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ausüben werbe. In Ville d'Avray und in der Rue St. Didier wird eifrig nach einem Testament Gcmibetta'ü gesucht; doch hat sich noch nichts derart ge­sunden. DerGaulois" will wissen, Gambetta habe einen Priester zu sich berufen und gebeichtet, welche Behauptung selbstverständlich erfunden ist.

Der Leichnam Gambetta'S soll morgen Abend nach dem Palais Bour­bon übergesührt werden. Die Negierung hat nunmehr bestimmt, daß das Lei­chenbegängnis;, welches aus Freitag Mittag festgesetzt ist, auf Staatskosten in feierlichster Weise staltsinden soll. Der Leichnam wird aus dem Palais Bourbon nach dem Pöre-la-Chaise gebracht werden. Die ganze Garnison von Paris soll die Leichenparade stellen. Die Journale der reactionären Partei sind der An­sicht, daß die Republik mit Gambetta dahin sei, da jetzt keine Gewalt mehr zum Widerstande gegen eme Invasion der revolutionären Elemente existire. Die republikanischen Organe erklären, der Verlust sei zwar ein großer, doch sei die Existenz der Republik nicht an daü Leben irgend eines einzelnen Mannes ge­knapst, sie ermahlien die Republikaner zu einträchtigem Zusammenhalten. Das Journal des Däbatü" führt aus, mail werde Gambetta viel verzeihen, weil er Frankreich so sehr liebte, das Blatt glaubt, daß die Erfahrung schließlich seine überströmende 'Jtatnr gemäßigt und ihn zii einem wahren Staatsmann gemacht haben würde.

drien alle Vorkehrungen, um den unwillkomnienell Gast baldigst im mittcllänöi schen Meere zu ertränken. _ _

Deutschland.

Darmstadt, 3. Januar. Sc. Königl. Hoheit ber Großherzog nahmen beute Meldungen entgegen und empfingen den Poti,eirath Fresenius und den Proftfior Dr. Gotischick au» Gießen; zum Vortrag den Staatsminister ^Ült"nDarmstadt5». Dmtnber. D-r GcsctzgcbungS-ÄuSichuß ber zweiten .Kammer Ift auf den 5. und 6 Januar tinbesufcn. Auf der Lagedordnung flehen t Die Äesetze» oorlaae die Gewann- und Parzellenoermessung belr.; ber Antrag Metz aus Einführung de-Z Einkammersostembt ber Antrag Wasserburg und (Senofsen auf ilbSuberung ber Gesegaebuna bezüglich ber Wahlen zur zweiten Kammer, inSbesonbere Einführung birecter Wahlen; ber Antrag Arnolb auf Abänderung rmeS Shells beb Pfanbrechtb- aefetzebe ber Kesetzentwurs, bie Erbschastb- und Schenkungbfleuer belr. und endlich ber Antrag Dittmar auf Revision bezw. Erweiterung beb Gesetzes Dom J3. Juli 1858, bie Ausübung ber Jagd bett. Die Tenbenz beb letzteren Antrag« geht babm. unter «e- feitiaung beb eben bemerkten Gesetze« unb beb buichbrocheneu unb veralteten Jagd- strafgesetzeb em Gesetz zu erlassen, welche« alle auf bie Ausübung unb den schütz ber Jaab bezüglichen Vorschriften In sich begreift, etwa fa, wie bteb selbem vor nicht tangtt Ze» erlassenen Gesetze, bie Ausübung unb ben Schuy ber grischerei betreffenb, ber Fall ist. .

Berlin, 2. Januar. Am 1. Jamtar lb83 waren c« <(> Jahre, dasz ber Kaiser von seinem Vater zum Osficier ernannt wurde, und mit diesem Tage bat der damalige Prinz Wilhelm seine militSrische Laufbahn begonnen. Alb König Friedrich Wildelm 111. zum AeujalirMage 1807 nach Königsberg kam und sich die ganze Familie nach langer Trennung wieder um den geliebten Vater zur Gratulation versanunelte, wandte nd) dieser mit dem ihm eigenen gütigen, srenndlichen Ernst an seinen zweiten Sohn Wilhelm :Da an Deinem Geburtstage keine Gelegeiihetl sein wird, Dich ordentlich einzukleiden, weil ihr ach Memel müßt, so ernenne ich Dich heute schon zum Osficier. Da liegt Deine Interims-Uniform." Unb in der Thai lag der damals sog. Jnterimsrock der Garde-Officiere, welcher einen rothen, nach Art der Livtlrocke umgeschlage­nen Kragen hatte, nebst Degen, Stock und Hut mit Federbusch aut einem Tische bereit. Natürlich wurden die Sachen sosort angelegt und auch der damals noch übliche Puder und Zops nicht vergeben, obgleich das eigene Haar noch lange nicht lang genug war, also ein falscher eingebunden werden mußte. Der damalige Prinz ist demnach vor Antritt seines 10. Lebensjahres, mit dem sonst alle preußischen Prinzen in die Armee treten, von seinem Later in dieselbe aus­genommen und find beim auch die spateren Dienst-Jubiläen des Kaiser« stet« am 1. Januar gefeiert worben.

Nach berVoss. Ztg." ist man m bundesrathlichen Kreisen ber An­sicht, daß es sich empfehlen'würbe, bie Verpackung und Berechnung der Waaren nach Dutzend unb Groß sollen zu taffen unb diejenige nach dem Dreimal - syst.m, nach welchem miser Münzsystem emger,chiet ist, einzusühren. Es fragt sich nur, ob bie Neuerung auf bem Wege ber Gesetzgebung ober durch Einwirkung ber Handelskammern im Wege bet Vereinbarung unter ben Fabri- kamen :e. Einzusühren sein mochte. In bunbeSräthlichen Kreisen ist man nicht geneigt, ben Weg ber Gesetzgebung zu betreten.

DieKöln Ztg." schreibt: Dte traurigste Neujahrsbolschast fommt uom Rhein, woselbst das Hochwasser ben Stanb von Ende 'November the,Iweise nahezu erreicht, in ben Mamgegenben stellenweise überschritten zu haben jcheüu. Das Glenb ist allgemein unb groß, besonders auf dem Lande, wo Wohnungen und Leben der Menschen bedroht find. Es find jetzt 5 Wochen her, feit bet Minister des Innern, Herr v. Puttkamer, sich mit anerkennenSwerlher Ent­schlossenheitpersönlich an den Ort ber Gefahr begeben" hat. Von bem Glenb, welche« die erste Hochstulh hervotgerufen, Hal Herr o. Puttkamer im Adgeord- r.stei,Hanse eine lebhafte Schilderung gegeben; seither haben bie unglücklichen Nothleibenden am Rhein von hoher königlicher Regierung nichts mehr vernom- men. Sie waren in Kälte, Nässe unb Elend verkommen, wenn sie aus die Staatshulfe angewiesen gewesen wären. Lediglich ber privaten Wohlthäligkeit ist es zu danken, daß bie erste Fluch ohne Massenerkrankungen unb Hnngers- noth zu hinterlassen oorüberging. Die Zeitungen namentlich habe» bie erste Noch zur rechten Zeit Imbern helfen, indem sie sich an die Milde ihrer Leser wandten unb selber unmittelbar unb sosort, wo die Noch groß war, Hülse brachten. Bei ber jetzigen Noch dürsten bie Mittel der Privatmildthätigkest nicht mehr Hinteichen, um fofort bem schlimmsten Elend abzuhelsen, Hunger unb Krankheiten abzuwehren. Matt wirb jetzt aber auch van bet Regierung ver­langen müssen, baß sie sofort Mittel ftüssig mache, um unverzüglich Hülse zu bringen. In zwei Monaten, wenn ber bett. Gesetzentwurf vielleicht fein fertig wäre, könnten bie armen Nothleibenden erfroren und verhungert sein. Sonst ist man ja im Ueberjdjreiten bet Ctedite nicht immer gerade übertrieben ängstlich. Daß die Regierung für 1 'Mill. JL, bie fie jetzt an die Nothleibenden vertheilen ließe, die nachträgliche Zustimmung unb sogar den Dank des Abgeordnetenhauses finden wirb, baiür wollen wir ihr bürgen. Schnelle Hülfe thut noth, unb Alles ju thun, kann man bei so großem wiederholtem Unglück ben Zeitungen unb Privaten beim boch nicht überlassen!

Authenltflye Nachrichten aus den Bereinigten Staaten bestätigen die auch sonst schon außerhalb Deutichland« anerkannte Uebcrlrgenhctt bcS deutschen CementS üitr dm englischen in der erfreulichste» Weife. Nach diesen Berichten ziehen Die mit t»t Leitung der umiangieichen Hasen- und sonstigen Wasserbauten betrauten amerikani­schen SlaatSingmimre die Erzeugnisse einiger deutscher Eementsabnten selbst den besten Erz ugnisten Großbritannien« bei Weitem vor. Sie bedauern ttbhast, daß die Production derartiger vorzüglicher deutscher Waarc und der Handel mit derselben nach den Ver- e nigten Slaatm noch nicht ausgedehnt genug tst, um den Bedarf für die öffentlichen Wofserbauten auch nur annädernd zu decken und daß sie d.Shald vielfach genöthigt stad, mit englischen Waaren sich zu behelsen.

Frankreich.

Paris, 2. Januar. Alle Blätter ohne Unterschied der Partei veröffent­lichen lange Nachrufe, in welchen Gambetta'S Verdienste ausgezählt unb seine Fehler nicht allzusehr hervorgehoben werden. Die Lage wird im Allgemeinen ziemlich ruhig beurthellt. Die Blätter erinnern an das Wort: Der König ist luvt, es lebe ber König! und das 19. Siäcle übersetzt diesen Nus-Frankreich bit einen großen Mann verloren, es lebe Frankreich!" Andere radikale Zei­tungen führen aus, daß die Geschicke der Nation nicht von einem Manne, son­dern von den Ideen und Grundsätzen abhängen, und sprechen in Folge dessen chr.n Tadel darüber aus, daß Gambetta sein politisches System auf seine Person ;ugeschnitten habe. Nochefort spricht in einem Leitartikel,die Partei in Liqui- ' iz. n", die Ansicht aus, daß der republikanische Verein seine Seele verloren l.ab.' und ö.r Auflösung verfallen sei. Im Allgemeinen herrscht die Meinung, , ... bas Elys^e bei der Neugestaltung der Verhältnisse einen großen Einfluß

fj o ch ro nsser.

Mainz, 2. Januar, Abends. Die Siadt tst trotz abermaligen Steigens des Wassers Dank der vülfc des Militärs und der Baufirma Arnoldi noch wasserfrei. Letzk.re hat ihre Schienengeleise vom Tunnel durch bie Neustadt über den Schloßplatz längs der Nheinfirade bis zum F'schthor fettig liegen und führt große Züge von Boden- munen zur Erhaltung des wichtig,len Dammes der Rh instratze entlang Tag und Nawt. Die Anstrengungen, welche gemacht wctden, um die Stadt gegen die lieber* flutbung n zu retten, sind fall übermenschlich Die städtischen Pumpwerke sunktioniren Dortvefflid) und halten den Wasserstand in ben Kanal n so weit herunter, daß die Straßen sämmtlich trocken sind. Pegelhöhe 5,75 Mtr. AdendS 6 Uhr.

3. Januar. Unter furchtbarem Sturm und Negen ist ber Rhein auf 5,88 gestiegen- Die Materialbahn ist die zum LudwigSbahnhof fortgesetzt. Die Locomoliven werbt n alS Pumpen verwandt.

Die zu Rettungvarbeiten fommanbirten Pioniere dampften heute Morgen nach Asiheim ab. Dav Gerücht, daß »in Dampfer mit 70 Pionieren auf der Fahrt na ch Worms umgcschlagen sei. ist unbegründet.

9 Uhr 10 Mm. Der Rheindamm bei GinSheim tst gebrochen, die ganze («egenb zwischen GinSheim u-ib Bischofsheim zieht tief unter Wasser, auS dem nur bte Bäume bcrDorragen. In Folge deS Sturmes hoher Wellenschlag. DaS Bahngeleise zwischen Reu- und Bocköthor steht fufjtitf unter Wasser.

11 Uhr 20 Mm. Der Wasserstand ist feit 6 Uhr ungefähr 5,88 Mtr. Der Dammdiuch bet G'nSheim bestätigt sich. Der Eisenbahndamm am Rheinthor war Nacht- in Gefahr, ist j doch durch lunnelat bettcr gehalten worden Die Pumpstation wirb bet 6,20 Mtr. Wasserslanb arbeiten können. (Im November konnte dieselbe nur bet 5 20 Mtr arbeiten). Die Stürme schädigen bie Dämme im Nheingau.

Mainz, 3 Januar, Abends. Die (Shrtenfelb'-Worftabt wurde heute Nachmittag aUarmtrt. Es gelang jedoch mit großer Anstrengung, birDämme zu halten. Die Stadt und dav Gartenfeld sind noch wasserfrei, datz Wasser ist heute früh von 5,88 auf 5,85 Meter gefallen.

Mainz, 3. Januar, 6 Uhr Abends. Wasserstand seit 12 Uhr 5,86 Meter. Dammdruch in H.id sheim Der Nothdamm längs der Rh.instraße wird erhöht. Im Gaucnfelb halten die Dämme und dringt nur Grundwasser in die tiefer gelegenen eteUun ein. Veidjen ertrunkener Menschen treiben an unserer Stadt vorüber, oer- muthlich von Oppau bei Mannheim Am Neuthor (Anlage) drohte daS Wasser in die Stadt zu dringen, das Thor wird deshalb verrammelt unb burch einen Damm abgeiuerit. AuS WonnS wird gemeldet, baß eme Güterhalle zusammengestürzt ist und mehrere Tausend Säcke Getreide ins Hochwasser g.rathen seien. Die Pioutere welche heute Morgen nach Aftheim (pr. Dompfbooi) fuhren, sind noch nicht zurückgekehrt. Nach- r-.chtcn von horten fehlen deshalb Prioatbepeschen aus Mannheim melden Fallen beS Nheins unb deS Neckars, dagegen wird von Würzburg ein Steigen beS Mains um 50 Etm. gemeldet Hier hofft man daS Hochwasser abhalten zu können, waS den Aniilengungen der städtischen Verwaltung, oeS Militärs und dem Bauunternehmer Anioloi zu banken ist. Die Pumpstation arbeitet brillant und hat heute Vormittag daS 21} aff er, welches in Folge des Gcw-tierS in einer Höhe von 50 Ctm. stand, sofort auS- gewoifen. Rüsselsheim teleg aphiit an das /eiSbauamt, daß ber Ort durch den -lilheimer Dammbruch nun auch vom Rhein gefährdet sei- DaS Wasser dränge durch den Wild gegen das Dorf zu.

Goiisi-nheim, 3. Januar. In WormS ist die Lage sehr kritisch. Fortwährend landen au- ben u i liegenden Orten M nsch n und Vieh. Hier herrscht große Opfer» Willigkeit. Hund<Ue fiib im Schulhause nntergebrachi. DaS Wasser war gestern ge» fallen, tteigi aber in Folge deS DammbruchS bei Bodenheim wieder rapid.

Groß-Gerau, 3. Januar. Von Mainz bis Groß-Gerau sieht man von ber Bahn rechts und links nur Wasser. Walleistadten ist ganz unter Wasser. Pioniere retten Mensch.n und Vieh auS ben Finthen- Um Groß-Gerau mußt- heute Nacht eilig ein Schutzdamm aufgeroo-fen werden.

Frankenthal, 2. Januar. Total unter Wasser ist Oppau, wo 100 Häuser eingestürzt sind; m Eoigheim 150 unb tn Mörsch 60. In Bobenheim unb Roxheim sind viele Häuser eingenürzt, thstlweise unter Wasser ist Oggersheim, wo 11 Häuser eingestürzt sind. F.ankmthal ist überfüllt von Flüchtigen. In ber neuen Anlage hat daS Wasser 5 Häuter zum Einstn'z gebracht. Die Noth ist schrecklich, Hülfe bringend nölhig. Die (Situation ist unverändert. In Mun^enheim sind 3, in Maudach 1 HauS eingestürzt.

Frankenthal, 3 Januar, 6 Uhr AbendS. Auch heute kann ich nur Hiobs- poften melden. Die Häusereinstürze dauern fort und cS ift zu befürchten, datz in den überschwemmten Orten Edigheim, Oppau, sch. Bobenh im, Roxheim und Schudern- heim kaum ein Haus übrig bleiben wird, da selbst massiv gebaute Hauser einstürzen. Von b.uen, bie dem Anprall der Wogen zu-widerstehen vermögen, wi.d wohl auch ber größte Theil ulebergelegt werden müssen In Oppau allein sind biS jetzt 187 Gebäude eingestürzt, feit meiner D 'peschc vom 1. d M- alio ca 100 Gebäude mehr. Ein Schiff mit 60 Flüchtigen, meistens Frauen und Kinder, welches von Oppau nach dem gegen­überliegenden Sandhofen unterwegs war, wurde von der Strömung erfaßt, gegen einen Baum geschleudert unb bar ft. Sämmtliche Insassen ertranken biS auf 4, bie sich burch Anklammern an umherschwimineiibe Gegenstände zu retten vermochten. Unter ben E. trunken en ist ein Vater nut fernen sechs Kindern. DieNettung von Menschen, Vieh und Fahlnissen dauert ununterbrochen mit aufopfernder Thätlgkest fort- Das Rettunga^ werk wird nur durch den heftigen Sturm erschwert. Heute Morgen war es unmöglich, bie Nachen unb Schiffe durch die hochgehenden Wogen zu steuern; die vorgestern unb gestern g retteten Pionen roerbai mit ihren wenigen geborgenen Habseligkeiten in bie wasserfreien, höher gelegenen Orte verbracht, um ben neu Ankommenden Platz zu machen Die Nachricht Ihres B Gorrefponbenten ist dahin zu berichtigen, daß die Zuckerfabrik loaffeifrei unb in ungestörtem Betriebe ist, ebenso bie Neoerdy'iche Stärke­fabrik. lFr- Ztg.)

Karlsruhe, 2. Januar. Orr Babnverkehr zwischen Appenweier unb L>tratz-- burg ist heute Morgen wieber ca öffnet worden, ber durchgehende Verkehr wird voraussichtlich Ende der Woche wieder ausgenommen werden. Der Bahnverkehr zwischen Mannheim und Ludwigdhasen ist eingestellt, da der Bahnhof Ludwigshafen theilweise überschweinmt ist Die Rheindämme bei Maxau und Mannheim swerden fortdauernd bewacht, die meisten Dörfer der Rheiiiniederung befinben sich in Wassersnoih.

Mannheim, 3. Januar. Der Frachtverkehr auf dem Eentral-Güterdahnhof ( ist heute Msttag weder aufgenommen wo-den. Hier haben sich verschiedene Männer: und Fiauenvereine zur Abhülfe deS Noihstandeß gebildet- Alle Vergnügungen und Lustbarkeiten sind eingestellt. Von Heitbroun wird ein Fallen deS Neckars gemeldet, der ! Rhein bei Kehl steigt und steht gegenwärtig auf 493.

- Der Eisenbahnverkehr zwischen Mannheim und Ludwigshafen soll morgen I wieder eröffnet werden. _ , ,, v M ,

Kass el, 3. Januar. Die Fulda ist in Folge deS anhaltenden RcgcnS abermals stark gestiegen und über ihre Ufer getreten.