nicht anzunehmen, daß der Reichskanzler in dieser Session sich noch an den I parlamentarischen Arbeiten betheiligt.
— Von verschiedenen Seiten wurde heute von Reichstags-Abgeordneten die Ansicht geäußert, daß der gestrige Beschluß des Reichstags auf Verweisung des gesannnten Etat» an die Budget-Commission die Wahrscheinlichkeit einer Auflösung des Reichstags nahe lege. Von unterrichteter Seite wird erklärt, daß dieser Annahme jede thatsächliche Grundlage sehle.
— Gutem Vernehmen der „Voss. Ztg." zufolge sollen die Verhandlungen über den „Cimbria"-Fall den Anstoß zur Beschleunigung der Ausarbeitung eines Auswanderer-Gesetzes gegeben haben. Man will die Einrichtung der zum Personentransport benutzten Schiffe gewissen reglementarischen Bestimmungen unterwerfen, während in den bisherigen deutschen Gesetzen nur die Befugnisse der Unternehmer und Agenten in Bezug auf die Auswanderer-Beförderung geregelt sind. ____________________________________
Telegraphische Depeschen.
Wolff s telegr. Correspondenr-Bureau.
Berlin, 9. Mai. Das Herrenhaus nahm in einmaliger Schlußberathung den Gesetzentwurf, betreffend die Verlängerung des Gesetzes über die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst, ohne Debatte und unverändert an und erledigte die übrigen wenig erheblichen Gegenstände der Tagesordnung ohne wesentliche Discussion nach den Anträgen der Berichterstatter. Morgen: Secundärbabnen.
— Reichstag. Der Präsident suchte um die Ermächtigung nach, dem früheren Präsidenten des Reichstags, Simson, anläßlich dessen 50jährigen Jubiläums als Richter am 22. Mai, die Glückwünsche des Hauses darzubringen. Nach ertheilter Ermächtigung setzte das Haus die Berathung über bie Gewerbenooelle fort. $ 148 (Bestrafung des unbefugten Eindringens der Hausirer) wurde mit 131 gegen 130 Stimmen m der Fassung der Commission angenommen, ebenso die übrigen Paragraphen nach der Commlssionsfafsung unter Ablehnung aller Amendements. Thilenus begründete seinen Antrag wegen der Correctlon des Rheins. Der Bundesbevollmächtigte Marcard sprach die lebhafte Sympathie der Regierung für die Tendenz des Antrags aus und sagte, der Reichskanzler habe alsbald nach der Katastrophe am Rhein Erhebungen veranlaßt, die aber noch nicht abgeschlossen seien. An der weiteren Debatte betheiligten sich Dietze, Schalscha, Reichensperger lCrefeld), Schröder (Friedberg) und andere. Der Antrag wurde mit großer Majorität angenommen. Schließlich erklärte der Reichsiag, den Commissionsanträgen entsprechend, Hänel's Wahl für ungültig. Wander's Wahl für gültig und beanstandete Schorlemer's Wahl. Das Haus vertagte sich dann bis zum 22. Mai.
— Die „Prov.-Corresp." bespricht die erste Lesung des Etats 1884—85 und sagt, an die Commissionsberathung knüpfe sich diesmal nicht nur die Vorentscheidung über Einzelfragen, sondern auch über die endgiltige Stellung des Reichstags zur kaiserlichen Botschaft. Wenn diese nicht im Sinne der Botschaft ausfalle, so sei die nationalliberalle Partei, welche den fortschrittlichen Antrag durchbrachte, allein verantwortlich.
— Die Budget-Commission lehnte mit allen gegen vier Stimmen den Antrag Lowe ab, die Budgetberaihung auszusetzen, bis die Regierung das Gesammtmatertal vorgelegt habe. Die Secessionisten erklärten sich mit den dem Anträge zu Grunde liegenden Anschauungen einverstanden, ohne sich zur materiellen Nothwendlgkeit desselben zu bekennen. Nach Ernennung des Referenten vertagte sich die Commission bis zum 23. Mat.
— Der König und die Königin von Sachsen werden unmittelbar nach den Feiertagen zum Besuche berHygieme-Ausstellung hier eintreffen und mehrere Tage verweilen. Dieselben werden im Königlichen Schlosse Wohnung nehmen.
— Als Generalkonsul in Budapest ist der Botschaftsrath Berchem in Aussicht genommen. Die Zeitungsmeldung von der bereits erfolgten Ernennung desselben ist unrichtig.
Köln, 9. Mai. Die hiesige klerikale „Volksztg." meldet in einem Telegramm aus Rom von gestern, daß die am Sonnabend angelangte preußijche Note die Wünsche des Vatikans in Betreff der Erziehung des Klerus und der bischöflichen Jurisdiction übergehe und nur die Freiheit des Sacramentspendens und MesselesenS gegen Gestattung des Einspruchsrechtes einräume. Da die preußische Negierung also die organische Revision der Maigesetze verweigere, so werde der Vatikan demnach das Einspruchsrecht verweigern müssen.
Bon«, 9. Mai. Em Extrablatt der klerikalen „Deutschen ReichSztg." bringt ein Telegramm aus Rom, nach welchem die von bem preußischen Gesandten v. Schlözer überreichte Note auf die Desiderata über die Erziehung des Klerus und über die bischöfliche Jurisdiction nicht eingehe. Sie räume die Abschaffung der Strasbestimmungen für Sacramentspenden und Messelesen gegen die Gestattung des Einspruchsrechtes ein. Der Vatikan weigere sich, das Einspruchsrecht zuzugestehen, wenn die preußische Regierung die organische Revision der Maigesetze verweigere.
Paris, 9. Ma>. In der Commission der Dcpuiirtenkammer zur Vorberathung des für die Expedition nach Tonk n geforderten Credits iheilte der Minister heute mit, es sei Befehl gegeben, ein Bataillon und drei Gebirgsbatierien nach Anam einmsch'ffcN. Der Minister sagte ferner, Hanoi sei am 20. März durch Anamiten oder Chinesen in Stärke von 4OOOMann angegriffen worden, dieselben seien ab r zurückgeschlagen worden. Der Fregattenkapitän Kergaradec führte ein Schreiben des Präsidenten Grevy an den König Tuduc mit sich, in welchem es heiße, die Ohnmacht des Königs, die Sicherheit in Tonkin aufrecht zu erhalten, verpflichte Frankreich, Maßregeln zu ergreifen und dort definitiv festen Fuß zu fassen. Kergaradec werde den König zu bewegen suchen, sich der Okkupation nicht zu wide, setzen, die Mandarinen zum Verbleiben auf ihren Posten aufzufordern unb bas Protokoll zu unterzeichnen, durch welches datz Protektorat Frankreichs gleichzeitig mit der Garantie für den ungeschmälerten Bestand des Gebiets des Königs Tuduc ausgesprochen und anerkannt roh b.
Außerdem solle Frankreich berechtigt sein, die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten von Anam zu führen, Zollämter zu errichten und Steuern vorweg zu erheben, um die nöthigen Ausgaben zu decken. Der Marineminister fügt noch hinzu, die sämmtlichen Kosten der Occupation seien auf 30 Millionen geschätzt und würden an Frankreich zurückerstattet. Die Occupation des D^lta werde die ganz? Provinz in die Hände Frankreichs bringen, zur Sicherstellung der Schifffahrt werde es genügen, wenn man Kanonenboote vor der Mündung des Flusses aufstelle.
London, 9. Mai. Der Lord-Präsident des Geheimen Raths, Minister für Landwirthschaft, Lord Carlingford, empfing gestern eine von den englischen Landwirthschafts-Kammern an ihn entsendete Deputation, welche Vorstellungen machte gegen die Einfuhr von Vieh aus Ländern, in denen die Maul- und Klauen-Seuche herrscht. Der Minister erwiderte der Deputation, daß die Regierung ihre Befugnisse in oieser Beziehung in Zukunft mit größerer Strenge anwenden werde, daß sie jedoch neue parlamentarische Maßregeln nicht habe empfehlen können.
Dublin, 9. Mai Kelly wurde von der Jury schuldig gesprochen und zum Tode verurtbeilt.
Venedig, 9. Mai. Der Kronprinz des deutschen Reiches reist heute Abend über München nach Deutschland zurück, die Kronprinzessin wird morgen früh nach Bologna und Florenz gehen. Der Magistrat ließ gestern Abend, als der Kronprinz nach dem Hotel zurückkehrte, aus dem St. Markus-Kanal ben- galische Flammen abbrennen.
8 o k a l e H.
Mai- Die Stadtverordnetenversammlung hat in der gestrigen Atzung einen Beschluß gefaßt, der die Versorgung der Stadt mit gutem Trink-
w ass er wieder auf ein Jahr hinausschübt. Bekanntlich war die Firma Aird in Berlin mit der Ausführung der TrinkwasserUitung betraut. Sie verfiel aber unmittelbar nach dem Vertragsabschluß in Concurs und der Concursverwalter lehnte die Ausführung des Vertrags ab. Ein Techniker der Firma Aird, Herr Rosenfeld, der die Friedberger Leitung ausgesührt, erbok sich, entweder in den Contract der Stadt mit Aird einzutreten ober auch gegen Bezahlung einer fixen Summe die Arbeiten auf Kosten der Stadt zu leiten. Beide Vorschläge des Herrn Rosenfeld wurden von einer sehr schwachen Mehrheit (1 Stimme) von den «Stadtverordneten abgelehnt. Demgemäß muß die Arbeit von Neuem ausgeschrieben werden unb ■ § sinb neue Zeichnungen, neue Verträge zu entwerfen, neue Verhandlungen unb Abstimmungen sinb erforberlich — und in der Zwischenzeit trinken wir bas schlechte Grundwasser, bas durch die mehr ober weniger gut verwahrten Senkgruben gewiß nicht besser wirb.
Es nützt nichts, bie fraglichen Mehrheitsbeschlüsse der ©tabtöerorbneten zu beklagen, jeher Abstimmenbe hat eben sein Votum bei sich selbst zu verantworten, aber bebauern muß man, daß ein Werk, an dem so lange mit aller Sorgfalt gearbeitet worden ist, das schon Tausende gekostet hat, im letzten Augenblick wieder ins Ungewisse verschoben und vielleicht ganz in Frage gestellt wird unb zwar mit nur Einer Stimme Majorität. Es bleibe nicht unerwähnt, daß bie entschetbende Sitzung der Stadtverordneten recht schwach besucht war.
9. Mai. Soeben wird bekannt, daß auf Donnerstag den 10. Mai eine weitere Sitzung der Stadtverordneten stattfindet, in welcher die besprochene Angelegenheit nochmals berathen werden soll. Hoffen wir, daß Vorschläge gemacht und angenommen werden, die unserer Stadt noch für dieses Jahr gutes Trinkwasser sichern.
Gießen, 10. Mai. sT Hierschutz-Vereins In der zahlreich besuchten gestrigen Monatssitzung wurde zunächst die Frage besprochen, wie bei Erdaufschüttungen, die in hi'siger Stadt bei Straßen- und Hochbauten so häufig nöthig sind, zu verfahren sei, damit das oft empörend überangestrengte und gequälte Zugvieh leichter und rascher seine ihm zugemuthete Arbeit leisten kann. Das Legen von Schienen ober Bohlen und ein systematisch fortschreitenbes Aufschütten würbe empfohlen und beschlossen, ein Modell des vom Centralverein empfohlenen Kipp-Wagens kommen zu lassen, dessen Einführung auf alle Art angestrebl werden soll.
Jeder Thierfreund wird mit dem Ausschuß einverstanden fein, daß trotz aller Schwierigkeiten diesem Uebelftande abgeholfen werden muß und daß es nur mit Freuden zu begrüßen ist, daß der Verein sich dieser seit lange Anstoß unb Aergerniß erregenden Frage mit aller Energie annehmen will.
Em Beschwerde-Schreiben wegen der mit grobem Steinschlag befahrenen Alicen- straße findet seine Erledigung durch die Mittheilung des Herrn Bürgermeisters, daß nur das anhaltend trockene Wetter die Ui fache fei, daß die genannte Straße noch nicht mit Kies gedeckt und gewalzt ist.
Auf Antrag wird in der nächsten Sitzung über die Frage berathen, welche Maßregeln konn.n zur Verminderung der unfern Singvögeln so gefährlichen Katzm ergriffen werden. Beschlossen wurde, die statutenmäßige Generalversammlung im Monat Ium abzuhalten. Endlich soll die Monatsversammlung, die immer am ersten Montag eines jeden Monats stattfindet und bei der alle Mitglieder und Thierfreunde Zutritt haben und willkommen sind, jedesmal im Gießener Anzeiger in Erinnerung gebracht werden.
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Vermischte S.
Bad Nauheim, 6. Mai. sDelegirtentag der Kriegerkameradschaft „Hassia".) Der heute Vormittag IIV2 Uhr im Saale zum „Deutschen Hoff' durch den ersten Präsidenten der „Hassia", Herrn Oberst Gerlach-Darmstadt, mit einem Hoch auf den hohen Protector des Verbandes. Seine Königliche Hoheit den Großheizog, eröffnete Versammlung war von 108 Vereinen durch ca. 250 Delegirte vertreten, welche auf sich — 261 Stimmen vereinigten.
Präsident Warner (Bad Nauheim) dankt Namens des Militäroereins „Hassia" daselbst für bie zahlreiche Betheiligung unb wünscht, baß die Verhanblungen des heutigen Tages dem Landesverband zum Segen gereichen und dadurch ein gleich erfreuliches Resultat erzielt werden möge, als im verflossenen Jahre.
Den wichtigsten Gegenstand der Berathung bildete der vom Präsidium vorgelegte Entwurf eines neuen Verbands-Statuts, welcher nach lebhaften Debatten schließlich mit einigen Abänderungen genehmigt wurde.
Nach dem neuen Statut wird der Verband in ca. 40 Bezirke eingeiheilt und werden bie ben Vereinen vorstehenben Präsibenten den Bezirksvorstand bilden; diese wählen unter sich einen Vorsitzenden, welcher für die Folge ben Bezirk auf ben Verbandstagen vertritt, die Einziehung der zum Verbände zu entrichtenden Anträge besorgt, alljährlich die Rapporte der ihm unterstellten Vereine an den Schriftführer abliefert und sonstige Vnbandsangelegenheiten zu erledigen hat.
Das Verbandspiäsidium besteht aus vierzehn Mitgliedern und wird alljährlich gewählt.
Der nächste Verbandstag wird in Bensheim a. d. B. abaehalten.
2V< Uhr erschien der Ehrenpräsident, Se. Großh. Hoheit Prinz Heinrich, nebst feinem Adjutanten Herrn Rittmeister Freiherrn v. Schenk zu Schwetnsberg, und hörte die Verhandlungen bis zum Schluffe.
Die projfchrte Prinz - Ludwig - Stiftung wird, der vorgerückten Zeit wegen, von der Tagesordnung abgesetzt und darüber Näheres in den Verbandsorganen demnächst verhandelt.
Gegen 3 Uhr beschließen die Delegirten bie Abfertigung eines Telegramms an Se. Kgl. Hoheit G'oßherzog Ludwig IV., worin unterthänigst für das von dem hohen Protector gestiftete Verbandsabzeichen gedankt wird.
Nach Schluß der Verhandlungen gegen 3 Uhr fand im neuen Kurhaufe ein Festbankett statt, an welchem sich 132 Festgäste beteiligten.
Die vortreffliche Musik der Kurkapelle und die Gefangsvortrage des Vererns „Concordia" trugen sehr zur Erheiterung der Stimmung der Gäste bei, auch sand das von Herrn Restaurateur Kröll gewählte Menu allgemeine Anerkennung. Se. Großh. Hoheit Prinz Heinrich toastete mit herzlichen Worten auf Se. Maj. ben Kaiser Wilhelm; Oberst Gerlach-Darmstadt auf Se. Kgl. Hoheit ben Großherzog; Major Freiherr v. Rotsmann (Bad Nauheim) dankte bem Ehrenpräsidenten, Sr. Großh. Hoheit dem Prinzen Heinrich, mit kurzen, schön gewählten Worten für die persönliche Theil- nahrne an dem Feste und erbrachte das Hoch auf Höchstdenselben. Dr. Nies (Darmstadt) sp-icht über die Verdienste dxs 1. Präsidenten, Obersten Gerlach, um den Ver band und fchließt gleichfalls mit einem warm aufgenommenen Hoch. Dr. Vogt (Butzbach) toastirt auf den früheren 1. Präsidenten Herrn Major Becker; Hebbel (Ortenberg) auf Dr. Vogt; Römbeld (Mainz) dankt der Stadt und dem Milttärvereip Bad Nauheim für den schönen Empfang der Gäste und das gediegene Arrangement des Festbanketts und schloß mit einem Hoch auf die Stadt Bad Nauheim. Dieser Toast wird von Dr. Grödel (Bad Nauheim) Namens der Stadt und des Kriegervereins „Hassia" erwidert, der Redner sprich' seine Freude darüber aus, daß die Kameraden nächst dem Interesse an der guten Sache des Verbandes auch noch mit großer Sympathie für unseren Badeort die Einladung des vorigen Jahres genehmigt hätten; bie anwesenden Nauheimer tranken auf das Wohl des Landesoerbanbes.
Kurz vor Beendung des Banketts ergriff nochmals Se. Großh. Hoheit Prinz Heinrich das 2ßort, um bie Kamcraben zu erinnern, baß das Wohl des Vaterlandes, die Förderung der Jntereffen des Reichs nach innen unb nach außen erfordere, daß die K'iegervereine Deutschlands berufen feien, mit eiferner Discipltn, gleich der Armee, an ihren Satzungen fest zu halten, um für alle Zeiten die ächte deutsche Kameradschaft, als das Wichtigste, zu erhalten.
Gegen 71/4 Uhr verließ Se. Großh. Hoheit unter kräftigen Hurrahs der Anwesenden und Jntonirung der National Hymne die Terrasse, um wieder mit dem Schnellzug abzureisen. (D. Z.)
Mainz, 7. Mai. Die Selbstmorde in hiesiger Stadt haben sich innerhalb der letzten vier Wochen in erschreckender Weise gehäuft. Am Samstag Nachmittag sprang oberhalb der Eifenbahnbrücke ein bis jetzt noch unbekanntes Frauenzimmer in den Rhein, welches alsbald unterfank. Spaziergänger haben gesehen, wie sich das Frauen- z'mmer kurz vorher, wahrscheinlich um sofort unterzusinken, die Taschen mit Steinen gefüllt hatte. Damit ist die Zahl der in den letzten 4 Wochen hier verübten Selbstmorde auf 7 gestiegen. Davon haben sich 5 Personen erhängt, darunter 2 Frauen und 1 Soldat, ein Geschäftsmann stürzte sich von der Eisenbahnbrücke in den Rhein, außerdem kam auch noch ein Selbstmordversuch vor.
Mainz, 7. Mai. In dem Umführungstunnel haben wieder bedeutende Zusammen- rutschungen unb zwar unterhalb der Caserne im Kästrich, stattgefunden; es werden
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Nachmi soll auf hiesigm raithe des ttto f Um l/2l4s/io, H sand, W/10, G nochmals versteig Giehen, den 2.
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