ßdnbelS m werfen. Man berechnet den Jahresumsatz sowohl des Imports als des Ervorts aus se 75 Millionen Francs. England und seine Dependenzen particepuen an dem Jmvorthandel mit ’/8, an dem Exporthandel mit -/>. Hinter England kommt Deutschland mit relativ sehr ansehnlichen B-th-iligungsMern. Noch günstiger als int Smm?r»“eUen gestaltet sich im maritimen Verkehr das Verhaltniß der Repeasentalwn D^»cklands in den ostasiatischen Gewässern, da ein großer Th eil der Küstenschifffahrt mUer deMscher Flagge betrieben wird und deutsche Seeleute auch zahlreich unter anderer Flagge sahrew "Man rechnet di- Küstenschiffsahrt de« letzten Jahres gleich einem D-- pUcem^t non 1 iRiawn tagende Delegirten - Conserenz der deutschen
Memerbekammern aus welcher u. A. die Kammern von Bremm, Hamburg, Lübeck, München, Leipzig, Stuttgart Nürnberg, Würzburg, Chemnitz, Plauen und Zittau ver- tt ten sind, verhandelte heute über das Submissionswesen. Referent Huber (Stuft aarti stellte einen Antrag, dahin gehend: Unter Hinweis aus die notorischen Ilebel- Rn - w-lche mstde? Ar? des gegenwärtigen. Submiffionsversahrens sK die Gewerbetreibenden sowohl, wie für die öffentliche Verwaltung verknüpft sind, bitten bte versammelten Kammern das Reichskanzleramt^ d e Einzelregrerungen und resp. die Gemeindeverwaltungen: erstens durch eine aus Mitgliedern sammtltcher Departements und aus Industriellen bestehende Commission einhettlrche sammtl'che Verwaltungszweige gleichmäßig bindende Grundsätze für die Handhabung der verschiedenerlei Beschasfungs- arten und für die Neuregelung technischer, sowie der allgemeinen (hauptsachlrch nach dem Gesichtspunkte der Gleichberechtigung zweier Kontrahenttn zu reoldtrenden) Sub- missionsbedingungen entwerfen zu lassen; zweitens die beschaffenden Behörden durch eine zweckmäßige Organisation zu einer selbstständigeren Berücksichtigung des Beschaffungszweckes und einer planmäßigen Abwechselung in der Vergebungsme hode zu befähigen, insbesondere durch periodische oder ständige Berufung einer gemischten Commission für die regelmäßige Revision des Verfahrens und der Submissionsschematen Sorge zu tragen und die Accordirung der Arbeiten direkt zu erleichtern durch Nieder- setzung von Schiedsgerichten und gemischten Uebernahme-Commtssionen, Einrichtung von Matertalprüfungsanstalten, regelmäßige Aufstellung von Pre.stabellen und Concentration des Jnformirungswesens über die Leistungsfähigkeit und Vertrauungswürotg- kett der Submittenten. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Als weiterer Punkt standen die von Steglich (Dresden) in der Sitzung der Dresdener Handels- und Gewerbekammer vom 2. Mat aufgestellten Thesen über Betrtebsreform im Kleingewerbe auf der Tagesordnung. Diese Thesen wurden dadurch erledigt, daß die Con- ferenz die Wichtigkeit derselben anerkannte und beschloß, daß dieselben von den Iheck- nehmenden Kammern in den von ihnen vertretenen Bezirken zur Nachachtung empfohlen werden, wie auch gegebenen Falles der Staatsregterung geeignete Vorschläge in dieser Richtung zu machen sind.
Rußland.
Moskau 4 Juni. Die Jubelfeier der Regimenter Preobraschenski und Semenoff wurde eingelettet durch die Nagelung und kirchliche Weihe der Feldzeichen vor der gesammten kaiserlichen Familie. Darauf ließ der Kaiser die Regimenter mit den neuen Fahnen versehen, die denen aus der Zett Peters des Großen gleichen und auf der Kugel der Fahnenstange das griechische Kreuz tragen Alsdann begab sich der Hof nach dem Sokolniki-Park, wo derselbe von einer zahlreichen glanzenden Veisamm- lung erwartet wurde. Im Park waren an Tafeln Deputationen aller hier versammelten Truppen placirt. Als die Majestäten mit den Fürstlichkeiten eingetroffen waren, rückten die Jubelregimenter in voller Stärke auf den Festplatz und es folgte nun unter den Klängen aller Musikcorps der Truppen, die zu einem einzigen Orchester vereinigt waren, die festlich: Speisung der Mannschaften. Der Kaiser und die Kaiserin machten mehrere Rundgänge durch die Tafelrethen und wurden überall mtt Jubel begrüßt. Um 4 Uhr verließen dieselben mit ihren hohen Gästen das Fest.
Arankreich.
Pari-, 4. Juni. Heute Abend brach in einem mit chemischen Pro- ducten gefüllten Waarenladen in der Rue Oberkamps ein Feuer aus, dessen Bewältigung zwar nach einiger Zeit gelang, bei welchem aber durch das wiederholte Explodiren von Chemikalien ein Feuerwehrmann getödtet und zehn andere Feuerwehrmänner schwer verletzt wurden. Auch der eigentliche geuer* schaden ist ein sehr erheblicher. ________ _ , _ ______
— Das Herrenhaus genehmigte das Vermaltnngsgesetz definitiv in der von der Commission vorgeschlagenen Fassung. Die Hauptabweichungen von der Fassung des Abgeordnetenhauses bestehen darin, daß dem Regierungspräsidenten im Bezlrksausfchutz ein ständiger Stellvertreter gegeben wird (§ 28) und daß aus der Amtsthattgkett des Landraths und Regierungspräsidenten kein Grund zur Ablehnung derselben aus Be- sorgniß der Befangenheit entnommen werden soll (§ 61.
Morgen: Zuständigkeitsgesetz.
Paris, 5. Juni. Beim Martneministerium sind weitere Depeschen aus Tongking eingegangrn. Nach denselben wurde der Ausfall aus Hanoi, bet wachem R'v^re fiel, beschlossen, nachdem eine beleidigende Herausforderung des Oberanführers der .schwarzen Flagge" vorausgegangen war. Der Ausfall erfolgte am 19. Mar, bte französische Truppenabtheilung wurde auf einer engen Straße von 50 Meter Lange von dem in dem Bambusgebüsch versteckten Feinde mit Gewehrfeuer plötzl ch angegriffen. Rividre wurde bet dem Versuche, das an der Sp'tze der Truppenabtheilung befindliche Geschütz zu retten, getödtet, das Geschütz wurde g-retM, der Rückzug wurde unter dem Befehl des Sch'ffsltcutenants Marolles tn guter Ordnung ausgeführt. Die Gesammtverluste auf französischer Sette betragen: 4 Offictere, 11 Soldaten, 18 Matrosen tobt 7 Osficiere, 24 Matrosin, 20 Soldaten verwundet. Es gelang, sämmtliche Verwundete nach Hanoi zurückzuschaffen, die Gefallenen aber mußten auf dem Gefechtsplatze zurückgelassen werden. Der Feind verlor 113 Mann Die Lage tn Hanoi ist eine beruhigende, der Geist der dortigen Truppen ist vorzüglich, die Verbindungen mit Hawfong sind frei. Die ersten, aus 2 Compagnien bestehenden Verstärkungen sind am 27. Mat von Haipfong nack Hanoi abgegangen, ein Bataillon und eine Batterie Geschütze hat Saigun am 26. Mai verlassen unv sollte am 30. Mai tn Hanoi ankommen. Der Commandant von Namdiuh tcleglaphirt, er sei in der Lage, jeden Angriff zurück- juroeifen. ________________________________________
Lokales
Gießen, 6. Juni. (Sterblichkeit tn Gießen) Die Sterblichkeitsziffer stieg während Der Woche vom 27. Mat bis 2. Juni wieder. Es ereigneten sich im Ganzen 13 Todesfälle, davon die größere Mehrzahl bei Kmdern. Im ersten Lebensjahre starben 5 Kinder, je eins an Gehirnentzündung, Darmcatarrh, allgemeiner Abzehrung, angeborener Schwäche. In einem Falle, der nicht ärztlich beobachtet worden war, bheb die Todesursache unbekannt. Kmder zwischen dem 2. und 10. Lebensjahre starben 4, davon 2 an Scharlach, eins an Krämpfen, eins an Verengung des Kehlkopfs Bet 4 verstorbenen erwachsenen Personen wurde 2mal Lungenschwindsucht, einmal Nierenentzündung, einmal Krebs als Todesursache bezeichnet. $.
— Freunde der Turnerei, welche sich nächsten Sonntag den 10. d. M° an der im Hochwald bei Bad Nauheim stattfindenden Turnfahrt beteiligen wollen, werden ersucht, um eine Fahrpreisermäßigung von 50pCt. zu erlangen (mit den Zügen Morgens 6 Uhr 40 M nuten und Nachmittags 1,56 Minuten), sich in die Liste bet Herrn Carl Stieber einz-ichnen zu wollen. Abends liegt dieselbe tn der Turnhalle zur Einzeichnung bereit. , .
Gießen, 6. Juni. Auf der Brandstelle des Lumpenlagers glüht es immer noch fast wie in einem Hochofen, ab und zu schlagen auch noch die Flammen empor, wenn ein lebhafter Windstoß darüber fegt. Die Nachbarschaft hat unter diesen Umständen leiber viel zu leiden. Ein fast unerträglicher Gestank, von den brennenden Lumpen rc. herrührmd, verpestet die Luft. Dazu die Hitze, welche der Feuerherd immer noch ausströmt, verbunden mit der weiteren Feuersgefahr für die Nachbargebaude. Das Wegräumen geschieht mit einer Laymheit, wenigstens bis zu der Zeit, in welcher wir dieses schreiben, daß es wahrhaft traurig ist, wenn man bedenkt, daß solches ganz anders und energischer könnte betrieben werden- Hoffentlich macht unsere Polzei- und Sanitätsbehörde der Hacke einen Stiel und veranlaßt, daß dieser Pest- und Feuerherd aus der Stadt baldigst verschwindet und hoffentlich für immer.
— In unserer ersten Mittheilung über den Brand des Lumpenmagazins vergaßen wir die brave Heuchelheimer Feuerwehr zu erwähnen. Die Mannschaft dieser Wehr war bereits Vi nach 12 Uhr an der Brandstelle und arbeitete dortselbst so aufopfernd und fachkundig, daß dieselbe das höchste Lob verdient. Auch die Spritze der früheren Wiesecker Feuerwehr war in der Stadt, kam jedoch nicht in Aktivität. Die Feuerwehr in letzterem Orte hat sich aufgelöst, angeblich deshalb, weil die Mannschaft nicht das genügende Entgegenkommen von Seiten der Gemeindevertretung gefunden habe.
B t i f 4 t t l
Telegraphische Depeschen.
Wolff»s telegr. Correspondenz-Burearr. c
Berlin, 5. Juni. Die kirchenpolitische Vorlage ist heute dem Abgeordnetenhause aiaeaanaen. Dieselbe besteht aus 6 Artikeln- Die Anzeigepflicht und das Einspruchsrecht des Staates für die Uebertragung von Seelsorgerämtern, deren Inhaber unbedingt abberufen werden dürfen, sowie für die Anordnung einer Stellvertretung oder einer Hilfsleistung in einem geistlichen Amt werden aufgehoben. Auf Pfarramtsverweser findet diese Bestimmung keine Anwendung. Die Kompetenz des Kirchengerichtshofes bei Berufungen gegen den Einspruch der Regierung wird ausgehoben: bei Uebertragung eines geistlichen Amtes, bei Anstellung als Lehrer bei geistlichen Vorbildungs- anstalten, bei Ausübung von bischöflichen Rechten oder Verrichtungen rn erledrgten Bisthümern. An Stelle des Paragraphen 16 des Gesetzes vom 11. Mai 1873 wird bestimmt: Der Einspruch findet statt, wenn der Anzustellende aus einem Grunde, welcher dem bürgerlichen oder staatsbürgerlichen Gebiete angehört, für die stelle nicht geeignet erachtet wird, insbesondere wenn seine Vorbildung den Vorschriften dieses Gesetzes nicht entspricht. Die Gründe für den Einspruch sind anzugeben. Gegen den Einspruch kann innerhalb 30 Tagen Beschwerde bei dem Kultusminister erhoben werden, der endgiltig entscheidet. Die Vorschrift des Artikels 5 des Gesetzes vom 14. Juli 1880 wegen Straffreiheit der Vornahme geistlicher Amtshandlungen in erledigten Pfarreien oder solchen, wo der Inhaber an der Ausübung des Amtes verhindert ist kommt für alle geistlichen Aemter ohne Rücksicht darauf, ob das Amt besetzt ist oder nicht, zur Anwendung. Alle dem entgegenstehenben gesetzlichen Bestimmungen werden aufgehoben. ,
— Der Reichstag genehmigte den Paragraph 2 der Zuckersteuervorlage nach dem Anträge der Kommission- Die von der Kommission beantragte Resolution, betreffend die Enauete über den Rübenbau und die Zuckerfabrikation wird unter Ablehnung des die Art und Form der Vernehmung Sachverständiger betreffenden Absatzes angenommen Hierauf wurde die zweite Berathung des Etats pro 1884/85 begonnen und die Etats des Reichstags und Reichskanzleramts genehmigt FortsetznM morgen. ,,,
— Das Abgeordnetenhaus berieth heute die Emskanal-Vorlage. Die Kommstjton beantragte bekanntlich Ablehnung desselben und wünscht vielmehr den Bau eines Rhein- Weser-Elbkanals mit einem Zweigkanal nach der untern Ems Hammacher wünscht im We entlichen dasselbe, beantragt nur unter Aenderung der Überschrift die Vorlage an- ^nnebmen und für die Theilstrecke Dortmund — untere Ems — 46 Millionen zu bewilligen. Letocha beantragt einen Kanal von Oberschlesien nach Berlin Schorlemer- Alit beantragt eine Resolution, welche die Anträge Hammachers und Letocha's zu- sammenfaßt. Der Regierungskommissar Schultz befürwortet den Emskanal dessen Anschluß an Rhein, Weser und Elbe zweifellos sei, erklärt un Uebrtgen das Einver- ständniß der Regierung mit dem Antrag Hammachers. Hermes gegen einen lüften- kanal, da die Regierung zur Ausführung des Binnenkanals sich nicht verpfllckfte. Windthorst bedauert den Beschluß der Kommifsion, welcher einem Begraben der Vorlage gleich komme, man sollte hier der Regierung nut Vertrauen entgegenkommen. Abg. v. Kronigk spricht für einen Binnenkanal die Regierung wolle nach ihren eigenen Erklärungen den Emskanal nach Bremen und Hamburg fortfuhren. Dao liege aber nicht im Interesse Preußens. Fingnzminifter Scholz erklärt, die Regierung holte die Frage der Fortführung des Kanals für eine offene, sie habe sich keineswegs für die Küstenlinie entschieden. Der Minister erkannte an, daß e§ den Gegnern des Gstetzes lediglich auf Sicherung des Binnenkanals ankomme. Regierungskommissai Wiebe wies auf die leichte Herstellbarkeit des Anschlusses an den Rhem hm. Marcard sprach für den Antrag Hammacher und eventuell für die Regierungsvorlage. Die General- discussion wuroe hierauf geschlossen und die Weiterberathung bet Berathung des Antrags Letocha auf morgen vertagt.
Die Debatte führte noch zu einem Zusammenstoß zwischen Windthorst und Schorlemer-Alst, da Windthorst den Antrag Schorlemer's als Dynamitpatrone bezeichnete.
Darmstadt, 4. Juni. Gemäß der Zeit-Eintheilung für die Herbstübungen der Großh. hessischen (25.) Division finden die Regimentsübungen des 1- Großh. Jnfanterte- (Letbgacde-) Regiments Nr. 115 tn den Tagen vom 27. August bis 1. September bet Darmstadt statt. DaS 2. Großh. Infanterie-Regiment (Großherzog) Nr. 116 übt im Regiment vom 27 bis 31. August bet Gießen. Am 1. September fährt letzteres Regiment mit der Eisenbahn nach Darmstadt, um hier mtt dem Infanterie-Regiment Nr. 115 vom 3. bis 8. September Brigadeübungen abzuhalten. Vom 10. bis 14. September hält diese 49. Brigade Feld- und Vorpostenübungen in Starkenburg südlich der Bahnlinie Darmstadt-Babenhausen mit 3 Biwaks her Vorposten ab. Die Regtmentsübungen des 3. Großh. Infanterie-Regiments (Lstb-Regiments) Nr. 117 finden vom 29. August bis 3 September bei Mainz, die des 4- Großh. Infanterie-Regiments (Prinz Karl) Nr. 118 in derselben Zeit bet Drais statt. Diese beiden Regimenter, welche bte 50. Infanterie-Brigade bilden, üben im Brigade-Verbande vom 4. vis 10. September bet Drais. Die genannte Brigade hält vom 12. bis 15 September Feld- und Vorpostenübungen tn Starkenburg nö> blich der Bahnlinie Darmstadt-Babenhausen mit 3 Biwaks der Vorposten ab. Das 1 Großh. Dragoner-Regiment (Garde- Dragoner-Regiment) Nr. 23 hält seine Regtmentsübungen vom 11. bis 31. August bet Babenhausen, das 2. Großh. Dragoner-Regiment (Leib Dragoner-Regiment) Nr. 24 vom 11. August bis 3. September bei Darmstadt ab; vom4. September bis8. beffeiben Monats üben beibe Regimenter tm Brigade-Verbanbe bet Darmstabt. Die Dragoner- Regimenter, sowie bas Großh. Feld-Artillerie-Regtrnent Nr. 25 (Großh- Artlllerie- Corps), ber e>tab der 5. Festungs-Jnsp>ction, bte 3 Pionier-Compagnie und ein Detachement ber Großh. Traincompagnte nehmen an den Hebungen der Division und des Armeecorps Theil. Am 17. September findet ein Feldmanöver der Diotsion in 2 Abteilungen gegen einander zwischen Seligenstadt und Offenbach statt; am 18. September Manöver ber Division gegen einen markirten Feind bei Offenbach; am 19. Feldmanöver der vereinigten Division gegen eine andere Division nach Bestimmung des Generalcommandos.
Am 20. ist Ruhetag; am 21. große Parade vor Sr. Majestät dem Kaiser bei Homburg v. b. Höhe, am 22. Manöver bes 11. Armeecorps gegen einen markirten Feinb östlich Homburg v. b- H.; am 23 Ruhetag; vom 24- dis 26 Feldmanöver der Divisionen des 11. Armeecorps gegen einander mit zweimaligem Biwak bes gesammten Armeecorps. Nach bem letzten Manöver (26. September) kehren bte Infanterie- Regimenter bei- Division per Eisenbahn in ihre Garnisonen zurück, die berittenen Truppen am 27- per Fußmarsch.
Mainz, 1. Juni. Ein Schäfer trieb gestern eine große Anzahl Hämmel über die Löhrftraße; plötzlich sah sich ber sog. ßeitbammel veranlaßt, in ein offenstehendes Hans zu rennen unb seinen Weg in bte Wirthsstude zu nehmen. Alle Hämmel liefen nun dem Leithammel nach unb tm Nu hatte der Wirth fein Gastzimmer voller Gäste, allerdings sehr ungebetene; viele Mühe kostete es, bte Gesellschaft wieder aus bem Local zu bringen.
Marburg, 4. Juni. Wie wir hören, betragt die Gesammtzahl der Studtrenden hiesiger Universität im gegenwärtigen Sommersemester 840. Es ist dieses die höchste Zahl von Zuhörern, bte unsere Hochschule bis jetzt erreichte.
Wolfhagen, 2. Juni. Wieber einmal hat das furchtbare Element des FeuerS in schreckenerregender Weise gehaust und zwar in bem unserer Stadt nahe gelegenen schönen Dorfe Istha, in welchem es seit 36 Jahren nicht gebrannt haben soll. Das Feuer, bem bis heute Abend 16 Wohnhäuser unb 6—8 Nebengebäube, als Scheunen rc-, zum Opfer gefallen, brach heute Mittag auf eine bis jetzt noch unbekannte Weise in bem Hause des Försters Hebeier aus- Leiber haben von all ben Abgebrannten nur 3 bis 4 Personen versichert, infolge besten bie Noth unb bas Elenb der BebauernSr werthen furchtbar groß ist. Menschenleben sinb glücklicherweise nicht zu beklagen, dagegen sind einige Schweine verbrannt. Die aus der Umgegend zur Stelle geeilten Mannschaften mit ihren Spritzen haben sämrntlich ihre Schuldigkeit im höchsten Grade gethan, allein bei bem in bem Dorfe herrschenben großen Wafsermangel war an eine Rettung nicht zu benken- Jndesten scheint eine weitere Gefahr nicht mehr vorhanden
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