igen aller Art zu bieten beabsichtigt. Der Wohnunas- junge Gattin deS Bankiers Roseiti befand sich am 12,000 Freiquartieren beauftragt worden, doch sind der Via Cerretani, um dort Einkäufe zu besorgen-
Dresden. Die Arbeiten deS CentralauSschusseS, sowie der ElnzelüuSschüsse für daS 6. allgemeine deutsche Turnfest werden rüstig gefördert. Behufs Erbauung der Festhalle ist Concurrenz ausgeschrieben worden, während die Übrigen Bauten auf dem Festplatze an besondere Unternehmer vergeben, resp. unter Aufsicht deS BauauSschusseS von den Interessenten errichtet werden. Außer den ossictellen Festbauten und acht größeren Restaurant» wird noch eine luftige Zeltstadt auf dem Festplatze erstehen, da man Gelegenheit zu Volksbelustigungen aller Art zu bieten beabsichtigt. Der Wohnunas auSschuß ist mit Beschaffung von r~**~ T '. *..... - L- '
L o E s t * S.
Gießen, 28. Februar. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde in der DebuS'schen Wtrthschaft am Schiffmberger Weg etngebrochen. Der Einbrecher wurde in der Person eines 20jährigen Burschen ermittelt und zur Hast gebracht. _____________________
— (Selbstmord.j Ein englischer Gentlemen war deS Lebens müde und beschloß, da er sich auf dieser Welt gar zu sehr langweilte, den Weg in's Jenseits anzutreten. Damit dies aber auf die sicherste, auf eine ganz unfehlbare Weise geschehe, componirte er nach reiflicher Ueberlegung folgende Veranstaltungen. Er begab sich eines schönen Morgen« hinaus in den Hafen, stellte sich auf eine der senkrecht zum Wasser hinabführenden Leitern, welche an den Damfbootsanfahrten angebracht sind, band sich einen «L-trtck um den HalS, den er an einer oberen sprosse befestigte, nahm eine DosiS Gift, zündete sich mit einem Zündholz den Nock an, zog ein Pistol und sprang dann, die Mündung auf seinen Kopf richtend und gleichzeitig feuernd, von der Letter herab. Aber die Kugel, statt daS Haupt zu treffen, zerschnitt den Strick, der Gentlemen stürzte in's Wasser, diese« löschte den Rock, er schluckt eme Dosis de« gar nicht sauberen Hafenwassers, übergab sich und entfernte das Gift- Zwei Hafenarbett^ zogen den im Wasser heftig Kämpfenden heraus, der nun naß zwar, aber kurirt nach Hause ging und sich 4 Wochen später verhetrathete. Er lebt heute noch.
— sEtn weiblicher Othello-! „Jl Popolo Romano" meldet auS Florenz: „D'e Gattin des Bankiers Roseitt befand sich am 17. d-M. im großen Setdenmagozm
• —— ' ' - In ihrer Begleitung befand sich
London, 27. Februar. Im Unterhause stellte Campbell eine Anfrage -über Damaraland. Ashley antwortete, das Damaraland sei nicht durch einen königlichen Commissär annectirt. Palgrave sei nur Beamter der Kap-Regierung, aber da es wichtig sei, daß kein Mißverständniß entstehe, lege er kurz die Vorgänge bezüglich Palgrave's Anwesenheit in der Walfischbay und der Nachbarschaft dar: Wir erfuhren im November, Palgrave sei nach Damaraland gesandt, und telegraphirten sofort dem Ober - Commissär, sich betreffs der Instructionen Palgrave's zu informiren. Eine Depesche des Ober.Commissärs vom 18. December v- IS. enthielt eine Mittheilung des Kap-Ministers, worin sich folgender Passus findet: „Palgrave besitzt keine Ermächtigung, sich mit Gebieten Mseitü der Grenze zu befassen." Lord Derby depeschirte am 14. Januar d. Js. an Robinson: Da seit (Silbe 1880 kein Resident beim Häuptling Kamarherero gewesen ist, so würde die Ernennung eines solchen jetzt den Anschein haben, als sollte versucht werden, die Entwickelung des deutschen jüngst von der Regierung anerkannten Protectorats zu durchkreuzen. Eine solche Maßregel könnte daher von der Regierung weder genehmigt, noch vertheidigt werden. Derby zweifle daher nicht, daß der Kap-Minister erkenne, daß selbst die Gegenwart Palgrave's in Damaraland in dem jetzigen Augenblick unerwünscht sei. Schon früher sei Robinson insormirt worden, daß es der internationalen Höflichkeit nicht entsprechen würde, das unmittelbar an die bestehende deutsche Grenze stoßende Gebiet einzuverleiben. Dieselbe Bemerkung beziehe sich, obwohl in geringerem Grade, auf die Ernennung eines Residenten bei einem Häuptlinge, dessen Land Deutschland legitim zu erwerben wünschen möchte, falls der Häuptling zustimme. Palgraoe reiste nach Dalmaraland am 8. November v. Js. ab. Wenn die Gerüchte über die Annexion wahr sind, können wir nur annnehmen, daß obige Instructionen ihn nicht erreichten. Wir halten fest an dem in obiger Depesche Gesagten und telegraphirten Robinson, in den Minister zu dringen, daß er Palgrave anweise, demgemäß zu handeln, falls er es noch nicht gethan.
London, 27. Februar. Währeno der Schießübungen in Shoebu.yneß platzte gestern eine Granate. Ein Offizier und ein Kanonier wurden sofort geiödtet. Oberst Fox-Strangways, Dir Director der Artillerüschteßschule, Oberst Lyon«, sieben andere Offiziere, mehrere Artilleristen und Civiltsten wurden schwer verwundet. Bet Einigen zweifelt man am Aufkommen.
— Oberst StrangwayS und Oberst Lyon, welche gestern auf dem Schüßplatze bet Shoeburyneß bet dem Platzen einer Granate verwundet wurden, sind heute Vormittag ihren Wunden erlegen.
PariS, 27. Februar. Anläßlich der Erklärung FItzmaurice's, daß die englische Regierung RetS nicht als KriegS-Contrebande ansehen könne, bemerkt der „Temps", derartige Fragen hält n stets zu Erörterungen zwischen den dethe^l gten Regierungen geführt, seien aber bisher ungelöst geblieben. „Temps" erinnert daran, daß England stets beansprucht habe, Kohle als Krtegs>Conlrebande anzusehen. Frankreich habe jederzeit gegen diese Auffassung protestirt, England aber trotzdem^ geglaubt, dieselbe zur practtschen Anwendung bringen zu sollen. Mit der gegenwärtigen Meinungsverschiedenheit verhalle es sich ebenso; dieselbe werde Frankreich nicht abhaltev, auf einer Maßregel, die eS für nothwendtg erachte, zu bestehen
— Einem Telegramm deS „Temps" aus Aden zufolge ist in Zeilah ein Aufstand unter den SomaliS auSgebrochen- Gerüchtweise verlautet, Zeflah und Moka seien seitens Italiens besetzt.
London, 28. Februar. sPrivat-Depesche-! Das Unterhaus verwarf mit 302 gegen 288 Stimmen Northcote's Tadelsvotum, dagegen nahm daß Oberhaus mit 189 gegen 68 Stimmen Salisbury's Tadelsvotum an.
für weitergehendeu Bedarf zweckmäßige Vorkehrungen zu Mosserquartieren in Aussicht genommen. Den Verlag der Festzeitung hat Herr Ed. Pierson in Dresden übernommen. Dieselbe wird in 12 Rummern erscheinen, deren erste am 1. Juli d. I. versendet werden wird. Die Festschrift ist in den Grundzügen ebenfalls bereits genehmigt. Der Besuch des Festes verspricht großartige Dimensionen anzunehmen. Namentlich werden die deutschen Turner Oesterreichs sich zahlreich betheiltgen. Die Wiener Turner haben einen besonderen Extrozug projectirt.
— (Von der jüngsten deutschen Colonia Das im Verlage von Greßner u. Schramm in Leipzig erscheinende illustrirte Prachtwerk „Europas Colonien", geschildert von Dr. Hermann Roskoschny, bringt Interessante M ttheilungen Überdas Gebiet, in welchem die Besitzungen des Stuttgarter HauscS Fr. Colin liegen, in welchen am 1. Januar d. I. durch Capttän Thüden von der „Ariadne" die deutsche Flagge gehisst wurde. Da jede Milthetlung Über dieses bisher so wewg gekannte Gebiet augenblicklich von hohem Jntensse ist, lassen wir nachstehend einen Auszug auS dem genannten Werke folgen, in welchem aus dem nicht sehr reichhaltigen Nachrichtenmaterial , das bisher vorltegt, ein hinreichend orienttrender Bericht zusammengestellt ist: E-
Nächst den Fellahs sind in dieser Gegend daS wichtigste Volk die Sousous, denn ihre Sprache wird von allen Völkern am Rio Nunez gesprochen, die auch viel von ihren Sllten angenommen haben. Sie wohnten wahrscheinlich einst am linken Ufer deS Rio Nunez, wurden aber von den Landoumans und anderen Völkern nach Süden gedrängt, einen geeinigten Staat bilden sie heute nicht mehr und die Könige der einzelnen Dörfer vereint nur der gemeinsame Haß gegen die Fellahs und den MohamedantömuS. Die Soufons im Innern des Landes, zwischen dem Rio Nunez und Mellarore sind ein wildes, kriegerisches Volk, die in der Nähe der Faktorei Ansässigen verkehren aber freundschaftlich mit den Europäern und In den englischen Niederlassungen tragen sie sogar mit Vorliebe europäische Kleidung - allerdings in einer durch den bekannten Negergeschmock beeinflußten Zusammenstellung.
Von dem Kerrygebirge, welches der ganzen, von diesin Völkern bewohnten Küste ihr Geprägt aufdrückt, hat letztere auch den Namen Kerryküste erhalten. Man versteht unter diesem Namen den etwa 200 englische Mcilm langen Küstenstrich im Norden von Sierra Leone, in welchem die Flüsse Nunez, Pongo, Forecarta, Dubrika, Malle- cory und ScanciaS in daS Meer mündet. Alle vorgenannten Flüsie können tief tn das Land hinein, bis auf eine Entfernung von 60 bis 70 englische Meilen auch von großen Seeschiffen befahren werden und bilden vorzügliche Transportwege für auS dem Innern kommende oder dahin zu versendende Maaren. Ein lebhafter HandelSverkebr hat sich hier entw ckclt, umsomehr, da das Klima wegen deS nahen Gebirges ein so gesund.S ist, daß Aerzte völlig entbehrt werden können. Die trockene Jahreszeit, welche von Anfang August bis Anfang Mat währt, ist die gesundeste, aber auch die Regenzeit ist nicht ungesund, und Fieber, von denen der Europäer an der Westküste sonst höchst silien verschont bleibt, kommen hier gar nicht vor. DieS findet seine Erklärung darin, daß hier nicht wir in andercmThetlen der Westküste sumpfiger, mit Mangroven bedeckter Boden einen ewigen Fieberherd bildet. Das Kerrygebirge steigt zu 2000 bis 3000 Fuß empor, fast überall diS zu den höchsten Spitzrn mit Wald bedeckt, in welchem Kopalbäume vorherrschen, und zwischen den waldigen Höhen liegen fruchtbare Thäler, in denen die Kaffeestaude und daS Zuckerrohr in Massen wild wachsen und alle Pflanzungen der Eingeborenen trotz der Trägheit ihrer Bebauer reichen Gewinn ab- werfm. Ein weites Feld eröffnet sich hier europäischer Unternehmungslust und das Stück afrikanischen Bodens -wischen dem Rio Pongo und dem Mallecory dülfte noch einst einer der reichsten und blühendsten Landstriche Afrikas werden, wenn erst einmal fleißige Hände am Werk sein werden, die jungfräuliche Erde auSzunutzen und die Schätze zu heben, welche zu verwerthen der Neger zu faul ist.
Die Waldungen am Dubrica, Forecarta und Mallecory liefern hauptsächlich Gummikopal, der einen wichtigen Handelsartikel bildet. Außerdem kommen in den Handel Sesamsamen und Erdnüsse, von welchen letzteren Ladungen von 30,000 bis 40 000 Bushel nach Marsiille (vielleicht auch nach Hamburg?) versandt werden. Ingwer, welcher nach England und Amerika exporttrt wird, ged-tht hier so gut wie tn Westtndien, und auch der bter noch meist wild wachsende Kaffee ist eine gute Sorte. Der Strauch liefert an der Kerryküste 14-15 Pfund Bohnen, aber trotz des großen Gewinnes, der durch den Anbau von Kaffeestauden zu erzielen ist, haben die Neger bisher nur wenige kleine Plantagen angelegt und daS in den Handel kommende Quantum Kaffee ist noch ziemlich unbedeutend. Da wird europäisches Kapital eingreisen müssen, um auS dem Kaffeestrauch ebenso größeren Nutzen zu ziehen, wie bereit« für daS Zuckerrohr, welches die Eingeborenen nur roh verbrauchen, durch englische Unternehmer eine btfiere Verwerthung geschaffen wurde. Nach Versuchen, welche tn Liberia angestellt wurden, kann man annchmen, daß am Dubrica, Mallecory u. s. w. Kaffeeplantagen, wenn ihnen die nöthtge Sorgfalt gewidmet wird, nach drei Jahren bereits so ertragfähig sein könnten, daß 12000 Sträucher etwa 600 Gentner Kaffee jährlich liefern würden. , .
Große Schätze, welche gleichfalls noch der Hebung harren, bergen die Wälder, welche Holzarten enthalten, die sich den gesuchtesten südamertkantschen an die Sette stellen können. Dem Holztransvort stehen nirgends Schwierigkeiten im Wege, da der Wald fast überall sich bis zur Meeresküste erstreckt und die vielen wasserreichen Flüsse auch den Transport aus dem Innern erleichtern.
Auch für 6te Viehzucht ist daS Land so wohl geeignet wie kein anderes auf der ganzen Strecke vom Gambia bis hinab nach MosiamedeS. Die Kerryküste ist einer der wenigen Punkte West-AfrikaS, wo man an der Küste frisches Rindfleisch erhält, während man sonst meist auf Ziegenfleisch angewiesen ist. Kuh- uud Ochsenhäute stehen unter den Exportartikeln obenan. Käufer ist ausschließlich Amerika, wohin einzelne Firmen jährlich 100,000 bis 150,000 Häute senden.
Zu all diesen manntgfalttgen Erzeugnissen, welche daS nächste Hinterland auf den Markt liefert, kommen aber an der KerrykÜfte noch Kautschuk, Elfenbein und Gold in den Handel, welche die Fellahkarawanen auS dem Innern bringen. Der Landschaftsmaler F. Kltngelhöfer, der die Küste bereiste, sah am Dubrica, Nunez und Pongo Fellakarawanen erscheinen, welche an 900 Köpfe zählten. Gegen die Maaren, welche sie bringen, erhalten sie Gewehre mit Feuerschloß (welche speciell für Meftafrika in Belgien und zu Sheffield in England fabricirt werden), Pulver, Schwertklingen, eiserne Töpfe und andere Effenwaren, Messingschalen, welche sie zur Salzbereitung brauchen, irdene Geschirre, weiße Baumwollstoffe, Tabak, Rum und Genevre, Seifen und Pomaden, schlechte Haarölsorten u. s. w. Die Schwertklingen, welche die Fatah Fellahs kaufen, sind Solinger Erzeugnitz, der Rum, den die Eingeborenen so sehr lieben, kommt aus Hamburg (der Genevre aus Holland). Deutsche sind überhaupt sowohl am Import als am Export der KeriykÜste stark betheiligt. Herr Kltngelhöfer erwähnt drei deutsche Firmen, welche neben Franzosen und Engländern dort thättg sind: Merk am Dubrica, Rosenbufch auS Hamburg und Weber am Mallecory.
Der Dubrica-Mündung gegenüber hat sich auf den LoS-Jnseln ein französisches Handelshaus niedergelassen, während auf der vor dem Mallecory gelegenen Insel Matacong das englische Haus Rändel u. Fischer eine Niederlassung besitzt, deren Leitung Herr Kltngelhöfer in den Händen eines Deutschen, eines Herrn FrieSnep fand, der für sein HauS jährlich 15-20 Vollschiffe befrachtete.
Einer deutschen Firma auS dem Binnenlande, Fr. Coltn tn Stuttgart, welche schon seit Jahren den Boden für eine deutsche Occupation vorbereitet, war es nun, wie wir wissen, beschieden, mitten zwischen den französischen Besitzungen in diesem reich gesegneten Lande festen Fuß zu fassen.
Vermischtes.
Friedberg. In der Sach-Hinze contra Jöckel und Btndernagel ist nunmehr BerufungStermin von dem Landgerichte Gießen auf den 24. März, Nachmittags 3 Uhr, anberaumt. Als Zeugen sind seitens des Gerichts nur Zahlmeister Colltgnon und Armeelieferant Ritgen geladen. mc icc
Darmstadt, 25. Februar. Herr Obermedicinalrath Dr. Pfeiffer hielt am 18. d. Mts. in der Aula der Realschule zum Besten des Allce>Frauenoereins einen Vortrag über die „GesundheitSverhältnisse in Stadt und Land mit besonderer Berücksichtigung de« GroßherzogthumS Hessen". Wir entnehmen dem interessanten Vortrage daS über die Provinz Oberhessen bezügliche: „Bei den unserer Beobachtung ferner liegenden und von den in den südlichen Provinzen erheblich verschiedenen Zuständen in einem größeren Theile der Provinz Oberhessen ging Redner auf eine ausführlichere Darstellung derselben ein, schilderte die Wohn- und Nahrungsverhältniffe der Bewohner deS Vogelsberges genauer und wies auf die tn dem weitaus größten Theile der Provinz bestehenden günstigen Sterbeverhältnisse hin, welche dieser Provinz den Charakter eines sehr gesunden Beziikes verleihen. Die Kindersterbltchkett, in den Kreisen nur von 23 bis zu etwas über 29 (Kreis Lauterbach) sich bewegend, betrage im Mittel nur 25 gegen 33 tn Starkenburg und 36 tn Rheinhessen. Die etwas höhere Sterblichkeit der Erwachsenen mit 21 sei Folge einer relativ größeren Zahl älterer Personen unter den Bewohnern. Als ein bedeutungsvolles Moment für die geringere Kindersterblichkeit tu Oberhessen hebt der Vortragende die geringe Geburtenfrcquenz, die auf eine Familie entfallende geringe Kinderzahl hervor, bezüglich deren nur der KretS Lauterbach eine, wenn auch nicht sehr auffällige Ausnahme mache. Er erläutert die schädlichen Folgen, welche in ungünstig fUutrten Familien ein großer Kindersegen mit sich führe, rote häufige Wochenbetten die LebenSkräftigkeit der Mutter beeinträchtigen, wie dieser Umstand wiederum zur Lebensschwäche und mangelhafter Entwickelung der Kinder Anlaß werde, daß eS an der Muttermilch fehle, zu künstlicher immer kostspieliger Ernährung übergegangen werden müsse, wozu die Mittel und häufig auch die nöthtge Retnlichkeit und Aufmerksamkeit fehle und daß überhaupt eine größere Kinderzahl es nicht den Eltern gestatte, jedem einzelnen die nöihige Sorgfalt in Pflege und Wartung zu Theil werden zu lassen. Oberhessen sei im Ganzen ein Bezirk mit wenig Kindern und einer niederen Geburtenfrequenz, es berechneten sich nur 34 Kinder auf 1000 Einwohner, in den übrigen Provinzen über 40 und in einzelnen Kreisen über 44. Auch Selbststillen der Säuglinge durch die Mutter sei Regel und wo die Muttermilch nicht auSreiche, gebe man, aber immer neben letzterer, Kuh- und Ziegenmilch und andere Srährmittel. Die geringere Lebensbedrohung der Säuglinge tn Oberhessen erweise sich namentlich in der sehr niederen Sterbeziffer der Kinder de« ersten Lebensjahres, indem in der Provinz innerhalb deü letzteren von den ßebenbgebornen nur 15pCt. sterben, tn den südlichen Provinzen dagegen 21-23pCi. Die Verbreitung einzelner Krankheiten erörternd, hebt Redner daS Fehlen endemischer Krankheiten, die auffallende Frrquenz der Lungenschwindsucht bet der landwtrthschafttretbenden Bevölkerung deS Kreises Friedberg hervor und erwähnt des btS jetzt nur in Oberhessen beobachteten Vorkommens der Trichtnenkrankhett und deren muthmaßliche Ursachen. Von den epidemischen Krankheiten seien Scharlach und Rachenbräune in letzterer Zeit fast immer vorgekommen, Masern treten nicht oft auf, seien aber dann, weil eine große Zahl noch nicht durchseuchter Kinder und auch Erwachsener vorhanden sei, in der Regel ganz autzerordeniltch verbreitet.
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Mgeöoim Birnstämli werden verkauft im jZ88 RihttetW lifrifcbe H-chke, & grüne Heringe, Bc
Brathücklin.
Prima Kieler Sprotten, zum Rohesten, Bratherinc M Sardinen, Mch
Sardellen, Capei
Prima sä BichApft 2 Nück 15 Dntzei * in der Hamburger Wi
W von A. Ko


