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Die Einsicht, daß die Versicherung des Lebens von keinem gewissenhaften Familienvater unterlassen werden sollte, gewinnt, Dank der Thättgkctt der Lebens­versicherungs-Gesellschaften, immer wettere Ausbreitung und es tst tm Interesse der socialen Verhältnisse zu hoffen, daß in nicht ferner Zett die Lebensversicherung so wenig als die Versicherung gegen Feuerschaden, welche schon längst von Jedermann als selbst­verständlich betrachtet wird, versäumt werden wird. Die Versicherung des Lebens ist sogar für die Mehrzahl der Bürger wichtiger als die Versicherung gegen Feuerschaden, schon weil dem menschlichen Wirken nach längerer oder kürzerer Zett sein Ziel unbe­dingt gesetzt tst, während der Schaden durch Feuer nur in einzelnen Fällen zur Wirk- ltchkeU wird. Die wachsende Anerkennung dieser Pflicht, das Leben zu versichern, bekundet sich auch in der zunehmenden Bcthetltgung bet den soliden Gesellschaften, insbesondere findet diese von Seiten der begüterten Klassen in immer steigendem Maße statt. Andererseits geht aber, wie man anerkennen muß. hiermit auch die Verbesserung aller Einrichtungen bet den hervorragenden Lebensversicherungs-Gesellschaften Hand tn Hand. Wir führen als Beispiel für die Fortschritte in beiderlei Beziehungen die uns soeben bekannt gewordenen neuesten Zustände der Lebensverficherungs» und Er- fvarniß-Bank in Stuttgart an. Bet dieser Anstalt sind im Monat August 469 Anträge mit A 2092 700 und im Laufe des Jahres 1883 2151 Anträge mit A 17 284 000 etngegangen. Die Bank vertheilt, weil auf Gegenseitigkeit beruhend, ihre Ueberschüsse voll und ganz an ihre Versicherten, womit die zu leistenden Prämien sich sehr bedeutend reduciren. Im Jahre 1882 betrug der Ueberschuß für die Lebens­versicherten A 1937 259 und aus den Jahren 1878/82 liegen als Ueberschüsse JL 7 722 324 bereit, um in den Jahren 1883,87 zur Verthetlung an die Versicherten zu gelangen. Bei dem neuerdings facultattv etngeführten System der steigenden Di­vidende werden die Prämien vom sechsten Jahre an successive dermaßen vermindert, daß der Versicherte nach 34 Jahren nichts mehr zu bezahlen und von da ab sogar eine steigende Rente zu gewärtigen hat- Auch den alternativ oder abgekürzt Versicherten wird bei dem steigenden Vertheiluvgssystem die Dividende aus der vollen Prämie zuerkannt. Möge die Lebensversicherung nur immer noch mehr von allen Ständen und Lebensaltern benützt werden, denn trotz der gemachten Fortschritte stehen wir in Deutsch­land darin noch immer wett hinter andern Ländern zurück!

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Idee HkJ 1 daß von derlei N der M bentttoi 1 kurz noch 12 Bevölkerung die Gewerke nute-

sche Zeitung' M \i er ZecheMMr 15 Bergleute gtte ter, Stack, Mii

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Montag den 24L ds. Mts.,

Mittags um 1 Uhr anfangend, soll das Gemeindeobst, Aepfel und Amen, an Ort und Stelle meistbietend

I versteigert werden.

Lich, den 19. September 1883.

Großh. Bürgermeisterei Lich.

6252 Walz.

Witterrrngskurrde.*)

21. September. Freitag. Morgens aufgeheitert bts herbstlich angenehm, auf Mittag zu weiß bis dunkel zerstreut wolkig, örtlich mit kurzen Niederschlägen, Nach­mittags aufgebessert bis schön, später bedeckt bis gewitterhaft, Nachts vielfach gewitter- bafte Niederschläge, besonders nach Süden und Westen zu. In Folge der zunehmenden Niederschläge steigen die Wasserstände. An den westlichen Küsten ist es stark windig bis September. Samstag. Morgens nebelig, dann bester bts heiter, auf Mittag zu zerstreut ballig bis schleiertg, Nachmittags besser bts aufgehettert; örtlich vielfach wolkenlos, zeitweise böig und im Osten noch ziemlich kühl.

Diese Tage sind, je nachdem die abwechselnd nördlichen oder südlichen Winde den Wasterdampf ausscheiden ober aufsaugen, sehr leicht geneigt, aus der total regnerischen kühlen Bedeckung in das Bild eines wolkenlosen trockenen und sonnig schönen Himmels umzuschlagen. Voraussichtlich sind in der Spätnacht die südlichen, tagsüber die nördlichen Winde mit Aufheiterung und Besonnung vorherrschend.

*) AuS Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat September, abgeschlossen am 15. August (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung tn Köln, Preis 1 AY Nachdruck verboten.

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Limburg, 19. September. Rother Weizen A 17.00, neuer A 1818.30, weißer Weizen (neu) A 18, Korn A 13.25, Gerste A 9.30, neue A 10, Hafer A 8.30, neuer A 6.70, Erbsen «FL, Kartoffeln «FL.

Frankfurt, 19. September. Auf dem heutigen Markt kostete der CentnerHeu 2 803.50, Stroh «FL22.50, Eierdas Hundert A 5.406, Stück 56 H, Butter 1 Qualität A 1.25, 2. Qualität A 1.10, Kartoffeln per Centner A 2 002.2o, Kohlrabi 4-6,9? per Stück, Erbsen per Pfd. 00-00 Rothkraut per St. 152o I, Poularden A 00, Huhn «FL 1.001.30, 1 Ente A 2.003.00, 1 Taube 50 60 H. Hahn «FL 0.751.30, Gans A 47.00, Welsche A 8-9.

ArarrSfrrrt a. M., 20. Septbr., Nachmittags 2 Uhr Mim (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gichen.) Creditactien 2515/b, Staatsbahnactien 273^, Galizier 250Vs, Lombarden 1305/s, Nord- weftbahnactien, Gotthardbahnactien 109Vr, Darmstadter - Bmikactien 156Vr, Disconto Commandit 1961/g, Oesterr. Silberrente; 66^/16, L/o Ungar Goldrente 74/i6, 4% 1880er Russen 72/4, 5o/o 1877r Russen 91 2. Orient-Anleihe 573/i6, 4°/0

Spanier 577e, 5% Rumänische Rente, 4°/0 Uniftc. Egypter 713/4, 5°/g Türken IOVö, Marienburger 1093/4, Hess. Ludwigsbahnact. 114V2. Tendenz:.

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Braunfels im September 1883.

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jemmt sein wird, indem alsdann eine Nothpassage über die Bogen die beiden Ufer verbinden^ wird. Septcmber< Die Vorbereitungen zu dem bevorstehenden

SvibüllungSfest des Niederwalddenkmals haben begonnen und mhmen die volle Thalrg- ^it der emzelnen Comite's in Anspruch. Am meisten Arbeit verursacht die Unter- rtRfluna der bereits angemeldeten Gäste; das Wohnungscomtte Hot seine liebe Roth, m allen Ansprüchen gerecht zu werden. W-e groß der Andrang werden wird geht mrau9 hervor daß sowohl hier als auch In der Nachbarschaft fast keine Wohnung

m baden ist Alles, selbst Schulsäle, Turnhallen und sonstige größere Localttäten, Ld b rens mit Beschlag belegt. Auf der Denkmalsstätte, dem N.ederwald, ist man tJrtflft beschäftigt, die Anlagen um das Denkmal einigermaßen dem hohen Besuch ent- vreckend herzurichten Auch am Denkmal selbst wird ununterbrochen gearbeitet, ü uerdings sind auf den Niederwald geschafft und theilwe.se bereits angebracht worden: die Rvein« und Moselgruppe, der große Re.chsadler und die Statuen des Kaisers und , Feldherren aus 187071. Es fehlt noch das große, an der Ostseite anzubringende Müfb.ld ^DeS Kriegers Heimkehr". Dasselbe soll morgen, höchstens übermorgen, von Dresden wo es gegossen worden, abgehen und dann unverzüglich angebracht werden, so daß das Denkmal bei der Enthüllungsfeterlichke.t vollendet dasteht. Herr Profissor Acbillma weilt eben auf dem Niederwald und leitet den Schluß der Arbeiten. Zu dem Ttn Samstag dm 29. ds. stattfindenden Kinderfeste sind die Schulen der Inspektionen Winkel und Geisenheim eingeladen, etwas mehr als 30 Schulklassen mit über 2000 Schülern. An die Theilnehmer werden Festbretzeln vertheilt, am Denkmal s^bst werden ^Lieder: Die Wacht am Rhein, die Nationalhymne unb bas LiebDeutschland, Deutschland über AlleS" gesungen, worauf Schulinspektor H^ö-Wmkel die Festrede halten wird Nach der Feier auf dem Niederwald findet ein Kinderfest mit Preisvertheilung pUf bet Bleiche oberhalb unserer Stadt statt- Für das am Sonntag den 30. er. ab; mhaltende große Turnfest sind aus vielen deutschen Gauen zahlreiche Anmeldungen cschehen. Die Festhalle ist größteniheils unter Dach gebracht und wird über zwet- ^usend Versonen fassen. Auch zum Festessen im Hotel Jung sind zahlreiche An- mldungm geschehen. Da, wo die Nassauische Rheinbahn oberhalb unserer Stadt d e Meisenheimer Chaussee durchschneidet und an welcher Stelle ^^onntlich der Kaiser mit feinen fürstlichen Gästen und hohem Gefolge die Eisenbahn verlaßt und sich zu Wagen 7ch dem Niederwald begibt, werden ebenfalls bereits Vo'kehrungen zur bequmien Erreichung der Wagen getroffen. Wenn Jupiter Plnvius uns am 27. bis 30. Sep- lember mit seiner Gabe verschont, dann sehen wir Rheirigauer einer folchen Menschen- merfte entgegen, wie sie gewiß noch nie auf einmal in unserem Gau geweilt hat.

Von der Werra, 17. September. Gestern Nachmittag zog über das südwest- licke Thüringen ein sehr schweres Gewitter, das besonders im Werrathal bei Salzungen m einer heftigen Entladung mit wolkenbruchartigem Regen kam. Dadurch wurde eine dcrartige Stauung des Wassers herbeigeführt, daß die Abendzüge der Werra- und Fulda- Eisenbahn in Salzungen eine stundenlange Verspätung zu erleiden hatten.

In Ilmenau ist am Samstag Abend eine große Feuersbrunst ausge­brochen, bk zwanzig gefüllte Scheunen in Asche legte. Es wirb Branbstiftung

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Nach«rittags 2 Uhr, 6227 wird in Wenzel's Garten eine grofie Parthie altes Bau: u. Brennholz, Ziegeln re. -egen Baarzahlnng an den Meistbietenden versteigert.

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baoongetragen zu haben.

Aus bem Oberbergamtsbezirk Dortmunb 13. September Wiederum haben sich im hiesigen Bezirke zwei größere Grubenunglücke ereignet. Auf der Zeche .Germania" verunglückten infolge Explosion schlagender Wetter drei Arbeiter und blieben tobt. Einer der Drei hatte, wie die amtliche Untersuchung ergeben hat, die verschlossene vcherheitslamve geöffnet, indem er den Schröder schen Plombenverschluß durchschnitt, un sich seine Pfeife anstecken zu können. Der Leichtsinnige hat diese That mtt bem x.tzen büßen müssen, aber zwei Unschulbige mit in den Tod gerissen. Am der Zeche I .'Seneral Blumenthal" im Reviere R-cklinghausen enstand gestern Abend e^ne Explosion tragender Wetter, durch welche neun Arbeiter mehr oder minder schwere Brandwunden -rtftten. BfS heute war noch keiner der Verunglückten gestorben.

Qber-^naelheim, 17. September. Die Frühburgunderlese hat in jeder Beziehuna, sowohl an Quantität wie an Qualität die gehegten Erwartungen Über- troffen und ist mehrfach ein 90 Grad übersteigendes Mostgewicht conftatirt. Die bis jM gezahlten Preise sind hohe und für die Winrer sehr acceptable zu nennen. Die

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'm'ännbetrn, 14. September. Ein U-b-rfall, welcher heute Vormittag an Herrn Oberbürgermetster Moll verübt wurde, versetzt unsere Stadt in begrelsUche I Msregung. Heute ftüh gegen 9 Uhr rebete der früher bet der Eichungscomm fsion

beschäftigt gewesene Gg. Nothweiler den gerade des Weges kommenden Herrn Ober­bürgermeister Moll wegen Beschäftigung an und versetzte^demselben, als! e,

Qufaae nd)t erhielt, mit einem schweren Knittel zwei Schläge über den Rücken, den brüten Hieb partrte Herr Moll mit bem Arm ab. Roth weiter, welcher bann, alsl die vorher menschenleere Straße sich zu füllen begann, die Flucht ergr ff unb seinen Knüttel bem Schutzkorb eines Baumes an ben Planken verschwinden ließ, konnte bald ver- bahn merken fSerr Oberbürgermeister Moll, welchen man kurz darauf mit Herrn Hoitmann Weber die Straße hinabgehen sah, scheint glücklicherweise keinen Schaden