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5.4.1885 Drittes Blatt
 
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i(l den an ; neben feinen

Das fühlten Alle. btt Bund mar ein Unding geworden; deshalb versuchte e« Oesterreich mit dem Frartfurter Füistentag, Preußen v t der Bund Sresorm. Za, ba« Uh ter e war sogar doe Zeitlang dem Dualismus eine« Süd- und Norddeutschlands niet aiaen.lRt; bet eüD.n foUte In dl- M-chttphir- her Korben unter

der Preußens liegen. Man weiß, wie auch dieser Vorschlag keine Verwirklichung sand, wie Preußen bann mit Italien in Verbindung trat, Napoleon auf - Neue seme Sirenenklänge hören, gleichzeitig aber auch Oesterreich Hostaung auf Preuß.sch»SchUsien

schwächsten Auge ersichtlich. Nichts Anderes als (^ottüertrauen war e8, bat den Kanzler auf seinen waghalsigen Wanderungen und Kitten durch icmd.iche etä*k durch das allüberall von Franctireurs besetzte fcanb als nebenter -tjoft unbfiWtter kEdiutt begleitete. Ja! dieser herrliche Besitz des Menschen, bie echte Religiouiät, der tief jm Gemütbe, nicht in Aeußerlickkeittn wurzelnde (glaube feiten den grotzen Staate- mann das machtvolle Genie in diesen Stunden, wie in den dangen -^agen. als er seine beiden geliebten Söhne im Kamme wußte, als ihm der Eine ichwer verwundet in's Haus getragen wurde, als täglich Nachrichten von dem lobten freunden und Bekamiten kamen- Dieser Glaube aber war es auch, der ben zauienbm unb-aber Tausenden Stärkung und Erquickung in den bangen Minuten bot, in denen sich d'e Seele hoffnungsvoll und getröstet von dem zerschmetterten blutigen Körper trennte- Der letzte Laut der bleichen Lippen war bei den meisten der ^uischen Eolbaten em ergebungsoolles Gebet, ein Segenmpruch oder Ade für die daheim Gebliebenen. Wohl ein anderes Bild, als das des verzweifelnden Gottesleugners, sur ben mit denr^ode Wes zu Ende ist, dessen letzter Lebensodem zugleich mit dem Fluche entweicht, da« er so jung schon sterben müsse. - Doch genug von bttfen Reminiscenzen em GNpracke. die ich in jener unvergleichlichen Zeit mit deutschen Cmctercn un El,aß hatte - dc gleiten wir deneisernen Kanzler' aus seinem Zupe gegen PanS - en enern n Kanzler! nie mehr verdient er diesen Namen, als tn diesem Feldzuge, in dem seine Eonsequenz und Unerschütterlichkeit unsere Bewunderung erregt- Nirgends w'de ich ben Vergleich mit Luther so am Platze, als in dieser großen Epoche: nirgends mag man mehr erkennen, daß beide Männer in ihren Vorzügen und - t^krn derselben Art entstammen. Ich stehe nicht an, zu behaupten, daß Beide in ihrem innersten Wesen den Romanen ganz unverständlich bleiben müssen. Es fehlt ihnen ganzl icneS Theaterpathos, jene hochtrabende Ausdrucksweise, iene Berechnung ihrer Worte für die Kritik der Zeitgenossen und das Urtheil des Geschichtsschreibers, das etwai Ludwig Xl>. das Napoleon l. so oft an den Tag legten. Tas ist der Gang, die Nedeweste, welche auch anderen Menschen eigen ist, kein Schreiten auf dem Kothurn: der Ausdruck des Gedankens, der Empsindung einfach, grobkörnig oft ja derb aber immer paHaw- Unb inmitten all' der taufenbfadjen Gefahren von außen und der Zweifel m Innern köstliche Ruhe unb prächtigen Humor, als ob man tm tierjten erriebcn lebte, unrichtiger, als anzunehmen, baß Bismarck's Wirken in zenem Kriege ein ungehemm es gewesen märe: an Aerger und Hemmnmen fehlte eS ihm nicht, oft batte er Hä। über bie Militärs, über gewisse Fürstlichkeiten und Uber die Schonung ^ber -tarnen ur bas .Babel" an ber Seine zu beklagen: ost stutzte er darnach, seine Gedanken tn,L weg durchführen zu dürfen, es kam sogar dazu, da« er seme Entlastung nehmen wollte Wohl wirkte dabei auch bie übermenschliche Anstrengung mit, bie sogar bie riejenbaitc Natur des Kanzlers angriff.

Nicht die körperlichen Strapazen, die er leicht ertrug, die erdrückende geistige Arbeit war es, die seinen leibenben Nerven gefährlich warb.

Rubelnd mit Gefühl en, wie die Väter in den Befreiungskriegen, zog Alldeutsch: land in den Kamps- Nickt vermessene Siegesgewißheit erfüllte die Herzen: man wußte baß man einem barten Strauß entgegengebe: Biele besorgten, daß die deutschen Truppen de Prätorianern des Kaiserreiches nicht gewachsen »ein wurden- Da erweckte der aroßberz a! Entschluß des edlen Königs von Bauern welcher Suddeutschland einer nationalen Politik rokbergab, frolw Hoffnung. Zn Ende ««r cs la nun mit der schmachvollen Unterwürfigkeit des ^udens Napoleon n hatte mir das Cubbeujd) land des Rheinbundes vor sich, feine Austastung war, Gott sei lstdankt enie falsche. Gebieterisch forderten die süddeutschen Stamme den Anschluß an ^eußens Heer Bauern, Württemberger unb Babenser tbaten in tunlidiei a>eife ihre nationale l'll d - wie Bismarck gar oft freudig anerkannte. Wie trüber, io zog auch 1870, diesesmal zur gewaltigsten Entscheidung, der deutsche Staatsmann Mit IN- den .tiieg- Die einst gegenüber dem Drohen volksverrätberifcher Minister ini Luden die nut einei neuen Vereinigung mit Frankreich gedroht hatten, jenes berühmte Wort aiissprack. Der Appell an die Furckt findet kein Ecko in deutschen Herzen .so ist n turd)tlo- unb ohne Zagen bineingeritten in s feindliche Land. Und ivahiltd). wer i ic lange Neihe von Gefahren betrachtet, die er unversehrt durckgemackt, wirb lagen wüsten hier wird das Walten einer höheren Macht, das Walten der Vorsehung, auch dem

Am 16 August waren die Söhne Bismarck's bei Mars-la-^ours im heftigsten Kampf- g-wcs-n,btt ältere hatte nicht weniger als drei Schaue bekammen. einen durch das Bruststück bes Rockes, einen auf bie Uhr unb einen durch das fleisch des Oberschenkels". Mit Stolz erzählte der Kanzler, der am übende sorgenvoll über das Scklacktseld geritten, um nach seinen Söhnen zu spähen, sein esohn Wilhelm habe einen Kameraden, ber am Beine verwnnbet war, mit kräftigem Arme ans dem Ge^ tümmel herausgezogen, ihn aufs Pferd genommen unb so gerettet. Doch Bisma:<k mußte feine Sohne wieder von sich lassen; ber verwundete Herbert wurde m du Heimafh transportirt, Graf Wilhelm noch immer nicht Officierso wenig Vro- ketion herrscht bei uns", sagte ber Kanzler - zog nut feiner Schwadron weiter gca. ben Feind. In der Begleitung des Königs war auch Bismarck bei all den groß, Kämpfen zugegen, die den Weg in das Innere Frankreichs eroTTneten;

König sah er die Entscheidung von Sedan. Der Brief, ben er über diese Sch ockt an seine Frau richtete, warb von Franctireurs auigefanacn unb bann don be i jranjofueben Leitungen publicirt- Er bespricht barin sein Znsammentrefien »"t Napole« l^ Ick ritt ungewaschen unb ungefrühstückt gegen toeban, tanb den fioi fer im oneiict Wagen mit drei Adjutanten. - - - Ich faß ab, grüßte ihn ebenso höflich wie in bei Tuilcrien unb fragte nach seinen Befehlen. Er sckilberte dann bie weiteien Umstaiid. bis au der Unterredung, die zwischen ihnen in dem ärmlichen Arbeiterbause l tat stand und schrieb:In einer Kammer von zehn Fuß Gevierte mit einem s.cktencri^stck. und Zwei Binsenstühlen saßen wir eine Stunde, die Anderen waren unten. Ein ge mastiger Contra st mit unserem letzten Beisammensein 1867 m den Tuilerien- Unsere Unterhaltung war schwierig, wenn ich nicht Dinae berühren wollte, die den von ( o r. aewastiger Hand Niedergeworfenen schmerzlich berühren mußten.' Eben duster Zau sinn des sonst so energischen Mannes veranlaßte ihn auch, das Harte, das m ben , Cavitnlationsbedingungcn lag, Napoleon HL lieber durch Mostke sageii zu lasten Heber den Erfolg von Sedan' äußert sich Bismarck mit den Worten:Es ist ein^wclt geschichtliches Ercigmh, ein Sieg, für den wir Gatt dem Herrn >n Demuth dank« wollen! und der den Krieg entscheidet, W«in wir auch letzieren noch(gegen in«. llBiler lose Frankreich noch sorstühren müssen. Die Behandlung Frankreichs, dessengr^ same Kriegführung durch die Franctireurs, besten Verwilderung unter dem leiden sckaftlicken Hafse gegen die "fremden Barbaren" den . deutschen Soldaten lo arl I

I mitfoielte war Bismarck nicht zweifelhaft- So arg der böse Wille nicht blos Einzelne sondern ber ganzen Nation hervortrat, ebenso grunblich mußte dafür geforgt werdei', daß Frankreich keinen erfolgreichen Neoanchekneg mehr fuhren könne. Der Zielpumt

I on- ber Unterhandlungen, die Bismarck jetzt und spater mit >)ules ^avre und ThierS I führte der Grundgedanke aller biplomatiscken Lckrsttstücke mußte die Erlan-ung Sicherheiten gegen Frankreicks böse Absichten fein. Zn genau.kannte der beut |

I Staatsmann Sie Vergangenheit, um nicht zu wissen was bie PoUstk y

I Deutschland stets bedeutete diesen brutalen Mitzhandlungen iollte endlich einmal e .

Ende gemacht werben. All' bie Drohungen, all' den sentimentalen Apv<U an k- beustche Großmisth, all' ben Regungen ber Neutralen gegenüber bUeb Bismarck fest

I bei Idncr Absicht, bie Deutschland geraubten Lander wieder Hermzubringen, Frankre aber einen Stachel zu nehmen. S?ine Politik hegt keine Rachegedanken sie: tragt

I nur: wie nehme ich am besten und fruchtbarsten ben Vorthest meines Volkes wab I Gemüthliche Regungen haben auf dem Gebiete der politischen Berechnung to w. g dem des Handelns. Das war der Sta.ibpunkt, den BiSmarck

Favre unb Thiers gegenüber einnahm. Wie rauh mußte ihnen ber.Mann "ick« . I der für die Vorstellung, daß Paris, die Stabt der Stabte, bie heilige Stadt, geschont werden müsse, der für die ihm eröffnete Perspective einer geistigen Verbrüderung de Nation«! nur Irockcn- Abwkisung batte unb sieb ungemein ungebalten ze^te dasi m« mit dein Bombardement von Pans so lange zögerte ^*'2?-u ' in ihn Thiers, viel treffenber waren bie Bemerkungen ^>ules Favre s überden beii Staatsmanm mit dem er io ost und in |° erschütternden Momenten zu veidandel batte. Favre schreibt von ihm: ..Tie grobe Gewalt, die et °usubt. tlogt ibm i°-de^

I HockmutH noch Täuschungen ein, aber er halt baran test - 3<h habe ibn vo Sc^nungslosigkeit, und von einer Nachsicht kennen gelernt, die nur unerklärlich ... er bat mich niemals hintergangen!" Unmöglich unb audi unnötbig ron - hier die Geschickte ber Waffenstillstanbs unb Friebensoerhanblungen vor Par, 7° züsiellen, nur das Eine miisi man sich vor Außen batten, bM neben den Berbandlmigen mit der unfaßbaren Regierung Frankreichs bie nut ben Regierungen ellbbfeul;* °inu- und den Neuttalen einbergingen; das, die Geiahten deo P-rttnilarismu« s- m l-ne bei Einmischung anderer Staaten abgehalten merben "»unten, nm die Fr cki, Opfer und Anstrengungen uollaur zu gewinnen- Es war e'Uk staa ^?"^iimarck ersten Ranges, sie schloß aber solcke Qualitäten in sich, wie ße ü<h nur tn vereint finden. Schon konnte man den Fall von Pans, den endlick n Friede ' -

leben, da ward endlich der Schlußstein zur deutschen Einheit gelegt durch b i Bismarck's mit Bayern Der Kanzler nihlte selbst, was bider bebeu am Abend des 23- November 1870, gegen 10 Uhr, da trat Bismarck mit rreunbl.d^ Miene- in das Zimmer feiner Rathe, die noch bei Df chef atzen, tzeutsch!^Einh<it '» Nun wäre der bäuerische Vertrag fcrtij unb nntcrseicbnet.

gemacht unb der Kaiser auch ; Am fs. Iannar 1871 aber oIter

zu Versailles das neue deutsche jtanertbuni verkündigt. inmiUen de. deutsche: Erbfeindes, mitten unter den Standbildern feluer ^ob ,^11in^^ ^^^gründun^ Fürsten las Bismarck mit weithintonenber Stimme die. ( crflQnpen, ernt

des deutschen Kaiserthums vor. Es ivaren wuchtige ^iber Sukun't gebad)

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eine ernste, heilige Wahrheit!

DM1*raÄ bitt wohl ntdH nbtblg, aus bie blplomatiffien und mUlt--ls»ni «kt-igmsi- M IahreS 1866 etniugehm begieiflich, daß sie btt Sttwrnung tn Preußen, welche fn fdnhfelta aeaen ben Min ster gewesen, vom Grunde auS veränberten. Dennoch I

m VSS^r ba« btfinnte Attentat des Jul.uS Cohen (am 7.Mal) Unter ben Ltnben, in bem auf BiSm-rck fünf Schüsie ohne ernstliche Berledung abgegeben wurden unb ber Minister ben Attentäter mit eigener Hand iestnahm- Dte Art, wie BtSmarck sich nach dieser höchst aufregenden Sc-ne benahm, gewählt enen tiefen (Stnblltf tn sein WEen Kaum war er daheim angelangt, so ging et auf sein ArbeitS. I Ktnmr unb^rapportirte bm Kon g in wenigen Zellen daS Geschehene dann trat er zu fdn« G-rn-httm bei ber sich Gifte befanben. Er neigte sich ,» 'br unb sagte thrl-tse. St- haben auf mich geschofien, mein Kind; aber sorge nicht, cS hat nichts zu be­sten "Einer der Ersten, die erschienen, um ihren Glückwunsch ä brn0en i®at brr Äöntg welcher mtt sichtlicher Rührung bie Hand seines Minister« drückte, ihm folgten

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hätte aemaat, so zu reden, wie ich eS mir beim letzten Male, welches balf, erlaubte, nachdem ein Knäuel von zehn Küraifieren und fünfzehn Pferden vom 6. Küraffier, Regiment neben unS sich blutend wälzte unb bte ©rnnaten ben 5>cnn ^Bme^mfter Nähe umschwirrten. ES ist mir aber doch lieber so, al« wenn er bie Dm ficht übet- trtebe. Er war enthusiaSmirt über seine Truppen und mll Recht, sodaß er da« Sausen und Einschlagen neben sich gar nicht zu merken schien. Ruhig und behaglich wie am Kreuzberg, fand er immer wieder Bataillone, denen er danken unb guten ^"b sagen mußte, bis wir bann richtig wieder ins Feuer hinetngerathen waren- Ec hat aber so viel darüber hören müssen, daß er eS künftig lasten "ird. h,«rtnnufrte

Rasch kam trotz aller Kreuzungen durch Napoleons später deSaoouirte 3lrronbliung6anhäße - der ersehnte Friede für bie Vötter unb die H.ere, in den Verhandlungen mtt Frankreich, wie tn denen m t ben M ttel, und Kleinstaaten l at BtSmarck wundersame Energie und kluge Nachgteblgkeit gczUgt Ji n^nti ?t?D^!k4. wa« dieser Staatsmann bedeute. Triumphe aller All wurden thm^zu The.l, die^Vo k« Vertretung selbst wetteiferte, ihm ihr Vertrauen zu erweisen, nur enge verbistene alte @e8ne®gl8RritbVemeft,mantUDO"lI1o,«n - Goas BiSmaock aber, auss W ermüdet unb adgiftvannt. ,°g sich aus bie Insel Rügen zurück, um nach einigen Wochen wieder u7tdwmb'?ae»"^ Schon ^m7Feb,u 1867

... mnn über die Verfassung einig; der Entwurf wurde zur G.nehm.gung dem | mittlerweile gewählten constttuirenden Reichstag oo^clrgt. SD,c ®tt neuen Organisation sind bekannt; sie entstanden nicht aus thcoretstchen Erörterungen, sondern fügten sich ben praktischen BedÜrsnisslN an. Als D'dmarck den Entwurf d m Reichstage mittheilte, kam es ihm vor Allem darauf an, bati man nicht wieder in ver derblicher deutscher Genauigkeit endlosen Berathungen fiij^nfltj)e et ba« ost cltlrte Wort: »Arbeiten wir rasch! Setzen wir Deutschland sozusagen in den 'Na.7on In den Satt-l g.hodrn. ad-r von sittft ttrntt n» kng (Retten nicht' er mußte auch ihr Rittmeister werden- Und er hatte I vielfach mit recht störrischen und ungeschickten Leuten zu thun, eS war Arbell vollauf auch für den versuchten unb etprobLn Mann! m _

«ncr damals sanguinisch eine baldige Erweiterung deS Norddeutschen Bundes ermattete sah sich in seinen Hoffnungen getäuscht: stärker als je schienen die Gegner de? unioniftischen Richtung zu widerstreben, selbst die drei Sessionen drS Zollparlamcnt« brachten keine Resultate in der ElnigungSfrage.

Einen Trost freilich mochte man in dem Erfolge der BtSmarck ichen Dolittk ^rflnfretAS Dräsentionen gegenüber ersehen, baö, wie bekannt, sowohl bte Luxemburger Laa. auswals. Ä st» Sud) In bie «ngetegenheft Nordsibtti-igS drangt, Ädn fein Kleefeld wird vom deutschen Gebiete abgetreten! DaS war stets die Ant mnrt' be8 deutschen Staatsmannes, ber unter vielen anderen hochwichtigen politischen

w ein Schloß Var,In zurück. Unb hier lebt ber Mann ber graften europSischen Epopöe seiner ihm so sehr nöthigen erfrischenden Idylle.

Auch in BtSmarck ist die deutsche Zweiseelennatur der Mann, der nicht rasten unb ruhe?kann desim WI°: bie Wett bewegt bat bte Innigste Sehm.-cht nach einem der Natur htngtgebencn Stillleben, innia mit ber ewig gleichen delligen Na m ! Ader wie fick Sulla als Erdictator tn bem kleinen Landstadtchen, in das er sich zurückzog, dne n?ue Ihötig eit fchuf tn der er wiederum ber Große, Siegreiche war, so war ber Senfe^be9 5en !Bunbe8 in Varzin ber Meister ber Natur geworben, auf

dessen Machtgebot Forste entstanden unb unwirthliche iSegenden lohnenden Ertrag liefern mußten. Ob er nun hinauSrttt in bte beglückende Stille der Wälder und die würzige, kräftige Luft einsog, ober ob er, im Herbste noch immer auf seinem aellebten Landsitze weilend, am mächtigen Kamin, die Pfeife in der Hand, den wackerenSultan w Füßen, von ber Vergangenheit träumen oder ZukunstSplane in seinem Geiste ge­stalten mochte, Eines bl'.eb stets unverrückt fein höchste« LebenSelement - daS war der kategorische Imperativ, den der Weise von Königsberg, den JiNw^uel Kant ihm zur Nlcdtschnur deS LedenS gemacht. Die Pflicht war e«, welche ihn gar oft bet ent» scheidenden Verhandlungen rasch nach Berlin eilen ließ; lsie Pflicht erhielt ibn inmitten der scheinbaren ländlichen Zurückaezogenhett stets tn Dienst. Ernster verantwortungs­voller als je sollte sie im Juni 1870 an ihn berantr t n. ES waren die Tage, Ebenen daS Kaiserreich, daS nicht der Friede war, die alte Politik Frankreichs gegen Deuisch- lanb bte Politik gcwisi'.nlosester Frivolität unb Eroberungssucht aufzunebmrn sick ver­anlaßt sah Man weiß, welche Keckheit der bomatige französische ^schafttr Bmedetti, welche Verlogenheit bte französischen Minister entwickelten, wie König W lhelm dem aufdringlichen Sendling Frankreichs künden ließ, er habe ihm weiter nichts mehr zu faaen. Die Folge war die Kriegserklärung, welche man um pben ^18 haben mußte, um üe ber grande nation zu ihrer Beruhigung hinzuwerfen. Die Erklärung, welche nad) btefer leichtsinnigsten politischen Hanblung beS Kaiserreiches von Seite Preußens an bte Eabinette Europa« erging, ist au? L'smarckS Feder; dne edlere, mannhaftere Sprache ist fetten in einem diplomatischen Aktenstücke gesprochen worben- gerne tv- Unert man sich auch heute wieder dieser maßvollen, so ganz von deutscher Att durch-

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