprochen und die Braut zur Zahlung einer Summe von 7000 JL und 4/s der Kosten und der Bräutigam zu Ve der Kosten verurtheilt.
— In Nürnberg saß ein Bettler auf der Anklagebank. Unter großer Heiterkeit legitimirte er sich als „Reichsfechtschüler", wurde aber trotzdem verurtheilt, weil er das Gesammelte nicht zum Besten der Fechtschule, sondern seiner eigenen Person verwendet habe.
Frankfurt a. M., 4. Januar. Der Inhaber eines größeren Handlungshauses erwartete am NeujahrSmorgen Gratulationsbesuche und hatte sich mit seiner Gattin zum Empfange bereit gemacht. Die Dame des Hauses war gerade tm Begriff, die letzte Haarnadel tn ihren Chtgnon zu schieben, als ein Wagen vorfuhr, dem eine tief verschleierte Dame «tstieg. Der Diener empfing sie und geleitete sie in's Empfangszimmer, wo er sie mit der Versicherung, daß die Herrschaft alsbald kommen werde, zu warten bät. Es dauerte auch nicht lange, bis die letztere etntrat. Knixe auf beiden Seiten. „Mit wem haben wir die @&re?M fragte Der Herr vom Hause, der b<n elegant gekleideten Besuch nickt erkennen konnte, weil er sich in einen Schleier hüllte. DaS Fräulein schlug den Schleier zurück und zeigte das Gesicht eines fiüheren Dienstmädchens, welches der Herrschaft vor seiner Abreise rach Amerika „Adieu" sagen wollte. — Tableau!
Trebur, 2. Januar. Wie der „Gr.-G. A." meldet, wurde in der NeujährS- nacht dem Wirth Fr. Luley V. mtt einem Küchenmrsser in den Leib gestochen, so baf- ihm die Gedärme herauSkamen. Thäter ist der Fischer und Heuhändler PH. Körner IL, derselbe, der bei der großen WasserSnoth den Wiesenwärter Haupt auf der Jakobs- berger Au mit eigener Lebensgefahr gerettet hatte. Körner ist verhaftet und in's hiesige GefSngniß verbracht worden. Das Unglück wird tn Trebur umsomehr bedauert da Luley als ein braver und ruhiger Mann allgemein bekannt und geschützt wird.' — Mir wir erfahren, ist Friedrich Luley heute Nachmittag feinen Leiden erlegen.
— sWaS Alles gestohlen wird ] In Brombera hat, rote die „Oftd. Pr." erzählt, Jemand die Legitimation eines Andern zum Gefangnißantritt gestohlen um selbst in'S GefSngniß zu kommen. Gewiß ein seltener Fall!
— Heber baS Erdbeben in Süd - Spanien oeröffenilicht die Pariser „Nouv lle Presse" einen Bericht aus Madrid vom 28. December, oem rott folgerte amemlichere Mittheilungen entnehmen: Die bis jetzt vorliegenden amtlichen Depeschen melden, daß in den Provinzen Malaga und G anada 266 Personen durck das Erdbeben ums Leben gekommen oder verletzt worden sind. Mit Ausnahme von Malaga, wo zwei Personen gelobtet worden, haben die größeren Städte Verluste an Menschenleben nicht zu beklagen. Ja Granada hat sich die Vorbcrmauer der ÄatbebraU in sehr beunruhigender W ise geneigt; auch sind dort vi le Dächer und Kamine eingestürzt. Die Kathedrale tn Sevilla, besonders der berühmte Thurm derselben, die G:ralda, .st erheblich beschädigt worden. Sehr bedeutend soll der Schaden in Nerja, einem Städtchen von 5000 Einwohnern, fein. Benajorza, Albunuelas und ßafarranja sind zum großen Th-tle znstöck; d e Zahl der Tobten «st dort sehr bedeuttnd, jedoch noch nicht feftge. stellt; in Lafarranja sind biß j.tzt 12 Leichen aus den Trümmern hervorgezogen worden. In Estepona, einem Hafenstüdichen zw.schen Malaga und G.braltar, ist eine K-rche, sowie eine große Anzahl von städtischen und Plivatgebauden stark beschädigt; die im Hafen liegenden Sch.ffe haben nicht gckttten. Das Stadicheu CanillaS de Aceituno bei Velez Malaga liegt gänzlich in Trümmern; die etwa 2000 Seelen zählende Bevölkerung soll besonders schwer gelitt n haben. In Lojs, Mottil und Alhama soll der Schaden an Gebäuden weniger beträchtlich sein, doch sind dort viele Einwohner verletzt, mehrere gelobtet worden. Alle g> ößeren Städte Andalusiens scheinen gar nicht ober nur wenig gelitten zu hab n; tn Sevilla j doch sind mehrere Gebäude ganz ober rhctlwetse zerstört. Besonders schwer ist Antequero, nördl ch von Malaga, heimgtsucht worben. E n Kauffechaus, welches von Menichm ungefüllt war, ist hier zusammen- gis1Ü5zt und Hot alle Jnsass n unter den Trümmern begraben. Wegen des Feiertages war fast die ganze Bevölkerung auf den Straß.n ober tn Ball- und Concertfälm. Bittn Erdbeben bemächtigtr sich Aller eine unbeschreibliche Angst; Männer, Frauen und Kinder warfen sich auf die Kme, um zu Gott und den Heiligen zu flehen. W e alle alten Städte Spaniens war Ant quera stolz auf die große Zahl seiner Kirchen; von lateren sind nun 7 zerstö t worden; bis j tzi hat man etwa 300 Tobte aufgefunben. Ruch nrutftfn Meldungen aus Albniy benagt auch boit die Zahl der Tobten gegen 300. In Parianas si. b 750 Hauser zerstört worben.
B^hättnißmatz'g am schli-nmsten ist Albaqu.ro bei Granada betroffen worden, hier sind f-ifl alle Häuser gänzlich zerstört und 200 Bewohner umgekommen. Fast ebenso tst Vrlez Malaga, 13 Km östlich toi Malaga, mit 30.000 Einwohnern, ver» b?ert roorber. Etwa die Hälfte der Stadt liegt in Trümmern. Die Zahl der Tobten ist roch n'ckt bckannt; man fürcht t j doch, daß diese mehrere Hundert betragen wird. Arenas bei Rey ist beinahe ganz zerstört. E n großer The 1 der Bevölkerung ist unter den 2:Ammern der Hauser begraben worden; dis jetzt bat man etwa 40 Leichen gefunden. In Alfarent-jo, Provinz Malaga, sind gegen 200 Häuser etngeftürzt.
Da die Telegraphenletlungen giößtenthetls zerstört sind, tnffen die Nachrichten nur spärlich und langsam ein; drßhalb lassen sich die Folgen des Erdbebens noch nicht übersehen. Es ist,jedoch zu befürchten, daß nur ein kleiner Thrll der Verluste an Menschenleben und Eigenthum bekannt geworden tst.
Die Erderschütterung hat sich über alle 8 Provinzen Andalusiens, über etwa den scchsti« Theil von ganz Spanien ausgedehnt. 40 bis 50 Städte haben mehr ober m‘nber gelitten; aus vielen anderen Ott.n, die mit dem Telegraphennetz nicht verbunden sind, werden die Nachrichten noch zu erwarten sein. Wie gewöhnlich, war das Erdbeben von heftigem ©iurmroetttr begleit. Die Bodenbewegung fand tn der R chtung von West nach Ost statt. ES wurden biet besonders heftige Siößc verspürt; zum Glück war der erste oerhältnißmaßig roWg gefährlich und wurde hierdurch die Bevölkerung auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Manche konnten noch rechtzeitig aus den Wohnungen flüchten, d e nach wenigen Sekunden zusammenstürzfen. Die Zeitdauer der Erderschütterung wird, wahrschetnl ch übertrieben, auf 50 Sekunden, von andern auf 80 Sekunden angegeben.
— sBacante Stellen für Militäranwarter im Bereiche des 11. Armee-Corps.) Ober-Postdttrctionsbezilk Kassel, 2 Postverwalter, Anfangs 2.50 JL Tagegelber, bet definitiver Anstellung 1000 Gehalt jährlich und Wohnungsgeldzuschuß; daselbst, Postamt, $oftaffift<nt. Anfangs 2,50 JL Tagegelder, bei definitiver Anstellung 1350 JL Gehalt und den gesetzlichen Wohnungsgi-ldzufchuß. Station Gießen und Frankfurt a. M. Königl. Eisenbahnbctnebsamt (M -W--B-), 2 Magazfn-Ausseher-Aspttanten, je 75 JL vro Monat, steigend. Altena (Westfalen), Magistrat, Stadtsecretatt, 1500 OL Gehalt jährlich. Dorchbeim, Postagerttur, Landbriesträger, 540 G-Halt und 60 Wohnungsgeldzuschuß jährlich, steigend. Ems, Postamt, Briefträger, 800 JL Gehalt und 144 JL Wohnungsgeldzuschutz jährlich. Frankfurt a. M., Postamt, Postschaffner, 800 JL Gehalt urd 240 Wohnungsgeldzuschuß jährlich; daselbst, Bahnpoftawt, Postschaffner, 800 JL G halt und 240 JL Wohnungsgeldzuschutz jährlich; daselbst Postamt, Gehalt wie vorstehend; dasttbst, T legraphenautt, 2 Briefträger. 800 JL Gehalt und 240 JL Wohnungsgeldzuschutz jährlich, steigend. Limburg a- L., Postamt, Briefträger, 800 JL Gehalt und 108 JL Wohnungsgeldzuschutz jährlich, steigend; daselbst, Postamt, Stadtpostbote, 750 JL. Gehalt und 108 Jt. Wohnungsgelbzuschuß jährlich. steigend. Schmallenberg, Stadtoorsteher, Communalförster, 720 <M. Gehalt, 90 JL MiethS- entfchädigung und 20 Rm. Derbholz jährlich. Warstein, Amtmann, Communalförft.r, 1120 vM Gehatt.
Eingesandt.
. p r Gießen, 7. Jcmnar.
In dem Hörfaale Nr. X unserer Hochschule vollzog sich gestern tm engeren Kreise ein seltenes Fest. Herr P-ofessor W- Onken ist nach langer gefahrvoller Krankheit wieder soweit hergestellt, um seine Vorlesungen oufnehmen zu können und gestern war der Tag, an dem er zum ersten Male wieder auf der Heimstätte seines Wirkens erschien. Der Weg zum Katheder, sowie letzterer selbst waren durch üppige Pflanzen reich geschmückt und Bcgrüßungs- und Freudenbez?ugungen jeder Att erschollen beim Eintritt des Wtebergenesenen. Herr Cund. Spreitzer verlieh den Gefühlen her Zahlreich erschienenen Schüler d-s belichten Lehrers in kurzen Worten warmen AuS-- druck, worauf Herr Pros. Onken, überrascht und sichtlich bewegt, tn ergreifender Weise seinen tiefgefühlten Dank aussprach. Möge dem verdienten Gelehrt n und Lchrer von nun ab eine lange JahreSreihe weiteren ungestörten und erfolgreichen Wirkens und Schaffen« bef(hieben sein. T.
Theater.
. nc r Als der Altmeister Goethe sein Lebens werk, dcffcn^Emstchung^'ch^'in der frühesten Jugend dem Dichterfürsten aufdämmerte, tn feinem 83. Lebensjahre vollendet hatte, versiegelte er dasselbe mit dem Bemerken, daß es erst nach feinem Tobe eröffnet werben möge. Niemals hat er daran gedacht, es für dir Bühne zugänglich zu machen und dennoch hat sich das erhabene, größte und schönste Werk so auf den deutschen Tbeatern eingebürgcit, daß man es unter allen möglichen und unmöglichen Verhältnissen wttderstndet. ö ******
2ßle ottle bebeutfflbe G-sch«chtss°rsch-r haben sich bemüht, als Fausibeuter auf, jutnten, roabrenb ©aeibe M über st- luftig macht- mit, sagte: „Die Deutschen macheu sich burch Ihre tiefen G-banken unb Jbeen. bie sie überall hmcinleaen bös ft-b-n schwerer al8 billig. Da kommen si- unb fragen, welche Ideen ich tn meinem 'Sauft A i-h bas selbst" wüßte und aussp'-ch-n könnte? U-m Himmel du.ch d-e Wckt zur Holle! Das wäre zur Noth etwas, aber das ist keine J^ee, sondern Ganz der Handlung. Unb ferner, daß der Teufel die Wette verliert und ,\mmc:foct -um B ss-r-n auistr.bmber Mensch "u fEln wirksamer, manches ertiävenber guter Gedanke ad r
©lünb/ltegr ’ be” ®an,en un9 iebcr ^i-ntn Sc-n- Im Besonb-I-n zu nn D'uiens bis aus b-n h:utig°n Tag k-in Enbi unb was wsib
an bm S«ufl=3!uffa6rungtn h-runigekunstelt, fast nöchte ich b-haupl-n, boft keine der anbetn ähnlich sieht immer gidts neue Entoeckungen, neue Kunstgriffe und sUbst dir ÖSSVffi“'? b-d-u'-nbft-n Darstellern treffen in mel-n Fällen das R.ch.lge nicht. Es tst auch eine gar eigene Sach- um den Faust, wenn er in feiner aanjen ©ro^e an daß Licht der Lampen treten soll, von dem wtrkl'cken Teufel Mephistopheles begleitet unb durch die Liebe eines schonen Weibes befeen ßvVihJ zur Zett der Entstehung des Meisterwerkes hatte der Dichter^.d n Ihn vemEerd n Vorwurf auf der Seele: ein argloses Geschöpf in eine Leidenschaft v rlockt zu baden und dann treulos davongegangen zu sein." ' uoai 3U 9aocn
cm r Gretchen, dessen reizmd schnippisches und habet vertrauensvolles
^efen 5*iuft ebenso fesselt, rote dieselben Eigenschaften Friederikes von Sessenhetm einst


