Einzelbild herunterladen

sicher

^8 M 1.20

[WWbe

Willig,

ijltat Bid-Naihtla MM, Mto =We uni L,ch- W«M«h, So)» «IWUttoh, «Per öwüiat, wte 2,te torrütlu Mm ju i-jlchm * e' eßen.

und Bergimt vhehn.

W Pfd. 804 a 45

un *25

., 30,.

II 40 y

a 65,,

ntltn k

, » ®»

514

Elsoffer.

-MM.

Wjgfi

getrennt. P1

mMttrtz älmmev vrimirW- traWJ-*- efitoW auch btt Mr Am

v

vermiethm.

r8 4l,rrrE-

SiltnnntT £

k--fc.

M«-" rsE-MKL- LML

ä^-ks

jfll

L

M-r».

icS*T >

Rr, GF. Mittwoch sm 4. März

Gießener Anzeiger

Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

««reck«: Schulfiraße 7.

DD

Gießen, den, 1. März 1885.

Politische Ueberficht.

Gießen, 3. März.

Ohne jedes äußere Gepränge und dabei doch in würdigster Weise ist am Donnerstag der Schlußact der Congo-Conserenz vollzogen worden. Wie erwartet wurde, präsidirte Fürst Bismarck selbst der Schlußsitzung und äußerte er zunächst seine Genugthuung über die vollständige Durchführung des Conserenz- -Programms, worauf er die Conferenz-Beschlüffe resümirte und dem versöhn, sichen Geiste, der die Versammlung stets beseelt habe, seine Anerkennung zollte. Als eine der werthvollsten Garantien für den Bestand des Werkes der Conferenz bezeichnete Fürst Bismarck die Anerkennung des neuen Congostaates Seitens der Mächte und sprach schließlich den anwesenden Bevollmächtigten und Delegirten den Dank des Kaisers für ihre erfolgreiche Mitwirkung an den Conferenz- Arbeiten aus. Nachdem der italienische Botschafter Graf Launay Namens der Versammlung dem Fürsten Bismarck für die hohen Verdienste, die er sich selbst um das glückliche Gelingen des Conferenzwerkes erworben, den Dank und die Anerkennung der Conserenz-Mitglieder gezollt und nachdem der Vorsitzende die Mittheilung gemacht, daß die Internationale Gesellschaft des Congo den Conferenz- Beschlüßen beigetreten sei, wurden von der Versammlung die auf Pergament gedruckten 14 Vertrags-Instrumente unterzeichnet, worauf Fürst Bismarck die Versammlung für geschlossen erklärte.Die Mehrzahl der Delegirten zur asrikanifchen Conserenz" - schreibt dieNat.-Ztg." m ihrer Abend-Ausgabe vom 27. Februarhat im Lause der gestrigen (Donnerstags-) Abends vom Bahnhof Friedrichstraße aus Berlin verlassen und ist in ihre Heimath zurück- gekehrt. Der Charakter der Einmüthigkeit und der Solidarität der Nationen am Congo, wie ihn die Conferenz zum Ausdruck gebracht, zeigte sich auch hier bei der Abreise der Delegirten. Das war ein Händeschütteln, ein Abschiedneymen, so herzlich und innig, wie man es nur bei zwei eng befremdeten Männern finden kann. Garde du Corps-Osficiere hatten den italienischen Delegirten das Geleite gegeben und a rivederci (auf Wiedersehen I") scholl es hinüber und herüber. Franzosen und Engländer standen dicht neben einander voller Ein­tracht und doch wie verschieden. Bei den Franzosen war alles Leben, Bewe­gung, im kühnen Bozen flog die ausgebrannte Cigarette fort; mit einem Sprunge hüpfte der eine französische Delegirte in's Coupä; würdevoll und ernst waren die englischen Delegirten dahergekommen. Selbst die Einzelheiten ihres CostümS gaben den Söhnen Albions etwas Feierliches. Gravitätisch stiegen die Engländer in den Wagen. In diesem Augenblicke wurde die mit rothem Plüsch beschlagene Treppe herbeigeholt und die Augen richteten sich nach der Stelle. Der Erb- großherzog von Oldenburg, von mehreren Adjutanten begleitet, bestieg den Perron. Aus den Fenstern der Coupös erklang noch einmal ein kräftiges au revoir, a rivederci, die Engländer reichten ihren Begleitern bedächtig die Hand heraus; der Zug verließ rasch die Halle, die Delegirten hatten Berlin verlassen und damit die Congo-Conferenz auch ihren nichtofficiellen Schluß erreicht."

Der Reichstag hat am Montag seine Verhandlungen nach acht­tägiger Pause wieder aufgenommen und wird zunächst die Colonial-Politik, welche während der zollpolitischen Debatten ganz in den Hintergrund getreten war, sich wieder mehr geltend machen. Die dritte Lesung der Nachtrags-Etats für Kamerun rc., mit welcher das Plenum seine Verhandlungen fortgesetzt hat, dürste jedenfalls den Vertheidigern wie den Gegnern der Colomalpolitik im Par-

iamente ebenfalls Gelegeuheü zur Verfechtung ihrer Ansichten gegeben haben. Mit besonderer Spannung sieht man jedoch den weiteren Verhandlungen de» Reichstages über die bekanntlich in der Commission gescheuerte Postdampfer- Vorlage entgegen: heißt es doch, daß an die Annahme ober Ablehnung dieser für unsere colonialen Bestrebungen entschieden hochwichtigen Vorlage das fernere Schicksal des Reichstages geknüpft sei. Seitens der Reichsregierung liegen aller- dings noch keine Aeußerungen vor, welche daraus schließen lassen, daß die Auf- lösung des Reichstages im Falle einer Ablehnung der Dampfer-Vorlage beab­sichtigt sei: wenn man indessen erwägt, welche Schwierigkeiten der Regierung durch die Obstructionspolitik der gegenwärtigen Reichstags - Maiorrtät be­reitet werden, so würde es erklärlich erscheinen, wenn d,e Regierung diesen äußeren Anlaß benutzte, um durch Neuwahlen den Versuch zu machen, einen ihren Wünschen gefügigen Reichstag zu erzielen. Anderseits gilt es aber auch zu bedenken, daß der gegenwärtige Reichstag noch keine einzige Vorlage definitiv erledigt hat und daß somit seine Auslösung eine vollständignegative Session ergeben würde und ist Grund zu der Annahme vorhanden, daß die Regierung in Hinblick auf diesen Umstand von der etwa geplanten Auslosung de» Paria- ments schließlich doch Abstand nehmen dürfte. , , .

Das preußische Abgeordnetenhaus hat m voriger Woche die Specialberathung des CultusetatS noch nicht zu Ende führen können, obwohl es in dieser Zeit durch keinerlei Rücksichten auf den Reichstag gebunden war. Die vielen Culturkampf-Reden haben allerdings das Ihre mit dazu beigetragen, die Debatten über den Cultusetat mehr als nöthig in die Länge zu ziehen; gluck- sicher Weise scheint derCulturkamps" nunmehr wieder gebannt zu sem, da die Freitagssitzung des Abgeordnetenhauses, in welcher die Berathung des Etats der höheren Lehranstalten, Elementarschulen u. f. w- begonnen wurde, keinerlei An- klänge an dieses sattsam variirte Thema mehr aufzuweisen hatte-

8 Die Reform des ungarischen Oberhauses kann man nunmehr als gesichert ansehen, nachdem dar Unterhaus auch in der Specialdebatte über die bete9 Vorlage die einzelnen Bestimmungen derselben bisher durchaus d n Regierungs-Vorschlägen entsprechend angenommen hat. Auch du Debatten über diese Frage haben gezeigt, daß das Cabmet Tisza nach wie vor auf die volle Unterstützung der liberalen ungarischen Partei rechnen kann, undhatdie sibsrale Unterhaus-Majorität bei dieser Gelegenheit zugleich chre Emigke nnd Festigkeit aufs Reue bekundet. Hervorzuheben ist noch aus den Verhandlungen, daß sich die kroatischen Abgeordneten hierbei durchweg auf die Seite der Regierung stellten, wmaus der für letztere erfreuliche Schluß gezogen wersen darß dab dw Politik des Cabinets Tisza mehr und mehr auch d,e Zustimmung der Kroaten fiudesi -ranrölifchen Deputirtenkammer in voriger Woche zu Gunsten der Schutzes der Landwirthschaft Frankreichs gefaßten Be- fchlüsse cheinen im Lande großen Eindruck hervorgebracht zu haben. Selbst die Rchub? Franoaise" ein in ^^^^fchutzzöllmrischen 'SSK gesinntes Blatt e ke n , schoßen hinfort den landwirthfchastlichen eme formelle Verp^ i? der Fürfo^ der Regierung der Republik ^reffen einen der s di^llaemein wirtschaftlichen Fragen der Angelegenheiten daß dft Getreidezoll-Erhöhung eine lange Dauer unmöglich haben könne, da den

_ Drei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brirrgerüchn.

Erscheint mit Ausnahme des MontagS. bie Post bezogen vierteljährlich 2 Mark Sv Pf.

Betreffend: Die Aufstellung der Jmpflisten für 1885.

Das Großhcrzogliche Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Groß herzoglichen Standesämter, Bürgermeistereien «nd Schulvorstände. pa s«» sm ää.

^4 °°ll°nd°tem Eintrag wird sodann: di^Liste v°n dm. Stand-Samte mit Da^^^^ ober eS jst, wenn solche nicht vorhanden

Möfcäs-»

Kreisassistenzarzte Dr. Drescher in Grünberg, übertragen ist, an diesen,^di^Llsten^er übrigen Orte aber an uns.