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Amerika.
Cincinnati, 24. Februar. Der Strom ist hier bereits eine Steile breit, 6000 Famllien sind obdachlos. Noä) größer ist die Roth in der Nachbar- staot Lawrenceburg an der Dtündung der Miami. Der Boden steht dort 4 Fuß unter Wasser; jede Verbindung von hier aus ist durch gewaltige schwimmende Holzmassen unterbrochen. Die Höhe des Wafferstandes von 1832 ist bereits um 3 Zoll überschritten.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S tclcgr. Correspondcnz-Burean.
Mainz, 25. Februar. Heute früh ist bei Staudernheim ein Güterzug entgleist. Zwei Waggons wurden total zertrümmert, der Zugführer wurde getödtet.
München, 25. Februar. Prinz Arnulf von Bayern ist im Auftrage des Königs heute Vormittag zur Theilnahme an den Festlichkeiten in Berlin dorthin abgereist.
Dresden, 25. Februar. Der Herzog von Genua hat seine Abreise nach Berlin aus morgen früh 8'/z Uhr festgesetzt.
Paris, 25. Februar. Das „Journal ossiciel" veröffentlicht heute die Decrete, durch welche der Herzog von Aumale, der Herzog von Chartres und der Herzog von Alen^on in Jnactivitat versetzt werden. Den Decreten ist ein Bericht des KriegSmunsters Thibandin vorausgeschickt, in welchem die Crgrei- sung dieser Maßregel verlangt wird, weil bie öffentliche Meinung erregt sei durch die Unzukömmlichkeiten, bie aus der Zugehörigkeit der den früheren Herr- scbersamllien entstammenden Osstciere zur Armee enstanden. Denn die großen Principien der militärischen Subordination und einer einheitlichen DiSciplin könnten geschwächt erscheinen durch das Verbleiben von Osficieren an der Spitze der Armee, denen bereits durch ihre Geburt eine Ausnahmestellung einge- raumt sei.
Petersburg, 25. Februar. Wie das Nordische Telegraphen-Bureau meldet, Hal der Minister des Innern dem „Golos" die dritte Verwarnung crihctlt, die Herausgabe desselben auf sechs Monate suspendirt und die Piäventiv-Censur für das Blatt nach dessen Wiedererscheinen angeordnet. Nach ander-octter Mittheilung wirb diese Susvendirung des „Golos" motivirt mit der schädlichen Richtung, wclche sich in deni Blatte, sowohl durch die Beurtbe lung bestehender Staatseinrlchtungeu, als auch durcd die falsche Darstellung von Thatsacken ausspreche. In einer Zeitungspolemik habe der „Golos" ferner letzthin beständige Anspielungen gemacht, welche den Zweck hätten, die Absichten der Regierung hinsichtlich der Reformen des letzten BierteljahrhundertS in falschem Lickte darzustellen.
— Der „Regierungsanzeigcr" veröffentlicht einen Allerhöchsten Befehl, daß eine besondere höhere Commission aus Beamten verschiedener Ressorts unter Vorsitz des früheren Ministers des Innern, jetzigen Staatssekretärs Makow, eingesetzt werben soll, welche sämmtliche auf die Juden bezüglichen Reichsgesetze durchzusehen und Entwürfe über nothwendige Veränderungen derselben aufzustelle-r hat. Der Vorsitzende der Commission soll das Recht haben, zur Benutzung über besondere Fragen Sachverständige herdeizuziehen. Die Entwürfe der Commission, sowie die dazu gehörigen Gutachten sollen durch den Minister des Innern der kompetenten gesetzgebenden Instanz unter- d: eitet werden.
New-Nork. 25. Februar. John W. Foster ist zum Gesandten in Madrid ernannt worden. — Der Dampfer „Nepublic" hat den auf der Fahrt von Liverpool nach Boston begriffenen Dampfer „Glamorgan" am 16. ds. als Wrack angetroffen und die Ueberlebenden von den Paffagieren und von der Mannschaft des „Glamorgan" hierher gebracht. Der Kapitän, der zweite Officier, zwei Matrosen und zwei Passagiere des „Glamorgan" sind bei dem von demselben erlittenen Unfälle um'S Leben gekoinmen. — Die hier ein treffenden Dampfer berichten von Eisbergen, welche sie auf der Fahrt angetroffen haben.
Lokales.
Gießen, 26. Februar. Zum Vorsitzenden drS am 28. März seinen Anfang nebmmoca Schwurgerichts der Provinz Oberhessen für das erste Quartal L I. wurde der Großh. Landgerichtsrath Wiener dahier ernannt
Gießen, 26. Februar. Auf dem gestern in Mainz abgehaltenen mittelrheinischen Turntag wurde einstimmig beschlossen, das mittelrheinische Turnfest für dieses Jahr ’n Gießen abzuhalten. — Außerdem wurden 10 Vereine in ben Kreis aufgenommen, sowie eine Commission erwählt, welche eine Turnordnung zu entwerfen hat für die oorzuführenden Musterriegen ganzer Vereine innerhalb des KreiseS.
Verwischtes.
Darmstadt, 23. Februar. [Kaiser-Manöver.) Die Hebungen des 11. Armee- Corps im kommenden Herbste sind an Zahl der dabei bethetligten Truppen die größten bis jetzt ftattgefundenen, indem sie das große Manöver zu Ende der 70er Jahre bei Wabern nach überschreiten Im Ganzen werden dabei behelligt sein: 42 Bataillone Infanterie, 30 Escadrovs Cavallcrie und 108 Geschütze. Kolossale Vorkehrungen in Betreff der Verpflegung der Truppen und der Fouragelieferungen werden schon jetzt getroffen. Ein bedeutender Fremdenverkehr steht aus Anlaß des Manövers in der Rhein- und Maingegend in Aussicht.
Offenbach, 22 Februar. Dem Abgeordneten Liebknecht sind aus Nord- Amerika 10,300 JL zugegangen, welche von amerikanischen Arbeitern gesammelt wurden und zu directer Unterstützung durch die Ueberschwemmung beschädigter Arbeiterfamilien bestimmt sind. Es sind von diesen Liebesgaben bisher durch Vertrauensmänner in dem Kreise Offenbach, in der Pfalz, in Rheinhessen, Hanau, Darmstadt rc. ca. 5600 JL verausgabt worden.
Berlin. Auf dem großen Coftümfest, welches am 28. d. M. im Weißen Saale des Königlichen Schlosses ftattfinden soll, wird, wie jetzt bestimmt, die Frau Prinzessin Wilhelm als Königin Minne, nicht, wie geplant war, von 6 Offizieren getragen werden, sondern in einem prachtvollen Triumphwagen, welchen die Baurathe Kayser und o. Großheim im reinsten Geschmacke der deutschen Renaissance entworfen haben, erscheinen. Die vier Hofdamen, Frau v. Liebenau, Gräfin Ferdinand Harrach, Gräfin Mathilde Keller und Fräulein Clara v. Gersdorff, an ihrer Spitze die Gräfin v. Brockdorff und die 6 Cavaliere Ha' ptmann Sixt v. Arnim iKaiser Alexander-Regiment), Premterlieutenant Freiherr v. Lmtz (2. Garde-Ulanen-Regiment), Lieutenant Graf Schlippenbach (Kaiser-Franz-Regiment), Hauptmann v. Bernuth (KaiserAlexander- Regiment), Premierlieutenant v. Kalkreuth (1. Garde-Fuß-Artillerie) und Lieutenant v. Henk iKaiser Franz-Regiment) werden den Wagen begleiten- Das Costüm der Prinzessin Wilhelm besteht aus einem wetten Mantel von Goldbrocat, einem rosafarbenen Kleide und einer Tunique aus orientalischem Stoffe darüber, die mit Rosen ausgenommen ist. Unter dem Rosenkränze trägt sie eine Krone von Brillanten. Prinzessin Wilhelm, Prinzessin Friedrich Karl, Prinzessin Albrecht und Herzogin Wilhelm von Mecklenburg werden allein Edelsteine im Werthe von 2 Millionen tragen. (Mgdb. Z.)
— Ein hundertjähriges Männchen, Max Elianer, starb vor Kurzem in Siraß- burg i. E DaS Leben dieses kleinen Mannes, schreibt bie „Union", war ein sehr sonberbares. Geboren m Straßburg am 1. November 1782, würbe er 1808, obwohl er nur ein Maß von 4*/i Fuß halte, als Trompeter in bas erste Husarenregiment ein- geretht unb mochte den Felbzug in Spanien mit. 1809, 1810 unb 1811 war er bei ber Rheinarmee in Mainz, Leipzig unb Dresben unter bem Oberbefehl bes Generals Rapp. 1812 war er unter den Kämpfern bei ber Erstürmung von Warschau unter bem Oberbefehl des Prinzen Pontalowski, machte hierauf ben Feldzug in Rußland
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hielt, wie daS über bie sogen- Er hob zunächst
— [Offen ohne Schornsteines Im BreSlauer Gewerbeverein „Br. Gew. Bl" berichtet, Herr Ehrlich vor Kurzem einen Vortrag Karbon-Nalron-Oefen, welche eines Schornsteins entbehren können.
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hervor, baß sie nur eine beschränkte Anwenbbarkett haben, sich aber z. B zur Erwärmung von Erkern oder kalten Ecken in den durch andere Oefen geheizten Zimmern, ferner in Räumen, die überhaupt nicht mit einem Schornstein verbunden werden können, recht empfehlen. Ein solcher Ofen braucht keinen Schornstein, brennt mit einer besonders dazu präparirten Kohle. Karbon genannt, ohne Rauch und Ruß vollständig geruchlos, ist leicht transportabel und kann überall aufgestellt werden. Er ist durchaus gefahrlos, erfordert weder Bedienung noch Beaufsichtigung, brennt nach einmaliger Füllung 20 bis 24 Stunden fort unb verbreitet dabei schnell eine andauernde gleichmäßige unb angenehme Wärme. Der Verbrauch an Brennmaterial ist ein außerordentlich geringer und stellt sich auf 2 bis höchstens 3 Pfennige pro Stunde. Der Ofen wird mit der präparirten Kohle von oben gefüllt, hierauf entzündet man 2 bis 3 für diesen Zweck eigens hergestellte Anzüder, die man oben darauf legt und mit etwas zerkleinertem Karbon bedeckt (wo Feuer in der Nähe, werden nur 2 ober 3 Karbonstücke glühend gemacht unb diese auf die Füllung gelegt). Hierauf öffnet man Luftzug unb AbleitungS- hahn unb läßt den Ofen 20 bis höchstens 25 Minuten im Freien ober bet geöffnetem Fenster unbebctft stehen, um ben Karbon mit Sauerstoff zu fähigen, worauf man ein
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mit unb überschritt mit Napoleon bie Ber.sina. Nach dem Rückzüge bes französischen Heeres würbe er in der Schlacht bei Leipzig verwundet und als Kriegsgefangener von den Russen nach Sebastopol gebracht. Er entwich nach 16 Monaten mit einigen andern Kriegsgefangenen in einem kleinen Kahne aus dieser Festung, wurde aber auf offenem Meere von einem englischen Kri.gssch.ffe gekapert und nach England trandportirt. Et st nach der Schlacht von Waterloo wurde er wieder nach Frankreich gebracht. 1816 wurde er in Belfott in das 1. Mar nedataillon gereiht, kam später nach Gibraltar und aus bie Insel Guabeloupe. 1830 machte er den Sturm und die Einnahme von Algier mit unb erhielt bann ben Adschieb, worauf er sich nach Borbeaux begab. Hierauf ging er nach Amerika, trieb bort einen Uhrenhanbel unb verheirathete sich in Philabelphia mit einer Deutschen, Namens Julchen Loew, aus Hunbheim bet Coblenz. Dreizehn Jahre spater kam er nach Lüneoille in Frankreich. Seine zwei, ben Ver- wanbten anvertrauten Söhne fielen im Jahre 1848. Seine Frau starb in Lüneoille. 1849 verheirathete er sich mit Babette Maaß au9 Ottenheim bet Darmstadt: btefe, feine zweite Frau, ist letzt 69 Jahre alt unb fast erbltnbet. In ben letzten Jahren seines Lebens wohnte er in Straßburg unb hausirte mit Seife, um seine unb ber Frau Nahrung zn verdienen. Er ist arm gestorben; der alte Krieger, welchen die Kugeln von Warschau unb die Bajonnette von Algier verschonten, hatte nicht einen Heller Pension.
Berlin [Prinz Leopold als Schlosserlehrling j Altern Hohenzollernbrauch gemäß, wonach jeder Prinz irgend ein Handwerk zu erlernen hat, erlernt j tzt Prinz L opold, der einzige Sohn des Prinzen Friedrich Carl, das Schlosserhandwerk. Die Werkstatt des jetzt 17jährigen Prinzen befindet sich im königl. Schlosse; dieselbe ist von e-nem hiesigen Schlossermeister in einem Dtcnerzimmer etablirt nnd mit Werkst sch, Drehbank, Schmiedeesse und sämmtstch m Werkzeug im G sammtwerthe von über 500 JL ausgerüstet. Ein des SchtosserhandwelkS kundiger Diener des Prinzen Fned- nd) Carl ertbetlt dem Prinzen Leopold Unterricht In einen Arbeitsanzug mit blauer Blouse gekleidet, arbeitet der fürstliche Lehrling täglich 1—2 Stunden in feiner Werkstatt. Sehr häufig besucht ihn hier seine Mutter, die Prinzessin Friedrich Carl, schaut lächelnd den Arbeiten ihres SohneS zu und ergeht sich In humoristische Anspielungen auf die zukünftigen Leistungcn deS S^lossermelsters in tipe. Mit welcher Lust Prinz Leopold das Scdlosserhandwerk erlernt, geht daraus hervor, daß seine Dienerschaft ihn oft um 10 Uhr AbendS an ber Drehbank thätig finbet. Die Lehrl-ngszelt des Prinzen wirb dis zum L Oktober b. I bauern unb bie Schlosserwerkstätte auch nach Glienicke, bem Sommeraufenthalt bes Prinzen, verlegt werben.
— In bem Sing Sing-Gefängnisse, dem Zuchthause des Staates New-York, war vor einigen Tagen eine Revolte unter ben Sträflingen ausgebrochen und obgleich bieselbe, wie ein Londoner Prioatl legraarm melbet, bereits unterbrüeft ist, bürste bie Sache bamit doch noch nicht abgethan sein. Die „New-Yorker Gerichlszeitung- oeröffentlitiMn ihrer jüngsten Nummer eine entsetzliche Schilbcrung der Behandlung, welche bie Sträflinge in bem Gefängn sse zu erbulben haben , unb die Grausamkeit, welche an ihnen geübt wird, ist um so empörender, da man sie in einem Lande, dessen Verwaltung unter der Controle einer Volksvertretung steht, nicht für möglich halten sollte. Das genannte Blatt schreibt: „Diese schauderhaften Enthüllungen, an deren Wahrheit zu glauben sich das menschl ch empfindende Herz sträubt, Haden denn die Asiemdly genötigt, eine Untersuchung anzuordnen. Da werden Scenen von Grausamkeit aufgerollt, wie man sie unter ciniltfirten Nationen für unmöglich bleit und wie sie selbst ben Wstben Entsetzen einflößen müßten. Da sehen wir, wie ber Arzt des Staats- gesängnisseS von Sing-S'ng (Barbar ift fein Name), einem iodtkranken Sträfling, ber ihn um Hilfe anspricht, eine orbentllche Portion Prügel (padding) verschreibt unb al8 ber Oberbeamte bes G-sängn sses (Brush) bei ber Strafvollzleyung bie Frage stellt: „Ist er schon tobt?", lachenben Mundes antwortet: „Noch nicht ganz." Da sehen wir denselben Brush vor bem UntersuchungS-ComltL einem ber Zeugen gegenüber in Abrede stellen, bah einem Sträflinge 315 Streiche nut bem Marter-Instrumente, „paddle“ genannt, applicirt wurden unb bie Behauptung aufstellen, baß diese Portion unter drei Sträflinge zu gleichen Theilen vertheilt wurde! Da hören wir von Dutzenden und Dutzenden von Gefangenen, die der Behandlung wegen Selbstmord begingen ober versuchten, und wieder von Dutzenden, die in Folge der Mißhandlungen irrsinnig wurden und fm Jrrenhause starben. Unb roleber von Anderen, bie zu Tobe geprügelt wurden ober bie Monate h nburch in bunflen Zellen an ben Boben angeschmiebet wie.feiere verenbeten. Hier ist ber Warben, ein beutegieriger, roher Politiker, dessen erstes und einziges Princip ist, so viel zu machen, als nur gemacht werben kann. Ein f'üherer Insasse bes Zuchthauses nannte dem Untersuchungsausschuß bie Namen vieler Unglücklichen, die burch Ueberarbeltung unb Grausamkeit entweber starben ober zum Wahnsinn getrieben würben- Em anbercr Zeuge, ein Deutscher, Namens Heßler, schilberte bie In dem Gefängnisse verübten entsetzlichen Barbareien unb erzählte, baß er selber einst dem Verhungern fo nahe war, baß er eine lebendige Ratte, die ihm einer ber grausamsten Wärter Im Hohne sandte, mit größter Begier verspeiste. Im Hospital bes Gefängnisses herrscht ebenfalls eine gräßliche Mißwirthschaft. Die Untergebenen des Wgrden, bie, bis auf den untersten Wächter herab, ihre Stellen ebenfalls politischen Rücksichten verbanken, verfolgen im Kleineren denselben Feldzugsplan und gehören ohne Ausnahme der rohesten und brutalen Menschensorte an. Die Wardenftelle in Smg-Sing soll unter bem jetzigen System 30,000 biS 40,000 Dollars per Jahr „werth" fein unb bieses Alles und was die Hunderte von Unterbeamten „erübrigen", wirb aus ben Sti äflingm berausgeschunben. Diese werben nicht nur bei lebenblgem Leibe geschunden unb wenn sie nicht mehr arbeitsfähig sind, zu Tobe gehetzt, fonbern nach allen Richtungen hin bestohlen unb betrogen. Die Hauptschuld tragt die Contractarbeit. Die Contractoren, meistens reiche (Korporationen, unb bie Gefängnißbeamten arbeiten auf gemeinschaftliche Rechnung Aus bem Sträflinge, ob er nun auch schwach ober kränklich ist, muß ein gewisses Quantum Arbeit herausgeschlagen werben, unb wenn dieses eine Unmöglichkeit ist, wird der „Faulenzer" einfach zu Tode geprügelt. Daß es sich Sträflinge, die von außen Mittel und Einfluß besitzen, sogar unter Burschen wie Brush und Consorten im Staatsgefängniß bequem machen können, ist eine allbekannte Thatsache. Der Mörder Edward S. Stokes erhielt keine Prügel, obzwar er gar nichts arbeitete. Dagegen ließ er sich seine Mahlzeiten unb alle möglichen Delicatessen in seine Zelle bringen unb die Gefängnißbeamten halfen ihm, bieselben zu verzehren. Es wirb nun Sache ber LegislatU' fein, vor Allem bie Contractarbeit abzuschaffen. Der „Times" wnb zwar unb-rm 21. b. Mts. telegraphirt, baß bie Mitglteber bes Untersuchungsausschusses durch bie Art, wie sie bie Gefangenen über deren Meinung in Betreff der Beamten befragt*n, alle Disc'pün zerstört und dadurch gewissermatzen die Revolte hervorgerufen bäten, allein deshalb sind doch die Aussagen der Gefangenen nicht unbegründet. Die Untersuchung ist vorläufig suspendirt.
mit Wasser halb gefülltes Bassin in den Ofen einhängt, um feuchte Luft zu schaffen unb bedeckt dieses Bassin mit bem Wärmebehälter ober, wo berfelbe nicht benutzt wird, mit dem mitgelicferten Deckel. Der Wärmebehälter, in Form einer Wärmflasche unb essigsaure Natronsalze enthaltend, dient dazu, die ihm durch da« Wasser zugeführte Hitze in das Zimmer auszustrahlen und trägt daher mit zur Erwärmung desselben bei ।
— [Feuillttonistisches.s Die „Bad. Neckarztg.", welche in ihrem Feuilleton einen Roman stückweise ab- und ausschlachtet, schließt das Kapitel in Nr. 24 mit folgenden I hochkomischen Worten: „Er konnte den Satz ntdbt vollenden, denn der Kranke ergriff ihn beim Arme, zog ihn zu sich nieder unb flüsterte im Tone ber Angst unb Verzweiflung: Fortsetzung folgt"


