Einzelbild herunterladen

Di- Kammer genehmigt- alle Artikel des Vertrag«, betr. dar adriatische Bahnnetz.

Telegraphische Depeschen.

Wolffs telegr. Correspondenz> Bureoir.

Berlin, 1. März. Der Kaiser empfing heute Nachmittag um 4 Uhr den Reichskanzler Fürsten Bismarck zu einem längeren Vortrag.

Pesth, 1. Mürz. Der Minister-Präsident Trsza empfing heut- anläßlich der Feier seiner zehnjährigen Amtsführung eins Monstre-Deputation aus der Hauptstadt unter Führung des Oberbürgermeisters, welcher dem Minister dm Dank der Bürgerschaft für die der Hauptstadt gewidmete Fürsorge aussprach. Der Dlinister-Präsident erwiderte, er sei stolz und glücklich, für die Hauptstadt gewirkt zu haben; die lebhafteste Anerkennung aber verdiene die Bürgerschaft, Lurch deren Mitwirkung Budapesth einen würdigen Platz unter den Hauptstädten Europas einnehme. r ,

Petersburg. 1. März. DemGrashdamn" zufolge begiebt fich der Minister des Innern, Graf Tolstoi, Mitte des Monats zur Erholung nach Livadia in der Krim, wird aber von dort die Oberleitung des Ministenums deibehalten. In Petersburg werde wahrfcheinlich der Adjunkt des Ministers Durnowo die Geschäfte d-S Ministeriums führen.

Nom. 1. März. Ein Telegramm derAgenzia Stefan," aus Benul vom 25. v. Mts. sagt: Die Häuptlinge der Eingeborenen erklärten dem italie« Nischen Commisiar gegenüber ihre Unterwerfung. . . _ ,

Algier, i. März. Die Gerüchte von einer Agitation im Süden Algiers werden amtlicherseits für unbegründet erklärt; es herrsche dort vollkommene Ruhe und Sicherheit. m ,

Kort», 1. März. (Telegramm desReuterlchen Bureaus.") Von der Truppen-Abtheilung des Generals Brackenbury, welche am 21. v. Mts. etwa 40 Meilen von Abuhamed eingetroffen war, sind weitere Nachrichten bis letzt nicht eingegangen. Man erklärt dies aus der Schwierigkeit, Boten zu beschaffen, ivelche Depeschen hierher befördern, indem unter den zwischen Kortl und Abu- hained seßhaften Stämmen durch die von den englischen Truppen vorgenommenen Elgenthums-Zerstörungen eine sehr feindselige Stimmung entstanden ist.

Außlavd.

Petersburg. 28. Februar. Der russischenPetersb. Zeitung" zufolge ist eine Resolution des Reichsrathes fanctionirt worden, wonach in Zukunft der Erwerb und Betrieb von Goldfeldern und Bergwerken in dem russischen Küsten­gebiete des Stillen Oceans durch Ausländer untersagt wird.

Amerika.

Washington, 28. Februar Der Senat lehnte, die jüngst auch in einem Schreiben Cleveland's empfohlene Frage der Einstellung der Silderprägung in Erwägung zu ziehen, ab. _____________

Lokales.

Gtebe«, 2. Mär,. [Slufit] MU Leu Frühlingsboten meldet sich, wie ge- wöbvlia auch die Saison morte an, man spürt dieselbe in unseren Mauern bereits In mancher Beziehung; denn der Concerl-Verein hat nunmehr am Sonntag durch einen mit BocaloortrSgen ausgestatteten Kammermusik-Abend den Winterconcert-Cyelus MdHoffsn^ Schumann. Raff, Mendelssohn, Händel, BrahmS und Franz

_ k,.* ar?,»*"v-* -'ft''**«-Mvrtgen iroer.

öfröfeie otivere dem gleichen Genre angeborende, ohne besonderen musikalischen Werth war. Der anderen Neuigkeit: Variationen über einSchumann'sches Thema^ von Jroan Knorr konnten wir durchaus keinen Geschmack abgewinnen, da (man verzeihe uns den Ausdruck) in diesem OpuS nur eine Verbalhorntstrung des reizenden Themas zu erkennen war. Der Componist zerrt dasselbe durch ein Chaos von Noten hindurch, die bald vom Clavier, bald von der Violine, bald vom Cello ausgenommen, zu einem immer größeren Knäuel heranwachsen; dann verliert er auf seinem Irrwege daS Thema gänzlich, um endlich (und das war ein Glück) daS arme unschuldige Ding wieder zu finden und dadurch einen versöhnlichen Abschluß zu bewirken.

Hätten die Herren Uzielli, Coßmann und Bassermann nicht mit wahrem Feuereifer gespielt, wir glauben, diese Variationen wären wahrhaftig inS Wasser gefallen. Das herrliche Schubert'fche L-äur-Trio und das geistvolle 6-äur-Trio von Raff von obengenannten Herren in vollendeter Weise zu Gehör gebracht, fanden die vollste und gerechteste Anerkennung, es fehlte daher den Ausführenden auch nicht an stürmischem Applaus von Seiten der Zuhörer.

Frau Schubart-Tiedemann hatte ebenfalls Anspruch auf den ungetheilten Beifall des Auditoriums, sie sang auS dem Herzen heraus, mit warmer, gefühlStnniger Declamatton und verständvißvoller Auffassung. Diese kam der Sängerin besonders in Schumavn'SNußbaum" und BrahmsMeine Liebe ist grün" vortrefflich zu statten. Die Ovationen waren so stürmisch, daß fich Frau Schub art zu einer Wiederholung des letztgenannten Liede« veranlaßt sah.

Unser Concertverein hat so viel deS Interessanten 'und Schönen Im Laufe der Saston 1884/85 geboten, daß wir ihm im Namen unserer Concirtfreunde den wärmsten Dank aussprechm müssen. DaS Streben desselben ist hoch auzuerkennev, umsomehr, da in materieller Hinsicht durch die Beschränktheit des Concertlokals nur wenig getban werden kann, während hervorragende Leistungen stet« mit hohen Kosten verknüpft find. Wir glauben auch ficher, daß der größte Theil des mufikltebeuden Publikums die Mühen zu schätzen weiß und unseren Worten vollständig beipflichtet. -Z.-

Gießen, 2. März. Gestern beging Herr Stabsquartiermeister Kalbfleisch vom hiesigen Infanterie-Regiment das seltene Fest seines 50jährigen Dienstjubiläums. Nachdem am frühen Morgen die Regimentsmufik dem Gefeierten ein Ständchen gebracht hatte, begab fich im Laufe des Vormittags eine Deputation, bestehend aus den Herren Oberstlieutenant Bertram, Major Mache, Hauptmann v. PorembSky, Premier- Lieutenant Joachim!, Sec.-Lieutenant Lindpeintner und Zahlmeister Kronbauer, in die Wohnung des Herrn Jubilars, überbrachte Namens oeS Regiments die Glück­wünsche zum heutigen Ehrentage und überreichte als äußeres Zeichen der Verehrung 'seinen prachtvollen silbernen Pokal, geschmückt mit dem Bildnisse Sr. Majestät des 'deutschen Kaisers und dem Wappenschild Sr. König!. Hoheit deS Großherzogs.

Aber nicht nur der KreiS, in dem der Herr Stabsquartiermeister im Krieg und Frieden wirkte, feierte diesen Tag, sondern auch der Kriegs- und Landesherr gedachten ihres treuen Dieners St. Majestät geruhte daher ihm den Titel alsRecknungS-Rath- zu verleihen, während Se. König!. Hoheit seinen alten Soldaten, dessen Dienstzeit noch unter die Regierung Ludwigs II. fällt, durch Verleihung des Ritterkreuzes des Ludewigs- ordevS auszetchnete, welche Decoration ihm Herr Oberst Baron von CollaS persönlich überreichte.

, . Am Nachmittage versammelten fich die Offiziere und Beamten deS Regiments m den schön geschmückten Räumen deS Offizier-Casinos zum Festmahle. Herr Oberst- Iteutenant Bertram gedachte hier der Verdienste und soldatischen Vorzüge deS Herrn adstattete m0Tauf derselbe tn einfachen, kernigen Worten nochmals seinen Dank . . nun der Herr Rechnungsrath, der heute in den wohlverdienten Ruhestand einttttt, sich noch recht lange der ihm eigenen Frische und Gesundheit erfreuen möge, ift der aufrichtige Wunsch Aller, die ihm während seiner Dienstzeit nahe standen, und der vielen Freunde, die er fich in hiesiger Stadt erworben hat.

Gletzett, 2. März. Am Samstag wurde im Wiesecker Wald an einem Baume hängend die L-rche eines gut gekleideten Mannes anfgefnndev. Der Verlebte so« aus Mühlhausen in Thüringen stammen. Die Leiche, welche von Raubzeug schon ange- freffen war, wurde gestern nach dem Wilsecker Friedhöfe verbracht.

Uuiverfitäts - Chronik.

Aus Göttingen, 18. Februar, wird berichtet: Dem hier lebenden ehe­maligen hannoverischen Staatsminister Bac meist er ist von unserer juristischen Fakultät zu seinem 71. Geburtstage die juristische Doctorwürde honoris causa wegen seiner großen Verdienste um die Verwaltung und Rechtspflege Hannovers verliehen worden^ Schw.M" meldet auS Tübingen, 19 Februar: Dr. HanS Flach, außerordentlicher P:oftssor der Philologie an htestger Universität, hat sich in Folge seine» Schrtftchens:Heber die akademische Saniere der Gegenwart" veranlaßt ge­sehen, um seine Entlassung eivzukommen. __ .. ,

Der Prtvatvoccnt an der Untversttät Leipzig, Dr. phil. Ryssel, ist zum außerordentlichen Profeffor ernannt worden.

Dr Arthur Meyer habiltttrte sich an der Universität Göttingen alS Privatdocent für Botamk, speciell für Pflanzenphysiologie.

Aus Petersburg meldet man den Tod deS namhaften Zoologen Nckolai Sjewerzow.

Vermischtes.

Darmstadt, 28. Februar. sPostpersonalnachrtchten.j 1- Angestellt ist der Postasststent Jochim in Birkenau als Postverwalter.

2 Gestorben ist der Postsccretair Lange in Oppenheim-

Erfurt, 25. Februar. Ein hiesiger LocomottvfÜhrer halte vor ungefähr 3 Jahren daS Unglück, daß seine Maschine auf Station Apolda tn Folge falscher Wtichenftellung mit einem anderen Zuge zusammenstieß und er fich dabei eine Gehirnerschütterung zuzog. Der Unglückliche wurde geistesschwach und mußte einer Irrenanstalt Über- wirsen werden. Seiner Familie, der Frau und 6 Kindern, gewährte die Bahnver- waltuna eine Pension von 36 JL monatlich. Daß unter diesen Umstanden die Familie in die tiefste Roth gerieth, ist klar. Mittlerweile gelang eS, den Geistes­schwachen so weit zu Stilen, daß er den Seinen wieder zurückgegeben werden konnte, wenngleich mit dem traurigen Zeugniß. daß er für die ganze Dauer seines Lebens als vollständia erwerbsunfähig anzufehen fei. Angesichts dieses entsetzlichen Zustandes und der Nothlaae seiner Familie wurde der Mann auf SicherstelUmg ferner Zukunft gegen die Bahnverwaltung klagbar. In diesen Tagen hat daS Gericht feine Entscheidung gefällt und zwar, wie mit Genugthuung zu constatiren ist, zu Gunsten deS Unglück­lichen. DaS Urtheil lautet nämlich dahin, daß dem Manne eine einmalige Entschädigung von 14000 JL und eine jährliche Pension von 1500 JL zu zahlen sei.

- Endlich war der Hochzeitstag für einen Arbeiter in Graudenz und seine Braut, ein Dienstmädchen, gekommen. AlS eS aber zum Standesamt gehen sollte^ sagte die am häuslichen H-rde erglühende Brant Sv ihrer Schwester:Ich habe das Esten zu kochen, geh' Du mit zum Standesbeamten!" So geschah e8 und Niemcmd hatte ein Ara. In der Kirche aber ließ sich der Mann mit seiner richtigen Braut ew- segnen. Nun kam die frühere Stellvertretung heraus und trug dem Bräutigam 3 Monate und jeder seiner Frauen 14 Tage Gefängmß ein.

1 Philadelphia, 21.Februar. Ein Negerknabe, der einJi.sasse deS jüngst hier niedergebrannten Armen - Irrenhauses war, hat daS Bekenntniß abgelegt, daß er das ©ebfluhe auf Anfttften eineß Wärters NamenS Schroder, der mit dem Superintendenten einen Streit gehabt hatte, in Brand gestecktchabe.

Mit Ueberrafchung liest man Sieamtliche französische Verlustliste von dem Gefechte bei Dong-Song in China. In diesem Gefechte kämpften die beiden Regimenter der Fremdenlegion und gefallen sind in demselben: Strobl, Mayer, Steider, Schieder, Flock; schwer verwundet: Mayer, Kretz Kern, Rickert, Wald. Moser Roller, Schneller, Kickler, Stinblen, Schwendemann, Rift, Kuffler.Zeier, Bogenschütz, Gut, Fischer, Böschweger, v. Stein, Diehr und Müller, lauter Deutsche. Mancher deutsche Baier erfährt zuerst aus dieser Liste, wobin sein Sohn gekommen ist.

- sVacante Stellen für Militäranwärter im Bereiche deS 11. Armee-Corps-j Apolda, Realschule, Diener an der Großh. ZimmermannS-Realschule, 360 -^jährlich, davon späterhin (nach Erweiterung des Schulgebäudes) 100 durch Wohnung, welche aus 2 kleinen Räumen besteht, und freie HAung; daneben 20 jahrUch für Verhaltung der ReMzunaSaerälhschaften. Corbach (Wittdeck), Landesrentei, Steuer- zuschuß, VollziehungSgebühren bis zum 'Mc-MMtrage von 500 «AL jährlich. Fritzlar, Bürgermeisteramt, Stadtdiener und Ausrufer, 450 jährlich und freie Dienstwohnung. Jena, Dtrection der pathologisch-anatomischen Anstalt der Universität, Diener, 400 «X Gehalt, für Sectionen MA durchschnittlich 300, Famulatur und Prüfungen etwa 100 «X, freie Wohnung, Heizung und Beleuchtung, steigend. Bezirk der Großh. Hest. (25 ) Division: Strafanstalt Martenschloß, Kreis Friedberg, Großh. LandeS- zuchthauS-Dtrection Marienschloß, Aufseher, III. Gehaltsklaffe, 800 X jährlich und freie Dienstkleidung, steigend.

Hande! rrnd Vermehr.

Grünberg, 28. Februar. (Fruchtpreise.) Weizen 18.00, Korn Jt 17.10, Gerste X 16.40, Hafer 14.80, Erbsen 18.20, Linsen 00.00, Lein 00.00, Samen 00.00, Kartoffeln JL 4.00, Wicken 00.00.

Frankfur t, 28. Februar. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu JL 2.703.25, Stroh AL 2.202.30, Eier das Hundert X 5.407.50, Butter 1. Qualität .AL 0.90, 2. Qualität .AL 1.10, Kartoffeln per Centner JL 2.002.25, Kohlrabi 3-0 H pr. St., Erbsen 100 Kg. 22.0030.00 Rothkraut pr. St. 2030

Huhn JL 1.502.00, 1 Ente JL 2.003.50, 1 Taube 4060 Hahn JL 1.902.50, Gans JL 610.00, Welsche JL 5.00-10.00.

Herzogi. Baugewerkschale Holzminden, | 1217 damit verbunden Maschinen-, Mühlenbau- u. Müllerschule.

ESESBBg Sommers. 14. April. Winters. 3. Vor. Pensionat. Dir.: fi. Haarmanu. flggggg

9um Selbstfahren, Bock zum Abnehmen, gleicher Spur, elegante, saubere und solide Arbeit, empfiehlt billigst

J. Gr. Rumpf, Frankfurt a- M , Eiserne Hand.

Abbildungen auf Wunsch gratis. 1444

Kepertoir der vereinigten Ltadttheater;u Frankfurt a. M. Opernhaus.

Dienstag den 3. März: Mignon.

Mittwoch den 4. März geschloffen.

Donnerstag ben 5. März: Vampyr.

Freitag den 6. Marz geschloffen.

SamStag den 7. Marz: Walküre.

Sonntag den 8. März: Neu einstudirt: Norma.

SchanfpiethanS.

Dienstag den 3. März: Die Grille.

Mittwoch den 4. März: Wallenstein'S Lager. Die Piccolomini.

Donnerstag den 5. Marz geschloffen.

Freitag den 6. März: Zum ersten Male: Frau Aspasia. Lustspiel in- 4 Akten von Otto Franz Gensichrn.

Samstag den 7. März: Wallensteins Tod.

Sonntag den 8. März: Zum ersten Male wiederholt: Frau ASpasia.

Kirchliche Anzeigen der evanget. Gemeinde.

Heute, Montag, Abend 8 Uhr, Bibel stunde in der Kleinkinderschule, Phi- Z/pperbrief Kap- 1, 2130. Pfarrer Dr. Naumann-

* Seit^?a,Ce

80 S* AM?-!

106 « 6iU 4 M

64 " f

n Men- u.

IdV II . s,

M tzaulbucyei!

stamme von .-W

<»*s PMW V Freitag den 6 J

von Morgens 9 W loll im Garbenterche, tnolb md Satiwalb uaü * zur Berstnzermg

20 M E'chm-Kuüpp

5 Stoch

146 .. Nadel-Kuüps 34 11 Stockt

1580 Eichen-Wellen, 215 Rm. Nadel-Reiser, 4900 Nadel-Wellen,

34 Eichen-Stamme vo etm- Durchmesser Meter Länge,

270 NadMisßangen.

Der ÄnMg ist jur

Bimbe im Sifhtft KM toahueg von (Mer Rüningen-

Garbenteich, am 1. Mai GroU. Bürgermeisterei G

Schwarz.

-ÄS

WechnM Dienstag den ly.M von Vormittags prcici^ Men iin Lützellindener Ma mrkimg ©roglinbeit, b« l Eichen-Stammholz' »ersteigert m Stamme: 2 Eichen - «tagen: 1385 ©tu ^°"hch: 2 3im.

Men, 4 Rm. Rade

rersr* bis zg Z-n-Sta.. « ^0 Rete?«i Durch:

Stü(f Stoail9e'

, li> Rtr 'w i