Ausgabe 
4.6.1885 Erstes Blatt
 
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les-Mines geführte Proceß beendigt. Der Gerichtshof verurtheilte 5 der Ange­klagten zu Zwangsarbeit in der Dauer von 5 bis 20 Jahren, gegen die übrigen Angeklagten wurde auf 2- bis 4jährige Gefängnißstrafe erkannt.

DieDaily News" sind jetzt selbst genöthigt, ihre Friedensbotschaft von der angeblich erfolgten definitiven Verständigung zwischen England und Ruß­land wieder halb und halb zu dementiren. Das genannte Blatt veröffentlicht ein Schreiben des Privatsecretärs des Lord Granville, welches besagt, die Nach­richten derDaily News" bezüglich des Standes der russisch-englischen Ver­handlungen über die afghanische Grenze seien nicht ganz zutreffend, da die Ver­handlungen noch fortdauerten. Ein baldiger Abschluß derselben scheint überhaupt noch nicht zu erwarten sein. Die Nachricht desReuter'schen Bureaus" aus Kairo, betr. den angeblichen 5procentigen Abzug vom Coupon der egyptischen Domamal-Anleihe, wird von unterrichteter Seite als irrthümlich bezeichnet.

Darmstadt, 2. Juni. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht :

Am 30. Mai dem Ingenieur H. Lauter zu Frankfurt a. M. in An­erkennung seiner technischen und künstlerischen Leistungen, und insbesondere der in dieser Richtung bethätigten Mitwirkung bei Plan und Ausführung der festen Straßenbrücke über den Rhein zwischen Mainz und Castel die goldene Verdienst- Medaille für Wissenschaft und Kunst zu verleihen-

Darmstadt, 2. Juni. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht:

Am 30. v. Mts. dem vortragenden Rath bei der Abtheilung des Mini­steriums der Finanzen für Bauwesen, Oberbaurath Dr. Theodor Schäffer, den Charakter als Geheimer Oberbaurath zu verleihen. ___________

Telegraphische Depeschen.

Wolff s telegr. Corresporrdeirz-Birrea«.

Berlin, 2. Juni. Der Kaiser empfing Mittags den Kronprinzen, welcher sich zur Reise nach Königsberg verabschiedete, und um 3 Uhr den General Kleist, welcher sich als commandirender General des 1. Armeekorps meldete. Um 4 Uhr erscheint der Reichskanzler zum Vortrag.

Regensburg, 2. Juni, Abends 7 Uhr 15 Min. Der Fürst von Thurn und Taxis ist soeben gestorben.

Bern, 2. Juni. Das Königreich Siam erklärte seinen Beitritt zum Weltpost- vertrage vom 1. Juli an.

Paris, 2. Juni. Die Abendblätter veröffentlichen ein Schreiben des Cardinals Guibert an den Kultusminister, worin ersterer gegen das Decret, betr. die Entkirch- Uchung des Pantheons, protestirt.

Der General Courcey ist gestern in Tongking gelandet; er geht demnächst nach Hue, dessen Garnison verstärkt werden soll.

Die Kaiserin von China erließ ein neues Decret, worin ber Abmarsch der Führer derschwarzen Flaggen" und die Räumung des Tongking innerhalb der fest- -gesetztcn Frist angeordnet wird.

Loudon, 2. Juni. Ein heute ausgegebenes Blaubuch behandelt säst aus­schließlich die Geschichte des Zwischenfalles von Pendjeh und die darauf bezüglichen Unterhandlungen. Die Depeschen umfassen den Zeitraum vom 29. März bis 4. Mai, der Inhalt ist größtentheils bekannt. Als die russische Regierung nach langem Be­denken sich mit dem britischen Vorschläge einverstanden erklärte, die Frage, wer das Abkommen vom 16. März verletzt habe, die Russen oder die Afghanen, der Beurtheilung eines Schiedsrichters zu unterbreiten, brachte der russische Botschafter im Laufe ei^ke Unterredung mit Lord Granville Seine Majestät den Deutschen Kaiser als die einzige Persönlichkeit in Vorschlag, welcher die Entscheidung anvertraut werden könne. Lord Granville entgegnete: Die Wahl des Deutschen Kaisers sei ein sehr natürlicher Ge­danke des Botschafters, sowohl wegen der Verwandtschaft des Kaisers mit dem Czaren als auch wegen der intimen Beziehungen beider Länder. In Anbetracht der Stellung Seiner Majestät, seiner langen Erfahrung, seines großen Rufes als Soldat würde seitens der britischen Regierung keine Neigung vorhanden sein, die Wahl zu bean­standen. Wenn das Gesuch von beiden Regierungen gestellt würde, würde es dem Kaiser gewiß sehr schwer fallen, die Annahme des Amtes zu verweigern und somit die Gelegenheit zu verlieren, ein großes Unglück abzuwenden.

DieDail.) News" erfahren, England und Rußland seien nunmehr defi­nitiv dahin übereingekommen, dm König von Dänemarck zu ersuchen, daß er wegen des Zwischenfalles von Pendjeh das Amt eines Schiedrichters übernehme, dieselben hätten sich vorher darüber vergewissert, daß der König bereit sei, die Aufgabe zu übernehmen.

Wie Privatdepeschen aus Bombay melden, ist ein Theil der Provinz Kaschmir am Sonntag von einem heftigen Erdbeben heimgesucht worden. In Srinagar gab es 50 Tobte und zahlreiche Verwundete.

Rom, 2. Juni. Mehrere hundert Mitglieder demokratischer.Vereine zogen heute Abend mit Fahnen nach dem Capitol, um den Todestag Garibaldi's zu begehen. Auf dem Wege wurde indessen der Zug wegen aufrührerischer Rufe polizeilich auf­gelöst. Nur ein Theil der Demonstranten gelangte auf das Capitol und legte dort Kränze nieder. In der Deputirtenkammer wurden wegen der Auflösung des Zuges verschiedene Interpellationen eingebracht.

Die technische Commission der Sanitäts - Conferenz genehmigte einstimmig den Antrag Proust, wonach die aus den verseuchten Ländern kommenden Packetboote eine Dampfbadestube zu Desinfectionen an Bord haben sollen.

DerAgencia Stefani" wird aus Zanzibar gemeldet, daß zwischen Italien und Zanzibar ein Entwurf zu einem Handelsverträge vereinbart worden ist.

Konstantinopel, 2. Juni. Der zum Gouverneur von Kreta ernannte Sawas Pascha ist gestern dahin abgereist.

Alexandrien, 2. Juni. Ein Infanterie-Bataillon, welches letzten Freitag aus Suakim eintraf und an Bord des Transportdampfers verblieb, um weitere Befehle der englischen Regierung zu erwarten, wurde heute ausgeschifft und wird im Palais Raseltin einquartirt.

Universttäts - Chronik.

Dr. K. Wernicke, Docent an der Berliner Universität, hat einen Ruf als Professor der Psychiatrie nach Breslau, sowie als Leiter der Abtheilung für Geistes­kranke am Allerheiligenhospital erhalten.

Dr. v. Brunneck in Halle ist zum außerordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der dortigen Universität ernannt worden.

Die Juristenfakultät der Universität Leipzig schreibt einen aus der Eisen- huth'schen Stiftung zu gewährenden Preis von 9000 für die beste Arbeit über das "ThemaBegriff und Anwendungsfälle der Anatomie" aus.

Die von Dr. Pechuel-Lösche zu Jena von seiner jüngsten Reise nach Damara - Land mitgebrachte Sammlung enthnographischer Gegenstände der Herero ist nunmehr in Leipzig eingetroffen und demMuseum für Völkerkunde" einverleibt worden.

Die etwa 20,000 Bände zählende, zumeist aus medieinischen Werken be­stehende Bibliothek des kürzlich in Göttingen verstorbenen Professors Baum, welcher <m jener Universität den Lehrstuhl für Chirurgie inne hatte, ist von dem in Milwaukee ansässigen Dr. Senn käuflich erworben worden, und so wird denn diese Stadt bald in den Besitz einer Sammlung gelangen, um welche sie so manche ihrer europäischen Schwestern beneiden dürfte.

Lokales,

G. Gießen, 3. Juni. ^Sterblichkeit in Gießen.f Die Zahl des Todesfälle stieg in der Woche vom 24. bis 30. Mai wieder um etwas. Es waren deren im Ganzen 13 zu verzeichnen, nämlich 9 bei erwachsenen Personen, 4 bei Kindern. Bei

den Erwachsenen war Todesursache: Altersschwäche zweimal, Eitererguß in die Brust­höhle, Bronchienentzündung, Lungenschwindsucht, organisches Herzleiden, Leberverhärtung, Schlagfluß, Starrkrampf je einmal. Von den Kindern starben 2 an Lungenschwind­sucht, eins an Tuberculose der Gelenke und bei einem, das nicht ärztlich beobachtet worden war, konnte die Todesursache nicht mit Bestimmtheit angegeben werden.

Vermischte-.

Darmstadt, 31. Mai. sPostpersoualnachrichten.j 1. Angestellt sind die Postpraktikanten Schott in Darmstadt und Meißner in Mainz als Poftsecretaire.

2. Ernannt ist der Postassistent Bickelhaupt in Echzell zum Postverwalter.

3. Versetzt sind die Poftsecretaire Böttger von Mainz nach Eisenach und Hardt von Limburg (Lahn) nach Darmstadt.

4. Gestorben ist der Postkommissarius a. D. Müller in Worms.

Darmstadt, 2. Juni. Herr Premierlieutenant Müller vom 1. Großh. Dragoner-Regiment wollte gestern Mittag ein Pferd auf dem Exercierplatz einfahren. Am Rheinthor scheute das Pferd und als Herr Müller von dem Wagen abstieg und vor das Pferd hintrat, stieg dasselbe in die Höhe und versetzte Herrn Müller mit den Vorderhufen mehrere Schläge auf den Kopf. Der schwerverletzte Offizier, welcher das Bewußtsein verloren hatte, wurde in das Militärlazareth verbracht.

Darmstadt. Der Vorstand des Vereins zur Unterstützung Arbeitsloser für das Großherzoythum Hessen und die Provinz Hessen-Nassau hat sich nunmehr constituirt und zum Vorsitzenden Herrn Geheimerath Dr. Goldmann in Darmstadt ernannt, zum Schriftführer Herrn Pfarrer Dr. Stromberger in Zwingenberg und zum Kassirer Herrn Geheimen Commercienrath Emil Ladenburg in Frankfurt. Diese drei Herren bilden im Vereine mit den Herren Polizeipräsident von Hergenhahn, Stadtpfarrer Münzenberger, E. Heller-Gölzenleuchter in Frankfurt und Polizeipräsident von Strauß und Lornay in Wiesbaden den Verwaltungsausschuß. Zum Jnspector der Arbeiter- colonie^Neu-Ulrichstein wurde Herr Louis Schulz, Artillerie-Lieutenant a. D., gewählt. Derseloe wird sich zunächst mit den Einrichtungen anderer Arbeitscolonien, wie Wil­helmsdorf 2C., an Ort und Stelle vertraut machen, am 15. Juni sein Amt antreten und die Uebernahmsgeschäfte bis zum 1. Juli derart abzuwickeln suchen, daß an diesem Tage die Colonie eröffnet werden kann.

Altenstadt, 29. Mai. Gestern Abend gegen 10 Uhr wurde in dem von der Bönstadt-Altenstädter Chaussee durchschnittenen Walde, dicht an der Chaussee, ein ab­scheuliches Verbrechen begangen. Zwei Hausirer, Mann und Frau, überfielen eine andere Hausirerin, schlugen sie meuchlings nieder und nahmen ihr ihr Geld und ihre Maaren ab. Um die Spuren des Verbrechens zu verbergen, versetzten die Thäter der Frau noch zahlreiche Messerstiche, beraubten sie ihrer Oberkleider und verbargen sie, als sie sie. tobt glaubten, unter Reisig im Walde. Später jedoch erholte sich die Miß­handelte und versuchte von dem Thatorte fortzukriechen. So wurde sie später von Passanten ausgefunden und ihr Verbringen nach Friedberg in das Hospital veranlaßt. Der von der That benachrichtigte Altenstädter Gensdarm begab sich sofort auf die Ver­folgung der Straßenräuber und nahm dieselben zwischen Ossenheim und Nieder-Florstabt gefangen. Durch die geraubten Maaren überführt, gestanden sie das Verbrechen sofort ein und wurden nach Altenstadt in das Gefängniß verbracht. Die mißhandelte Frau lebt noch, kommt auch wahrscheinlich davon, ist aber durch zahlreiche Wunden sehr geschwächt. Mögen die Verbrecher ihren Lobn finden und die höchste zulässige Strafe seiner Zeit vom Schwurgerichte erkannt werben. (O. A.)

Mainz, 1. Juni. Der zweite Theil der Feierlichkeiten zur Eröffnung der neuen Rheinbrücke am Samstag Nachmittag und Abend hatte ein überaus zahlreiches Publikum in die Stadthalle und an das Rheinufer gelockt. Natürlich war es Zunächst die Brücke selbst, welche sich unausgesetzt bis zur einbrechenden Dunkelheit der leb­haftesten Frequenz zu erfreuen hatte und namentlich gegen Abend, als der Himmel sich aufheiterte, flnlhete fort und fort ein dichter Menschenstrom hinüber und herüber. In der Stadthalle war sowohl der Garten, als auch der Saal dichtgefüllt und Dank entreefreien Eintritts sah man daselbst in bunter Mischung alle Kreise der Bevölkerung vertreten. Als am Abend das Doppel-Concert begann und im Saale das städtische Orchester, im Garten die Militärkapelle spielte, reichten die Räume der Halle mitsamirn dem großen Garten bei Weitem nicht mehr aus, um allen Denen Platz zu bieten, d'u sich hier niederlassen wollten und so mußten sich Viele damit begnügen, draußen zu promeniren und von da die Illumination und das Feum-werk zu genießen.

Tausende von Menschen wogten am Rheinufer auf und ab und freuten sich der Sonnen, Sterne, Pyramiden, Rosetten und Monogramme, die sich auf allen Seiten der Halle aus unzähligen Gasflämmchen zusammensetzten. Um 9 Uhr begann die elektrische Beleuchtung der neuen Bimste und ihrer Umgebung von der Mainspitze aus, wobei durch den Wasserspiegel des Stromes prachtvolle Effecte erzielt wurden. Den Höhepunkt erreichte aber die Festlichkeit, als die bengalischen Flammen rings um die Stadthalle mit ihrem farbigen Lichte das Dunkel erhellten und von einem Rhein- dampfer aus rasch hintereinander Raketen, Leuchtkugeln, Feuergarben und andere pyro­technische Herrlichkeiten ihre magische Pracht entfalten, während aus dem Garten ber Halle die Klänge der Musik erschallten. Von der Brücke aus gesehen, nahm sich dies Alles unbeschreiblich schön aus und die Halle erschien wie ein märchenhafter Feenpalast. Erft gegen Mitternacht, als das Feuerwerk vorüber war und die In­strumente verstummt waren, leerte sich die Halle und die Menge zog sich allmälig nach der Stadt zurück.

Festfahrt. Als guten Beschluß der Brückenbaufestlichkeiten veranstalteten die Firmen Holzmann und Benkiser am Samstag für ihr zahlreiches technisches Personal, deren Damen und Freunde eine Festfahrt mit einem Extraschiff der Ludwigsbahn nach dem Rheingau. Trotzdem das Wetter hier nicht das beste zu nennen war, schien doch der Himmel den Festtheilnehmern günstig, denn nicht ein Tropfen Regen störte die Freude. In Rüdcsheim legte das Dampfboot an und nachdem die Gäste das Nieder- walddenkmal besucht, kehrten sie auf das Boot zurück, und die Heimfahrt gestaltete sich zu einem wahren Familienfeste. Die Abfuhr der alten Schiffbrücke war am Samstag binnen 2 Stunden bewerkstelligt und das ganze Material bis zu ihrer UebersiedelunA nach Mülheim im Winterhafen untergebracht. Dieselbe geht übrigens nicht für 47,000 A, fonoern für 57,000 JL in den Besitz der genannten Stadt über.

Dillenburg. DemW. Kr." wird von hier berichtet, daß ein muckerisch- fanatischer Mann im Alter von 60 Jahren sich eine Hand mit sage und schreibe sieben Beilhieben fast gänzlich abgehauen hat, so daß die Hand nur noch an der Haut hing; dieser Mensch richtete sich nach dem Buchstaben der Bibel, wo geschrieben steht:So Dich Dein Finger ober Deine Hand ärgert, haue sie ab." Derselbe hatte, sich schon vor fünf Jahren ein Ohr abgeschnitten und das abgeschnittene Ohr auf die Fenster­bank gelegt, ebenfalls im religiösen Wahn weil derselbe einer Wirth schäft gegen­über wohnend nicht die Gesänge hören wollte. Unglaublich, aber wahr.

Bürstadt, 30. Mai' Bei dem Gewitter heute Nachmittag zwischen 2 und 3 Uhr wurde ein fleißiges Ehepaar, Namens Greiner, auf dem Felde vom Blitz er­schlagen und waren beide sofort tobt. Die baneben arbeitende Tochter wurde am Ann und Fuß verletzt. Unter großem Andrange der Bevölkerung wurden die beiden Leichen, nebeneinander auf einen Wagen gebettet, nach Hause gebracht.

Frankfurt a. M., 1. Juni. Ein junges Mädchen von hier war seiner Zen, als es aus der Irrenanstalt entlassen, zu einer verwandten Familie in Sossenheim gebracht worden, um, wie man hoffte, durch den Einfluß eines ruhigen Landaufenthalts vollständig und dauernd zu genesen. Vor einigen Tagen entfernte es sich vom Haute, um einen Spaziergang zu unternehmen, woran cs auch in Folge seines anscheinend ganz normalen Zustandes nicht gehindert wurde. Nachdem aber längere Zeit ver­gangen war, ohne daß das Mädchen zurückgekehrt, wurde man besorgt und begann, cs überall zu suchen. Schließlich fand man das Atädchen verbrannt und verkohlt un Walde. 'N ach demJnt.-Bl." wird angenommen, es habe in Folge plötzlich emge: tretener Geistesstörung die Unglückliche in der Art Hand an sich gelegt, datz es )lch in Stroh und Holzrinden einhüllte und diese Umhüllung sodann anzündete.

-- Ein Opfer seines Berufes ist ein tüchtiger junger Arzt, xr. Bastian in Ueckermündc, geworden. Dr. Bastian hatte in vergangener Woche bei einem mit i er Diphtheritts hochgradig behafteten Kinde den Luftröhrenschnitt vornehmen uiussein -oei dieser schwierigen Operation war dem opferwilligen Arzte etwa ., von dem ^lnsteuungv- stoffe in das Gesicht und den Mund gespritzt und ist er am Mittwoch in Folge o Jnfection gestorben. Das Kind dagegen ist gerettet und beendet nch^außei X,eo - gefahr. Der erst zweiunddreißigjährige Arzt hinterlaßt eine junge ^rau um i I Kinder.