WMl ° ^vhanueS -Mb ach hat §ckig den Acke M Namen dn Meutei dm 1M 1854 e 'M nchüge Zahli Hl gehörig r Achrnche an 6 Wochen hier a die Zahlung als M Löschung he Berliche Serfügi Tießen, ben 22.
Grc
Witterungskunde. )
30. ^uni. Im Allgemeinen Morgens wolk'g bis bedeckt, dann Aufheiterung, auf Mittag zu Haufenwolk.n, Nachmittags besser, Abends gewitterhaft- Namentlich in den südlichen Gebieten sind 'mwer noch kurze, örtlich ergiebige Regenschauer mit Gewitternatur zu erwarten. Dir Winde sind dabei im Allgemeinen mäßig, im Süden und Südweslen ziemlich lebhaft Der Wassersland des Rheins dürfte bet Köln eine mittlere Höhe von 3 bis 4 Metern baden-
1 Juli. Sonntag- Frühmorgens graublau bis schleierig, dann sich aufheiternd, schwül, stellenweise gewitterhaft Vormittags und Mittags; Nachmittags schön und sehr warm. Das nächtliche Temperaturminimum sinkt im Nordseegebiet. Es beginnt eine Gewitttrperiode, die namentlich dem Süden mit den Tagen fortschreitend plötzliche und massige Niederschläge bringt. D'e Wasserstände steigen, soweit sie von den Nieder.- schlügen in südlicheren Gebieten abhängen. Nach Osten und Nordoften zu ist mehr Aussicht auf vorwiegend trockene und heiße Tage mit Gewittern Vormittags bis Mittags und vereinzelt Nachts. r,o r, ,
2. Juli Montag. Frühmorgens blau, dann grau- bis weißlich blau bei hoher Dunstspannung, Mittags gewitterhaft und schwül mit Niederschlägen namentlich im Süden, Nachmittags schön und warm.
*) Aus Dr. L- Overzier's Wetter-Prognose für den Monat Juni, abgeschlossen am 15. Mai (Verlag der M- Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 JL}. — Nachdruck verboten.
N- i"dt" MW $ . , hem Mrgenl Mtere 6
Gießet oe
An den Son Ä Postsachen durc
Damstadt, d
M|
Wllft? '«ir Ä
6“ 650
Mit bem i. gonborf «eit L°ll°r Npofl W de-s
Die zwischen «1. 3uli,?b V
schweigt- - Staatsanwalt: Wie wurde der Leichnam weggeschafft? — Moritz: Das weiß ich nicht. - Angekl. Buxbaum (deutsch): Zu welchem Zweck hat man eigentlich das Mädchen in den Tempel gerufen? - Moritz: Ich spreche nicht deutsch, sondern nur ungarisch. - Josef Scharf: Du verstehst schon ganz gut, wenn Du nur willst. — Moritz: Ick weiß nur ungarisch. — Scharf: L>o? Rede nur deutsch, Du Lump- — Präsident: Keine Beleidigungen. Ich werde die deutsch gestellten Fragen ungarisch wiederholen. — Buxbaum: Erinnerst Du Dich, wie das Messer ausgesehen hat? — Moritz: Es war ein Schächtermeffter. — Dre Angeklagten schlagen die Hände zusammen. Weißstem: Em Schächtermesser entweihen? — Braun: Moritz, sag mir, was für Augen hat die Esther gehabt? — Moritz: Solche wie ihre Schwester. — Vertheidtger Eötvös: Was für Augen hat aber die Schwester gehabt? — Moritz schweigt. — Braun: Was für Augen hat die Schwester gehabt? — Moritz: Sie haben zu schweigen. — Jos. Scharf: Sage mir nur, hast Du während der ganzen Zett nie Sehnsucht gehabt, mich zu sehen/ Ich habe Dich wahrlich wiederholt sehen wollen- — Moritz: Nein. (Bewegung.) - Scharf: Schön von Dir! Du willst also auch in Zukunft nichts von mir wissen ? — Moritz: Nein. — Schars: Wer wird aber für Dich sorgen? — Moritz: Man wird mich schon versorgen. — Scharf: Aber wer denn? — Moritz: Das Königlich ungarische Ministerium des Innern. (Sensation.) — Schaff: DaS weißt Du auch? — Moritz: Ihnen müßte man das nicht sagen! — Scharf: Mit mir sprichst Du per Sie? — Moritz: Soll ich Sie nicht vielleicht einen gnädigen Herrn heißen? — Scharf: Du weißt Dich Deinem Vater gegenüber sehr schön auszudrücken. — Moritz: Wozu fragen Sie mich, wenn Sie sich einen Vertheidtger ge, nommen haben? — Scharf (im Niedersetzen): Ich möchte mich auch wirklich lieber >elbst vertheidigen. — Angekl. Lustig: Moritz, ist es wahr, daß Du gesagt hattest, daß Du k.in Jude mehr fein willst und daß Du Dich um Deine Glaubensgenossen nicht mehr kümmerst. — Moritz: Ick will kein Jude sein, will auch nichts wissen- (Sensation). — Es folgt nunmehr vas Verhör durch die Veffhffdiger. U. A. fragte Szekely: Wa-um haben die Juden die Esther ermordet? — Moritz: Vielleicht ist es in ihren Gesetzen- — Präs.: Woher vermuthest Du das? — Moritz: Man hat es gesagt- — Vertheidiger: Man hatDtr das gesagt? — Moritz: Auch mir. — Vertheidiger: Wer denn? — Mor'tz: Viele, auch große Geistliche. — Ver- theidiger: Was für Geistliche? — Moritz: Auch katholische Geistliche. — Ver- ihcidiger: Wer sind diese Geistliche? — Moritz: Ich weiß nicht, mir haben es Andere erzählt. — Vertheidiger Funtak: Erinnerst Du Dich, wie das Blut aus der Halswunde geflossen ist, dünn oder dick, langsam oder schnell? — Moritz: Es ist ganz dünn und langsam geflossen. — Vertheidiger: Ich mache Dich aufmerksam, daß Du da etwas sehr Unwahrscheinliches behauptest, denn das Blut spr'.tzst, wenn auch nur eine Ader am Halse durchgcschnitten ist. Deine Aussage ist erlogen! (Unruhe im Publikum.) Staatsanwalt: Da in der That diese Aussage des Moritz Scharf bezeichnend ist, verlange ick die Vorladung von Experten, damit diese über die angeregte Frage ihre Meinung äußern. Gleichzeitig muß ich dem Gerichtshof bekannt geben, daß ich die Nachricht erhielt, in der Zeit, m welcher er sich unter gerichtlicher Aufsicht befinde, habe Moritz einmal das Geständmß abgelegt, seine ganze Aussage sei vom ersten brs zum letzten Worte erlogen. Er habe nichts gesehen und was er gestanoen, fe< ihm angelernt worden; da ich weiter höre, daß der Daniel Barcza hierüber Authentisches berichten kann, verlange ich dessen Vorladung als Zeuge. Hierauf entsteht ein ungeheurer Lärm; ein Ruf wird laut: Ist benn auch der Staatsanwalt V er ihetdiger der Schächter?" — Vertheidiger Friedmann bittet, den Knaben der Obhut tegenb einer dritten Person zu übergeben, denn so lange er bei fernem jetzigen Hüter bleibe, fei sticht zu erwarten, daß man seinen Aussagen Glauben beimessen wird, denn dorr hat man ihm gelehrt, Vater und Mutter zu hassen und gibt ihm überhaupt keine sittliche Erziehung. (Unruh?, M'irr-n 'm Publikum.)
KirehUGe Anzeigen der StsrdL Giesteu.
6 y n n g e l i f d) t Gemeinde.
WottsühierrS:
Samstag den 30. Juni.
Nachmittags 2 Ahr: Beichte, Pfarrer Schlosser.
Sonntag den 1. Juli (6. nach Trinitatis).
Vormittags 9'/r Uhr: Professor Dr. Gottschick. Feier des heiligen Abendmahls.
Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Kinderkirche: Vormittags 8 Uhr, Pfarrer Schlosser.
Katechismuslehre für die Gymnasiasten und die Stadtschüler Nachmittags 2M in der Friedhofkapelle.
Katechismuslehre für die Mädchen Nachmittags 2 Uhr in der Klemkmderschuie
Am Sonntag, den 8. Juli, feiert der Zweigverein der Gustav- Adolf-Stiftung im Dekanat Gießen sein Jahresfest hier in Gießen. Der Fest- gotkesdienst, in dem Herr Pfarrer Ritsert ans Darmstadt predigen wird, findet m der Stadttirche, Nachmittags um 20a Uhr, statt. Von Uhr an soll eine freie Nach- Versammlung in Wenzels Gartens aal gehalten werden, in der Herr Dekan Strack, Pfarrer Ritsert und Pfarrer Dr. Naumann Ansprachen halten wollen.
Die P f a r r g e s ch ä f t e in der Woche vom 1. bis 7. Juli besorgt Pfarrer Dr. Naumann.
Katholische Gemeinde.
7. Sonntag nach Pfingsten.
(Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus.)
Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. ValO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Andacht.
Gottesdienst in der Synagoge.
Freitag Abend 7« Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 9^ Uhr. __ ,
Wafserwärrue der Lahn. „
Am 29. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: 4- 18V? R., Luftwarme 4- 23
L. Ehr. RÜbsamen.
£ o ( a 1 H.
29 ^uni In vergangener Nacht wurde auf hiesigem Bahnhofe ein Fr-u-nV^'o-rhaL welch-- tm Verdacht stehl, einem Herrn -in- G-.droll- aus der Tasche 'ntw-nd-t,uJ®«». 26 auf btn 27. b. M. wurden am Rtegclpsad. Bahn- . .17 u5d W lb- mslr-ß-mehrer- Garl-nthor- auSgehängt und sorts-schleppt sowie
W°r-, Schilde,° abgerissen. D.e THLt-r wurden ermittelt und zur Anzug- gebracht. Oswaldsgarten beim Ausst-ll-n der F-sthall- schlug gestern eine Leiter um und"einem L?er a°us den Kops, so daß derselbe -in- klaffend- Wunde d-ooutrug.
731) 1 Jeher die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeil urigen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn mam vnn der Annoncen - Expedition von KlA AftBE <5* ’e
Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die- auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Vermischt*
26 ^unt Am 15. d. M wurde von dem Amtsgericht Darm- ftnht urtbed in der Strafsache gegen eine große Anzahl Pflichlfeuerwehrleute aus Arbeilgen^ wegen Nichterscheinens bet einer ordnungsmäßig angesagten uebung oer- 2n v,. e 9inneHaaten in Strafe und Kosten verurthellt und ließ
MU?'b7ea§in“^bebe^;^b^.0e“anfltee"nem<^rOntntafte hätten sie nicht nöihtg. an so,ch-n U°buugeNrth°.l^n-h^n^ nicht g-l.°m
(Rnffe im töaufe Nr. 13, dem Kaufmann Herrn Christian Dorr gehörig, ^euer aus das größere Dimensionen anzunehmen drohte, weßhalb bte5rei^)l^fge Reiter' D?e Feuerwehren leisteten Vorzügliches und gelang es ihr n
.‘“ä ä ».“i ^n"dem das ?eeu°r -nltuckt wurde, erlitt am Kopse und den Armen nicht minheb- licke Brandwunden. Nach halbstündiger Arbeit war das Feuer keioscht. Mehrere Familien deren Eigenthum sehr niedrig versichert ist, kommen in großen Schaben.
Frankfurt a. M-, 29- Juni- Uebcr die Entstehung des Feuers in der Neuen Scklesinaeraasse läßt sich nichts angeben. Als eins der in den Mansarden schlasenden Mädchen fiüh kurz nach 5 Uhr die Kammerthür öffnete, ^lugen die Flamen bereits mit solcher Heftigkeit entgegen, daß der Kopf und die Arme des Mädchens Rrandwund st erhielten. Das Geschrei des Mädchens weckte d'e Schläfer, etwa 20 Versomn die sich in größter Hast unter Zurücklassung aller ihrer Habe, viele nur mit e-nem Hemde bekleidet, über die Stiege, die hie und da bereits ^euer gefangen batte und ieben Augenblick einzustürzen drohte, retteten. Wie man siö denken kann, herrschte eine furchtbare Verwirrung unter den entsetzten Menschen. Daraus Erklärt es sich wohl, daß ein kleines Kind zurückgelassen wurde dessen verzweifelnde Mutter auf der Straße herumlief und nach dem Kinde schrie- Ohne sich einen Augenblick zu Minnen ergriff einer der Anwesenden ein Frauenkleid, durchnäßte es, warf es über sich und'drang, in jeder Hand einen gefüllten Wassereimer mitnehmend, ln das Haus em. Nach wenigen bangen Minuten erschien er, tm Arme ein etwa 8 ,^onate Ql!e^ Äinb haltend das er aus einem bereits brennenden Zimmer gerettet hatte und der weinenden Mutter stillschweigend übergab- Den Dankesworten derse!b<n en zog sich der hochherzige Mann durch rasche Entfernung. Dre That sprrcht für ft® Itlbli- AM haben ihr nichts weiter hinzuzufügen. Das Feuer selbst wurde nachdem bte letüer er 11 kurz vor 3/a6 Uhr signalisiite Feuerwehr erschienen war, verhattnißmaßig ra,ch g. loscht-
* Nidda 25 Juni Hier ist eine armeiFrau mit fünf K.ndern n-cdergekommen. Eines davon, ein Junge, wiegt 14 Pfund. (? Ein normales Kind wiegt nur etwa dic Hälfte.) Die Kinder sind sämmtlich frisch und gesund- Eine wohlhabende tyamilie ha für bte^ Fünflinge eine Wi- ge anfertigen lassen, groß genug, um alle zugleich zu bergen- Auch erhält die so „segensreich betroffene Familie sonstige Unterstützungen.
Ludwigshafen, 24. Juni. Heute Nacht ereignete sich im hiesigen Rangir- bahnbof ein gräßliches Unglück Der 34 Jahre alte Ranztrer Johannes Bullinger von Iggelheim gerieth (ob aus Unvoisichtigkeit ober in Folge eines ^rrt^u^ hfon^" wir nicht ermitteln) beim Rangiren eines Güterzuges unter^denselbev' und ^urd^n .hm beide Beine oberhalb des Knies, sowie an der Unken Hand etliche Ftnger abgefahren. Der Btdamrnswerthe wurde hierauf in das städtische Spital e rbracht, wo er heute s-üh unter den gräßlicksten Schmerzen gestorben sein soll- Derselbe hinterlaßt eine Wittwe nebst drei unmündigen Kindern.
- Das Hauptinteresse in dem Tisza-Eszlarer Prozeß erregt die Verneymung des Moritz Sckarf. Wir theilen zur Charakierist k dieses 14iahrigen Zeugen aus dem dritten Verbandlungsiage noch folgende Episode mit: h(>r 1Tntprfllrhunna,
Scharf (der Vater): Was hast Du damals gesagt, als Dich bei
richl-r zum ^rst-p Mal- fragt-? - Morttz: Ich hab- g-sagt. tchn chts w-,l Sie nur verboten haben, etwas von dem Cadavrr zu sagen. — ^^arf Du lügst, schlechter Junge! Du weißt ja nzcht einmal, was Cadaver bebautet. Moritz: O ja, es ist ein Leichnam. — Scharf: Also, wenn ich sage, ^ lei nicht
wahr^was Du aussagst, so lüge ick? - Moritz: Ja ©<e lügen, (^enfatlon.) — Scharf: Also gut, Du hast burch bas Schlüsselloch die Esther absch^chtm ges-'hen , wo war denn ich damals? - Moritz: Im Zimmer. - Scharf: D'e Sache hat sa ange gedauert und ich soll nichts davon gehört haben? — Mor'tzJ^ wech wcht. Schars: Nun, ich habe alle diese Sachen nicht sehen bürsen? — Mor-tz. 3* nicht, beim Essen hast Du mir bte Geschichte erzählt. — Scharf. W — -Won®. Ja. - Scharf: Du Lügner, bas habe ich um Dich verdient, baß man mich Dernei Aussagen wegen hier auf bem Marktplatze henken soll? Sage, Montz, bauern Dich alle diese unschulb'gen alten Leute ba nicht, bte burch Deine falschen Aussagen an den Galgen gebracht werden? Dauert es Dich aar nicht, daß ich Deine Geschwister seit vierzehn Monaten nicht gesehen habe? — Moritz: Sie w^den Sie schon sehen- Scharf: Woher weißt Du das? — Moritz (die Augen niederschlagend und den Kopf wegwendend): Ich weiß es sehr genau, daß Ihnen nichts geschehen wirb. Schars. Wer sagte Dir bas? — Moritz: Der Untersuchungsrichter hat nur immer gesagt, meinen ©Item g'sch.h- nichts. - Schars: Aber datz Ich seit dreizehn Monaten D-tnet- halben unschulb'g eingesperrt bin, das dauert Dich nickt? — Moritz: Dafür kan' ich nicht, wozu hat man Leichen eingeschmuggelt? — Scharf: Das weißt Du auch. — Moritz: Ja, ick habe es gehört und auck gelesen. — Schaff: Woher haben die Schächter die Gefäße in den Tempel gebracht? - Moritz: Das weiß ich nicht. _ Sckarf: Und die Esther befahl ich Dir hereinzuruien? Wo war denn die Bartori 4 (Dies lbe ist eine Hauptbelastungszeugin.) — Moritz: Die hat mir auch heute gesagt, daß Du damals dabei zu thun hattest. "Sckarf: Heute? — Präsident: Lo hast Du heute die Bartori gesprochen? - Moritz: Sie hat heute mit mir im Ho e gesprochen (Sensation.) — Vertheidiger Eötvös: Sie, Josef Schars, lagen Sie aufrichtia ob Ihr Sohn während des Mittagessens d,e Geschichte erzählt? Scharf: Er lügt!' Alles ist effogen. - Vertheidiger Funtack: Moritz Hast Du Dich mck gefü'chtet, als Du die Abschlachtung mit angesehen? - Moritz: O nein, ich wollte zu Efide sehen, was geschieht- - Staatsanwalt - Moritz, komm naher und antwort' gewissenhaft auf meine Fragen. Darf ein Christenmadchen in einen Tempel eintreten ? - Moritz: Ja, sie können in den Tempel eintreten; ch habe mich spater an das Schlüsselloch begeben, nachdem ich drei-, viermal den Stuf O£bor. „Menschen, helft. - Staatsanwalt: Erzähle genau, was Du durch das Schlüsielloch gesehen. - Moritz: Das habe ich schon wiederholt erzählt. - Präsident. Das glaube ick auch^ er hat schon gestern seine Aussage gemacht- - Staatsanwalt (zu Mofftzl: Ick mache Dich aufmerksam, daß Du mir, dem ^rtreter be§ Konigl Oberstaatsanwalts Alles m sagen haft was Du weißt. (Zum Präsidenten gewendet): Ich stelle ohne- dl-r nur thotsächliche Fragen! Alla sag- mir, Moritz, was sähest Du 'n I-n-m Moment, in w-lch-m Du durch das Schlüsselloch blicktest? - Moritz: Zwei Juden haben die Esther gehalten und der eine hat ihr, nachdem der Mund m t emem Tuck verbunden war, in den Hals geschnitten. - Staatsanwalt: Wohin ist das Blut geflossen? — Moritz: In ein Gefäß. - Staatsanwalt: Wie wurde das Blut aufgefangen ?
Moritz: Sie legten den Leichnam aus den Bauch und der Kopf wurde au gehoben und die Füße auf der Erde gelassen. - Staatsanwal : Hat sie damals einer der Männer gehalten? - Moritz: Ja. - Staatsanwalt: Warum gingst Du nicht an das zwei Schritte entfernte Fenster, wenn Du so neugierig gewesen bist? — Moritz: Ich wollte nickts versäumen. — Staatsanwalt: Du Dich nickt vor
dem Leichnam gefürchtet? — Moritz: Nein. — Staatsanwalt: Als die Manner weggingen, bemerktest Du nichts in ihren Händen? — Moritz schweigt. - Staatsanwalt: Waren ihre Hände nicht blutig? — Moritz schweigt- — Staatsanwalt: Wo hätten fte sich waschen können? — Moritz schweigt- — Staatsanwalt: Wo sollten die Gesäße hingekommen sein, in die das Blut geschüttet worden? — Moritz
*»3 5* ner
-<___
Ml M M
Ei
Ü45 ®r0B6e
Slontag 6 w^ormitti föfaimalten^atht *: ?*tar6eit, Dtro Malerarbeit «arbeit, Aüerarbeit, Mitarbeit, Äereratbeit ^^NngberS Klagt za.
Sch«, btlt 26 7? 1 Bi
5° 31.
e
6t,
I I


