— Der durch das Niederbrennen der Ausstellungs-Gebäude in Pittsburg (Pennsylvanien) angerichtete Schaden wird in neueren Depeschen auf nur eine Million Dollars geschätzt. l r
Sofia, 4. October. In der heutigen Sitzung der Sobranje erklärte die Regierung, daß sie sich den Kammerbeschlüssen betreffs der Controle der Verantwortlichkeit des Kriegsministers unterwerfe. Die Sobranje wird sich nach Erledigung der Berathung über die Eisenbahn-Convention, sowie über die Convention bezüglich der russischen Occupationskosten auf einen Monat vertagen. Während der Ferien beabsichtigt Fürst Alexander über die Truppen Revue abzuhalten.______________________
Eine Blamage Frankreichs.
Jetzt, nachdem sich die große Nation der Franzosen durch die in Paris statt- aekabte skandalöse Demonstration gegen den König von Spanien blamrrt sieht, werden jene Vorgänge, das Pfeifen, Zischen, Pereatrufen und die Steinwurfe bei der Fahrt des Königs Alphons vom Bahnhofe nach dem Palast des spamschen Gesandten rn Paris einfach als bedeutungslose Kundgebungen von Pöbelhaufen hrngestellt, mit denen weder Paris noch Frankreich identisch sei. Daß es Pöbel und Flegel, wenn auch zum großen Theile solche in Glacehandschuhen waren, welche den König von Spanien mit frechen und beleidigenden Zurufen in dem Augenblick empfingen, als er der von der französischen Regierung einaeladene Gast Frankreichs und der Stadt Paris war, glaubt gewiß die ganze gebildete Welt, aber wer hat denn nicht nur jene Pöbelexcesse, sondern sogar die nationale Wuth, die natürlich bei dem Pariser hohen und niedrigen Pöbel zuerst Feuer fangen mußte, angeregt und entzündet?
Man braucht da nur die französischen Zeitungen aller Parteien von voriger Woche zu lesen und man weiß, wie sich Frankreichs Politiker und Preßhelden moralisch an jenen scandalösen Vorgängen engagirt hatten. Ja, die Zeitungen aller Parteien sind es gewesen, welche dem König von Spanien höchst übel nahmen, daß er vom deutschen Kaiser die Verleihung eines Ulanenregiments und die Ernennung zum preußischen Obersten acceptirt hatte. Was liegt doch in dieser Insinuation nicht für eine ungeheuerliche Portion französischer Unverschämtheit und Impertinenz! Der König von Spanien ist Gast des deutschen Kaisers und soll sich nach den Antipathien der Franzosen richten, ob er einen Beweis der Freundschaft und Courtoifie, rote es unter Monarchen Sitte ist, vom Kaiser Wilhelm annehmen soll oder nicht. — Was muß man in Paris doch für eine wahnwitzige Vorstellung von der Würde fremder Staaten und ihrer Monarchen haben und was würde Frankreich der Welt nicht Alles zumuthen, wenn es ihm noch möglich wäre, wie vor 1870 die anderen Staaten zu Spielbällen seines Ehrgeizes zu benutzen- <. rr
Frankreich selbst hat sich durch jenen Skandal blamirt, denn die Pariser Presse verhöhnte und verspottete ja tagelang den König von Spanien als „preußischen Ulanenobersten" und rief dadurch bei allen Volksklassen einen ebenso lächerlichen als verhäng- nißvollen Haß gegen den spanischen König hervor und dieser Haß, diese Aufstachelung mußte bei der Leidenschaftlichkeit der Franzosen seine schlimmen Früchte tragen. .Fanden es doch selbst die französischen Regierungsblätter für taktlos, daß der König von Spanien die Ernennung zum preußischen Ulanenobersten angenommen habe und wie hat darüber erst die radikale Presse gewüthet. Nicht die verhetzten und verleiteten Pariser Volksmassen, sondern Diejenigen, welche die Hetzereien betrieben und duldeten, sind daher für die Beleidigungen verantwortlich, welche dem König Alphons in Paris zugefügt wurden. Um keinen vollständigen Riß in die Beziehungen zu Spanien zu bringen und auch, um der Tücke der Opposition zu entgehen, ist es allerdings dem Präsidenten der französischen Republik gelungen, durch eine Art Abbitte die Entrüstung des Königs Alphons zu beschwichtigen und die Einladung zum officiellen Diner anzunehmen. Der König blieb aber statt der bestimmten drei Tage nur einen..Tag in Paris und hat nach seinem eigenen Ausspruche nicht gewagt, seine in der Mhe von Paris wohnende Cousine, die Gräfin von Paris, zu besuchen, um die Wuth der Pariser nicht auf's Neue zu entfachen- Das sind die Zustände im freien Frankreich und im stolzen Paris-
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Gießen, 5. Oktober. Wie uns mttgetheilt wird, hat ein Consorttum von größeren Oeconomen aus benachbarten Orten auf der Westanlage, im Lon y'schen Garten, ein Terrain angekauft, um daselbst eine Dampf-Molkerei zu betreiben.
Vermischtes.
Worms, 2. Oktober. Die diesjährige Generalversammlung der Mitglieder des Landes-Gewerbevereins wurde, am 26. Sept-früh 11 Uhr beginnend, im Saale des Worret'schen Etablissements unter Theilnahme von mehr als 100 Personen abgehalten. Der Präsident des Landes-Gewerbevereins, Herr Mlntftertalrath Fink aus Darmstadt, eröffnete dieselbe mit folgender Ansprache:
„Meine Herren! Herzlich heiße ich Sie willkommen! Seit unserem Zusammensein im letzten Jahre zeigt sich im Allgemeinen eine Besserung der Geschäftsotrhältnisse. Tritt dieselbe bet den mittleren und kleineren Gewerben, den Handwerken, weniger hervor, so haben sich doch die Geschäftsoerhältnisse vieler und wichtiger Zweige der nationalen Industrie viel günstiger gesialtet. Die Umsätze sind gestiegen, die Zahl der beschäftigten Arbeiter hat zugenommen. Ob der Geschäftsaufschwung eine Folge der durch höhere Zölle beschränkten fremdländischen Concurrenz auf den heimischen Märkten ist, wie Viele glauben, ob derselbe mehr begründet ist in dem Bedürfniß, die nach einer zehnjährigen Geschäftsstockung aufgebrauchten Vorräthe wieder zu ergänzen und zeitweise zurückgestellte Bedürfnisse zu befriedigen, inwieweit die feit den letzten Jahren bedeutend vorangeschrittene Entwickelung der Kunst-Industrie Antheil an dem erfreulichen allgemeinen Geschäftsaufschwung hat, oder endlich, inwieweit derselbe zmück- zuführen ist auf die fortschreitende Consoltdirung, die Macht und das Ansehen des deutschen Reichs, ist im Einzelnen schwer zu entscheiden.
Dem letzteren Faktor wird, insbesondere rücksichtlich des Exports deutscher Fabrikate, eine nicht geringe Bedeutung beizumessen sein. Eine Abwägung und Vergleichung der berührten Verhältnisse zwischen Frankreich und Deutschland bestätigt die letztere Ansicht. Möchten unsere Industriellen und Exporteure, das Ansehen des deutschen Reichs bei fremden Nationen benutzend, in unausgesetztem und redlichem Streben auch den deutschen Handelsmarken und Jndustr e - Erzeugnissen überall Anerkennung zu verschaffen, nur mustergiltige, technisch vollendete Waaren auf die auswärtigen Märkte bringen. Es gilt, die auswärtigen Märkte nicht nur zu gewinnen, sondern sie auch zu behaupten-
Wie bei früheren ähnlichen Gelegenheiten haben auch letzt wieder die Firmen unseres engeren Vaterlandes bei der internationalen Ausstellung in Amsterdam Auszeichnungen erworben. ~ t
Ihr Ausschuß hat beschlossen, daß aus Anlaß der Feier des 50jährigen Bestehens unseres Landes-Gewerbevereins im Jahre 1886 eine allgemeine Kunst-, Industrie- und Gewerbe-Ausstellung für das Großherzogthum veranstaltet und daß diese Ausstellung unter specieller Leitung des Local-Gewerbevereins Mainz an letzterem Orte abgehalten wird. Ich hoffe, daß alle betreffenden Kreise des Großherzogthumtz sich vereinigen werden, um ein übersichtliches Bild der gesammten Gewerbethätigkeit des Landes zu bieten. Ein Vergleich mit dem Stand unseres Gewerbewesens vor fünfzig Jahren, welchen wir allerdings nur in Einzelheiten bieten können und wollen, wird Zeugniß ablegen von den Fortschritten, die unsere Industrie während des letzten Jahrhunderts gemacht hat.
Erwarten Sie von mir keinen detaillirten Bericht über die Wirksamkeit der Centralstelle Ihres Vereins während des abgelaufencn Jahres- Unsere Einrichtungen sind Ihnen alle bekannt- Wie tn früheren Jahren war die Centralstelle, außer mit der Erledigung der laufenden Geschäfte, vorzugsweise mit Auskunftsertheilungen über technische Fragen, Erstattung von Berichten und Gutachten an Großh. Ministerium und an Behörden, mit der Verwaltung der Bibliothek und der technischen Mustersammlung, mit der Bearbeitung von Vorlegeblattern und Unterrichtsmitteln für die Handwerkerschulen rc. beschäftigt. Auch wurden mannigfache Beziehungen mit verwandten Vereinen anderer deutschen Staaten gepflegt.
In feiner letzten Sitzung hat Ihr Ausschuß die Frage wegen Förderung der inländischen Thonwaaren-Jndustrie näher erwogen, und hat neben anderen Maßregeln auch die Veranstaltung einer Special-Ausstellung für Gebrauchsgegenstände von Töpfer-
roaaren, sowie die Errichtung einer chemischen Versuchsstation zur Untersuchung von Rohmaterialien für technische Verwendung tn's Auge gefaßt.
Die Zahl der Vereinsmltglüder beträgt gegenwärtig 3050, gegen 2960 im Vorjahre. Die Zahl der Local - Gewerbevereine ist von 33 auf 34 gestiegen. Diese Vereine zählen gegenwärtig 2907 Mitglieder; 134 Mitglieder des Landes-Gewerbevereins befinden sich an kleineren Orten des Landes und gehören Localvereinen
^Local-Gewerbvereine bestehen an folgenden Orten und zahlen an Mitgliedern: Alsfeld 85, Altenstadt 42, Alzey 26, Babenhausen 23, Beerfelden 16, Bensheirn 83, Bingen 54, Büdingen 44, Darmstadt 470, Erbach 19, Friedberg 86, Fürth t. O- 36, Gießen 101, Griesheim 32, Groß Gerau 63, Groß-Umstadt 22, Grünberg 47, Guntersblum 27, Hirschhorn 25, Homberg a. d. Ohm 24, Hungen 80, Lauterbach 28, Mainz 501, Michelstadt 40, Nidda 42, Ober-Ingelheim 64, Offenbach 159, Oppenheim 82, Pfungstadt 123, Schlitz 63, Schotten 40, Westhofen 15, Wöllstein 72 unb Worms 273. ,
Die Aufgaben dieser Vereine sind Ihnen auch bekannt. Insbesondere erstrecken sich dieselben auf die Fortführung der denselben unterstellten Handwerkerschulen, sowie auf Anregung und Belehrung der Mitglieder durch Veranstaltung technischer unb wirthfchaftlicher Vorträge, lieber die Thätigkeit der LocaUGewerboerelne enthält unfet Gewerbeblatt Mittheilungen, auf welche ich Bezug nehmen kann. Dankbar haben wk anzuerkennen, daß alle diese Vereine in der Sorge für die denselben unterstellten Hand- werkerschulen wetteifern und daß die Mehrzahl derselben auch bemüht ist, durch Veranstaltung von Vorträgen und Circulatwn von technischen Zeitschriften bet den Mitgliedern denselben Anregung und Belehrung zu bieten. Wenn m letzterer Beziehung an manchen Orten mehr geleistet werden könnte, so ist doch nicht zu übersehen, daß dem oft mannigfache Schwierigkeiten entgegenstehen, die von den Vereinsvorständen beim besten Willen nicht sofort zu befestigen sind.
Anregend und bclehrend für die Mitglieder haben sich auch periodische gemeinsame Ausflüge, verbunden mit Besichtigung gewerblicher Etablissements, Kunst« unb gewerblicher Sammlungen, hervorragender, interessanter Bauwerke erwiesen. Die Local- Geroerbvereine von Darmstadt, Worms, Bensheim, Pfungstadt und Mainz haben in diesem Jahre solche Ausflüge theilwetse gemeinschaftlich veranstaltet, welche die Thril- nehmer sehr befriedigten. t _ v
Durch die Gründung eines Local-Gewerbvereins zu Hungen und die Errichtung einer Handwerkerschule daselbst hat sich die Zahl der mit dem Landes-Gewerboeretnin Verbindung stehenden Handwe-kerfchulen, Kunst-Industrie- und weiblichen Zeichenschulen auf 62 erhöht. — Ihr Ausschuß hat die Mittel verwendbar gestellt, welche es ermöglichten, die Handwerkerschulen in Büdingen und Friedberg zu erweitern und dort offene Zeichenschulen zu errichten. Die erweiterte Handwerkerschule in Büdingen hat bereits im letzten Winter ihre Thätigkeit begonnen unb für Friedberg ist in jüngster Zeit ein Hauptlehrer gewonnen worden, welcher tn Bälde eintreten wird-
Die Centralstelle des Landes-Gewerbveretns war auch im abgelaufenen Jahr bemüht, die Unterrichts-Materialien der mit dem Verein in Verbindung stehenden Schulen zu vermehren und zu ergänzen. — Auch wurde zur Anregung für die Herren Lehrer eine Lehrer-Conserenz zu Offenbach a. M- abgehalten, verbunden mit einer eingehenden Kenntn ßnahme der Einrichtungen in der dortigen Handwerker- und Kunsi- Jndustrieschule. — Die Unterrichts-Ertheilung für Lehrer von Handwelkerschulen auf dem Bureau des Landes-Gewerbvereins wurde fortgesetzt. — Wie in früheren Jahren ist auch jetzt wieder eine Ausstellung von Schülerardeiten aus den mit unserem Vmnt. in Verbindung stehenden Schulm veranstaltet worden, zu deren Besichtigung ich Si- freundlichst einlade. Die bestellte Commission zur Prüfung dieser Arbeiten wird Ihm heute noch ihr berichtliches Urtheil über die Resultate der Prüfung mitthetlen. Zm Schluß habe ich Namens unseres Vereins aufrichtigen und herzlichen Dank den Mäniukic und Behörden zu sagen, welche die Vereinszwecke gefördert haben, insbesondere ach den Herren Lehrern an unseren Handwerkerschulen und den Vorständen von SM kaffen, welche den Schulen reichliche Unterstützung aus den Ueberschüssen dieser Kass» zugewendet haben. .
Hierauf nahm Herr Dr. Schneider, Vorsitzender des hiesigen Local-Gewerb- Vereins, das Wort zu einem Vortrage über die Entwickelung des Wormser Gewerbi- wesens während der letzten 10 Jahre, welcher großes Interesse erregte und mit viele« Beifall ausgenommen wurde. — Es folgte ein Vortrag des Herrn Kräuter, Vorstanbimitglied vom Wormser Local-Gewerbverein, über des Handwerks goldenen Boden. Redner geht zunächst auf die Entstehung dieses Sprichworts ein, indem er der Zeil» und Verhältnisse gedenkt, tn denen das Handwerk in hohem Ansehen stand unb nur die Leistung eines Mannes als Maßstab für seine gesellschaftliche Achtung galt- > Weiteren führt der Vortragende aus, wodurch das Sprichwort seine GlaubwürdiM etngebüßt habe, ferner, wodurch es wieder Gemeingut des Handwerks werden fönne und schließt mit einer eindringlichen Ermahnung an die Handwerker, so daß eine volle Beherzigung der bargelegten Ansichten in ben betreffenden Kreisen nur gewünscht ruerb» kann. Auch dieser Vortrag erfreute sich einer regen Beifalls-Aeußerung seitens bic Anwesenden und sprach der Präsident dem Vortragenden ben Dank der Versammlung., sowie seine Freude aus, daß ein Mann aus dcm Handwerkerstände Gelegenheit ^ nommen, sich tn so sachgemäßer Welse über dies wichtige Thema zu äußern; er sMt sich auch damit als einverstanden aus, daß des Handwerks goldener Boden noch niflt verloren sei. Hieran schloß sich eine Berichterstattung seitens des Vorsitzenden b!» Handwerkerschul-Commtssion des Landes-Gewerbvereins, Herrn Geh. Oderbomch Dr. Müller aus Darmstadt, über die diesjährige Ausstellung der Schülerarbeiten aod den inländischen Handwerkerschulen. Besagte Ausstellung ist aus Anlaß der Genml- versammlung in dem geräumigen Gebäude des hiesigen Gymnasiums und ReaiMt eingerichtet worden; dieselbe umsaßt die Arbeiten von 57 Handwerkerschulen und 3 w* ltchen Industrieschulen unb ist bis zum 7. Oktober d. I. für Jedermann bei f* Eintritte geöffnet.
Wir beschranken uns hier einstweilen darauf, kurz zu erwähnen, daß die W' stellung ein sehr schönes Bild der Leistungen der genannten Anstalten bietet, daß o.'" der erwähnten Comm ssion ein erheblicher Fortschritt in den Schülerleistungen confW worden ist und daß der Besuch dieser Ausstellung allen Interessenten nur befltu empfohlen werden kann. Vor und nach der Versammlung wurden diese AuSsieWk sowie das Paulus-Museum von den Theilnehmern besichtigt-
Wir gedenken in aller Kürze in einem weiteren Berichte auf diese AussieA k - sowie auf die sich daran anschließenden Debatten, betr. das „Submissionsw^fen" M»' zukommen und bemerken nur noch, daß am Schlüsse der Versammlung Gießen ä.'' Ort für die nächstjährige General-Versammlung gewählt wurde, daß sich an die Versammlung das übliche gemeinschaftliche Mittagessen im Etablissement WorreUN" schloß, welches ebenfalls sehr zahlreich besucht war unb das sich durch tresflW! Leistungen von Keller und Küche auszeichnete. Bei der hier herrschenden geMiMi Festesstimmung fehlte es auch nicht an Toasten. Von diesen Trinksprüchen ervWMl wir nur den des Herrn Präsidenten auf Se. Majestät den Kaiser unb Se. KöviM- Hoheit den Großherzog, des Herrn Directors Dr. Schneider auf die Großh. CeviM' stelle der Landesgewerbveretne unb bereu Mitglieber, des Herrn Baurath Busch i® 5 Darmstadt auf das Gedeihen und Blühen der Stadt Worms und ihrer Gewerben» Industrie, des Herrn Schlossermeifter Müller von Worms auf die Lehrer der HM- werkerschulen und das Gedeihen dieser Anstalten.
Erst als die Zeit zum Abgang der Bahnzüge dringend zum Aufbruch niagriv trennten sich die Theilnehmer an der General-Versammlung im Bewußtsein, etnenWk genußreichen Tag verlebt zu haben und von Dankesgefühl für das vom GewerbvM >l diesesmal Dargebotene erfüllt. (Darmst. Ztg.)
Frankfurt a. M., 28. September. Johannes Schilling, der als Arbeiter des nun enthüllten Nationaldenkmals auf dem Niederwald in diesen W* eine Reihe höchster Triumphe als Künstler erlebt, wird von seiner langjährigen RiM- arbeit, an die er sein bestes Können gewendet, materiell keinen Gewinn davontraMl- ! Bekanntlich hat es einer ganzen Reihe von festlichen Veranstaltungen unb SaoM^- lungen bedurft, um nur das Fehlende an den thatsächlichen Kosten zu decken. UW rühmlicher ist es für unsere Stadt, daß vor einiger Zeit hier in aller Stillem« Anzahl reichbegüterter Bürger sich bereit gefunden hat, sich Ehren halber an der W' loofung einer kleinen Nachbildung des Denkmals tn getriebenem Silber zu des Urhebers zu beteiligen, bei welcher das Loos die Summe von 1000 Mark kW' Zehn solcher Loose fanden opferfreudige Abnehmer und der Ertrag war, wie c r hören, bestimmt, dem so leer ausgehenden Künstler als Ehrengabe überreicht zu u»^.. Veranstaltet wurde die Lotterie von dem Vorsitzenden des Comitäs zur des Niederwald-Denkmals. Die 10 Herren, die eine so schöne Anwendung ihres' thums gemacht, waren eingeladen, der Enthüllung als Ehrengäste beizuwohnm.
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