März. (Telegramm des „Reutersschen Bureaus.")
Die
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bindung gebracht.
— In einer vergangenen Nacht
Kohlengrube bei Usworth unweit Newcastle wurden in der 26 Grubenarbeiter durch schlagende Wetter getövtet.
amten in Kamerun könne man ohne Unrecht zu thun, als grobe Abfertigung bezeichnen- Für die in der Note vom 21. Februar an den Grasen Münster an- qemeldeten Forderungen für die bei Kamerun angeblich beschädigten britischen llnterthanen konnte die englische Regierung unmöglich schon am 2. Februar schere Beweise besitzen, wie auch die amtliche Untersuchung erst ausweisen könne, welche Forderungen Deutschland England gegenüber erheben könne, wegen Betheiligung englischer Beamten und Unterthanen an den Vorgängen in Kamerun. Die Norddeutsche" weist aus das Bombardement von Alexandrien hin, wosür England Entschädigungen nicht gezahlt und Egypten dieselben aufzubürden scheine. Die „Norddeutsche" schließt mit den Worten: Wir sind überzeugt, Deutschland mrd darauf halten, daß Englands Verfahren in Egypten und das Verfahren der deutschen Flotte in Kamerun gerecht gegen einander abgewogen werde.
Patis, 3. März. Ein Telegramm des Generals BnLre de l'Jsle vom 28. v. Mts. meldet, er habe Phudoan verlassen und marschire aus Tuyenquan; die chinesische Armee in Yunnan habe ihm den Weg versperrt, aber er werde sich in seinem Marsche nicht aufhalten lassen. Die Besatzung in Tuyenquan habe in der Nacht des 25. v. Mts. einen heftigen Angriff zurückgeschlagen; die Verluste der Feinde seien bedeutend. General Negrier habe die Chinesen angegriffen und dieselben am Morgen des 23, v. Mts. in der Richtung aus Lang- fön in die Flucht geschlagen. Die Transportschiffe seien am 24. v. MtS. ange- kommen und die Truppen ausgeschifft worden.
— Ein Telegramm des Admirals Courbet vom 1. d. Mts. meldet, er befinde sich jetzt vor dem Flusse Ningpoo und habe sein Kreuzergeschwader vor die Mündungen des Dangtsekiang gelegt, um die Reisausfuhr zu hindern, Der Fluß sei durch drei Kreuzer versperrt. Die Chinesen hätten sich bis 3400 Meter hinter der Absperrung geflüchtet. Eine Kanonade sei mit den Forts am Eingänge des Flusses gewechselt worden. .
— Eine Depesche aus Tientsin vom heutigen Tage meldet, der Preis von Reis habe sich um 20 pCt. erhöht-
London, 3- März. Das Ergebniß der ärztlichen Untersuchung, welcher die in Dover, Shorncliffe und Portsmouth garnisomrenden Truppen gestern unterzogen worden sind, war ein sehr befriedigendes, nur wenige Mannschaften wurden als zum Dienste außerhalb Englands ungeeignet befunden. Die ärztliche Untersuchung der in England stehenden Truppen wird vielfach mit einer angeblich beabsichtigten Verstärkung der englischen Truppen in Indien in Ver-
im Saale des Herrn Albold (Restauration Brarnm, Neustadt). Tages-Ordnung: I. Abrechnung.
U. Anträge des Haupt-Vorstandes.
HL Delegirten-Wahl-
? Die Ortsverwaltung.
General-Versammlung
der Allgemeinen Kranken- und Sterbe-Kaffe der Metallarbeiter
Samstag den 7. März 1885
Lokales.
G. Gießen, 4. März. sSterbllchkeit in Gießen.) Die Sterblichkeit war in der letzten Fedruarwoche um die Hälfte geringer, als in der unmittelbar vorhergehenden Woche, e8 waren im Ganzen nur 7 Todesfälle zu verzeichnen. Ern Kind von.wenigen Wochen ftarb bet ungünstigen Ernährungsverhältntssev an allgemeiner Abzehrung. Von 6 Erwachsenen starben 3 Personen an Lungenschwindsucht, eine an Lungenentzündung, eine an Brustfellentzündung, eine an Tuberkulose des Gehirns.
Die Eisenbahnkatastrophe bei Hanau vor Gericht.
(Öriginalbericht des „Gießener Anzeiger).
0. K. Hanau, 3. März 1885.
Vor der Strafkammer des Landgerichts zu Hanau begann gestern unter dem Andrange eines nach Hunderten zählenden Publikums die Verhandlung gegen den seither in Haft befindlich gewesenen, vom Dienste suspendirten Telegraphisten Johannes Gut- berlet aus Hanau, angeklagt durch Dienstvernachlässigung gröblichster Art das furchtbare Eisenbahnunglück vom 14. November v. I., dem 22 Menschenleben zum Opfer ielen, herbeigeführt zu haben.
„Am kritischen Tage, Mittags 12 Uhr", so sagt die Anklageschrift, „stieß, etwa 12 Minuten vom Ostbahnhofe Hanau entfernt, der von Bebra kommende fahrplanmäßig um 12 Uhr 1 Minute in Hanau eintrefiende Personenzug Nr. 26 auf den noch im Einfahrts- geleise stehenden Gütertrain Nr. 304. Der Zusammenstoß hatte den Tod von 22, die Verletzung von 25 Personen, sowie die Zertrümmerung von ungefähr 10 Eisenbahnwagen zur Folge. Der Schaden beziffert sich auf ca. JL 70,000. — Der Zusammenstoß ist aus folgenden Ursachen herzuleiten: Der von Bebra eintreffende Güterzug konnte nicht in den Bahnhof einlaufen, weil das Einfahrtsgeleise noch zur Rangirung des um 11 Uhr 18 Minuten nach Frankfurt a. M. abzufertigenden Güterzugs Nr. 518 benutzt wurde und erhielt deßhälb am Bahnhofsabschluß-Telegraphen Haltesignal. Nachdem der Zug 518 mit 29 Minuten Verspätung, d. i. um 11 Uhr 47 Minuten, von Hanau abgefahren war, wurde die Einfahrt des Zuges Nr. 304 wieder dadurch verzögert, daß der planmäßig um 11 Uhr 56 Minuten in der Richtung nach Bebra abzulassende, gleichfalls verspätete Güterzug Nr. 511 das Einfahrtsgeleise kreuzte, das Einfahrtssignal für Zug 304 mithin nicht früher gegeben werden konnte, als bis Zug 511 jenen Kreuzungspunkt passirt hatte. Nach den hiernach getroffenen Dispositionen sollte der von Langenselbold zu erwartende Personenzug Nr. 26 auf der Vlockstation Niederrodenbach so lange zurückgehalten werden, bis Zug 304 emgisahren und dadurch das Cinsahrtsgeleise frei geworden wäre. Der Angeschuldigte, welcher auf Station Hanau(-Ostbahnhof) den Dienst als Telegraphist versah, hat indessen eigenmächtig die Blockstation deblockirt, d. h. dahin ein Telegramm abgeben lassen, welches für das Personal des Zuges 26 die Bedeutung hatte, daß die Strecke bis zum Bahnhofsabschluß-Telegraphen in Hanau frei sei.. In Folge dessen fuhr der Zug 26, dessen Locoinotivführer ihn nicht mehr zum Stehen zu bringen vermochte, auf den noch außerhalb des Abschluß-Telegraphen auf dem Einfahrtsgeleise stehenden Güterzug Nr. 304 und zwar gerade in dem Augenblicke, als der Zug 511, nach Überschreitung des obengedachten Kreuzungspunktes, sich auf dem Nebengeleise befand; das Entgleisen mehrerer Wagen des Zuges Nr. 26 und das Hinüberfallen auf die Seite des Zuges 511 führte auch eine Zertrümmerung mehrerer Wagen dieses letzteren Zuges herbei.
Der Hereinbruch dieser in ihren Details wahrhaft grausigen Katastrophe ist lediglich der fahrlässigen Handlungsweise des Angeklagten zu- zuschreiben. Indem derselbe das Deblockirungssignal ohne -den dazu erforderlichen Auftrag des zuständigen Beamten abgab, fitzte er durch grenzenlose Vernachlässigung der ihm obliegenden Pflichten den Zug Nr. 26 in Gefahr und verursachte den Hereinbruch namenlosen Elends. Die Schuld des Gutberl et geht zur Genüge bereits hervor, daß er, von einem Hilfstelegraphisten auf die drohende Gefahr eines Zusammenstoßes aufmerksam gemacht, es trotzdem unterließ, auf dem Morseapparat die Haltestelle „Pulvermühle" anzurufen, wodurch die Möglichkeit, den Zug Nr. 26 zum Halten zu bringen, geschaffen worden wäre.
Nachdem ich in Vorstehendem zur befferen Orientiruug des Lesers in kurzen Zügen nochmals den Hergang der Affaire recapitulirt habe, wende ich mich zur öffentlichen Haupt- Verhandlung, welche unter dem Vorsitze des Herrn Landgerichtsraths Dr. Geißler stattfand Dec erste Staatsanwalt, Herr Dr. Schumann, vertrat die Anklage, und Herr Dr Bulle, sowie Herr Jnstizrath Dr. Osius führten die Verteidigung des Angeklagten. Derselbe ist ein großer schmaler blasser Mann, dessen Gesicht ein dunkles Schnurrbärtchen ziert, das er krampfhaft drehte. Er unterhielt sich vor Beginn der Sitzung lebhaft nut seinen Anwälten, und als die Zeugen, deren nicht weniger als 38 geladen sind, eintraten, sandte er hier und da einem alten Bekannten einen Gruß, flüchtig, damit es dem Präsidenten nicht auffalle. Es kann hier natürlich der Gang des Zeugenverhörs, welches bis heute spät in die Nacht andauern kann, nicht, auch nur auszüglrch, mitgethellt werden. Die Zeugenaussagen sind fast durchweg dazu angethan, einen für den Angeklagten ungünstigen Einfluß hervorzurufen. Letzterer verwickelt sich während des Ganges der Zeugenvernehmungen des Oeftern in grosse Widersprüche, zumal während der Kreuzverhöre.
9 (Schluß folgt.)
Für Coiifirmanden
(Knaben und Mädchen) empfehlen unser Lager in fertiger Wasche.
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Truppsnabthci'lung des Generals Bcackmbury hat den Stamm der Monassirs wegen des an dem Oberst Stewart begangenen Mordes z»r Strafe gezogen und marschirt in Gemäßheit der ihm inzwischen erlheilten Befehle nach dem Lager sott Merawi, der Marsch nach Abuhamed ist aufgegeben.
Gießener MeneiMlhter-Verein.
Sonntag den 8. dieses Akts», Nachmittags 3 Uhr,
bet Jelsing, Neuenweg,
General ■ Versammlung.
Tagesordnung: 1) Rechnungsablage und Jahresbericht.
2) Vorstandswahl.
3) Verloosung an die Mitglieder.
4) Aufnahme einer Statistik.
Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist dringend erwünscht-______
Bürger - Club.
Sonntag den 8. Man: 1527
Abendunterhaltung mit Theater
im Cafe Lsib-
London, 2. März. Unterhaus. Maxwell richtete die Anfrage an die Regierung, ob dieselbe von der deutschen Regierung irgend eine Mittheilung bezüglich Kameruns seit dem Schreiben Granville's vom 21. d- empfangen habe und ob der Kaprtan des Schiffes „Rapid", Campbell, Instruktionen betreffs den der deutschen Flagge zu erweisenden Respektszeichen nachgesucht und erhalten habe- Unterftaatsfekretar Fltzmau- rice erwiderte, bezüglich der erwähnten Depesche fänden noch Mlttheilungen vertraulicher Art, dieselben könnten jetzt noch nicht veröffentlicht werden. Canrpbell habe keine Instructionen nachgesucht, die bereits publizirte Depesche vom 19. December sei der einzige Bericht desselben und enthalte keinen Hinweis auf irgend eine Frage betreffs der Anerkennung der deutschen Flagge. Den englischen Flottenoffizieren an der Westküste Afrikas feien Weisungen zugegangen, die deutsche Flagge in den in der Rote Plessen's vom 15. October 1884 erwähnten Plätzen anzuerkennen. Ashmead Bartlett meldet für den 13. d. einen Antrag an, das Bedauern des Hauses darüber auszusprechen, daß die Regierung das freundliche Einvernehmen mit Deutschland, das unter dem Kabinete Beaconsficld's hergestellt worden sei, umgestoßen habe. Zugleich soll erklärt werden, daß das Verhalten der Regierung bei den letzten Unterhandlungen mit Deutschland, namentlich bei denen betreffs Reu-Guineas und der Pacific-Jnseln der Regierung einer großen Nation unwürdig sei. Reed kündigte für die Berathung des Marinebudgets einen Antrag an, durch welchen der Zustand der Flotte als unbefriedigend bezeichnet wird, was hauptsächlich der mangelhaften Verwaltung und ungehörigen enraoaganten Verausgabung der bewilligten Gelder zuzuschreiben sei. Der Kanzler der Schatzkammer, Childers, erklärte, er könne den Tag für die Vorlage der finanziellen Abmachung bezüglich Egyptens noch nicht festsetzen, er habe indessen von einem Botschafter erfahren, daß die Abmachung faktisch fertig sei. Der Premier Gladstone wohnte der heutigen Sitzung eines leichten Unwvhlseins halber nicht bei.
Oberhaus. Die königlichen Botschaften betreffs der Reserve und der Miliz wurden angenommen. Lord Granville erklärte, er schenke den Gerüchten von Gebietsabtretungen Birmas an Frankreich angesichts der positiven Versicherungen der französischen Regierung keinen Glauben.
Extra-Bestellungen hierin werden entgegen genommen und dieselben rasch und pünktlich besorgt.
Gleichzeitig empfehlen unser Lager in Schweizer Stickereien, joiDie eine große Parthie Stickerei-Resten zu äußerst billigen Preisen.
Geschw. Heerz, Neuenweg 7.
Schiffsnachrichten.
Bremen. 2. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Werra, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 18. Februar von Bremen und am 19. Februar von Southampton abgegangen war, jft am 28 Februar 10 Ubr Abends woblb-balten in Newyork anaekommen
Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde.
Mittwoch, 4. März, Abends 6 Uhr, in der Kirche, 3. Passionsandacht, Pfarrer Dingeldey. _____________
Anfang S Uhr._____
Prima Apfelwein § aus gebrochenem Obst empfiehlt Butzbach, Oberh. Lonis Witzler.
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rgigen Sitzung des Reichs- oHl titele Posten eines I Iben aefoite Gehalt von rsür sind noch sehr zwetfel- x\ unbedeutenden Stimme - vorausgesetzt, würde sich bli | 0 Mitglieder y 7 *
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dien für abgdtint
Der Vorstand.
1525 Ein Manschrtlenknopf (Schild- platt) mit der Aufschrift Monaro wurde verloren- Gefl. a.bzugeben gegen Belohnung in der Exped. d- Bl-


